Thomas Raab Der Metzger sieht rot

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Inhaltsangabe zu „Der Metzger sieht rot“ von Thomas Raab

Was tut man nicht alles aus Liebe? Willibald Adrian Metzger zum Beispiel, der feinsinnige Restaurator, überwindet seine Abneigung gegen Massenveranstaltungen und begleitet seine heiß verehrte Danjela zu einem Heimspiel ihrer Lieblingsmannschaft – mit tragischem Ende. Denn auch der Tod löst diesmal seine Eintrittskarte und zeigt auf dem Spielfeld die finale Rote Karte. Als tags darauf überdies Danjela ihrer Neugierde zum Opfer fällt, ist es vorbei mit der Gelassenheit Metzgers. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und findet dabei etwas erschreckend anderes.

Thomas Raab schreibt einfach phänomenal. Tolle Geschichte und unheimlich gutes Gespür für Sprache.

— Sancandela
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    Der Metzger sieht rot
    walli007

    walli007

    04. September 2016 um 19:30

    Frisch verliebt ist der Willibald Adrian Metzger, so richtig weiß er nur noch nichts damit anzufangen. Aber dennoch hat er sich von seiner Danjela ins Fußballstadion locken lassen. Da sitzt er nun eingezwängt zwischen fanatischen Fans, die dem Ersatztorwart, den neben seinem begnadeten Talent auch eine dunkle Hautfarbe auszeichnet, ihren Unmut wegen seiner Hautfarbe lautstark bekunden, und fühlt sich ausgesprochen unwohl. Als der Willibald zu Beginn der zweiten Halbzeit dann auch noch den Torwart erbleichen und sein Leben aushauchen sieht, ist der Tag für ihn gelaufen. Mit einer satten Erkältung legt sich der  Metzger ins Bett ohne die Danjela. Diese wird Tags darauf zusammengeschlagen gefunden und liegt nun mit schwersten Verletzungen auf der Intensivstation. Das Leben kann manchmal schon grausam sein, gerade erst hat der Willibald seine Danjela gefunden, da soll sie ihm doch nicht etwa schon wieder entrissen werden. Und wieso hatte sie überhaupt begonnen Nachforschungen zu dem verstorbenen Torwart anzustellen. Willibald Adrian Metzger begibt sich auf Danjelas Spuren und das erste, was sich herausstellt, der bedauernswerte Fußballer hat sein Leben nicht einfach so dahin gehaucht. Gemeinsam mit seinem Freund und Polizisten Pospischel kommt der Metzger einer ganz unheimlichen Sache auf die Spur. Doch seine Sorge um Danjela lässt das eigentlich zu Nebensache werden. Schon im Jahr 2009 ist dieser Roman erschienen, wenn man allerdings einige Sätze bezüglich der Gewollten oder nicht Gewollten so liest, dann hat sich in der Zwischenzeit leider nichts geändert, eher sind die Ungewollten noch ungewollter und die Depperten noch depperter. Man möchte eine neue Art erfinden, die Menschheit taugt nicht wirklich was. Gäbe es nicht die  Danjelas, Metzgers, Pospischels und noch einige andere, die die Bücher und auch die Welt bevölkern. Gekonnt hält Thomas Raabe seinen Lesern einen Spiegel vor, unterhaltsam verpackt zwar, aber doch sehr treffend und bissig manchmal. Der Metzger inzwischen auch aus dem TV bekannt, ist eine Figur, die man nicht mehr missen möchte. Anrührend skurril und immer wieder gern gelesen.

