Thomas Sautner Der Glücksmacher

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Inhaltsangabe zu „Der Glücksmacher“ von Thomas Sautner

Die Erfindung des Glücks

Eigentlich ist Sebastian Dimsch ja Angestellter in einer Versicherung. In Wahrheit aber kümmert er sich nur noch darum, wie das Glück gefunden werden kann. Immer mehr riskiert er damit seinen Job. Zu offensichtlich ist, dass er nichts tut, als Weisheiten von Buddha, Platon, Konfuzius und anderen großen Gelehrten zu sammeln. Da entsteht eines Tages die Idee, ihn eine Glücksversicherung entwerfen zu lassen – eine freilich wahnwitzige und an sich unmögliche Aufgabe. Doch Dimsch verblüfft seine Vorgesetzten. Und sich selbst.

Ein Roman wie eine amüsante philosophische Weltumsegelung.

Statt sich vom Jähzorn seiner Chefin und vom Arbeitsalltag in der Versicherung verrückt machen zu lassen, beginnt Sebastian Dimsch in seinem Büro mit der heimlichen Lektüre der großen Philosophen. Er will herausfinden, wie ein Mensch glücklich werden kann. Bald stellt er die Büroarbeit ganz ein – und wird zum Liebling seiner Kollegen, die sich Rat bei ihm holen. Voller Misstrauen aber beobachtet die Chefin sein Treiben – und stellt ihn vor eine absurde Aufgabe, um ihn kaltzustellen. Dimsch soll eine Glücksversicherung entwerfen.

»Klug, klar und witzig.« Die Presse

»›Der Glücksmacher‹ ist in seiner wunderbar leicht-ironischen Sprache ein großes Lesevergnügen.« Neue Zürcher Zeitung

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    Der Glücksmacher

    Marapaya

    16. January 2016 um 12:06

    Auf der Suche nach dem Glück zu sein, ist ja sehr en vogue. Ich brauche nur willkürlich irgendeine Frauenzeitschrift aufzuschlagen und finde darin unter Garantie eine Anleitung zum Glücklichsein: Glücklich werden für Eilige. 20 Tipps für ein glückliches Leben. Oder so. Wenn ich ehrlich bin, dann findet sich unter meinen Wohnaccessoires auch das ein oder andere gerahmte Sprüchlein à la Enjoy the little things. Aber warum auch nicht. Manchmal ergibt das Leben eben keinen erkennbaren Sinn oder man lässt sich verblenden von Dingen, die wichtig erscheinen, ohne es zu sein. Dann den Blick auf das kleine Glück zu richten, hilft mir tatsächlich oft, um auf dem Boden zu bleiben. Sebastian Dimsch in Thomas Sautners Roman Der Glücksmacher wird eines morgens ebenfalls vom kleinen Glück gekitzelt und will es nicht so schnell wieder hergeben. Es muss doch eine Möglichkeit geben, dass das Glück dauerhaft bei einem bleibt. Also macht er sich auf die Suche nach dem Glück und stellt schnell fest, dass Alkohol nicht immer eine Lösung ist und der Umzug in die Großstadt zwar die Perspektive ändern kann, aber nicht per se glücklicher machen muss. Auch alle gesteckten Ziele zu erreichen, halten das Glück nicht fest. Alles wird irgendwann alltäglich, auch die tolle Frau und die süßen Kinder. Aber schon viele schlaue Köpfe der Weltgeschichte haben sich mit dem Glück beschäftigt und Sebastian beschließt alles zum Thema zu lesen, so wird er sicher die eine Formel finden. Gut, dass es gerade in der Versicherungsgesellschaft nicht so gut für ihn läuft. Das firmeninterne Abstellgleis entpuppt sich als erster Glücksfall, denn so hat Sebastian Zeit zum Lesen und setzt damit eine Entwicklung in Gang, die auch für den Leser Überraschungen und Glücksmomente bereit hält. Große Erwartungen hatte ich nicht an den Roman, schließlich lese auch ich ab und an Frauenzeitschriften und kenne die Empfehlungen zum Glück. Doch der Jahresanfang erschien mir nur allzu passend für die Lektüre und zudem war ich neugierig, was Thomas Sautner mir wohl für eine Geschichte erzählen will. Und ich wurde überrascht. Den Roman zu lesen, hat Spaß gemacht. Der Erzähler behält sich vor, seine Figuren allzu ernst zu nehmen und entwirft schön aus der Distanz ein Ensemble an Charakteren, die teilweise absurd und teilweise erschreckend bekannt daher kommen. Sautner zeigt mir Leser auf eine manchmal sogar schmerzvolle Weise auf, wie wichtig jeder Einzelne sich nimmt, mich Leser eingeschlossen, und wie sehr unser Miteinander von missverständlichen Interpretationen des Gegenübers geprägt ist. So leicht die Story daherkommt, die Figuren angelehnt an Stereotypen und Klischees sind – Sautner trifft mit ihnen dennoch genau den Kern und zeigt auf unterhaltsame Weise die Probleme unserer egoistisch geprägten Gesellschaft auf. Nebenbei schnappt man viele kluge und schöne Sprüche von weisen Menschen der Vergangenheit auf, die man nicht verstehen, sondern nur fühlen muss. Das kleine Glück eben: Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt. Sie aufzusammeln und zu sparen das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren, und hält den lieben jungen Jahren nach neuem seine Hände hin. Rainer Maria Rilke

