Walter muss weg

von Thomas Raab 
3,6 Sterne bei41 Bewertungen
Walter muss weg
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (19):
Hexxes avatar

Rasanter Rentnerkrimi, gar nicht so, wie Agatha Christie Unterglaubenthal wird neue Krimihochburg!

Kritisch (4):
brauneye29s avatar

Der Schreibstil ist anstrengend

Alle 41 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Walter muss weg"

Auf dem Land kommen die Leichen wenigstens an die frische Luft!
Glaubenthal: Umgeben von ausgedehnten Wäldern liegt es in einer sanften, von wildromantischen Schluchten durchzogenen Hügellandschaft. Doch der schöne Schein trügt – dieses Dorf hat es in sich. Das bekommt auch Hannelore Huber auf der Beerdigung ihres Mannes zu spüren. Groß war die Vorfreude auf ein beschauliches Leben in Harmonie: endlich Witwe. Nun aber muss sie auf ihre alten Tage auch noch Ermittlerin werden. Denn im Sarg ruht, wie sich zeigt, nicht ihr Ehegatte, sondern eine falsche Leiche. Und in Glaubenthal ist es mit der Idylle vorbei.
Eine abgelegene Postkartenidylle: sanfte Hügel, dichte Wälder, anständige Bürger, Frischluft sowieso. Hannelore Huber aber weiß es besser, schließlich lebt sie am Rande des Dorfes Glaubenthal, und so manches stinkt hier gewaltig zum Himmel. Ganz besonders die Leichen in diversen Kellern. Und eine davon steht im Mittelpunkt von Thomas Raabs neuem Roman: Hannis Ehemann. Unter äußerst mysteriösen Umständen kam er ums Leben. Aber wozu hinterfragen! Hauptsache tot. Die beiden haben zwar beinah das ganze Leben miteinander verbracht, den größten Teil allerdings aneinander vorbei. Und zwar konsequent. Folglich freut sich die alte Huber nun auf ihren wohlverdienten Ruhestand – doch sie freut sich zu früh. Vor den Augen der versammelten Trauergemeinde fällt der Sarg in die Grube, springt auf und offenbart einen falschen Leichnam. Da stellt sich natürlich nicht nur die Frage, wer diesen Toten auf dem Gewissen hat oder was in Glaubenthal sonst noch alles in den Gräbern herumliegt, sondern vor allem: Wo ist der verstorbene Ehegatte?
Thomas Raab erzählt mit großartigem schwarzen Humor, wie sich die grantige Huberin inmitten des zwielichtigen Dorfkosmos auf die Suche begibt und zu ermitteln beginnt. Unterstützung erhält sie dabei ungebeten von einer fremden rotzfrechen Göre, die zumindest einen vielversprechenden Nachnamen trägt: Glück.
Der Start der neuen Krimireihe des Bestsellerautors Thomas Raab: spielerisch, humorvoll und herrlich böse!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050950
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:07.09.2018

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne8
  • 4 Sterne11
  • 3 Sterne18
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    awogflis avatar
    awogflivor 26 Minuten
    Versteckenspielen mit Leiche

    Wenn ein Schriftsteller eine neue Reihe mit einem ganz neuen Setting und taufrischen Figuren startet, bin ich immer sehr erfreut, denn ich bin der Meinung, dass sich die Protagonisten und die Story irgendwann zwischen Band 4-8 stark abnutzen und der Schwung, die Innovation in dem geschaffenen Universum fast immer verlorengehen. Ich war ja Fan der ersten Stunde von der Metzger Reihe, bei der es mir ab Band vier genauso ging.

    Thomas Raab hat nun einen neuen ländlichen Mikrokosmos namens Glaubenthahl mit einer etwas grantelnden Seniorenermittlerin namens Hannelore Huber geschaffen, der mir sehr gut gefällt. Besonders hat mich vor allem der bösartige, richtig fiese Humor des Autors erfreut, aber auch dieses ländliche Amigogehabe und die Ämterkummulation in den know-how-mäßig und personell ausgedünnten Dorflandschaften, die ja förmlich nach Korruption, Vertuschung und größeren Verbrechen schreien, haben mich sehr amüsiert. Die Renitenz, die Bauerschläue und die Altersboshaftigkeit triefen fast aus jedem Buchstaben dieses Romans.

    Der Mann von Frau Huber, der titelgebende Walter, ist also gestorben, seine „trauernde Witwe“ ist erstens irgendwie ein bisschen erleichtert und freut sich zweitens ob ihres neu beginnenden selbstbestimmten Lebens.