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  • Metzger die zweite

    Der Metzger sieht rot
    rallus

    rallus

    Nach seinem ersten unfreiwilligen Krimiabenteuer, möchte es Willibald Adrian Metzger etwas ruhiger angehen lassen. Doch bei einem Fussballspiel, das er nur wegen der Liebe zu seiner neuen Flamme Danjela besucht, stirbt der schwarze Torwart der Heimmannschaft. Kurz darauf wird Danjela Opfer eines brutalen Überfalls. Metzger nimmt notgedrungen die Hilfe seines Schulfreundes bei der Polizei in Anspruch und verwickelt sich tapsig in die weiteren Ermittlungen. Der zweite Roman um den Detektiv wider Willens ist genauso herrlich durchtränkt mit österreichischem Schmäh wie der Erste. Zwar besitzt Raab nicht das genaue detaillierte, skalpellartige Wortvermögen eines Steinfests, kommt diesem aber ziemlich nahe und seine Geschichten sind abgeschlossener und nicht so überaus skurril und abgedreht wie die Geschichten um Cheng. Wieder die Höchstnote für einen liebenswürdigen Restaurateur aus Wien.

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    awogfli

    awogfli

    02. September 2013 um 15:30
  • Wieder gesellschaftskritisch (Fußball und Rassismus), aber Sprache etwas zu gestelzt

    Der Metzger sieht rot
    Talitha

    Talitha

    13. August 2013 um 22:38

    Der Restaurator Metzger lässt sich von seiner neuen Freundin, Danjela Djurkovic, dazu überreden, mit ihr im Stadion ein Fußballspiel anzuschauen. Dabei erfährt er einen für ihn unglaublichen Hass und Rassismus der Fans gegen den schwarzen Torwart, der kurz darauf auf dem Platz zusammenklappt und stirbt. Die Freundin vom Metzger, gelangweilte Hauswartin einer Schule, beginnt zu ermitteln und wird dabei von den Fans der Fußballmannschaft zusammengeschlagen. Der Metzger sieht buchstäblich rot... Wie im ersten Band sehr gesellschaftskritisch, hier mit dem Thema Rassismus und Fußball. Nebenher entwickelt sich der Restaurator vom Eigenbrötler zurück zu einem sozialen Menschen, der sich auch für seine Mitmenschen und Umgebung interessiert und sich für sie einsetzt. Die Sprache ist gewohnt verwurschtelt, geschachtelt, mit vielen Anspielungen, Umschreibungen und Wortspielen, leider manchmal etwas übers Ziel hinausgeschossen. Alles in allem aber ein würdiger Nachfolger zum ersten Band, daher 4 Sterne. (Die weiteren Bände sind dann wieder besser, finde ich. Rezensionen folgen). 

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  • Der Metzger und ich...wir hatten es nicht leicht miteinander

