Thomas Schrage

 3.9 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Theatertod.
Thomas Schrage

Lebenslauf von Thomas Schrage

Thomas Schrage wurde 1969 vor den Toren Kölns geboren und begann sich schon bald nach dem Abitur der Theaterarbeit hinzugeben. Nach Stationen in Düsseldorf, Paris, Trier, Mainz und Frankfurt lebt er heute im Kölner Süden, ist als Schauspieler und Regisseur in der freien Theaterszene tätig. Schreiben ist durch das Verfassen von Stückkonzepten und Bühnentexten schon lange ein wichtiger Teil seines Lebens und mit "Theatertod" stellt er nun auch seinen ersten Roman im Gmeiner-Verlag vor. Sein Anspruch an einen guten Krimi ist, dass er fesselnde Unterhaltung und zugleich eine Wahrheit über die Welt erzählen muss.

Alle Bücher von Thomas Schrage

Theatertod

Theatertod

 (18)
Erschienen am 01.07.2013

Neue Rezensionen zu Thomas Schrage

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Rezension zu "Theatertod" von Thomas Schrage

Rezension zu "Theatertod" von Thomas Schrage
dorlivor 5 Jahren

Köln. Regieassistent Michael will nach einem stressigen Arbeitstag im Kölner Schauspielhaus nur noch schlafen. Dass Schauspieler Peter ihm gerade an diesem Abend sein Leid klagen möchte, kommt Michael daher sehr ungelegen und er fertigt den Kollegen zügig und ohne näher auf seine Probleme einzugehen ab. Kurze Zeit später ist Peter tot – Selbstmord, wie es heißt. Entgegen der allgemeinen Ansicht zweifelt Michael jedoch an Peters Freitod und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen…

Da ich mich in der Welt des Theaters gar nicht auskenne, war ich sehr neugierig auf das alltägliche Geschehen in einem Stadttheater. Ich bin beeindruckt von dem täglichen Ablauf. Nie hätte ich vermutet, was alles nötig ist, um ein Stück auf die Bühne zu bringen. Schnell hat Thomas Schrage mir gezeigt, dass es hinter den Kulissen ganz anders zugeht, als ich mir ausgemalt hatte: kein fröhliches Miteinander - im Gegenteil, der Umgang unter den Mitarbeitern ist ruppig, es regiert ein harter Konkurrenzkampf. Seite um Seite wird deutlicher, dass Freundlichkeit und Menschlichkeit nicht viel zählt, allein die Professionalität ist wichtig. Hinzu kommt in diesem Krimi eine Theaterleitung, die mit Intrigen und Schikane für eine aggressive Stimmung sorgt.

Thomas Schrage schickt eine große Zahl Akteure ins Rennen:
Hauptprotagonist Michel ist die Unsicherheit in Person. Er schiebt Entscheidungen gerne vor sich her, sucht Ausreden, um unangenehme Dinge nicht erledigen zu müssen, ärgert sich aber gleichzeitig über sein eigenes Nichtstun. Thomas Schrage lässt Michael im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung durchmachen, an deren Ende mehr Selbstvertrauen, Willensstärke und Entschlusskraft steht.
Besonders gut gelungen ist der Oberfiesling Theo Fleischer. Das miese Verhalten des Regisseurs ist kaum zu überbieten.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Requisiteure Simon und Fränk, die mit ihrer lockeren Art für ein bisschen Normalität in dem ganzen Trubel sorgen.

Die Krimihandlung ist wenig spektakulär. Von der dürftigen Ermittlungsarbeit der Polizei enttäuscht, macht sich Michael daran, auf eigene Faust Licht in das Dunkel um Peters Tod zu bringen. Er wirkt dabei schnell überfordert, zum einem, weil der Theaterbetrieb seinen vollen Einsatz verlangt, zum anderen, weil seine Unentschlossenheit ihn immer wieder ausbremst. Michael führt zahlreiche Gespräche mit seinen Kollegen, die Spurensuche zieht sich in die Länge und manchmal möchte man als Leser in die Geschichte hinein klettern und Michael ein wenig anschieben. Trotz der langwierigen Ermittlungen hat es mir aber sehr gut gefallen, dass Michael im Rahmen seiner Möglichkeiten bleibt und durchweg als der Amateurdetektiv agiert, der er nun einmal ist.

Ein tolles Debüt - ein spannender Ausflug in eine rücksichtslose Theaterwelt.

