Thomas Raab Der Metzger geht fremd

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Inhaltsangabe zu „Der Metzger geht fremd“ von Thomas Raab

So ein Toter am Grund des Kurschwimmbeckens kann einem schon ziemlich die Laune verderben. Der Danjela Djurkovic jedenfalls. Ihrem Hilferuf folgt Willibald Adrian Metzger aus seiner Restauratorenwerkstatt ein bisschen widerwillig in die Provinz – und findet unerwarteten Familienanschluss sowie bald auch einen abgetrennten Ringfinger.

Krimi-Rokoko mit sympathisch-skurrilem Heldenpaar und kunstvoll verwickelter Handlung. Lesespaß unvermeidlich!

— alasca
alasca

Besonderes Schmankerl ist der eigenwillige Schreibstil, z. B. der Dialog der Haie im Aquarium. Kann ich sehr empfehlen. :-)

— Talitha
Talitha

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  • Zurücklehnen und genießen

    Der Metzger geht fremd
    alasca

    alasca

    Zurücklehnen und genießenMan muss ihn schon mögen, den rokokohaft-verspielten Stil von Thomas Raab. Adjektive so überreich wie treffend (Hemingway wäre entsetzt gewesen), jede Gelegenheit zum Wortspiel wird ergriffen und extrapoliert. Aber aus all der launigen Wortfülle stechen immer wieder knapp gefasste Juwelen hervor, die Tiefe hineinbringen, wie etwa dieses: „An diesem Tag stieg seine Mutter hinter ihrem eigenen Schatten hervor und brachte sich selbst zur Welt.“ Dazu kommen skurrile Ideen, wie die Dialoge zweier Schwarzspitzenhaie, einer davon zunehmend suizidal, die die Geschehnisse rund um ihr Aquarium im Ruheraum kommentieren. Ruheraum? Richtig gelesen, denn der dritte Krimi um Willibald Adrian Metzger und seine Liebste Danjela Djurkowic spielt in einem noblen Kurhotel, in dem ein Gast ertrunken im Schwimmbecken des hauseigenen Hallenbads aufgefunden wird - natürlich von Danjela, die sich dort von den Ereignissen in Band 2 der Metzgerschen Saga erholen soll. Danjela kommt die Geschichte von Anfang an seltsam vor, weswegen sie ihren Helden Willibald an den Ort des Geschehens beordert. Der richtet sich in der Frühstückspension Regina ein und wird alsbald in so mysteriöse Vorfälle verwickelt, dass nicht nur ihm der Kopf schwirrt, sondern auch der Leserin, die sich, aufklärerisch ganz ehrgeizlos, dem Wirbel von Idiom und Ereignissen mit Vergnügen anheim gegeben hat. Denn die Geschichte ist natürlich mit den Raab-typischen Sprachschmankerln gewürzt wie dieses: „Zum ersten Mal war die Djurkovic glücklich über ihren Akzent. Besser gebrochenes Deutsch als Deutsch zum Brechen.“ Noch eins? „Unter dem Bademantel der eventuell Schwarzhaarigen kommt ein recht apartes gebräuntes Knie zum Vorschein, so ein ähnliches hätte die Danjela auch gern, wäre sie ein etwas schlankeres Vögelchen. Das rechte Fußgelenk schmückt ein goldenes Ketterl, so ein ähnliches hätte die Danjela auch gerne, wäre sie ein Wellensittich.“ Was ich so mag am Raab: Bei aller Ironie bleibt sein Blick auf den menschlichen Zoo freundlich. Das macht einfach Spaß!Die Perspektive konzentriert sich mal auf Willibald, mal auf Danjela, so dass man immer ganz nah am jeweiligen Geschehen ist. Spannung entsteht durch Kapitel in kursiver Schrift, in denen die Geschehnisse aus einer dritten Perspektive erzählt werden. Raab vermeidet höchst kunstvoll, dass dieser Dritte identifiziert werden kann, da kann man sein Hirnkastl noch so sehr anstrengen. Hirnkastl?! fragt sich jetzt vielleicht die bundesdeutsche Leserin. Tja, Österreichisch (und Raabisch) ist ansteckend! Je näher Willibald und Danjela dem Täter kommen, desto gefährlicher wird es für beide, wobei ein mobiles Telefon mobiler ist als gewollt sein kann, wer wüsste da kein Lied von zu singen!Die Auflösung – oder eher der furiose Showdown - ist großer Mist (das versteht nur, wer´s gelesen hat;-)). Nein, sie ist ebenso überraschend wie logisch und menschelt ganz gewaltig. Kurzum, auch der dritte Metzger ist wieder ein Krimi zum Zurücklehnen und Genießen, den man am Ende mit einem zufriedenen Seufzer aus der Hand legt. Chapeau!