    Beschwingt dabei ihr Schritt, der Gehstock nur Atrappe, Placebo, Werkzeug, und ja, kurz kam der alten Huber unterwegs sogar ein Lächeln aus. Und das will was heißen bei Mundwinkeln, die sonst kaum über die Waagrechte hinausragen. War ja auch kein lustiges Leben bisher. Genau dieser betrübliche Zustand sollte sich nun grundlegend ändern.

    An diesem Punkt setzt der Autor mit dem Text eines Liedes, das der Protagonistin in den Sinn kommt, auch noch einen von ein paar grauslichen, sehr witzigen Ohrwürmern, vor dem ich alle prophylaktisch warne. Also klickt auf eigene Gefahr hier.

    Ein ziemlich kleiner magerer Mann war ihr Walter, stets darauf bedacht, sein Gegenüber auf Augenhöhe herunterzubekommen, sprich ein paar Köpfe einzukürzen. Selbsterhöhung durch Fremderniedrigung. Ganze Familien, Länder oder gleich der komplette Globus mussten da schon ihren Schädel hinhalten, nur weil sich so ein einzelner Giftzwerg nicht richtig auswachsen durfte.

    Doch irgendwie will dieser blöde Gatte nicht in die Grube, denn im Sarg liegt ein anderer, was durch einen Unfall bei der Beerdigung zufällig zu Tage tritt. Walters Leiche ist verschollen, selbst im Tode schlägt er der Witwe noch ein Schnippchen, spielt sich in den Vordergrund, indem er quasi davonläuft. Das und der Mangel an kompetentem Personal in der ländlichen Idylle, das das Verbrechen aufklären könnte, inspiriert die alte Huber, sich selbst auf die Suche nach Walter zu begeben und den Grund für die weitere Leiche(n) bzw. die Vertauschung aufzuklären.

    Was dann folgt, ist ein recht vergnüglicher typischer Landkrimi mit Korruption, Vertuschung, Amigos, Liebe, und Toten, der vom Krimiplot her aber wenig sensationell und effektheischend ist. Im Gegenteil, am Ende bleibt recht wenig Kriminalhandlung übrig. Die Figuren sind liebevoll entwickelt und die Sprache ist Raab-typisch ganz meine, trotz gewollt simpler Konstruktion voll Wortwitz und Fabulierkunst.

    Dennoch hat mich stilistisch in diesem Werk etwas so massiv gestört, dass es mir nach und nach die Leselust vergällt hat. Raab arbeitet mit folgendem Konzept: Die Gedankensprünge werden im Stakkato eingesetzt. Er stiftet absolute Verwirrung, klärt auf den nächsten Seiten alles wieder auf und setzt zum erneuten Gedankensprung an. Das ist fast so wie beim Angeln: ausholen … reinziehen … ausholen … reinziehen. Am Anfang war es nur ein bisschen anstrengend, herausfordernd und erforderte Konzentration, aber da sich dieses Stilmittel durch den ganzen Roman zog, war es letztendlich nur noch nervig, da es den Lesefluss und die Rezeption der Handlung enorm störte.

    Fazit: Eine gute neue Reihe mit einem für mich ansprechenden Setting. Der Roman hat aber ob des mageren Krimiplots und der stilistischen Mühsamkeit noch einiges an Luft nach oben.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Der Schreibstil ist anstrengend
    Der Schreibstil ist anstrengend

    Zum Inhalt:
    Walter Huber ist tot. Hanni und er haben fast das gesamte Leben zusammen aber doch nebeneinander her verbracht. Nun freut Hanni sich auf den wohlverdienten Wohlstand, aber dann ist eine andere Leiche im Sarg. Wer ist der Tote und wo ist Walter? 
    Meine Meinung:
    Eigentlich mag ich ja schwarzen Humor mager bei diesem Buch ist der Humor bei mir einfach nicht angekommen. Vielleicht auch, weil der Schreibstil nicht so eingängig ist. Mitunter verschwurbelte Sätze, mal sehr abgehackte Sätze machen den Lesefluss eher holperig. Die Protagonisten sind schrullig und echte Typen, das hat mir schon ganz gut gefallen. Die Story an sich war auch nicht übel. Da ich mich aber weder mit dem Schreibstil noch mit dem Humor anfreunden konnte, war das nicht wirklich mein Buch. 
    Fazit:
    Nicht mein Humor.  