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Rezension zu "Theatertod" von Thomas Schrage

Theatertod
kolokelevor 5 Jahren

"Theatertod" ist der Debütkrimi von Thomas Schrage, selbst Schauspieler, Regisseur und nun auch Autor.
Dass er Ahnung vom Theaterleben hat, merkt man dem Buch absolut an.
Michael, ein Regieassistent stolpert eines abends auf dem Nachhauseweg über einen Schauspielkollegen, der tot auf der Bühne liegt. Einen Tag vorher hat ebendieser Michael noch um Rat gefragt und nun ist er tot. Selbstmord. Sagen die Kollegen. Sagt die Polizei. Kann Michael aber nicht glauben. Irgendwas stimmt da nicht und auch der Abschiedsbrief, der nachträglich gefunden wird, lässt seine Zweifel nicht verschwinden, im Gegenteil.
Über mehr als 400 Seiten darf man Michael bei seiner Suche nach der Wahrheit begleiten, eingebettet in den puren Theateralltag mit all seinen Intrigen, Abläufen, Routinen und Menschen. Menschen gibt es viele in dem Buch, es ist nicht einfach, sie alle auseinander zu halten, zumal man ja, wie Michael, ständig auf der Hut ist, ob sich nicht hinter diesem und jenem doch der Täter verbergen könnte. Das ist das kleine Manko an dem Buch, eine Personenübersicht hätte ihm gut getan.
Sonst gibt es nicht zu meckern, der Schreibstil ist angenehm und wer die "ruhige" Spannung mag und einmal in die Theaterwelt eintauchen will, dem sei dieses Buch empfohlen. 
Zum Schluss gibt es auch einen richtig turbulenten Abschluss, den man vorher nicht erwartet hätte. 
Man darf auf weitere Krimis aus der Feder des Autors gespannt sein.

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Rezension zu "Theatertod" von Thomas Schrage

Viel Theater jedoch nur einen Tod.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Klappentext: Im Kölner Schauspielhaus geht Regieassistent Michael im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit nach. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Schauspieler daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Hartnäckig beginnt er, buchstäblich „hinter den Kulissen“ nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt erschreckende Machenschaften auf.                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Meine Meinung: So, nun bin auch ich fertig. Erstmal danke ich für diese nette Leserunde (obwohl ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz teilnehmen konnte - sorry, und dem Leseexemplar.  Mir hat dieses Buch gut gefallen jedoch , wie meine Vorredner schon sagten, war in diesem Buch wirklich viiiel Theater.. Teils fande ich es gut, weil man Einblicke bekam , wie das Theaterleben so ist , teils war es mir auch zuviel.. Zu den Charakteren muss ich sagen, dass der Fleischer echt ziemlich schlimm rüberkommt..Jedoch fande ich es klar das er es nicht ist. Komischerweise habe ich die ganze Zeit auf Sonja getippt. Ich weiß nicht wieso , jedoch immer dieses '' Geh doch zur Polizei und ermittel nicht selbst''.. Ich weiß es auch nicht. Am Ende war dann gute Spannung vorhanden , als dann raus war, dass es XXX war. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen jedoch wie schon gesagt ein Tick zuviel Theater. Der Autor schreibt gut und sein Schreibstil gefällt mir. Es ist sein Debütroman. Seine nächsten Bücher ? Wenn es nicht noch ein Theaterbuch wird , werde ich es lesen !

4 Sterne von mir.

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Gespräche aus der Community

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Hallo zusammen.

Im Sommer 2013 ist mein Roman Theatertod erschienen. Eine dichte Kriminalgeschichte um Hierarchiedenken und Machtmissbrauch, die beinahe ausschließlich im Kölner Schauspielhaus spielt. Man kann einen Blick in die Abläufe städtischer Bühnen werfen, vielleicht aber auch in die Zwänge und Strukturen sonstiger Betriebe...

Die Stadttheaterarbeit kenne ich aus aus jahrelangem, eigenen Erleben, in Köln bin ich zuhause - allerdings würde meine Geschichte auch in anderen Orten funktionieren.

Als Erstlings-Autor bin ich natürlich sehr an Kontakt zu Lesern interessiert - darum biete ich diese Leserunde an und stelle dafür gemeinsam mit meinem Verlag 20 Exemplar zur Verfügung. An den entstehenden Diskussionen werde ich lebhaft teilnehmen und mich aller kritischen Sezierung freudig aussetzen...

Bewerben bitte hier im Beitrag bis zum 30. November 2013. In einer kleinen Aufgabe dazu möchte ich erfahren, weshalb ihr euch für diese Leserunde mit meinem Buch interessiert.

Als Appetithäppchen gibt es auf Soundcloud eine kurze Hörprobe der ersten beiden Seiten des Romans.

Ein paar Hintergrundinformationen zum Buch sowie einen Link zur Leseprobe gibt es auf meiner Webseite.

Ich freue mich auf diese Leserunde.

Herzlichen Gruß
Thomas Schrage 



Inhalt
Michael geht  im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit als Regieassistent am Kölner Schauspielhaus nach und versucht - wie alle - mit dem despotischen Schauspieldirektor zurecht zu kommen. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Kollegen daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Innerhalb der hermetischen Abgeschlossenheit der städtischen Bühnen und ihrem immer offenkundiger werdendem Verfall, muss weit mehr vor sich gehen als gedacht. Hartnäckig beginnt Michael, buchstäblich hinter den Kulissen nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt nicht nur erschreckende Machenschaften auf, sondern ringt auch zunehmend um die eigenen Lebensideale.
Letzter Beitrag von  ThomasSchragevor 5 Jahren
Auch dir vielen lieben Dank :-)
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Thomas Schrage wurde am 23. Dezember 1969 geboren.

Thomas Schrage im Netz:

Community-Statistik

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