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    serendipity3012

    serendipity3012

    19. February 2016 um 14:52
  • Auf dem Dorf gibt´s doch Sünd´?

    Der Metzger geht fremd
    Greedyreader

    Greedyreader

    14. February 2016 um 18:24

    Ich kenne die ersten beiden Romane von Thomas Raab nicht, der Autor selbst war mir nicht bekannt. Der Titel hätte mich sicherlich nicht dazu gebracht, das Buch zu kaufen oder zu lesen. Zum Glück ist er irreführend: weder ist der Metzger ein Metzger, noch hat er Affären. Willibald Adrian Metzger ist Restaurator. Als seine Freundin, die Kroatin Danjela Djurkovic ihn telefonisch um Hilfe bittet, weil in ihrer Kuranstalt ein Mord passiert ist, gerät er in die Turbulenzen eines komplizierten Kriminalfalls und deckt die verworrenen Beziehungen einer ortsansässigen Familie auf, deren Mitglieder er nach und nach kennenlernt. Es geht um den Patriarchen Hans Hirzinger, der das Leben seiner beiden Töchter ruiniert und seine Enkel aus dem Haus treibt. Hier liegt die Ursache für die beiden Verbrechen, die Metzger und seine Freundin Danjela aufklären. Metzger selbst gerät bei seinen Recherchen in Lebensgefahr, weil er zu spät erkennt, wer hinter den Morden steckt. Es wird jedoch nicht nur ermittelt in diesem Roman, sondern Thomas Raab beschreibt liebevoll die Atmosphäre in der Kuranstalt, wo es zugeht wie im Swingerclub, wie Danjela treffend formuliert. Sprachlich ist der Roman sehr ausgefeilt. Raab schreibt humorvoll, ironisch mit vielen witzigen Wendungen, bei denen man genau hinsehen muss. Dass die Sprache eine besondere Rolle spielt, zeigt sich auch in den vielen Kostproben des österreichischen Dialekts, die auch der unkundige Leser überwiegend versteht, und in der seltsamen Ausdrucksweise der deutsch radebrechenden Danjela. Der Roman ist spannend, aber nicht nervenzerfetzend spannend wie ein Thriller. Er liest sich ausgesprochen gut und war für mich eine sehr positive Überraschung. 

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  • Hier trifft Sprachwitz auf Spannung

    Der Metzger geht fremd
    badwoman

    badwoman

    31. January 2016 um 17:41

    Dieses Buch über den Restaurator Willibald Adrian Metzger und seine Freundin Danjela ist mit viel Sprachwitz geschrieben. Immer wieder wundert man sich, was der Autor mit der Sprache alles so macht. Sehr gut! Allerdings sind einige Sätze vielleicht doch ein wenig lang geraten, so dass man noch einmal von vorne anfangen muss zu lesen, um zu verstehen, was man liest. Die Geschichte um die Familie Friedmann ist spannend, aber manchmal ein wenig verwirrend. Sehr lustig sind die Einwürfe von Anton und Ernst, den Aquarium-Haien und auch Mordwerkzeugen. Für mich war dieses Buch mal etwas Anderes, ich hatte bisher noch keine Bücher dieses Autors gelesen, aber es wird nicht das Letzte gewesen sein.

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  • Der 3. Band ist wieder gelungen: Mord im Sanatorium

    Der Metzger geht fremd
    Talitha

    Talitha

    13. August 2013 um 22:47

    Danjela, die Freundin vom Restaurator Metzger, muss zur Kur in ein Sanatorium. Dort entdeckt sie im Schwimmbecken eine Leiche. Sie ermittelt und lässt das auch dem zu Hause gebliebenen Metzger am Telefon durchblicken. Da dieser weiß, dass sich seine Freundin bei ihren Ermittlungen erfahrungsgemäß in Gefahr bringt, reist er ihr hinterher und übernachtet in der Nähe einer Pension. Auf dem Weg zum Sanatorium trifft er dann im Wald auf eine verwirrte Person, die scheinbar etwas mit dem Mord zu tun hat... Gewohnt gesellschaftskritisch und diesmal herrlich zynisch, mit den sprachlichen Eigenheiten aus Wortspielen, Andeutungen und witzigen Umschreibungen, die in diesem Band endlich wieder zünden (siehe meine Rezension zu Band 2 "Der Metzger sieht rot"). Ein gelungener Metzger-Krimi, dafür 5 Sterne.