    Kommentare: 1
    22
    Teilen
    takabayashis avatar
    takabayashivor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer, mit schwarzem Humor gewürzter Krimi, dem es ein wenig an Spannung fehlt.
    Weniger ein Krimi als eine schwarzhumorige Befindlichkeitsbeschreibung im dörflichen Österreich

    In einem idyllischen Bergdorf mit überalterter Einwohnerschaft freut sich Frau Huber, dass sie nach über 50 Ehejahren endlich frei ist - frei durch den Tod ihres Gatten, mit dem sie als 17jährige mehr oder weniger zwangsverheiratet worden war . Verschieden bei einem letzten Liebesakt im örtlichen Freudenhaus - Frau Hubers Dank ist der Liebesdienerin Swetlana sicher. Aber dann, oh Schreck, öffnet sich der Sarg während der Beerdigung, und darin liegt nicht Walter, sondern der Bestatter! Wo ist Walter? Und nun beginnt die Huberin zu ermitteln.
    Der Schreibstil ist sehr speziell, wenn auch teiweise etwas anstrengend zu lesen, die Beschreibungen des handelnden Personals sind amüsant, spöttisch und voller rabenschwarzem Humor, die Grundkonstellation ist auch sehr erheiternd.
    Aber obwohl es um die Aufklärung seltsamer Vorfälle geht, empfand ich den Roman nicht wirklich als Krimi, sondern als eine Beschreibung des dörflichen Lebens im ländlichen Österreich, der Honoratioren und ihrer Machenschaften, der noch nicht wirklich im 21. Jahrhundert angekommenen Lebenskonzepte.
    Frau Huber, zuerst sehr ruppig und unsympathisch, durchläuft eine Art Selbstfindungsprozess im Zuge ihrer Ermittlungen und wurde der Leserin allmählich sympathischer.
    Bei den Ermittlungen tun sich Abgründe auf, aber das Ende ist eher versöhnlich und in Maßen optimistisch. Bei der Beurteilung des Romans habe ich ganz zwiespältige Empfindungen - für einen Krimi, selbst einen Cosy, wird mir zuwenig Spannung aufgebaut, aber ich finde diese Dorfgemeinschaft nahe der tschechischen Grenze schon sehr interessant, und die Beschreibungen unterhaltsam und witzig. Die Lektüre hat mir gefallen, nicht gelangweilt, aber auch nicht begeistert!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Rosebuds avatar
    Rosebudvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Versöhnliches Ende. Gute Idee, kurze abgehackte Sprache.
    Versöhnliches Ende

    Walter muss weg, Kriminalroman von Thomas Raab, 384 Seiten erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

    Die Huberin ermittelt in ihrem ersten Fall.

    Walter Huber und seine Gattin Hannelore, genannt Hanni wurden gegen ihren Willen und auf Wunsch seines Vaters miteinander verheiratet. Die beiden führten eine unglückliche Ehe, die auch noch kinderlos blieb. Wen wundert es wenn sich die Hanni freut, als Walter endlich das Zeitliche segnet? Bei der Beisetzung jedoch geht so einiges schief, eine andere „Leich“ ist im Sarg  und die Dorfgemeinschaft, wie auch die Polizei fragt sich: „Wo ist eigentlich Walter?“ Doch die Huberin gibt keine Ruhe und so kommt sie ihrem „Verblichenen“ letztendlich auf die Spur.

    Das Buch ist in 58 Kapitel gegliedert, die wiederum in 8 Teile zusammengefasst sind. Die Kapitel, wie auch die Teile sind mit einer zum Inhalt passenden Überschrift versehen. Lustige Szenen ließen mich durchaus schmunzeln, sarkastische Dialoge, schwarzer Humor und altkluger Kindermund belebten die Erzählung. Gedachte Monologe, laute Wortwechsel und dazwischen Schlagertexte sind kursiv gedruckt. Verfasst im auktorialen Stil, abwechselnd aus der Sicht von Hanni, den Ermittlern und anderen Charakteren.

