Thomas Pletzinger Gentlemen, wir leben am Abgrund

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Inhaltsangabe zu „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ von Thomas Pletzinger

Ganz dicht dran – ein Schriftsteller in der faszinierenden Welt der Basketballprofis Thomas Pletzinger kehrt zurück in eine Welt, in der er einst zu Hause war: Kabine, Halle, Mannschaftsbus – die Welt des Basketballs. Als Juniorenspieler stand er vor einer Profikarriere, jetzt hat er als teilnehmender Beobachter eine Saison mit dem Profiteam von Alba Berlin verbracht. Ihn interessieren die Menschen und ihre Geschichten: Spieler, Trainer, Manager und Fans. Wie stellt man ein Team zusammen? Wie holt man den Meistertitel? Wie hält man dem immensen Druck stand? Thomas Pletzinger erzählt von der Magie des Spiels, von seiner Ästhetik und Kultur, von Glück und Euphorie des Erfolgs, aber auch von enttäuschenden Niederlagen, vom Schmerz im Training und der Monotonie der Reisen – und immer wieder von sich und seiner Begeisterung für diesen Sport. Bemerkenswert ist, wie nah er den Akteuren kommt, welche Dramen sich hinter den Kulissen abspielen, welche Szenen er einfängt. Mit einer literarischen Sprache geht er dem Reiz und Schrecken des Profisports nach. Ein Buch für alle, die den Profisport jenseits der täglichen Sportberichterstattung erleben wollen.

Wow! Deep deep shit!

— Abholfach
Abholfach
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    Gentlemen, wir leben am Abgrund
    Abholfach

    Abholfach

    01. October 2015 um 14:23

    Wow, da glaubt man in Deutschland gäbe es keine gute Sportliteratur. Was für ein Irrtum.  Pletzinger begleitete eine Saison lang den Kultverein Alba Berlin und liefert einen Blick in das Innenleben des professionellen Sportbetriebes.  Diese Art von journalistischem Tiefgang fehlt leider viel zu oft wenn es um das Thema Profisport geht. In Buchform deutschsprachig augenblicklich nichts besseres zu finden!

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  • Rezension zu "Gentlemen, wir leben am Abgrund" von Thomas Pletzinger

    Gentlemen, wir leben am Abgrund
    Svuechiatrie

    Svuechiatrie

    15. March 2012 um 09:48

    Nachdem das Buch bei meiner Rückkehr bereits 2 Wochen im Kiosk lag – sehr blödes Timing - habe ich es dann hier ausgepackt und war vom Cover begeistert. Man sieht den Basketball nicht nur, man spürt ihn. Das Deckblatt ist quasi ein Basketball. Ich mag so was. Durch den Prüfungsstress zog sich das Lesen jetzt sehr lange hin. Ich hatte wenig Zeit, habe das Buch nahezu konsequent mit in die Badewanne genommen – wenn ich dafür die Zeit hatte – und bin auch jetzt noch nicht durch. Schon wieder nicht. Aber ich werde es zu Ende lesen. Ganz sicher. Wo liegt das Problem? Wie gesagt: Die Zeit. Aber selbst unabhängig davon konnte und kann es mich nicht fesseln. Ein mich mitreißendes Buch bringt mich auch dann zum Lesen, wenn ich eigentlich keine Zeit dazu habe. War in diesem Fall halt nicht so. Ich hatte mir – mal wieder – was anderes vorgestellt. Meine Erwartungshaltung ist also auch hier eher hinderlich. Ich kann jetzt nicht mal wirklich viel schlechtes zu dem Buch sagen. Das einzige was mich massiv stört: Die Zeitsprünge. Die Sprünge zwischen „normaler“ Saison und Playoffs. Die verstehe ich nicht. Die ergeben für mich keinen Sinn und nehmen irgendwie die Spannung raus. Gut, Spannung bei einem Buch über eine Saison die tatsächlich stattgefunden hat ist sowieso so eine Sache. Basketball Interessierte wissen es, der Rest kann das Ergebnis bei Wikipedia nachlesen. Oder einfach den Untertitel auf der Rückseite lesen. „Wie wir fast Deutscher Meister wurden – eine Saison im Profibasketball.“ Spannung über das Ergebnis somit erledigt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass man selbst mitfiebern kann. Dass man selbst quasi von Anfang bis Ende dabei ist und es so erlebt, wie die Spieler und das Team es erlebt haben. In eben dieser Reihenfolge. Die Sprünge vom Sommer in den Mai und zurück in den Oktober sind einfach nur anstrengend und nehmen das Tempo raus. An diesen Sprüngen habe ich auch meistens aufgehört zu lesen. Seinen Schreibstil mag ich eigentlich. Jedenfalls gibt es keine merkwürdigen Satzkonstrukte die mir bitter aufstoßen. Er ist natürlich, authentisch, sympathisch. Völlig okay. Leider fesselt es mich nicht. Es bleibt oberflächlich. „Nimmt mich nicht mit.“ Ich kann mich selten erinnern was ich bereits gelesen habe. Und da ich ständig das Lesezeichen vergessen habe, kam es häufiger vor, dass ich ein halbes Kapitel gelesen habe bis mir aufgefallen ist, dass ich es bereits kannte. Es bleibt nicht nachhaltig im Kopf. Könnte aber auch an den Zeitsprüngen liegen und dass es einfach zu viele mir unbekannte Namen sind. Vermutlich bin ich einfach nicht die Zielgruppe. Es ist mir zu viel Sport und zu wenig Mensch. Aber das ist mein Problem bei der Auswahl gewesen. Ich hätte mir so was denken können. Oder aber vorher mal ein wenig über Alba Berlin lesen können. Dieses Buch völlig verreißen wäre jetzt nicht fair. Es ist sicher nicht schlecht. Nur eben nicht meins. Soll ich noch was zum Inhalt sagen? Nun ja… es geht um Basketball. Hier zu am besten der Klappentext. „Thomas Pletzinger war dabei: im Mannschaftsbus, im Trainingslager, in der Kabine, ganz nah an den Spielern, Trainern und Managern von Alba Berlin. Bei internationalen Partien und in den nervenaufreibenden Playoffs. „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ erzählt von der Magie des Spiels und den Gesetzen des Spiels und den Gesetzen des Geschäfts, von Glück und Euphorie des Erfolgs, aber auch von enttäuschenden Niederlagen. Thomas Pletzinger zeigt die Spieler auch abseits des Parketts, als junge Männer mit Geschichten und Träumen. Er erzählt vom Schmerz im Training un der Monotonie der Reisen. Und immer wieder erzählt er von sich und seiner tiefsitzenden Begeisterung für diesen Sport.“ Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Bewertung: + Die “Art” des Autors. + Das Cover. - Die Zeitsprünge. - Nicht mein Thema.