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  • Herziges Krimischmankerl

    Der Metzger geht fremd
    walli007

    walli007

    10. August 2013 um 13:43

    Die Freundin von Willibald Adrian Metzger ist zur Kur in einer ganz feudalen Einrichtung. Eigentlich hätte der Metzger sie schon längst besuchen sollen, doch auf dem Lande ist nicht so seine Welt. Als im die herzallerliebste Daniela jedoch von einem Todesfall im Kurhotel erzählt, kann und will der Metzger seinen Besuch nicht verschieben. Er, der ohne Führerschein durch die Welt kommt, muss nun feststellen, dass auf dem Land die Vorstellungen von Entfernungen wohl anders sind. Nicht weit weg überfordert die Kräfte des Metzgers völlig. Ausgesprochen lustig geschildert sein Kampf mit dem umwilligen Rad, dass ihn schließlich abwirft. Zwar lässt das Rad ihn am Leben, doch den Teil eines Zahnes muss er opfern. Doch das ist gar nichts gegen die Familiengeschichte, die Danjela und ihr Metzger so nach und nach aufdecken.  Herzig sind sie, die Danjela und ihr Restaurateur. Sie mit ihrer überbordenden Neugier, die für die Lüftung eines Geheimnisses tatsächlich über Fenstersimse klettert. Er, der körperlich Langsame und geistig Schnelle. Da rinnt so mancher Schweißtropfen und man weiß nicht genau, ob er immer von der Anstrengung kommt oder manchmal doch von den Anstrengungen der Gehirnwindungen. Ein wenig nervt hier die Danjela und manchmal möchte man dem Metzger raten, geh halt mal zum Sport. Dennoch sind er und seine Holde sehr sympathisch und granteln sich hier durch die Annalen einer Familie, die man sein Lebtag nicht kennenlernen möchte. Ein Despot, der über alle herrscht, einige zur Flucht veranlasst und schließlich die Katastrophe herauf beschwört. Ach, würde es noch nur normale Menschen geben, die gut zu ihren Kindern wären. Doch wie anders ist die Welt in der Realität und auch im Buch. Auch der Metzger tut sich schwer, wie lieb hat er da doch seine Danjela. Unterhaltsam und kurzweilig, wenn auch nicht ganz so fesselnd wie "Der Metzger holt den Teufel", aber dennoch eine Reihe, die man sich merken sollte.

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    monja1995

    monja1995

    30. April 2012 um 23:51

    Klappentext: »Ein Sahnestückchen an Erzähllust – milieustark, sezierend, menschelnd, lebensklug«, schreibt die Tageszeitung Der Standard über Thomas Raab und seine Kriminalromane mit Restaurator und Menschenfreund Willibald Adrian Metzger: Sein dritter Fall liefert eine Leiche in einer höchst skurrilen Kuranstalt in der Provinz. Durchaus mit Bewunderung für die Gründlichkeit der hiesigen Reinigungskräfte registriert Danjela Djurkovic die blitzblanken Fliesen des Kurschwimmbades. Es herrscht eine gespenstische Stille, denn außer ihr ist nur eine andere Person anwesend, die wie eine marmorne Statue am Grunde des Beckens liegt. Der Mann ist tot, daran besteht kein Zweifel. Mit seltener Gelassenheit alarmiert Danjela die Klinikleitung und schickt einen Hilferuf in Richtung ihres geliebten, eigensinnigen Willibald Adrian Metzger. Der sitzt in seiner fernen Restauratorenwerkstatt und bricht nur widerwillig in die Fremde auf. Doch bald schon nimmt ihn das Leben auf dem Land gefangen. Denn auch dort haben die Familien ihre Leichen im Keller. Mein Eindruck: Ein Kriminalroman, der mich wahrlich nicht vom Hocker gerissen hat. Der Autor brilliert zwar mit einer unwahrscheinlichen Detailverliebtheit, dadurch wird die Handlung jedoch langatmig und teilweise recht undurchschaubar. Er behandelt den Mord mehr als nebensächlich und verwirrt den Leser mit blumigen Umschreibungen und Details, die nicht nötig gewesen wären. Die Unterhaltungen von Anton und Ernst in dem viel zu kleinen Aquarium bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln. Was mich allerdings begeisterte, war der schier unerschöpfliche Wortwitz von Thomas Raab und wie er ihn umsetzt ist einfach genial. Selten schafft es ein Schriftsteller, die Protagonisten so sprechen zu lassen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Besonders im Fall von Metzgers Lebensgefährtin Danjela mit ihrem nicht hundertprozentigem Deutsch kommt das sehr liebenswert herüber. Fazit: Leider war dieses Buch nicht ganz mein Fall, daher kann ich es nur eingeschränkt empfehlen. Es ist eben ein Buch, das man in der Bahn liest, aber sicher nicht, wenn man seinen Sonntag mit etwas anspruchsvollerem verbringen will. Dafür gibt es sicher bessere Bücher und vor allem Krimis.