    Der Metzger sieht rot
    pelznase

    pelznase

    20. July 2013 um 19:56

    Auf diese Reihe wurde ich durch einen späteren Band aufmerksam. Da ich aber in Reihenfolge lese, ging es mit diesem zweiten Band der Serie los. Der erste war in der Buchhandlung leider gerade nicht vorrätig, und ich wollte nicht warten. So kann ich zumindest sagen, dass ein Quereinstieg in die Reihe wohl mit jedem Band möglich ist. Ganz einfach wurde mir der Start aber leider nicht gemacht. Und zwar ausgerechnet wegen Willibald Adrian Metzger persönlich, der so gar nicht mein Geschmack einer Hauptperson war. Erstens optisch (der Beschreibung nach halt) und zweitens -viel wichtiger- vom Wesen und seinen Denkweisen her. Gesunde Skepsis gewissen Dingen gegenüber ist völlig okay für mich, doch hier grenzte das für mich schon an sture Verbohrtheit. Beispielsweise den Themen Handy, Fußball oder einem wehrlosen Hund gegenüber, der sich sein Schicksal sicher nicht selbst ausgesucht hat und betreut werden muss. So dauerte es bis ich mit dem Metzger warm wurde. Gelungen ist das letztlich hauptsächlich, weil man deutlich spürt, wie sehr er seine Danjela liebt, und weil er bald ein ganz schön helles Köpfchen beweist.  Das ist auch notwendig, denn der Fall, der mit einem Fußballer beginnt, der  auf dem Spielfeld einfach tot umfällt, wird bald sehr persönlich für den Metzger. Ausgerechnet Danjela  wird von fremdenfeindlichen Ultras ins Koma geprügelt! Ich mag Krimis mit Ermittlern, die nicht von der Polizei oder der Kripo sind meist ganz gerne. Das hat mir auch hier prima gefallen, weil es doch eine ganz eigene Art der Nachforschungen mit sich bringt. Zudem hat mich die Geschichte damit überrascht, welche Hintergründe sich nach und nach auftun und welche Ausmaße der Fall so annimmt. Allerdings fiel es mir ab und zu ganz schön schwer, genau zu begreifen, was gerade geschieht. Oder welche Erkenntnisse der Metzger gewonnen hat. Das hatte aber im Wesentlichen sprachliche Gründe. Der Inhalt ist wohldurchdacht, daran gibt es nichts auszusetzen. Ich musste mich halt damit abfinden, gelegentlich eine Passage zweimal zu lesen. Erfreulicherweise gibt es ab und zu auch Anlass für ein Schmunzeln. Ich mag einfach Krimis, die einen Schuss Humor mitbringen. Hier ist es sogar ein sehr schöner, feinsinniger Humor, der auf diese Art wunderbar treffsicher und bissig ist. Ganz ehrlich, ich fand “Der Metzger sieht Rot” unglaublich schwer zu lesen. Ein Schachtelsatz jagt den nächsten. Der Rekord lag bei einem Satz bei ganzen 12 Zeilen. Das mag charakteristisch für diese Reihe sein. Das mag für das Talent von Thomas Raab in Wort und Schrift sprechen. Trotzdem frage ich mich, ob es notwendig ist. Und auch wenn ich mich nach geraumer Zeit daran gewöhnt hatte, ist dies der ausschlaggebende Grund, wieso ich wohl keinen weiteren Metzger-Krimi lesen werde. Das Cover war es, was mich auf den späteren Band aufmerksam machte. Und auch bei “Der Metzger sieht Rot” sprach mich das Cover sofort an. Sehr niedlich mit dem Plüschhasen. Auch wenn ich darin keinen Bezug zur Geschichte sehe. Aber es ist ein Blickfang, daran gibt es nichts zu rütteln. Ich finde außerdem, dass so gleich deutlich wird, dass man mit diesem Buch auch einige heitere Minuten erleben wird. Fazit:  Ein spannender Fall und ein Ermittler der etwas anderen und besonderen Art, an die ich mich erst gewöhnen musste. Genauso musste ich mich erst mit dem speziellen Schreibstil von Thomas Raab anfreunden, was mir wohl nur für dieses eine Buch gelungen ist. Mir hat diese Mühe den Krimigenuss leider ziemlich verdorben. Es kann nicht sein, dass man alle naselang Sätze mehrfach lesen muss um sie inhaltlich zu verstehen. Schade, ich hatte ehrlich gehofft, eine neue Krimiserie für mich zu entdecken. Aber es kann halt nicht immer klappen.

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  • Rezension zu "Der Metzger sieht rot" von Thomas Raab

    Der Metzger sieht rot
    Wolfgang237

    Wolfgang237

    22. June 2012 um 15:52

    Nachdem "Der Metzger muss nachsitzen“ von mir 5 Sterne bekommen hat war meine Erwartungshaltung groß. Die Beschreibung des liebenswert schrulligen Wilhelm Adrian Metzgers und seines Umfeldes ist stilistisch gelungen, ist amüsant und regt sehr oft zum Nachdenken an. Trotzdem hat sich bei mir aber nicht das gleiche Lesevergnügen wie beim ersten Band eingestellt. … Vielleicht bin ich aber auch nur zu wenig Fußballfan um an den Beschreibungen der Extremisten in dieser Szene Gefallen finden zu können.