    Es fiel mir unglaublich schwer, dieses Buch zu lesen, was am ungewöhnlichen Schreibstil des Autors lag. Sätze wie: „ Und dort steht er jetzt. Regungslos. Der alten Huber gegenüber. Wie der lebende Beweis, warum >Hund< generell als Steigerungsstufe in Richtung >Noch schlechter als ohnedies schon< herhalten muss. Elend. Hundeelend. Gemein. Hundsgemein. Schwer. Hundig. Gebraucht. ScHund. (S.83) machte mir die Lektüre unsäglich schwer, immer wieder habe ich das Buch aus der Hand gelegt – es konnte mich überhaupt nicht fesseln. Manchmal musste ich die Sätze, immer wieder durchlesen, ohne daraus schlau zu werden. Nach ca. der Hälfte des Buches habe ich solche Sätze einfach ignoriert. Der Plot ist m.E. schon sehr weit hergeholt und schwer nachvollziehbar. Das Ende hat mich aber halbwegs versöhnt, es zeigt, dass Walter doch kein so ganz schlechter Mensch war, deshalb auch meine Bewertung. Die Protagonistin, Hannelore Huber, hat es ihr Lebtag nicht leichtgehabt und ist deshalb vermutlich so kauzig- komisch. Die kleine Amelie besticht durch ihre Direktheit, Altklugheit und ihre Interpretation verschiedener Wörter (z.B.Witzki, statt Whisky). Die „ermittelnden“ Beamten, zum Einen Swoboda, der sich keine Namen merken kann und Kollegin Unterberger-Sattler, blieben im Dunkeln, es war keinerlei Ermittlungsarbeit auszumachen. Andere Charaktere z.B. den „Bürgerdoktor“ Stadlmüller fand ich unsympathisch und der Pfarrer Ullrich Feiler hat wohl auch ein paar Leichen im Keller z.B. in Bezug auf Hanni.  Warum ein Wolf in der Geschichte so eine große Rolle spielt, hat sich mir auch nicht erschlossen. Einen weiteren Fall mit der Huberin wird es für mich nicht geben.  Drei Sterne.

    Kommentieren0
    52
    Teilen
    Bambisusuus avatar
    Bambisusuuvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Idee, aber zu durcheinander. Konnte mich nicht ganz überzeugen!
    Die Suche nach Walter

    Das Buch "Walter muss weg" ist der Start der neuen Krimi-Reihe von dem Autor Thomas Raab und ist im festen Einband erhältlich.


    Der ländliche Ort Glaubenthal strahlt Harmonie und Erholung aus. Neben seiner wunderschönen Landschaft und einem Wald, hat es das Dorf jedoch in sich. Hannelore Huber bekommt es auf der Beerdigung ihres Mannes Walter am eigenen Leib zu spüren. Ihre Vorfreude auf das Witwenleben wird bereits nach kurzer Zeit gestört, denn im Sarg befindet sich nicht Walter, sondern eine falsche Leiche. Das gibt es doch nicht. Wer ist der Tote im Sarg und wo steckt Walter?

    Thomas Raab erschafft auf humorvolle Weise einen idyllischen Ort, der perfekt für einen neuen Krimi ist. Mit seinem witzigen Schreibstil und außergewöhnlichen Charakteren beweist er Unterhaltung. Die verknotete Handlung und die dazugehörige Spannung haben mich hingegen nicht fesseln können.

    Passend zum sarkastischen Humor ist die Hauptperson Hannelore Huber, auch Hanni genannt, gelungen. Ihre schräge und teilweise bissige Art ist dabei gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn fand ich ihr Verhalten ehrlich und authentisch. Im Laufe der Handlung erfährt man mehr über ihre privaten Gründe und kann ihr Auftreten besser nachvollziehen. Trotzdem wirkte es häufig zu gewollt, was die Leichtigkeit der Geschichte nimmt.

    Neben der Huber wird auch das Dorf in überspitzter Form dargestellt. Somit kommen auch skurrile Personen in den Vordergrund und spielen eine entscheidende Rolle, wodurch die Stimmung aufgehellt wird. Die regionale Atmosphäre mit Dialekt und Kultur kommen dabei realistisch zur Geltung. Durch die teilweise abgedrehten Charaktere ist für mich der Krimi eher in den Hintergrund getreten. Spannend und zum Miträtseln habe ich den Roman nicht empfunden.

    Eigentlich eine interessante Idee und mit Hannelore eine amüsante Protagonistin, aber insgesamt nicht überzeugend. Die Geschichte war einfach zu durcheinander und die Beschreibung zu gewollt!

