Thomas Raab

 4 Sterne bei 596 Bewertungen
Autor von Still Chronik eines Mörders, Walter muss weg und weiteren Büchern.
Thomas Raab

Lebenslauf von Thomas Raab

Geboren 1970 in Wien. Beginn der kreativen Tätigkeit im musikalischen Bereich: Macht sich bereits früh mit seinen selber komponierten und getexteten Liedern als deutschsprachiger Songwriter einen Namen. Arbeitet parallel dazu als Pianist und Korrepetitor im Musical- und Musiktheaterbereich. Nach seinem abgeschlossenem Studium der Mathematik und Sportwissenschaften unterrichtet Thomas Raab an einem Wiener Gymnasium. Wird als Quereinsteiger im Literaturbetrieb 2007 mit seinem Debüt-Kriminalroman „Der Metzger muss nachsitzen“ bekannt und für seinen witzig philosophischen Sprachstil sowie seine Lese-Performances geschätzt. Lebt als freischaffender Buchautor und Musiker in Wien.

Alle Bücher von Thomas Raab

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Still Chronik eines Mörders

Still Chronik eines Mörders

 (193)
Erschienen am 01.04.2016
Der Metzger muss nachsitzen

Der Metzger muss nachsitzen

 (71)
Erschienen am 01.10.2008
Walter muss weg

Walter muss weg

 (78)
Erschienen am 07.09.2018
Der Metzger geht fremd

Der Metzger geht fremd

 (68)
Erschienen am 01.05.2011
Der Metzger sieht rot

Der Metzger sieht rot

 (48)
Erschienen am 01.09.2009
Der Metzger holt den Teufel

Der Metzger holt den Teufel

 (29)
Erschienen am 01.01.2012
Der Metzger bricht das Eis

Der Metzger bricht das Eis

 (18)
Erschienen am 17.09.2013
Der Metzger kommt ins Paradies

Der Metzger kommt ins Paradies

 (17)
Erschienen am 03.11.2014

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Neue Rezensionen zu Thomas Raab

Neu

Rezension zu "Der Metzger" von Thomas Raab

Verbalakrobatik und "harte" Tobak ...
Thomas_Lawallvor einem Monat

Der Unbekannte grüßt umgehend mit einem "Wa alaikum as-Salam!" zurück, obgleich dies nach einem "Ja, Himmelherrgott!" eine nicht unbedingt erwartete Antwort darstellt. Willibald Adrian Metzger befindet sich auf einer recht einseitig verlaufenden Verfolgungsjagd zu Fuß. Mit seiner Kondition sieht es im fortgeschrittenen Alter nun doch nicht mehr so gut aus.

Fast wie in einer Slapstick-Nummer aus alten Tagen rennen zwei Menschen auf die gleiche Straßenecke zu, wobei es ihnen gelingt, größeren Schaden zu vermeiden. Nach der Schrecksekunde bleibt sogar Zeit für eine zünftige Begrüßung - jeder freilich auf seine Art. 

Dennoch dehnt sich die besagte Sekunde, zumindest im Falle Metzgers, noch ein wenig aus. Die Überraschung ist insofern gelungen, als der vollbärtige "Zweimeter-Prügel" ausgerechnet jenem Attentäter ähnelt, den Willibald zu verfolgen gedachte. Höfliche Menschen lassen jedoch trotzdem keine Gelegenheit für einen improvisierten Smalltalk aus ...

Selbst solche eher nebensächlichen Begegnungen werden unter Federführung Thomas Raabs zu kleinen Höhepunkten. Es kommt eben ganz darauf an, wie man zum Beispiel die Körpergröße des Bärtigen definiert, der an der "Zweitausender-Marke kratzt" ("in diesem Fall Millimeter"), oder wie dieser aus einer eher beiläufigen Bemerkung Metzgers ein Shakespeare-Zitat herausliest.