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    awogfli

    awogfli

    06. March 2012 um 13:20

    Feiner Krimi, dessen Tote auf auf ein sehr gut entwickeltes Familiendrama zurückzuführen sind. Hinter den verschlossenen Türen der Bauernstuben blickt man in tiefe menschliche Abgründe und grausame Taten, die sich nur Familenmitglieder gegenseitig antun können. Bei der Auflösung des Falles in einer Kuranstalt durch den Restaurator Willibald Adrian Metzger und seine Daniela gibt es wie bei Thomas Raab üblich, überraschende Wendungen, lustiges Mörderraten und traumhaft "gedruckte Wuchtln". Diesmal hat sich der Autor aber etwas gaanz süsses einfallen lassen. Zwei Schwarzspitzenriffhaie in einem Aquarium kommentieren als Augenzeugen der meisten Verbrechen wie die zwei Alten am Balkon der Muppetsshow das Geschehen - köstlich! Handwerklich gut gemachter Krimi mit viel Humor - bis zum Finale spannend.

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  • Wir lieben österreichische Krimis! Ihr auch?

    Tote nur nach Voranmeldung
    VeroG

    VeroG

    Krimis & Thriller, geschrieben von österreichischen Autoren/innen, erobern zunehmend auch den deutschen Markt. Einige schrieben die derzeit so beliebten und erfolgreichen Regionalkrimis, aber es gibt auch grenzüberschreitende und internationale Thriller. Das Angebot ist groß. Was sagt ihr dazu? Gefallen euch die Geschichten aus Österreich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Sind sie anders als die deutschen Kriminalgeschichten? Stört es, wenn Ausdrücke im Dialekt vorkommen oder wird das als liebenswerte Eigenheit der Region angenommen? Über regen Gedankenaustausch zu diesem Thema freue ich mich sicher nicht alleine. Liebe Grüße aus Niederösterreich Vero

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    Bellexr

    Bellexr

    01. May 2010 um 16:35

    Mehr oder weniger genießt Willibald Adrian Metzger seine Strohwitwernschaft als ihn der Anruf seiner Freundin Danjela ereilt, die sich gerade von den Folgen eines Unfalls in einem idyllischen Kurhotel erholt. Denn in diesem hat sie im Wellnessbereich den toten August-David Friedmann friedlich im Schwimmbecken auf dem Boden treibend entdeckt. Die Neugier von Danjela ist geweckt und Metzger ahnt Schlimmes und so eilt er zu besagtem Kurhotel und wird kurzerhand in die Verstrickungen um den Tod des David-August Friedmann mit hineingezogen. Da geschieht ein weiterer „Unfall“ und die Neugier von Danjela und Metzger ist endgültig geweckt, was einer der Beiden in Lebensgefahr bringt. . Gemächlich, wortgewandt, witzig und stellenweise auch nachdenklich erzählt Thomas Raab seinen Krimi, der mit einem guten Schuss österreichischem Wortwitz und Dialekt gespickt ist. Dies ist zu wirklich jeder Zeit einfach nur unterhaltsam zu lesen und regt immer wieder zum Schmunzeln an. . Die Story rund um die beiden „Unfälle“, die in den Augen von Danjela und Metzger keine sein können, sind zwar immer Bestandteil der Geschichte, jedoch legt der Autor mehr Wert auf das Zwischenmenschliche und so steht dies auch durchweg im Vordergrund des Krimis. . Seine Charaktere sind einfach nur herrlich aus dem Leben gegriffen, stellenweise etwas überzogen angelegt und menscheln sehr. Die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und ihre des Öfteren verdrehten Sätze der aus Kroatien stammenden Danjela sind zu jeder Zeit spritzig, erfrischend und manchmal herrlich auf den Punkt gebracht und stören in keiner Weise das Lesevergnügen. Witzig fand ich auch, dass hier Haie zu Wort kommen und diese aus ihrer Sicht ein wenig über das Leben an sich und vor allem über das Leben der Menschen im Wellnessbereich des Kurhotels fachsimpeln. . Da das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, ist der Krimi jetzt nicht unbedingt als spannend zu bezeichnen. Jedoch fühlt man sich zu jeder Zeit hervorragend unterhalten und zum Schluss überrascht die Geschichte mit einer überraschenden Wendung, die zwar zu erahnen ist, aber hier nimmt dann der Krimi noch mal richtig Fahrt auf und wird wirklich spannend. . Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Krimi mit einem eigenwilligen, sehr sympathischen Protagonisten, der einfach nur Spaß macht zu lesen.

