Thomas Raab Der Metzger bricht das Eis

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Inhaltsangabe zu „Der Metzger bricht das Eis“ von Thomas Raab

Ein prophetischer Obdachloser, eine todessüchtige Mutter und eine scharf schießende Schneekanone – Restaurator Willibald Adrian Metzger ermittelt wieder. Begleitet von seiner furchtlosen Herzdame Danjela Djurkovic steigt er in die eisigen Höhen eines Skiörtchens – und kommt dort gewaltig ins Rutschen. Schuld daran ist weniger sein unausgereiftes sportliches Talent als vielmehr sein tiefer Blick in die menschlichen Abgründe …

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    Der Metzger bricht das Eis

    walli007

    17. May 2015 um 10:25

    Welch eine Ehre, Willibald Adrian Metzger darf den Kinderwagen der kleinen Lilli durch den verschneiten Park schieben. Nicht nur für Lilli und ihre Mutter, sondern auch für seinen verstorbenen Freund, den Kommissar Eduard Pospischill, tut er das und es ist ihm eine Freude. Wären da nicht die minütlichen Kontrollanrufe seiner lieben Danjela, doch auch die nimmt der Metzger irgendwie gerne entgegen. Auf einer seiner Runden durch den winterlichen Park muss er bestürzt mit ansehen, wie ein kleines Mädchen einen Erstickungsanfall durchleben muss. Zum Glück eilt ein Obdachloser herbei, der die richtigen Griffe kennt und das Kind retten kann. „Nun geht das Sterben wieder los!“ murmelt dieser und ist bald selber tot. Das Gedankengekreisel des liebenswerten Grantlers Willibald ist schnell in Gang gesetzt. Da kann doch etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Und gemeinsam mit seiner Danjela macht er sich auf in die Welt der Skipisten, der Seilbahnen und Touristen. Hei, wie lustig geht es dort daher, wie schön werden da die Fremden verschaukelt. Gemeinsam schauen der Willibald und die Danjela nach und nach hinter die Kulissen des harten Tourismusgeschäfts, durchschauen die Ränke, die in der Dorfgemeinschaft geschmiedet werden und die schließlich zu dem seltsamen Ausruf des Obdachlosen geführt haten.  Nach einer Pause mal wieder ein Besuch in der Welt des Metzgers, brummelnd, behäbig, geistig schnell, körperlich nicht ganz so. Mit seinem eisigen Abenteuer nimmt einen der Metzger gefangen, man möchte die bizarren Ideen, die hingegrummelten Sätze, die humorigen Auswüchse anstreichen, damit man ja nichts vergisst. Allerdings hätte man dann ein kunterbuntes Buch, so viele dieser Kleinode enthält es. Gleichzeitig mit diesem urigen Sprachwitz bekommt der Leser auch einen aufrüttelnden Fall geliefert, der die Auswüchse der Tourismusindustrie an den Pranger stellt, was wird da alles dem Gewinnstreben und der Gier nach mehr untergeordnet. Betroffen und beschämt könnte so mancher sein, bei Gedanken, dass hier Ressourcen verschwendet werden, die in anderen Regionen zum Überleben gut gebraucht werden könnten. Da scheinen wir den Scheichs in Nichts nachzustehen. Das Ganze ist eingebettet in eine tragische Familien- und Dorfgeschichte. Willibald Adrian Metzger at his Best. 4,5 Sterne

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  • Rezension zu "Der Metzger bricht das Eis" von Thomas Raab