    Kommentieren0
    45
    Teilen
    R
    ronina61vor 9 Tagen
    verhalspelte Story

    Plötzlich Witwe und von nichts vom Mann gewußt und dann kommt er noch weg und ein anderer liegt bei der  Beerdigung im Sarg. So ergeht es der Protagonistin Hannelore Huber, die wohl bisher neben einer "Dorfgemeinschaft" gelebt hat.
    Viel Lokalkolorit und derbe Umgangsformen bilden die sehr verfusselte Story , die so nach der Hälfte des Buches langsam zu einer Geschichte verwoben wird. Ich liebe flüssiges Lesen, das fällt mir hier schwer. Immer wieder Unterbrechungen und andere Kleindarsteller werden ins Spiel gebracht. Es fehlt das große Ganze , Umfassende, so daß mir der Spannungsaufbau hier nicht erscheint. Die inhaltliche Geschichte versprach Neues , hat mich aber so nicht begeistert, Story nochmal umschreiben.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Hexxes avatar
    Hexxevor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Rasanter Rentnerkrimi, gar nicht so, wie Agatha Christie Unterglaubenthal wird neue Krimihochburg!
    Rasanter Rentnerkrimi, gar nicht so, wie Agatha Christie

    Fast schon ein wenig heiter begibt sich die alte Frau Huber zur Beerdigung ihres Gatten. Sie hatten sich ein wenig auseinandergelebt in letzter Zeit und ja, Walter war nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse.
    Umso auffälliger sind da die fremden Menschen am Grab ihres Gatten, in tiefer Trauer versunken, ein großer Herr mit roten Rosen und eine Frau, die der Hanni anscheinend den Rang als trauernde Witwe ablaufen will.
    Als sich dann auch noch der Sarg verselbständigt, aufspringt und kein Walter darin ist, sondern der Bestatter, macht sich die rüstige Rentnerin allein auf die Suche nach ihrem Gatten und stößt dabei auf so manches Geheimnis und so manche Leiche. Kaum zu glauben, in so einem idyllischen Dorf.

    Thomas Raab hat eine neue alte Heldin erschaffen. Hannelore Huber, die resolut, rüstig und rasant auf den Spuren oder nach den Spuren ihres Gatten Walters wandelt und sucht. Unterstützung findet sie dabe in einem alten Wolfshund und einer jungen Komplizin mit dem Nachnamen Glück.

    Der Schreibstil des Autors ist durchzogen mit kleinen Boshaftigkeiten und einem Hauch tiefschwarzen Humors. Genau das, was die alte Hanni liebenswert macht und die Geschichte am Leben erhält. Na gut, bis auf die Leichen, über die sie stolpert...

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    K
    kkarinvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Thomas Raab brilliert nach "Metzger" virtuos und eindrucksvoll auch mit "Huber". Wie immer ein großer Spaß, Raabs Wortwitz, Sarkasmus, ...
    Virtuoser Start der Huber-Reihe

    Der österreichische Sprachakrobat Thomas Raab, vielen sicherlich wegen seiner (teilweise bereits verfilmten) Adrian-Metzger-Fälle - bekannt, zelebriert mit seiner neuen silver-/gold-ager-Protagonistin Hannelore Huber (oder kurz "Hanni" oder "Huberin" genannt) in "Walter muss weg" aufs Neue, wie sich das "große Kino" an Politik, Sex und Crime auch in einer kleinen 300-Seelen-Ortschaft wie Glaubenthal abspielen kann.

    Wie gewohnt stellen bei Raab der Kriminalfall/Tote/Leichen bloss die Rahmenhandlung dar (zumindest interpretiere ich seine Krimis so).
    Hauptteil sind seine gesellschaftlichen, weltpolitischen, wirtschaftlichen und philosophischen Betrachtungen, die von genauer Beobachtungsgabe zeugen und deren Analyse mit spitzer Feder kredenzt werden.

    Besonders gut haben mir seine Beispiele gelebter Integration am Lande oder sein Hinschauen auf das Thema Altersarmut - insbesondere bei Frauen bzw. zu welchen "Stilblüten" sich deshalb jemand genötigt fühlt - gefallen.

    Es ist eine Freude, Raabs Einsatz und Spiel mit der deutschen Sprache zu verfolgen! So wird zB von Hanni das Wort "Gemahl" nach dem Ableben ihres bedingt geschätzten Gatten zu einem "GEH MAL".

    Generell ist Raabs Schreibstil virtuos, spielerisch, häufig humorvoll, ironisch und sarkastisch, aber er vermag sehr wohl auch "tiefe" (emotionale) Töne anzustimmen: 
    Beispielweise hat mich der Dialog der 6jährigen Amelie Glück mit ihrer Mutter über den Tod sehr berührt und an "Sofies Welt" von Jostein Gaardner erinnert. Amelie versteht aufgrund ihres Alters jedes Wort noch wortwörtlich und kann den Euphemismus der Erwachsenen/ihr Unvermögen über den Tod klar zu sprechen, noch nicht nachvollziehen.