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    Anika21

    Anika21

    16. February 2010 um 23:25

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es vom Schreibstil mal etwas anderes ist. Das holprige Deutsch von Danjela störte mich auch nicht im geringsten. Der Metzger möchte nur seine Danjela besuchen. Jedoch passieren dann 2 Morde und Danjela kommt Geheimnissen auf die Spur und findet verschlungene Familienpfade. Zunächst fand ich das Buch sehr spannend und konnte es nicht mehr beiseite legen. Besonders erfrischend sind auch die Dialoge der Fische. Jedoch das letzte Viertel war dann doch recht langatmig und durchschaubar, schade. Wirklich neue Erkenntnisse kommen am Ende nicht. Deswegen gibts von mir einen Punkt Abzug. Einen weiteren Punkt ziehe ich ab, weil ich die Sprache teilweise doch recht heftig fand. Es kamen häufig Ausdrücke darin vor, die meiner Meinung nach nichts in einem guten Buch zu suchen haben. Trotzdem ein empfehlenswertes Buch

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    miris

    miris

    11. February 2010 um 09:39

    Jetzt hab ich das dritte Metzger-Buch gelesen, und bin wieder begeistert, obwohl ich´s nach dem ersten Drittel fast enttäuscht zur Seite gelegt hätte. Aber das Durchhalten hat sich ausgezahlt, denn die Geschichte mit dem sympathischen Metzger und seiner Danijela und der Familie Hirzinger hat sich dann recht spannend entwickelt.

  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    sonjastevens

    sonjastevens

    27. December 2009 um 17:29

    Langweilig Eine Leiche im Kurschwimmbad, ein abgetrennter Zeigefinger, eine Leiche im Haifischbecken... Wer steckt dahinter? Danjela Djukovic ist zu der Zeit der Morde im Kurhotel, sie benachrichtig ihren Freund Willibald Metzger, der sich sofort auf den Weg zu ihr macht. Danjela versucht durch rumschnüffeln und Detektivspielerei hinter das Rätsel zu kommen, scheint aber eher in Schwierigkeiten zu kommen, auch mit Willibald, der sie für sehr unvernünftig hält... Ich muss gestehen, auch bei meinem zweiten Versuch habe ich das Buch erneut abgebrochen, nachdem ich die ca. die Hälfte gelesen habe. Die Story langweilt mich total, auch die Protagonisten finde ich nicht sehr ansprechend. Die Sprache des Autors finde ich auch nicht gut, eher nervig. Daher konnte ich mich auch beim zweiten Leseversuch nicht dazu druchringen das Buch zu Ende zu lesen.

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    mehrsonntag

    mehrsonntag

    25. November 2009 um 11:19

    Ich habe es, statt es zu Ende zu lesen, verkauft. An eine Dame aus der Gegend, in der dieser Roman spielt. Vielleicht hat sie ja Freude. Ich hatte sie nicht. Anstrengend ist das richtige Wort für diesen Text. Ich bin bis Seite 102 gekommen. Herrje. Ich glaube, dieses Buch steht bei Thalia irgendwo unter den Bestsellern (was jetzt kein Qualitätsmerkmal sein soll). Nach 66 Seiten habe ich diese Rezension begonnen. Ich war ernsthaft am Überlegen, ob ich die Zeit tatsächlich damit verbringen sollte, mich durch dieses seltsam geschriebene Werk zu kämpfen. Sicher, der Metzger ist nicht unsympathisch. Was mir aber gehörig auf die Nerven ging, sind ständige Ausrufezeichen nach Äußerungen, die in verzwirbelter Sprache daherkommen. Die Danjela Djurkovic, ja, die kann nun mal nicht anders. Lustig finde ich das aber nicht, das Ausländisch der Djurkovic. Ich nicht. Ständig musste ich die Sätze doppelt lesen, um verstehen zu können, was denn nun gesagt wurde. Ich weiß nicht.. Leider eine große Enttäuschung.