    Der Metzger bricht das Eis

    sabatayn76

    02. February 2013 um 16:53

    'Der Berg is nimmer zum Retten Inhalt: Willibald Adrian Metzger versucht sich im Babysitten und beobachtet dabei auf dem Kinderspielplatz, wie ein Mädchen fast an einer Wasabinuss erstickt. Ein beherzter Obdachloser rettet das Kind - und wird bald selbst tot aufgefunden, erfroren an einer Bushaltestelle. Die Mutter des geretteten Mädchens springt von der Raucherterrasse des Krankenhauses in die Tiefe. Was ist da los, wie hängen diese Ereignisse zusammen? Willibald Adrian Metzger und seine Danjela Djurkovic nehmen eine erste Spur auf und machen sich auf den Weg in einen Skiort. Mein Eindruck: Ich habe bereits die vier Vorgänger-Romane gelesen und war von diesen zum Teil sehr begeistert. 'Der Metzger bricht das Eis' hat mir im Vergleich zu den anderen Romanen von Thomas Raab mit Abstand am wenigsten gefallen. Ich fand das Buch deutlich weniger amüsant, kaum fesselnd, habe den großartigen Wiener Schmäh der Vorgänger sehr vermisst, fand die Sprache hier viel zu aufgesetzt und zu bemüht. Wie meistens bei Thomas Raab war auch hier sehr früh absehbar, wer hinter den Geschehnissen steckt, so dass man hier kaum überrascht wurde. Gut fand ich die Einblicke in die Folgen des Skitourismus, die gesellschaftskritischen Kommentare, die komplexen Betrachtungen der Pros und Kontras in Sachen (Alpen-) Tourismus. Mein Resümee: 'Der Metzger bricht das Eis' hat meiner Meinung nach weder den Charme noch den Sprachwitz der Vorgänger. Schade - dieser Band der Reihe macht wenig Lust auf den 6. Roman von Thomas Raab.

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  • Rezension zu "Der Metzger bricht das Eis" von Thomas Raab

    Der Metzger bricht das Eis

    guybrush

    23. October 2012 um 13:33

    Unterhaltsame Alpen-Action mit Herz und Hirn Wer sich erst mal an die geschraubte österreichische Sprache (Ein Schachtelsatz kann gerne mal eine halbe Seite lang sein) gewöhnt hat, den erwartet ein gelungener Krimi. Dies ist nun schon der 5. Teil der Serie, lässt sich aber problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Beim Spaziergang im Park beobachteter, wie ein Obdachloser einem kleinen Mädchen das Leben rettet. Der Obdachlose stirbt unter merkwürdigen Umständen, während sich die Mutter des Kindes vom Dach des Krankenhauses stürzt. Und schon ist er – neugierig und hilfsbereit wie er nun mal ist – auch schon wieder mitten drin in einer verwickelten und schwer durchschaubaren Geschichte. Mit viel Herz, gesundem Menschenverstand, einer gehörigen Portion Humor und der Hilfe seiner charmanten, kroatischen Lebensgefährtin Danjela Djurkovic, klärt er die düsteren Machenschaften, nicht ohne ganz nebenbei Kritik am umweltzerstörerischen Skizirkus zu üben. Und einen actionreichen Showdown legt er hin, der Herr Raab, wie er in den österreichischen Alpen so noch nicht vorgekommen ist. Wunderbar lebendig sind auch die Charaktere. Herrlich die neu eingeführte Figur des Toni Schuster, eines Draufgängers der das, was ihm an Körpergröße fehlt, spielend mit Mut und seinem Multifunktionsmesse wett macht (MacGiver lässt grüßen). Man kann sich nur wünschen, dass er uns in den nächsten Büchern erhalten bleibt. Fazit: „Der Metzger bricht das Eis“ hat alles, was ein Krimi braucht: Spannung, Witz und a bisserl was zum Nachdenken – einfach gute Unterhaltung!