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  • Rezension zu "Gentlemen, wir leben am Abgrund" von Thomas Pletzinger

    Gentlemen, wir leben am Abgrund
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    ein Muss für jeden Alba -Fan. ein jahr lang begleitet Thomas Pletzinger die Mannschaft bei ihren Spielen und im Training. Er berichet von den Niederlagen und den Siegen. Aber nicht nur vom Spielergebnis wird hier gelesen, sondern die Zeilen gehen tiefer. Wir haben Einblicke in das Denken und fühlen jedes einzlenen Spielers, so wie auch die Aura der gesamten Manschafft. Pletzinger erzählt uns von den Trainern und die Arbeit derer mit seinen Jungs. Mich persönlich hat es der Manschafft mehr verbunden. Auch könnte ich die Spile, welche ich ja leider "nur" im Fernsehen sah, mit dem Buch nocheinmal richtig miterleben. Pletzinger hat es geschafft, mich als leser selbst vor ort und in der Manschafft zu sein. :-))

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. January 2012 um 08:05
  • Rezension zu "Gentlemen, wir leben am Abgrund" von Thomas Pletzinger

    Gentlemen, wir leben am Abgrund
    giulianna

    giulianna

    02. January 2012 um 23:49

    "Gentleman, wir leben am Abgrund" ist nicht einfach nur irgendein Buch und Thomas Pletzinger ist hier auch nicht einfach nur irgendein Autor. Im Gegenteil, mit diesem Buch dringen wir in das Allerheiligste vor, das Innerste, die Seele. Das ist etwas Besonderes, eine Ehre. Diese beginnt mit dem Cover, das auch haptisch einem Basketball nachempfunden ist und endet erst mit dem letzten Wort, auf der letzten Seite. Ein Jahr lang begleitete Pletzinger die Basketballer von Alba Berlin. Ein Jahr in blau-gelben Trainingsanzügen, in vollen und leeren Hallen, hinter den Kulissen, in Bussen und Flugzeugen, nach Siegen und Niederlagen, an Raststätten und in Hotels. Ein Jahr voller Emotionen, mit Verletzungen, Glücksmomenten und Niedergeschlagenheit. Ein Jahr zwischen Profibasketballern, neben den Männern, die den Beruf ausüben, den Pletzinger sich einst erträumt hat. Ein Jahr, das ihn näher heran brachte an das Innere des Basketballs, als Pletzinger es je selbst erlebt hat. Ein Jahr zwischen Schmerz und Euphorie, Schweiß und Eis. Ein Jahr, das Pletzinger nicht besser hätte beschreiben können. Kein simpler Bericht, kein nüchternes Tagebuch. Statt dessen ist es ihm gelungen mittendrin zu sein. Wir lernen den Trainer kennen, seine Gedanken, seine Idee vom Spiel, seine Gestik, seine Methoden, seine Leidenschaft fürs Spiel, seine Besessenheit, sein Können, sein Versagen. Wir lesen ein Buch und spüren dennoch dieses Besondere, das uns umgibt, die Atmosphäre. Leidenschaft. Leidenschaft ist in diesem Zusammenhang ein ganz wichtiges Wort. Basketball hat ein Eigenleben, eine Intelligenz, eine Präzision, ein System. Wir sehen die Jungs beinahe vor uns, wie sie dribbeln und werfen, wie sie lachen oder die Köpfe hängen lassen. Wir lernen sie neu kennen. Anders, als wir sie bisher auf dem Spielfeld erlebt haben, im Fernsehen, den Zeitungen oder der U-Bahn. Pletzinger ist es gelungen nicht nur ein Buch für Fans zu schreiben, nicht nur aufzuzählen, was jeder Zuschauer in der Halle sehen kann. Pletzinger ist tiefer hinein gestiegen. Er hat für uns die Magie entdeckt, die die Spieler jeden Tag in die Halle zieht, er hat uns die Komplexität des Systems Profibasketball näher gebracht, das weder am Spielfeldrand beginnt, noch dort endet. Er hat das Team durch Höhen und Tiefen begleitet. Er war ein Teil dieses Teams. Eine ganze Saison. Er war für uns dabei. Für uns und für sich selbst. Und auf jeder Seite erleben wir einen Teil der Saison noch mal - all den Jubel, all den Schmerz und all die Momente, von denen wir bisher gar nicht wussten, dass es sie gab. "Gentleman, wir leben am Abgrund" ist ein großartiges Buch, eines, das so nur einmal geschrieben werden kann. Eines, das der Sportart Basketball Leben einhaucht, uns nicht außen vor läßt, sondern mitnimmt, hinein ins Herz. Danke dafür!

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