Thomas Sünder

 4.3 Sterne bei 49 Bewertungen

Lebenslauf von Thomas Sünder

Thomas Sünder, Jahrgang 1975, wuchs in einem hessischen Dorf auf und studierte in Marburg alles, was man für den Job eines professionellen Hochzeits-DJ braucht: Neuere Deutsche Literatur und Medien, Philosophie und Kunstgeschichte. Nach einem Volontariat zum PR-Berater machte er sich als Musiker, DJ und Texter selbstständig. Im Jahr 2013 veröffentlichte er mit »Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen« einen sehr erfolgreichen Hochzeitsratgeber, der 2019 bei Blanvalet als aktualisierte Neuausgabe erscheint. Der Nachfolger »Wer hat eigentlich die Ringe?« ist der erste Ratgeber für Trauzeugen und alle Hochzeitsbegleiter. Thomas Sünder hat in zwölf Jahren über fünfhundert Hochzeiten betreut und Brautpaare inhaltlich bei der Planung unterstützt. Er selbst ist ebenfalls verheiratet und lebt mit seiner Frau Sylvia in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Sünder

Cover des Buches Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen (ISBN:9783734108358)

Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen

 (39)
Erschienen am 21.10.2019
Cover des Buches Wer hat eigentlich die Ringe? (ISBN:9783734104022)

Wer hat eigentlich die Ringe?

 (7)
Erschienen am 19.12.2016
Cover des Buches Ganz Ohr (ISBN:9783442159635)

Ganz Ohr

 (2)
Erschienen am 18.02.2019
Cover des Buches Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen (ISBN:9783748400684)

Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen

 (1)
Erschienen am 16.10.2019

Neue Rezensionen zu Thomas Sünder

Neu

Rezension zu "Wer hat eigentlich die Ringe?" von Thomas Sünder

"Last night a DJ saved my life..."
The iron butterflyvor 8 Monaten

Thomas Sünder – Wer hat eigentlich die Ringe? Tipps vom Profi für alle Trauzeugen. Zur Trauzeugin berufen, erste große Gefühle von Stolz und Ehre und dann einen Aha-Moment erlebt und hektische Flecken haben sich zunehmend auf mir breit gemacht. Diese ehrenvolle Aufgabe, dieses Ehrenamt will ich ja schließlich auch adäquat erfüllen, also so, dass die Brautleute und mein Trauzeugen-Gegenüber sich auch noch nach Jahren an einen wundervolle Zeit erinnern werden. Mit einer Recherche im Internet zum Thema Trauzeuge bin ich nicht zurechtgekommen und habe mehr Zeit und Gehirnzellen damit vergeudet, also war der Griff zur Fachliteratur unumgänglich. Und Thomas Sünders‘ reicher Erfahrungsschatz darf sich gut und gerne als Fachliteratur bezeichnen. Sehr eingängig, amüsant und gut gegliedert berichtet er anhand verschiedener Situationen gut gelöste Aufgaben oder eben auch mit Hilfe von Negativbeispielen, wie man es nicht tun sollte. Jedes Kapitel wird mit einer Top 5 Liste abgeschlossen, die das Thema des Kapitels kurz und bündig zusammenfasst. Die Fettnäpfchen stehen dicht an dicht, daher besser gut vorbereitet an das Ehrenamt herangehen. Thomas Sünder konnte mir zumindest die größten Ängste nehmen und einige gute Tipps und Tricks für die Vorbereitungsphase mitgeben.

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Rezension zu "Ganz Ohr" von Thomas Sünder

Ganz(es) Ohr – heiles Hirn
thursdaynextvor 10 Monaten

Von all unseren Sinnen vernachlässigen wir unser Gehör am gedankenlosesten. Oder wer hat schon mal mit der groben Holzfeile seine Fingerkuppen abgeraspelt? Eben. Ihr Gehör schädigen viele Menschen unabsichtlich mit Lärm. So auch Thomas Sünder, Ex DJ, der mit seinem Freund Dr. Andreas Borta, angestoßen durch seine eigene Gehörerkrankung Morbus Menière, dieses informative Buch über die Ohren und den Hör- und Gleichgewichtssinn schrieb.

Die beiden langjährigen Freunde sind ein gutes Team. Borta hat Psychologie und Medizin studiert, und zu Lernprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer geforscht, aktuell entwickelt er Medikamente zur Behandlung von Hörverlust. Sünder studierte neuere deutsche Literatur und irgendwas mit Medien, Philosophie und Kunstgeschichte und war lange Jahre als DJ, Musiker und Texter selbständig. Wissenschaft und Wissensvermittlung, die Vergnügen bereitet, sind die Ausgangslage für das entstandene Buch. Parallel zur Geschichte seiner Ohrenerkrankung und deren Auswirkungen auf sein Leben, erzählt er von der Evolution des Hörens, erklärt den diffizil, fragilen Aufbau und die Funktionsweise der Ohren. Das Gehör entwickelte sich aus dem Gleichgewichtssinn, der Bewegung und Orientierung ermöglicht, oben und unten festlegt, durch „Wahrnehmung der eigenen Körperhaltung“ den Raum strukturiert. So begibt man sich in „Ganz Ohr“ auf „eine akustische Reise zur Entstehung des Lebens„, erfährt wie Flusskrebse zum Kopfstand gebracht werden können und wie der Schall funktioniert. Studien, Wissenschaftliches und Erfahrungsbericht vom Leben als Schwerhöriger wechseln sich unterhaltsam ab, so dass man en passant alles Wissenswerte rund um Gehör, Gleichgewicht, Lärmverschmutzung, „Droge“ Musik und den Möglichkeiten zur Verbesserung bei bereits bestehenden Gehörschäden erfährt. Die Entwicklung des Lärms, die mit der Industriealisierung rapide zugenommen hat, ist erschreckend, verglichen mit dem was die Menschheit früher auf die Ohren bekommen hat. Besonders schädigend ist übrigens Fluglärm, der ein sehr hohes Depressionsrisko mit sich bringt, das Risiko für Herzrhythmusstörungen um 50% erhöht und auch weitere gesundheitliche Gefahren birgt. Die Ergebnisse der Gutenberg Gesundheitsstudie, die alle 5 Jahre rund 15.000 Menschen auf ihre Gesundheit hin untersucht, sind verheerend.

