Thomas Pynchon Natürliche Mängel

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Inhaltsangabe zu „Natürliche Mängel“ von Thomas Pynchon

Philip Marlowe in Schlaghosen. Kalifornien 1970: Der junge Hippie-Detektiv Doc Sportello erhält den Auftrag, beim Bodyguard eines Immobilienhais Schulden einzutreiben. Als Doc aus einem neongrellen Marihuana-Rausch erwacht, blickt er allerdings in das Gesicht von Lieutenant Bigfoot Bjornsen. Die Leiche des Bodyguards neben ihm sieht aus wie ein frisch geschlachteter Truthahn. Der Immobilienhai ist entführt, und Bigfoot, der Leuten gern seine Stacheldrahtsammlung zeigt, mag keine Hippies … Pynchon, der 'Shakespeare der Popkultur' (Welt) schreibt über Verbrecher und Surfer, Manson und Nixon, über das Ende des Summer of Love und die Geburt des Internets. 'Das zugänglichste Werk des größten amerikanischen Autors der Gegenwart, die perfekte Einstiegsdroge.' (Stern)

Ein Hippie als hard-boiled Privatdetektiv - ein postmoderner Spaß. Der einzige Krimi seit langem, den ich nicht gelangweilt weggelegt habe.

— DiagramLajard

Coole Siebziger Krimistory in exquisiter Strand Atmo und liebenswert witzigem Protagonisten. Fun Lektüre.

— thursdaynext

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  • Ein Krimi als schlechter Trip

    Natürliche Mängel

    awogfli

    03. January 2017 um 12:54

    Wow dieser Schmöker war für mich richtig zäh. Doc ein Privatschnüfflerverschnitt ala Philipp Marlowe & Mike Hammer mit ein bisschen Hippie Attitüde stolpert mit einer in Eisberge gemeisselten Coolness durch ein total konfuses Universum aus Drogensüchtigen, Freaks, Rassisten und geldgeilen Verbrechern aus allen berufs- und Bevölkerungsschichten inkl. endlosen und verwirrenden Beschreibungen der Stadt L.A. und Szenewechseln im Stakkato. Weiters konnte ich diese unzähligen, unsäglichen Musik und Filmanspielungen, Modevokalbeln, Drogenjargon, Hippiejargon, lokale L.A. Orts-Wörter...... so gar nicht verstehen, da sie in einem derartigen Schwall daherkamen, lohnte es sich nicht mal mehr, sie zu googeln. Sie begründeten zwar eine bestimmte Stimmung im Roman, aber verstanden habe ich zur Hälfte nur Bahnhof. Ich kann aber verstehen, dass eine gewisse Community, die etwas mehr damit anfangen kann, total darauf abfährt. Aber was rege ich mich eigentlich auf? Mir wurde im Klappentext eh das versprochen, was im Endeffekt geliefert wurde: Ein psychodelischer Drogentrip in Form eines Marlowe Krimis, aber dieser Trip hört sich besser an, als er ist, ich vertrage ihn nicht so gut :D Ich hätte einfach auf Mammi und Papi hören sollen: "Hände Weg von solchen Drogen" :D . Auch die Handlung fährt mit dem Leser gleich einem schlechten Trip in konfusen Schleifen Schlitten, die Hauptfigur und der Leser stolpern ohne Sinn und Verstand durch den Plot und letztendlich ist die Auflösung des Kriminalfalls auch nicht gerade berauschend. Manchmal muss man aber dann sogar lachen, wenn sich die Sprache strotzend vor coolem Machismus einfach selbst ad absurdum führt, oder weil dem Autor dann letztendlich doch etwas Witziges eingefallen ist (so wie bei der Beschreibung der Parkplatzsituation, die mich frappant an meine derzeitige Heimatstadt Krems erinnert). Deshalb schraubte sich dieses Werk dann doch noch etwas mühsam auf einen zweiten Stern. "Doc wollte gerade in seinen Wagen steigen, als eine schwarz-weiße Bullenwanne mit voller Festbeleuchtung um die Ecke gebrettert kam und neben ihm hielt." "Die freundlichste Bezeichnung, die jemals irgendwer für die Parkplatzsituation in Gordita Beach gefunden hatte, war nonlinear. Die Vorschriften änderten sich auf unvorhersehbare Weise von einem Häuserblock, oft auch von einem Parkplatz zum nächsten und waren offenbar insgeheim von teuflisch raffinierten Anarchisten ersonnen worden, die die Autofahrer so zur Raserei bringen wollten, dass sie ienes Tages die Büros der Stadtverwaltung stürmen würden." Fazit: Dieses Buch ist definitiv ein Roman für jemand anderen - aber nicht für mich.

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    • 9
  • eBook Kommentar zu Natürliche Mängel von Thomas Pynchon

    Natürliche Mängel

    Barbara Dr.

    25. February 2016 um 00:38 via eBook 'Natürliche Mängel'

    Die Schattierungen dieser Zeit in schrillsten Farben beleuchtet mit unendlicher Fantasie unterlegt Sprachgefüge neu gestaltet.Ein umwerfendes Buchund nach Gegen den Tag ....ganz anders . Ich bin grosser Pynchonfan .

  • Wirres Drogenchaos

    Natürliche Mängel

    rallus

    Mein erster, aber nicht letzter, Roman von Pynchon. Leider konnte ich mit diesem Hippie-Drogenrausch des Privatdetektivs 'Doc' nichts anfangen, da trotz vieler netter Wortspielereien und -schöpfungen die Geschichte zu sehr aus dem Rahmen geriet. Es versank vieles in einem Drogenrausch und der rote Faden war in einem Meer von Hasch, LSD und sonstigen Betäubungsmitteln bunt, kunstvoll verziert, aber meistens nicht mehr da. Da ich leider nicht in dem selben Zustand war, kam ich nicht ganz mit. Vermutlich das falsche Buch zur Zeit.