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  • Rezension zu "Der Metzger sieht rot" von Thomas Raab

    Der Metzger sieht rot
    awogfli

    awogfli

    07. March 2012 um 09:54

    Dies war mein erster Roman von Thomas Raab und am Anfang wollte ich den Krimi schon aufgeben. Was für ein Mist! Ein Wolf-Haas-Verschnitt auf pseudo-intellektuell gebürstet mit null Action quasi in Zeitlupe, zusätzlich der Haas-typische einfältige Duktus, aber eben a bisserl total blöd intellektualisiert durch unglaubliche Schachtelsätze. Ich lass mich nicht gern quälen, auch wenns ein österreichisches Buch ist. Wenn ich bei Sätzen das Verb suchen muss wie in der Schule beim Übersetzen von lateinischen Werken und vor lauter Rückbezügen in vielen Gliedsätzen nur raten kann, worauf sich das "die" bezieht, dann ist das nicht intelligente Literatur, sondern stört für intelligente Leute lediglich den Lesefluss. Das sollten sich mal all diese ach so klugen Autoren hinter die Ohren schreiben. Beim längeren Kennenlernen des Buchs musste ich aber dann feststellen, dass ich den Herrn Raab etwas vorschnell und unfair in ein Schubladerl gesteckt habe, in das er nicht ganz hineinpasst. Der ist ja wirklich witzig und auch während der sich liebevoll entwickelnden Charaktäre kamen dann auch die super Wuchtln (Witze), die meine Liebe zum modernen österreichischen Roman entbrennen lassen. Die Action wird dann auch schlussendlich noch spannender, die Toten zahlreicher und das Ende gefällt mir ausnehmend gut. Fazit lesenswert - schwacher Beginn furioses Finale!

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  • Rezension zu "Der Metzger sieht rot" von Thomas Raab

    Der Metzger sieht rot
    claudia_mexx

    claudia_mexx

    07. November 2010 um 12:02

    Also ich habe erst am Ende des Buches gesehen, wie attraktiv der Autor Thomas Raab ist, sonst hätte ich möglicherweise das Buch nicht so unbefangen gelesen: ein sehr attraktiver Mann (offensichtlich). Es ist das zweite Buch von ihm, das ich gelesen habe. Hier stellt Willibald Adrian Metzger, sein detektivisches Gespür, das erst vor kurzem offensichtlich geworden ist (der Metzger muß nachsitzen (1. Roman dieser Reihe) unfreiwillig wieder unter Beweis: Nur aus Liebe zu seiner Danjela Djurkovic hat er sich unter das Proletenvolk auf den Fussballplatz begeben und wie um seine Vorbehalte zu bestätigen, kam es zu einem Ausbruch der Ausländerfeindlichkeit und zu einem Mord. Eigentlich nur entsetzt von den menschlichen Abgründen die ihn zwar nicht überraschen aber doch immer wieder entsetzen, will er mit diesen Dingen wirklich nichts zu tun haben. Leider ist seine Danjela anderer Ansicht und da ihre Beharrlichkeit dazu führt das sie tagelang im Koma liegt, wird Willibald Adrian Metzger unwillig aber doch tätig. Der Schreibstil von Thomas Raab ist gewöhnungsbedürftig, hat man aber die erste Hürde genommen und lässt man sich ein auf die Gedankengänge von ihm, wird man reichlich belohnt. Er schreibt tiefsinnig ... nichts beschäftigt die Menschen so sehr wie die gründliche Pflege eingeschworener Feinschaften, und nichts kann ihnen so viel Mut eintrichtern bis zur Selbstvernichtung wie Hass ..., prangert die typische österreichische Hinterfotzigkeit und Kleinkrämerei. Zusammengefasst kein "leichtes" Buch. Aber mir hat es sehr gut gefallen und ich habe mir bereits das nächste in der "Metzger-Reihe" bestellt.

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