Der Zusammenhang zwischen Alzheimer und Schwerhörigkeit, der eigentlich logisch nachvollziehbar ist wird anschaulich verdeutlicht. Und für Hightechfans gibt es Berichte was mittlerweile alles so machbar ist und in diesen winzigen Hörgeräten steckt, die einem die Teilhabe am Leben wieder ermöglichen. „Für das Gehirn gilt: Use it or loose it – benutze es oder verliere es. Je mehr Hirnbereiche brachliegen und je größer sie sind, desto schwieriger wird es, sie durch gezieltes Training zurückzugewinnen.“ Schwerhörigkeit frisst Kognitionsfähigkeit.

Ein wenig Horror ist also in diesem Sachbuch durchaus enthalten. Wenn ich daran denke, was ich früher meinen Ohren zugemutet habe, bin ich entsetzt. Ist Musik gut, mag ich sie LAUT! Jedes Wochenende mit Klingeln in den Ohren aus der Disco war Usus. Bei Konzerten gerne in der Nähe der Bassbox, der Sound des eigenen Bikes und der anderen Motorräder und das Windgeräusch beim Fahren, beruflich ebenfalls lärmig unterwegs, da kommt schon einiges zusammen. Richtig fies wurde es, als ich monatelang Ohrenschmerzen hatte, die sich als stressbedingte Folge des nächtlichen Zähneknirschens herausstellte. Die war das erste Mal, dass ich auf meine Ohren wirklich aufmerksam wurde. Nach der Lektüre von „Ganz Ohr“ werde ich viel besser auf dieses Geschenk der Evolution achten. Außerdem klugscheißere ich jetzt die Menschen in meiner Umgebung mit „Ohrformationen“ zur Pflege dieses kleinen Wunderwerks voll.

Empfehlen kann ich dieses Buch Eltern, allen die gerne populärwissenschaftliche Bücher lesen, Hör- und /oder Balanceprobleme oder sonstige Gehörschäden haben oder wissen möchten, wozu die Wascheln an ihrem Schädel so taugen und wie sie pfleglich behandelt werden.

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Rezension zu "Ganz Ohr" von Thomas Sünder

Warum gutes Hören lebenswichtig ist
JoJansenvor einem Jahr

Vor wenigen Tagen, am 3. März, war der Welttag des Hörens. Passend dazu erschien Ende Februar "Ganz Ohr - Alles über unser Gehör und wie es uns geistig fit hält“. Thomas Sünder begann aus persönlicher Betroffenheit, sich mit dem Thema Gehör zu befassen. Zwölf Jahre lang arbeitete er als DJ, hatte sich an seinen Tinnitus und einseitig eingeschränkte Hörfähigkeit gewöhnt. Heftige Schwindelanfälle warfen ihn aus der Bahn. Gemeinsam mit seinem Freund, dem Mediziner Dr. Andreas Borta, recherchierte Thomas Sünder. Dabei geht er zurück bis zu den Urtierchen, denn vor dem Gehör entstand der Gleichgewichtssinn, der heute ebenfalls in unseren Ohren zu finden ist. 


Das Buch liest sich von Anfang an gut und flüssig. Mir persönlich waren die Erklärungen über die Entwicklung seit der Urzeit allerdings etwas zu ausführlich, diese hätte ich mir kompakter gewünscht. Die persönliche Geschichte Thomas Sünders dagegen liest sich sehr viel spannender. Traurig sind die Einblicke in unser „Akkord-Gesundheitssystem“. Ohne seinen Freund, Dr. Andreas Borta, wäre Herr Sünder als Patient niemals optimal behandelt worden. Auch das ist ein Grund, warum ich dieses Buch für wichtig halte. Je mehr wir als medizinische Laien wissen, um so besser können wir vorbeugen, um im besten Fall gar nicht erst zum Patienten zu werden. Das ist für mich die wichtigste Botschaft des Buches. Auch dass Schwerhörigkeit mehr als nur ein lästiges Übel ist und Menschen, die ihr Hörgerät nicht regelmäßig benutzen, „... weil die Batterien so teuer sind“, sich erhöhtem Demenzrisiko aussetzen, war für mich neu. Und falls wir doch als Patienten zum Ohrenarzt müssen, hilft dieses Buch, die richtigen Fragen zu stellen. Insofern finde ich es schade, dass das Buch zwar den Untertitel trägt „Alles über unser Gehör ...“, aber z.B. die Mittelohrentzündung samt ihren Risiken nicht aufgeführt ist. Ebenso vermisse ich ein Register, um bestimmte Schwerpunkte später noch einmal gezielt nachlesen zu können. Viele interessante Fakten, die Erwähnung finden, lassen sich nur schwer wiederfinden. 


Fazit: Ein interessantes, wichtiges Buch. Das vermittelte Wissen über unser Gehör kann helfen, die eigene Gesundheit zu erhalten. 4****

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Thomas Sünder wurde am 01. Januar 1975 in Deutschland geboren.

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