Orlando Furioso

von Thomas R. P. Mielke 
4,3 Sterne bei3 Bewertungen
Orlando Furioso
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Inhaltsangabe zu "Orlando Furioso"

Der Mittelalter-Bestseller vom (vor Eifersucht) “rasenden Roland”

4845 Achtzeiler in 46 Gesängen – der 500 Jahre alte Renaissance-Bestseller erstmals in deutscher Sprache auf 735 Seiten als Roman quellengetreu neu erzählt

nach Ludovico Ariosto (1474-1532)

Der Orlando furioso (d.h. der wütende / rasende Roland) gilt als das unterhaltsamste Epos der Weltliteratur – voller rätselhafter Verwicklungen, rasanter Verfolgungen, phantastischer Szenen, erotischer Abenteuer und satirischer Zeitkritik. Im Orlando furioso handelt kein einzelner Held mit all seinen Konflikten und Schwierigkeiten, sondern eine Gruppe von ziemlich eigenwilligen und zumeist unsterblich verliebten Paladinen vom Hof Karls des Großen in Paris (den es historisch gesehen ebenso wenig gab wie ein um 800 n. Chr. von Orlando im Meer versenktes Schießgewehr mit deutscher Technik). Erstmals in der Literatur spielen auch weibliche Heldinnen gleichberechtigt in den schnell wechselnden, immer wieder überraschend und amüsant ineinander verstrickten Handlungssträngen mit. Und das gelingt so faszinierend, dass schon Goethe und Shakespeare und später natürlich auch J.R.R. Tolkien, Umberto Eco und – kongenial – Monty Python regelrecht süchtig nach den phantastischen Geschichten wurden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746620626
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:736 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:01.01.2004

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Rezensionen und Bewertungen

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    ZwergPinguins avatar
    ZwergPinguinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Orlando Furioso" von Thomas R. P. Mielke

    Eigentlich war Ariosts Orlando furioso zu lesen, aber nachdem ich da in Originalsprache ewig gebraucht habe für die ersten “Gesänge”, hatte ich beschlossen, parallel die Prosafassung zu lesen. Tja… was soll ich dazu schreiben. Einerseits steht fest: Mielke hat sein Handwerk verstanden, als er das so furchtbar lange Epos des Ariost in einen zusammenhängenden Text gefasst hat. Meine Hochachtung, das muss eine Heiden-Arbeit gewesen sein! Gleichzeitig bleibt er sehr dicht am Original, verfälscht eigentlich kaum etwas und erleichtert dem Leser durch ein umfangreiches Personen-Register und eine mittelalterliche Weltkarte das Zurechtfinden. Gut, bei der Karte hätte man noch ein paar Handlungsorte mehr einzeichnen können… und das Personenregister (mit sehr guter, knapper Kurzbeschreibung) scheint mir auch nicht so ganz vollständig, aber das ist auch ziemlich schwierig, den der Stoff enthält soviele Personen, dass es eigentlich unmöglich erscheint, den kompletten Überblick zu erhalten.

    Inhaltlich gibt es zwei Haupthandlungen:

    1) Ritter Orlandos Liebe zu der Cathay-Prinzessin Angelica und seine rasende Eifersucht, als diese nichts von ihm wissen will (sondern von einem anderen)…

    2) Bradamante und Ruggiero, das zunächst “verhinderte” Liebespaar, mit welchem Ariost den Stammbaum seiner Brotherrn, der d’Este, zeichnen will.

    Drumherum mischen sich hunderte andere Personen mit ihren Geschichten… Frauen in Not, sagenhafte Kämpfe zwischen Sarazenen/Heiden und Christen, Karl V. und seine Paladin und zwischendrin Fabelwesen, Zauberer, Feen und mystische Gegenstände.

    Ich habe ziemlich lange gebraucht, um das Buch zu lesen - ich weiß nicht, ob es an den Umständen lag, dass ich bevorzugt dabei eingeschlafen bin… jedenfalls zieht es sich ganz schön in die Länge und was immer und immer wieder passiert: Spielarten der Liebe und Gemetzel - das wars eigentlich.

    Bezeichnend ist folgende kleine Episode mit meinem Mann, nachdem ich das Buch endlich ausgelesen hatte:
    er: “jetzt musst Du es aber nochmal lesen, um es richtig zu verinnerlichen!”
    ich: “ganz sicher nicht - ich HAB es jetzt verinnerlich.”
    er: “nagut, was steht auf Seite 54?”
    ich: “im Zweifelsfall hauen sie sich”
    er blättert: “oh, stimmt!”

    In diesem speziellen Fall kämpft gerade Bradamante gegen den Magier auf dem Hyppogryph. Sei’s drum.

    Einerseits ein interessantes Buch, das als Stoff für viele andere bekannte Werke geliefert hat (so ziemlich jeder Fantasy-Roman hat Anlehnungen hieran), sogar für Shakespeares Viel Lärmen um Nichts. Trotzdem - ich habe genug davon und ich bin auch hier der Meinung: weniger wäre mehr gewesen - schon bei Ariost natürlich.

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    astrid ann_jabuschs avatar
    astrid ann_jabuschvor 8 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

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