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  • Rezension zu "Der Metzger bricht das Eis" von Thomas Raab

    Der Metzger bricht das Eis

    michael_lehmann-pape

    12. March 2012 um 13:30

    Familiendrama vor Bergkulisse Eigentlich hätte Willibald Adrian Metzger, Restaurator, übergewichtig, im siebten Himmel der Liebe angelangt, es sich leicht machen können. Mit Lilli, der neugeborenen Tochter seines leider toten Freundes. Mit Danjela, seiner ständig radebrechenden großen Liebe („Hast Du gut eingepackt in Overall, Schlafsack und Decke, weil kommt heute nix raus die Sonne?“). Eigentlich. Doch, wie der Metzger so ist, wenn ihn was interessiert, dann kann er nicht wirklich locker lassen, dann arbeitet er sich stetig hinein. Auf seinem Spaziergang im Park rettet ein Obdachloser ein Kind vor dem Ersticken an einer Nuss. Metzger tritt neugierig in Kontakt, erhält aber nur unverständliche Sätze zur Antwort. Nur eines ist ihm klar, der Mann ist kein normaler, alkoholgeschwängerter Penner. Als er späterhin noch einmal der Sache nachgehen will, findet er den Mann nicht mehr. Allerdings findet ihn die Polizei. Erfroren und tot. In den wenigen Habseligkeiten des Mannes tauchen Verbindungen zu einem Gasthaus in einem bekannten Skigebiet auf und so nimmt die Geschichte ihren Gang. Vor allem, als die Mutter des eben geretteten Mädchens sich zudem vom Dach des Krankenhauses in den Tod stürzt. Für Metzger ist klar, dass hier so einiges nicht stimmt. Danjela, die sich den Arm gebrochen hat und daher freie Zeit besitzt, Sophie, die schöne Halbschwester Metzgers, die sich umgehend anschließt und der skiunkundige Metzger selbst machen sich auf in die Idylle der Berge und treffen auf eine Familiengeschichte, die es langsam zu entwirren gilt, bevor deutlich wird, wie all die Dinge zusammenhängen. Zugleich besitzt der Leser einen, wenn auch nur kleinen, Vorsprung vor der „Bagage“. Gedankenfetzen des Mörders tauchen hier und da im Buch auf. Einen Plan scheint dieser durchaus zu haben. Und ein Auge auf Metzger, denn auch der Mörder ist vor Ort am Berg. So ganz nebenbei legt Thomas Raab auch falsche Spuren, verweist kritisch auf allgemeine Themen wie die Wintersportindustrie und das Leben inmitten dieser, entfaltet überzeugende Charaktere und verfolgt hinter all dem weiterhin seinen roten Faden genauso geduldig und stetig, wie er seine gewichtige Hauptfigur agieren lässt. Zudem folgt er im Stil weiter seinem Markenzeichen, intensives Lokalkolorit mit einfließen zu lassen. Teilweise „atmet“ das Buch fast „österreichisch“. Manches Mal wirkt dies allerdings auch ein stückweit überzogen. Gerade die „Wuchtbrumme“ Danjela, zuständig im positiven für die vielen humorigen Anteile des Romans, kann mit ihrer ständig verquasten und radebrechenden Sprache mithin auch einen gewissen nervenden Störfaktor der Lektüre darstellen. Hier wäre weniger an „Zungenschlag“ auf Dauer wirklich mehr gewesen. Insgesamt aber ein intelligenter, mit Humor gewürzter Kriminalroman, der an den entscheidenden Stellen nicht droht, ins Lächerliche zu verfallen, sondern durchaus auch Gefahr und Spannung zu erzeugen versteht. Mit einer gründlich entwickelten Geschichte samt detaillierte herausgearbeitetem Hintergrund und so manchen überraschenden Wendungen, welche die Spannung jederzeit hoch zu halten verstehen. Leichte Schwächen im übertriebenen Lokalkolorit und hier und da lose bleibende Fäden bei Nebenpersonen sind da verzeihlich.