Das ist großes Theater auf kleinstem Raum, wobei jetzt die Überleitung auf das große Ganze leichtfällt. Auch in "Der Metzger" legt Thomas Raab jedes Wort auf die Goldwaage, denn selbst (scheinbar) unbedeutende Details, ob Handlung oder Personen betreffend, werden auf höchstem Niveau formuliert und lassen Leserinnen und Leser nicht selten über die Raab'sche Verbalakrobatik stolpern.

In diesem Fall dürften die Herren Literaten tatsächlich mit ihrer Kritik bezüglich des von ihnen verachteten Genres ins Schwarze treffen, indem sie Kriminalromane als "intellektuellen Parasitenbefall" bezeichnen. Derart kopflastige Schelte mag Thomas Raab aber eher zur Ehre gereichen, denn wer ständig für ein ebenso poetisches wie spitzfindiges Amüsement sorgt, kann kein Sünder sein. Selbst wenn Grenzbereiche der Harmonie gnadenlos ausgelotet werden.

Was bleibt seinem uneingeschränkten Hauptdarsteller, dem Restaurator Willibald Adrian Metzger auch anderes übrig, wenn seine, noch immer nicht angetraute, Lebensgefährtin Danjela Djurkovic von ihrem unvergleichlichen Prinzip, die Dinge nicht einfach zu formulieren, keinesfalls abrücken will. Wozu auch, wenn es "so wunderbar kompliziert geht".

Worum es in diesem Roman geht? Kein Wort darüber, zur Abwechslung einmal. Zu viel hat "Der Metzger" zu bieten. Doch wer gerne schnell und "flüssig" liest, darf gerne schon auf den ersten Seiten aufgeben. Auch wer keinen rabenschwarzen Humor verträgt, sollte zu Hause bleiben. Den Rest der versammelten Krimi-Gemeinde erwartet ein Premium-Kriminalroman oder wie die Djurkovic sagen würde:

"Na gratuliere! Ist offenbar harte Tobak!"

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Rezension zu "Walter muss weg" von Thomas Raab

Sehr amüsant, und doch auch tiefgründig...
firefly74vor 2 Monaten

Wenn man wie ich - sehr ländlich und dann auch in einer Streusiedlung aufgewachsen ist, wird man viele der Charaktäre im Buch kennen - einfach traumhaft! Unheimlich viele achja-Erlebnisse - ich freu mich schon auf eine Fortsetzung!

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Rezension zu "Walter muss weg" von Thomas Raab

hier steckt mehr drin als man denkt…
Normal-ist-langweiligvor 3 Monaten

Meine Meinung:

„Mit viel Humor und Charme nimmt Karl Menrad seine Hörer mit auf die spannende Suche der grantigen Hannelore Huber und erweckt mit seiner Stimme ein ganzes Dorf zum Leben.“

Hannelores Geschichte hat mich zu Beginn sehr verwirrt. Ich kam nur schlecht mit dem verschachtelten und verwirrenden Inhalt zurecht. Ich hatte permanent den Eindruck, dass ich zwischen den Zeilen lesen muss, um zu verstehen, was eigentlich gerade passiert war. Das lag sicherlich auch ein wenig an dem verwendeten Dialekt und den doch einigen Personen- und Stimmenwechseln.

Nach ca. 30 Minuten habe ich mir tatsächlich das Hörbuch genommen und den Inhalt auf dem Case gelesen, um nachzuvollziehen, ob ich mit meinen Gedanken „richtig“ bin. Nach der ersten CD hatte ich dann den Bogen raus. Entweder hatte ich mich an den Stil gewöhnt oder ab diesem Zeitpunkt wurde das Geschehen eher auf den Punkt gebracht. Auf jeden Fall gab es dann keine Verständnisprobleme mehr und ich konnte die weitere Geschichte locker genießen. An dieser Stelle konnte ich mich dann auch vollends auf den Sprecher einlassen, der hier wirklich ein breites Repertoire an Stimmen und Stimmlagen zeigt. 