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  • Rezension zu "Der Glücksmacher" von Thomas Sautner

    Der Glücksmacher

    WinfriedStanzick

    09. October 2012 um 12:07

    Thomas Sautner, Der Glücksmacher, Aufbau 2012, ISBN 978-3-351-03510-5 Als Sebastian Dimsch, die Hauptperson in Thomas Sautners neuem Roman „Der Glücksmacher“ in der hauptstädtischen Zentrale ausgerechnet jener Versicherung, die ihm vor einiger Zeit gekündigt hatte ( er konnte Menschen zu gut zur Ruhe motivieren), eingestellt wird, lässt er sich weder von dem alltäglichen Stress in einer Versicherung noch von seiner sehr jähzornigen Chefin verrückt machen. Er beschließt, alles anders zu machen, wechselt Anzug, Hemd und Krawatte gegen eine lässige Kleidung und beginnt mit dem heimlichen Studium der großen Philosophen. Was die jeweils zum Glück zu sagen haben, das interessiert ihn brennend. Er zieht auch andere Ratgeber und Esoterikbücher zu Rate, doch die lässt der bald links liegen und konzentriert sich auf die Philosophen. In seiner stillen Begeisterung für das, was die zu sagen haben, bemerkt er gar nicht richtig, dass er schon bald im neuen Job schon wieder degradiert und in ein schäbiges Kellerbüro versetzt wird. Seine Stimmung bessert sich mit jedem Tag und wirkt schon bald auf die anderen Mitarbeiter regelrecht ansteckend. Immer mehr von ihnen wenden sich mit ihren Fragen und Problemen an Sebastian und schon bald ist er, ohne das zu wollen, der gute Geist in der ganzen Firma. Sehr zum Leidwesen seiner Chefin, die ihn weiter kalt stellt. Umso mehr hat Sebastian für seine Glücksphilosophen Zeit. Als eine neue externe Kollegin mit der Erstellung einer Mitarbeiterstudie beauftragt wird, stellt sich heraus, dass Sebastian der beliebteste Mitarbeiter in de ganzen Versicherung ist. Als Sebastian Dimsch auch noch das Herz des Seniorchefes für sich gewinnt, platzt dessen Tochter der Kragen. Sie will Sebastian endgültig kaltstellen mit einem unmöglichen Auftrag: er soll als Versicherungsfachmann eine Glücksversicherung erstellen und kalkulieren. Ob Sebastian auch diese Aufgabe meistert, soll hier offen bleiben. Nicht offen bleibt die Einschätzung, dass Thomas Sautner in diesem Roman eine Vielzahl sehr komischer Persönlichkeiten entworfen hat, die das Buch zu einer leichten und angenehmen Lektüre machen. Keine große Literatur, aber gute Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Der Glücksmacher" von Thomas Sautner

