Thomas R. P. Mielke Attila König der Hunnen

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Inhaltsangabe zu „Attila König der Hunnen“ von Thomas R. P. Mielke

bestens recherchierte Romanbiografie über Attila, den Hunnenkönig - keine Angst vor den ca. 900 Seiten

— Bellis-Perennis
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  • Nicht nur die Hunnen sind sengend und brennend über Städte und Dörfer hergefallen ...

    Attila König der Hunnen

    Bellis-Perennis

    22. June 2015 um 13:28

    Thomas Mielke nimmt uns mit auf die Reise in das Römische Reich, das von der Völkerwanderung erschüttert wird. Attlia, jüngster Sohn der Hunnenfürsten Mundschuk, wird im Jahre 409 als Vierzehnjähriger als Geisel nach Rom gebracht. Kurz darauf erobert Alarich Rom und plündert die Stadt. In diesem Kampfgetümmel kann Attila fliehen und zu seinem Volk zurückkehren. 35 Jahre später ist Attila vorerst als König der geeinten Hunnen militärischer Verbündeter der Römer. Die in der Geiselhaft seiner Jugend erlernten Fähigkeiten erweisen sich nun als Bumerang für die Römer. Obwohl Nomade geblieben, kann er sich in die Strategie der Römer hineinversetzen. Er wird zu einem gefährlichen Gegner des sterbenden Weströmischen Reiches. Wie von Thomas Mielke gewöhnt, ist der fast 900 Seiten starke historische Roman bestens und aufwändig recherchiert. Einige Schauplätze in Attilas Leben hat der Autor persönlich besucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass andere Völker (die Römer mit eingeschlossen) ähnliche Kriegsverbrechen begangen haben wie die Hunnen. Der schlechte Ruf ist allein den Hunnen geblieben. Die Briten verwenden seit dem Ersten Weltkrieg „The Huns“ als Schimpfwort für die Deutschen … Der Autor gibt den Lesern, die Attila (oder Etzel) nur aus der Nibelungensaga oder von Geschichten über blutrünstige Reiterhorden kennen, mit dieser Romanbiografie eine neue Sichtweise auf den König des Reitervolkes. Weiters beleuchtet Mielke Ursachen und Wirkungen der Völkerwanderung und die Geschehnisse bis zum endgültigen Zusammenbruch des (west)römischen Reiches. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, zeigt es doch historische Details, die bislang nicht so bekannt waren. Thomas Mielke verwendet eine sachliche, einfach Sprache und verwirrt den Leser nicht durch unnötige Schnörksel. Ausgezeichnet sind auch die Karte, die Zeittafel, Orts- und Namensregister im Anhang.

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