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  • Rezension zu "Der Metzger bricht das Eis" von Thomas Raab

    Der Metzger bricht das Eis

    WinfriedStanzick

    08. March 2012 um 09:35

    Der Wiener Sänger, Komponist und Autor Thomas Raab hat mit seinem Restaurator Willibald Adrian Metzger und dessen Lebenspartnerin Danjela Djurkovic aus Kroatien literarische Figuren erschaffen, die nach schon vier Bänden nicht nur zu den originellsten der deutschsprachigen Krimiszene gezählt werden müssen, sondern auch zu den erfolgreichsten. Mit seinem speziellen Spürsinn und in einer wie selbstverständlichen, oft völlig sprachlosen Kooperation mit seiner Herzensdame Danjela nimmt Willibald Adrian Metzger, auch kurz nur „der Metzger“ genannt, randständige Phänomene seines Alltags wahr und spürt sensibel ihre Unstimmigkeit. Dann verfolgt er zielstrebig die zunächst noch lockeren und unzusammenhängenden Fäden und stößt mit großer Regelmäßigkeit ziemlich bald in die Mitte eines kriminellen Geschehens vor, das für Thomas Raab immer auch ein Stück seiner österreichischen Heimat und Kultur ist, die er dann mit scharfem und bissigem Humor beschreibt. Thomas Raab hat einen Stil, in den man sich verliebt, er spielt mit den Worten, hat einfach Freude an ungewöhnlichen Formulierungen und Sprachspielen, mit denen er nicht selten seine Kritik ummantelt. Auch in dem neuen Buch „Der Metzger bricht das Eis“ beginnt die Handlung mit einer Beobachtung, die Metzger bei einem Spaziergang durch den eisigen Park macht. Vor den Augen seiner vor Angst erstarrten Mutter droht ein Mädchen zu ersticken. Noch bevor Metzger eingreifen kann, rettet ein rotbärtiger Obdachloser dem Kind das Leben. Bevor er schnell im Gestrüpp verschwindet, sagt er noch mehrmals, für Metzger deutlich hörbar, den Satz: „Jetzt geht das Sterben wieder los, es geht wieder los.“ Noch in der gleichen Nacht erfährt Metzger davon, dass eine Frau in suizidaler Absicht in den Abgrund gesprungen und ein Obdachloser in einer Busstation erfroren ist. Metzger stellt sofort einen möglichen Zusammenhang mit der düsteren Prophezeiung des Obdachlosen her, die diesen selbst nur wenige Stunden später einholte. Sein Spürsinn ist geweckt, wird aber gleich wieder ausgebremst von seiner Herzensdame Danjela, die ihm einen Zwangsurlaub verordnet. Sie fahren in genau den kleinen Skiort, in den die einzige Spur führt. Und dort trifft der Metzger nicht nur auf Zustände, die alles andere als idyllisch sind, sondern auch auf Familiengeschichten und Interessen, auf Machtkämpfe um ein Skigebiet, die etlichen Menschen den Tod gebracht haben. Auch Metzger selbst gerät wieder einmal in große Gefahr. Und er gerät sich selbst, seinem Leben und seinem Zusammenleben mit seiner Danjela auf eine fast philosophische Spur. Am Ende, als der Metzger durch seinen speziellen Spürsinn ein vorher völlig undurchschaubares Gewirr an Beziehungen, Verwicklungen, Interessen und Verbrechen aufgewickelt und transparent gemacht hat, macht er (i.e. Thomas Raab) sich seine Gedanken über das Leben: „Behutsam streicht er seiner Danjela durchs Haar, bettet vorsichtig ihren Kopf in ihr Kissen, geht zum Fenster und blickt nachdenklich in die Nacht. Es ist nicht vorhersehbar, dieses Dasein, zu keiner Stunde, an keinem Tag. Was auch immer es für Geschichten sind, dessen vorläufiges Ende ein Leben auf der Straße bedeutet, ein Leben inmitten und doch am Rand der Gesellschaft, es sind Geschichten von Menschen, die auf ihrem Weg allesamt vielleicht einmal genau da gestanden haben, wo er selbst gerade steht, der Metzger, inmitten einer vermeintlich abgesicherten, alltäglichen, rundum glücklichen Existenz, inmitten des größten Geschenks, das ein Leben bereithalten kann; dem Dasein nicht unter, sondern mit Menschen.“ Das Buch ist spannend bis zum Ende und seine Lektüre ist sprachlicher Hochgenuss. Auf den nächsten Band dieser Reihe warte ich mit freudiger Spannung.

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