    Der Glücksmacher

    Wolkenatlas

    17. September 2012 um 08:14

    Die Versicherung des Glücks Der 1970 in Gmünd geborene österreichische Autor Thomas Sautner hat sich nach einigen Büchern mit ernster Thematik nun mit seinem Roman "Der Glücksmacher" dem komischen Genre gewidmet. Sebastian Dimsch, dank seiner Fähigkeit, Menschen zum Ruhen zu motivieren, bereits vor Jahren in der Provinz als Mitarbeiter einer Versicherung gekündigt, findet in der Hauptstadt, die höchstwahrscheinlich Wien sein soll, just in der Zentrale des ehemaligen Arbeitgebers eine Anstellung. Die negative Beurteilung desselben entpuppt sich als Hilfestellung bei der Anstellung. Eines Tages beschließt er, dem täglichen Ablauf ein Schnippchen zu schlagen und entledigt sich seiner Hemden, Krawatten und Anzüge. Er will sich mit dem Glück beschäftigen, mit der Philosophie. Er greift nun auf seine längst aus der Mode gekommenen ausgewaschenen Jeans und speckigen Pullis zurück und besorgt sich in der Buchhandlung alle möglichen philosophischen Bücher, Ratgeber und Esoterik-Publikationen (die er allerdings recht bald entsorgt). Die Suche nach dem Glück verbessert seine Stimmung so sehr, dass nicht einmal die Versetzung in ein schäbiges Kellerbüro für Trübung sorgen kann. Seine Hochstimmung sorgt dafür, dass sich immer mehr Mitarbeiter in diversen Fragen an ihn wenden und er, ohne es je beabsichtigt zu haben, mehr oder weniger zum guten Geist der Firma wird. Seine Chefin freut sich über seine gute Laune und nimmt ihm immer mehr Kompetenzen weg, was Sebastian Dimsch natürlich nur freut, da er sich nun fast zur Gänze seinem kleinen Privatstudium der Philosophie widmen kann. Seine beiden Mitarbeiter sind auch mit eigenen Dingen beschäftigt, denen er vorerst lieber nicht nachgehen will. Die Einstellung einer externen Mitarbeiterin im Büro gegenüber dem von Sebastian Dimsch ist der erste Schneeball, der bald eine ganze Lawine nach sich ziehen wird. Die externe Mitarbeiterin ist nämlich mit einer Mitarbeiterstudie beauftragt worden, die der Geschäftsleitung die überraschende Neuigkeit bringt, dass nämlich Sebastian Dimsch der mit Abstand beliebteste Mitarbeiter der ganzen Versicherung ist. Als er durch Zufall dem Seniorchef, zugleich auch Vater der Juniorchefin, begegnet und für sich einnimmt, und dieser dann auch noch offen seine Zuneigung zu Dimsch zelebriert, reicht es der Juniorchefin. Sie plant eine Falle für Dimsch und beauftragt ihn mit der utopischen Aufgabe: Erstellung und Entwicklung einer Glücksversicherung. Allerdings geht der Schuss natürlich, der Leser zweifelt nie daran, nach hinten los, denn Dimsch schafft das Unmögliche. Oder doch nicht? Thomas Sautner hat eine Reihe von absurd-komischen Persönlichkeiten entworfen und diesen Roman bevölkern lassen. Der liest sich schnell und leicht und kommt mit einer ordentlichen Portion österreichischem Schmäh daher. So manche Figur ist, der Rezensent vermutet bewusst, klischeebeladen. Die Yuppie-Geschäftsfrau, der lässige Verkaufsmann, der im Cabrio herumfahrend jede Frau bekommen kann (und auch bekommt), die er will, der alte und bereits etwas senile Seniorchef, sowie die verschiedenen Bürotypen, die man sicherlich in jeder größeren Firma findet; wer kennt sie nicht alle? Vermeintlich? Eine Ausnahme ist der nordkoreanische (Nordkorea ist offensichtlich bei Thomas Sautner ein etwas anderes Land als es das in Wirklichkeit ist) Bote, der sich als Erbe eines großen nordkoreanischen Ölimperiums erweist, den Dienst quittiert ,um in Nordkorea mit Öl zu handeln, dann aber zurück will, abgelehnt wird und damit den Untergang der Versicherung einleitet, oder gar den Neuanfang? Thomas Sautner lässt einige Momente dankenswerterweise offen, stört sich auch nicht daran, dass einige Fäden einfach nicht zusammenführen und man, wenn man penibel auf die logische Entwicklung achten möchte, ihm eine Reihe von Mängeln vorwerfen könnte. Das macht aber auch nichts, denn von einer realistischen Erzählung ist dieser Roman weit entfernt. Am ehesten könnte man von einem Märchen für Erwachsene, für Menschen mit Büroneurosen und anderen kleinen sympathischen Leiden sehen. Sautners Prosa liest sich angenehm, hie und da zu leicht, manchmal auch ein wenig zu flapsig. Eine heitere Lektüre mit einigen netten Pointen und Weisheiten, mit Protagonisten, die man alle mehr oder weniger zu kennen meint. Und das tut auch gut ... (Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at)

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