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    hundertwasser

    hundertwasser

    28. October 2009 um 16:51

    Der Metzger ist schon wieder unterwegs, diesmal nicht im Fußballstadion, sondern in der Provinz, um seiner geliebten Danjela Djurkovic beizustehen, die sich auf Kur befindet. Und wo der Metzger weilt, da ist das Verbrechen nicht fern. Und tatsächlich kommt es schon bald in der Kuranstalt zum ersten Toten, der nicht der letzte bleiben wird. Der erste findet seinen Tod im Schwimmbecken, den nächsten verspeisen die Aquariumshaie… Der wohlbeleibte Restaurator kommt schon bald mithilfe seiner radebrechenden kroatischen Freundin düsteren Geheimnissen auf die Spur, die hinter der friedlichen Fassade der örtlichen Dorfgemeinschaft und dem malerischen Kurhotel schlummern. Nicht nur in der Stadt hat man Leichen im Keller, auch in der Provinz lauern Verbrechen und Gaunereien hinter jedem Haushalt. Nicht so schnoddrig und lahm wie der Brenner, sondern gebildet und kultiviert, so ist er, der Metzger mit Rufnamen Adrian. Ähnlichkeiten mit dem von Wolf Haas erfundenen österreichischen Kultermittler Simon Brenner kann man sicher nicht leugnen, dennoch ist der Held Raab ein eigenes Original, das mit seinem feinsinnigen Kunstverstand eigentlich so gar nicht in das Krimigenre passt. Doch aus dieser Diskrepanz zwischen Krimi und vergeistigten Restaurator schafft der österreichische Autor einen originellen Roman, in dem sogar Haifische Dialoge abhalten dürfen und auch sonst einiges an Skurrilität geboten wird. Abzug erfolgt meinerseits nur aufgrund des Plots, der mir zum Ende hin etwas zu undurchsichtig und verwirrend wird!

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  • Rezension zu "Der Metzger geht fremd" von Thomas Raab

    Der Metzger geht fremd
    sofie

    sofie

    13. October 2009 um 17:29

    Der Metzger geht fremd ist der dritte Teil aus der Reihe um den Restaurator Adrian Willibald Metzger. Auch dieses Mal übt sich der Metzger als Privatdetektiv, denn der Kururlaub seiner liebsten Danjela wird durch einige Leichen getrübt. Bei den „Ermittlungen“ verstrickt sich der Metzger in eine sehr verworrene Familiengeschichte und deckt manches Geheimnis auf... Dieses Buch ist wirklich mal ein etwas anderer Krimi, der sich besonders durch viel Witz und Ironie auszeichnet, dabei aber trotzdem sehr spannend bleibt. Die beiden Hauptfiguren waren mir von Anfang an sympathisch und auch die teilweise angewandte Mundart passte hier sehr gut. Vom Metzger bekommt man einige interessante und amüsante Lebensweisheiten mit, er vergleicht das Leben und die Menschen gern mit alten Möbeln. An Danjelas osteuropäischen Akzent muss man sich erst einmal etwas gewöhnen, aber sobald man sich eingelesen hat, stört der auch nicht mehr. Und auch, dass die Figuren oft nur mit dem Nachnamen genannt werden ist besonders bei den weiblichen Personen anfangs etwas ungewohnt. Gut gefallen hingegen haben mir die Dialoge zwischen den beiden Haien Ernst und Anton, die noch einmal eine ganz eigene und andere Sicht auf die Geschehnisse hatten. Die Geschichte ist wie gesagt sehr spannend und auch etwas verwirrend. Da man die Fakten aber immer wieder kurz zusammengefasst präsentiert bekommt, behält man gut den Überblick und kann auch miträtseln. Trotzdem muss man sich erst einmal auf die Geschichte und den Schreibstil des Autors einlassen, um das Buch wirklich genießen zu können. Es ist allerdings kein Problem, wenn man die früheren Romane und den Metzger nicht gelesene hat, frühere Ereignisse spielen kaum eine Rolle, und wenn doch, so werden sie kurz erklärt. Insgesamt wirklich ein netter, kurzweiliger Kriminalroman, bei dem man öfter schmunzeln kann. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Metzger!

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