Ich muss gestehen, dass ich eine doch deutlich „lockere und heitere“ Geschichte unter diesem Titel erwartet hätte als ich dann letztendlich gehört habe. Denn die Auflösung zeigt mal wieder, dass doch nicht alles so ist wie man vielleicht viele Jahre geglaubt hat. 

Mich hat fasziniert, dass während dieses Krimis doch viele Themen zu tragen kamen, die fast jeden Menschen, egal, ob Jung oder Alt, betreffen. Liebe, Freundschaft, Lust und Sex, Geldprobleme, Krankheiten, Einsamkeit, der Leser findet hier  ein sehr weiters Spektrum und vielleicht fühlt man sich deshalb so stark mit den einzelnen Personen verbunden.

Hannelore bzw. Hanni hat hier in ihrem ersten Fall ermittelt und es geht vorwiegend um ihren Mann, aber noch um so viel mehr. Da der Titel „Frau Huber ermittelt. Der erste Fall“ lautet, wird sie hoffentlich erneut ihre Spürnase gebrauchen. Sehr gerne würde ich nach Glaubenthal zurückkehren und mit ihr einen weiteren Fall lösen.

Das Ende ist gleichzeitig von Trauer und Hoffnung geprägt und lässt Hanni und auch den Leser mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. Eine sehr schöne Mischung. 

 (4 / 5)

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Gespräche aus der Community

Neu

Lesung des neuen Romans von Thomas Raab. Ein Psychogramm, gelesen von einem der ganz Großen: Frank Arnold

Die perfekte Hörrunde für alle Fans packender Geschichten. Ein Meisterwerk von Thomas Raab, brillant gelesen von Frank Arnold.
Wer mutig ist, kann in dieser dunklen Jahreszeit zu diesem Hörbuch greifen, das wirklich nichts für zarte Gemüter ist. Einmal angefangen zu hören, kann man bei "Still" von Thomas Raab nicht mehr aufhören.

Zum Hörbuch
Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.
Ein berauschendes Leseerlebnis, aufwühlend, soghaft, eine virtuose literarische Komposition, die sich konsequent in den Dienst des Erzählten stellt.


Hörprobe

Zum Autor
Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien. Zahlreiche literarische und musikalische Nominierungen und Preise, zuletzt "Buchliebling" 2011 und Leo-Perutz-Preis 2013. Die Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zählen zu den erfolgreichsten in Österreich. Zwei davon wurden im Sommer 2014 für die ARD-Degeto verfilmt (mit Robert Palfrader in der Hauptrolle) und werden Anfang 2015 ausgestrahlt.

Zum Sprecher
Frank Arnold, Regisseur, Schauspieler und Dramaturg, studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. Er arbeitete u.a. mit Dieter Dorn, Luc Bondy, George Tabori und Peter Stein zusammen. Seine Stimme hat er bereits vielen erfolgreichen Hörbüchern geliehen. Er erhielt 2014 den Deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret (für "Landgericht" von Ursula Krechtel, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2012).

Zusammen mit dem Argon Hörbuch Verlag verlosen wir 25 Hörbücher unter allen, die Lust haben, im Rahmen einer Hörrunde diesen packenden und aufwühlenden Roman mitzuhören und sich darüber auszutauschen.

Beantwortet für eure Bewerbung bitte die folgende Frage:

"Still" ist kein Hörbuch für zarte Gemüter.
Ich nehme an, dass alle, die sich hier für diese Hörrunde bewerben, keine zarten Gemüter sind. Aber Hand aufs Herz... gibt es etwas, wovor ihr euch richtig fürchtet?


Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt!

Ich wünsche euch viel Glück, und bitte vergesst nicht:

Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Thomas Raab im Netz:

Community-Statistik

in 710 Bibliotheken

auf 113 Wunschlisten

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