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    • 4
  • Rezension zu "Natürliche Mängel" von Thomas Pynchon

    Natürliche Mängel

    Archibald Pynchon-Light

    Larry "Doc" Sportello ist Privatdetektiv im Los Angeles der Siebziger, ein sanftmütiger Grasraucher, der Underdogs gegen das System vertritt. Eines Tages erhält er Besuch von seiner Ex Shasta. Sie sorgt sich um ihren aktuellen Liebhaber, den Immobilienhai Mickey Wolfmann, der von seiner Frau und deren Liebhaber in eine Nervenklinik abgeschoben werden soll. Bevor Doc tätig werden kann, ist das gesamte Quartett verschwunden. Stattdessen beauftragt ihn ein zweiter Klient, Schulden aus dessen Knastzeit einzutreiben, und zwar ausgerechnet bei einem von Wolfmanns Bodyguards. Die Suche endet mit einem überraschenden Knockout und dem Erwachen neben der Leiche des Gesuchten. Dies ist natürlich erst der Beginn einer turbulenten Jagd kreuz und quer durch Los Angeles. Anders als bei seinen weltumspannenden früheren Werken ist Pynchon diesmal sehr konzentriert, was Zeit, Ort und Handlung betrifft. Die Siebziger haben gerade begonnen. Die Welt kreist um Nixon, Vietnam und Charles Manson. Um Drogen und Musik. Das ARPAnet beginnt seinen Siegeszug und der Sender NBC will Raumschiff Enterprise absetzen. Pynchon läßt diese Zeit in allen Einzelheiten auferstehen, als Kulisse für eine reinrassige Krimigeschichte. Er nutzt alle Möglichkeiten des Genre, ohne dessen Grenzen sprengen zu wollen oder es zur Parodie verkommen zu lassen. Der Fall ist originell komponiert, obwohl er aus bewährten Bestandteilen besteht. Es kommt eben immer darauf an, was man daraus macht. Pynchon destilliert aus der gesamten Kriminalliteratur ein wahres Feuerwerk an schelmischer Unterhaltung. Doc kommt - wie sollte es bei Pynchon anders sein - einer Verschwörung auf die Spur, die irgendwie mit dem Boot "Goldener Fang" zu tun hat. Der Name soll aber auch für eine Geheimorganisation stehen, die möglicherweise aus Zahnärzten besteht. Ist ein Toter mit Bissspuren ein Hinweis oder handelt es sich doch nur um ein ein simples asiatisches Drogenkartell? Wie in jedem guten Krimi üblich, werden zahlreiche falsche Fährten gelegt, aber man sollte sich nicht darauf verlassen, dass alle am Ende wieder aufgegriffen werden. Auch die Figuren gehören zur üblichen Besetzung von hardboiled-Krimis, sind aber pynchonesk überarbeitet. Das heißt sie reden in halbseitigen Schachtelsätzen, singen schräge Lieder, neigen zu Drogenmissbrauch und verlieren sich in absurden Assoziationen. Dazu kommen vergleichsweise alltägliche Bedrohungen wie neonazistische Rockerbanden, Mafiosi, humorlose Cops, Drogenschmuggler und skrupellose Bauunternehmer. Und mitten drin der gutmütige Doc, den seine drogenbedingten Erinnerungslücken nicht daran hindern, im Verlauf der Handlung gleich mehrere Fälle zu lösen, die natürlich alle miteinander zusammenhängen. "Natürliche Mängel" ist das witzigste und zugänglichste Buch, das Pynchon jemals geschrieben hat. Eine Krimikomödie voller Nostalgie. Leichtfüßig, beschwingt und randvoll mit Musik (was hätte es für ein Hörbuch werden können). Durch die fröhliche und durchweg sympathische Hauptfigur des Doc Sportello wirkt das Buch optimistischer als alle Vorgänger. Die Hippieideale, auf die Pynchon mit Vineland bereits einen Abgesang verfasst hat, existieren hier noch und stehen in voller Blüte. Zur Einstimmung auf das Lesevergnügen empfehlen sich alle Freak-Brothers-Comics, die Cheech & Chong-Filme, natürlich The Big Lebowski und ein ausgewogener Sixties-Soundtrack. Wer schon immer wissen wollte, was die Fans an diesem Autor finden, kann hier einen ersten Eindruck bekommen, bevor er sich an seine Mammutwerke wie V, Die Enden der Parabel oder Gegen den Tag heranwagt. Wenn man natürliche Mängel bei diesem Buch finden müsste, bräuchte man allerdings nicht lange suchen. Das Cover der deutschen Ausgabe ist gegenüber dem Original so unsagbar lieb- und einfaltslos, dass man den Schutzumschlag am liebsten mit der Verpackungsfolie wegwerfen möchte.

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    • 5
  • Rezension zu "Natürliche Mängel" von Thomas Pynchon

    Natürliche Mängel

    stalker

    14. April 2011 um 15:01

    Ein neuer Pynchon! Und was für eine Enttäuschung, als ob da irgendein schreibender Kiffer on the road hängengeblieben wäre, ein neuer Pynchon, unglaublich, dass dieser, gar nicht mal so unwitzige und langweilige, aber doch äußerst belanglose Roman von einem Gott wie Pynchon geschrieben wurde, was mich vorstellen lässt, dass Pynchon seine bisherigen Romane mit einer Zauberfeder, diesen letzten jedoch mit ganz normalen Bleistift geschrieben habe.

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