    Zusätzlich hinterläßt auch Raabs Musiker-Background seine Spuren im Werk, einerseits in der Sprachrhythmik, andererseits durch das Einstreuen eingängiger Lied(texte), deren Melodien beim (Weiter-)Lesen unweigerlich im Hirn nachhallen.

    Fazit:
    Frau Huber ist ein weiteres virtuoses Glanzstück von Thomas Raab! Das Cover mit dem Zusatz "Frau Hubers erster Fall" läßt auf eine Fortsetzung hoffen, bei der ich sicherlich wieder dabei bin!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    AdelheidSs avatar
    AdelheidSvor 11 Tagen
    Dorfkrimi im eigenwilligen Stil

    Hannelore Huber ist endlich Witwe. Der schon lange verhasste Gatte Walter hat das Zeitliche gesegnet und Hanni scheint einem besseren Leben entgegen zu blicken. Doch dann stellt sich bei der Beerdigung heraus, dass gar nicht ihr Walter, sondern der Bestatter im Sarg liegt und die Suche nach Walter beginnt. ....

    Zum Cover: Haut mich nicht vom Hocker. Vom Cover selber hätte ich das Buch nicht genommen.

    Meine Meinung zum Inhalt: Ich kenne den Autor von der Metzger - Reihe die ich mit viel Vergnügen gelesen habe. Deshalb war ich umso irritierter diese Reihe nun zu starten und vorerst so gar nicht in die Geschichte rein zu kommen. Der Schreibstil am Anfang ist sehr abgehackt und verwirrend. Es hat schon einiges an Seiten bedurft mich in die Geschichte richtig einzufinden um dann den schwarzen Humor und die doch sehr eigenwillige Hanni genießen zu können. Das Buch hebt sich auf jeden Fall von anderen ab und hat Wiedererkennungswert. Auch wenn der Anfang sehr schwierig für mich zu lesen war, habe ich das Buch schlussendlich doch als gut und lesenswert empfunden. 

    Fazit: Schwarzer Humor am Lande mit Startschwierigkeiten.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    baerins avatar
    baerinvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Raabenschwarzer Krimi!
    Wo ist denn nur Walter?

    Im ländlichen Glaubenthal, einem kleinem Dorf mit idyllischer Hügellandschaft, freut sich Hannelore Huber (genannt die Huberin) über die Beerdigung ihres Mannes Walter. Nach 52 langen und ungeliebten Ehejahren erhofft sie sich ein beschauliches Dasein als Witwe. Wie ihr der Bürgermeister und Arzt des Dorfes mitgeteilt hat, starb ihr Mann im Bordell. Doch als bei der Beerdigung der Sarg durch ein Missgeschick aufspringt, liegt darin nicht die Leiche ihres Mannes sondern der tote Bestatter Albin. Doch wo ist Walter abgeblieben?
    Die Polizei kann ihn auch nicht finden, so beschließt die Huberin, sich höchstpersönlich um die Sache zu kümmern. Was nun folgt, ist absoluter Wahnsinn an Verfolgungen, noch mehr Leichen, Unfällen und einem Großbrand - die Polizei ist hier gefordert - kommt aber nicht nach!

    Diese unglaubliche Geschichte ist gespickt mit schwarzem Humor. Allerdings musste ich mich anfangs erst an den etwas ungewöhnlichen Schreibstil des Autors in diesem Buch gewöhnen. Die anfangs eher grantige, den Menschen aus dem Weg gehende, Huberin wurde mit jedem Kapitel sympathischer. Sie hatte kein leichtes Leben und das hat sich in ihrem Wesen nieder geschlagen. Doch sie besitzt dennoch ein gutes Herz, das ein kleines Mädchen ihr aufgehen lässt. Auch für sämtliche Verwicklungen findet sie ohne großes Tamtam eine annehmbare Lösung. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Band dieser neuen Reihe mit der Huberin!

    Kommentieren0
    71
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    katielas avatar
    katielavor 16 Tagen
    Das Cover macht Lust auf mehr!
    Kommentieren
    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Bin gerade sehr in der Stimmung für witzig-skurrile Krimis.
    Kommentieren
    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 3 Monaten
    Das klingt nach schwarzem Humor wie ich es mag!
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks