Thomas Schrage Theatertod

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Inhaltsangabe zu „Theatertod“ von Thomas Schrage

Im Kölner Schauspielhaus geht Regieassistent Michael im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit nach. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Schauspieler daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Hartnäckig beginnt er, buchstäblich „hinter den Kulissen“ nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt erschreckende Machenschaften auf …

Theater, Theater ...Ein Blick hinter die Kulissen mit tödlichem Ausgang

— elisabethjulianefriederica
elisabethjulianefriederica

Kölner Theater Krimi! Alles nur Theater! Für mich leider auch ein bisschen zuviel Theater.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Ein Blick hinter die Kulissen gefällig? Aber Achtung: hier sind die Bretter, die die Welt bedeuten blutverschmiert. lesenswert!!!

— wunderbar79
wunderbar79

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  • Leserunde zu "Theatertod" von Thomas Schrage

    Theatertod
    ThomasSchrage

    ThomasSchrage

    Hallo zusammen. Im Sommer 2013 ist mein Roman Theatertod erschienen. Eine dichte Kriminalgeschichte um Hierarchiedenken und Machtmissbrauch, die beinahe ausschließlich im Kölner Schauspielhaus spielt. Man kann einen Blick in die Abläufe städtischer Bühnen werfen, vielleicht aber auch in die Zwänge und Strukturen sonstiger Betriebe... Die Stadttheaterarbeit kenne ich aus aus jahrelangem, eigenen Erleben, in Köln bin ich zuhause - allerdings würde meine Geschichte auch in anderen Orten funktionieren. Als Erstlings-Autor bin ich natürlich sehr an Kontakt zu Lesern interessiert - darum biete ich diese Leserunde an und stelle dafür gemeinsam mit meinem Verlag 20 Exemplar zur Verfügung. An den entstehenden Diskussionen werde ich lebhaft teilnehmen und mich aller kritischen Sezierung freudig aussetzen... Bewerben bitte hier im Beitrag bis zum 30. November 2013. In einer kleinen Aufgabe dazu möchte ich erfahren, weshalb ihr euch für diese Leserunde mit meinem Buch interessiert. Als Appetithäppchen gibt es auf Soundcloud eine kurze Hörprobe der ersten beiden Seiten des Romans. Ein paar Hintergrundinformationen zum Buch sowie einen Link zur Leseprobe gibt es auf meiner Webseite. Ich freue mich auf diese Leserunde. Herzlichen Gruß Thomas Schrage  Inhalt Michael geht  im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit als Regieassistent am Kölner Schauspielhaus nach und versucht - wie alle - mit dem despotischen Schauspieldirektor zurecht zu kommen. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Kollegen daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Innerhalb der hermetischen Abgeschlossenheit der städtischen Bühnen und ihrem immer offenkundiger werdendem Verfall, muss weit mehr vor sich gehen als gedacht. Hartnäckig beginnt Michael, buchstäblich hinter den Kulissen nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt nicht nur erschreckende Machenschaften auf, sondern ringt auch zunehmend um die eigenen Lebensideale.

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    ThomasSchrage

    ThomasSchrage

    15. January 2014 um 19:24
    dorli schreibt Hier auch meine Rezi. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. http://www.lovelybooks.de/autor/Thomas-Schrage/Theatertod-1065584294-w/rezension/1075191885/

    Auch dir vielen lieben Dank :-)

  • Rezension zu "Theatertod" von Thomas Schrage

    Theatertod
    dorli

    dorli

    15. January 2014 um 17:03

    Köln. Regieassistent Michael will nach einem stressigen Arbeitstag im Kölner Schauspielhaus nur noch schlafen. Dass Schauspieler Peter ihm gerade an diesem Abend sein Leid klagen möchte, kommt Michael daher sehr ungelegen und er fertigt den Kollegen zügig und ohne näher auf seine Probleme einzugehen ab. Kurze Zeit später ist Peter tot – Selbstmord, wie es heißt. Entgegen der allgemeinen Ansicht zweifelt Michael jedoch an Peters Freitod und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen… Da ich mich in der Welt des Theaters gar nicht auskenne, war ich sehr neugierig auf das alltägliche Geschehen in einem Stadttheater. Ich bin beeindruckt von dem täglichen Ablauf. Nie hätte ich vermutet, was alles nötig ist, um ein Stück auf die Bühne zu bringen. Schnell hat Thomas Schrage mir gezeigt, dass es hinter den Kulissen ganz anders zugeht, als ich mir ausgemalt hatte: kein fröhliches Miteinander - im Gegenteil, der Umgang unter den Mitarbeitern ist ruppig, es regiert ein harter Konkurrenzkampf. Seite um Seite wird deutlicher, dass Freundlichkeit und Menschlichkeit nicht viel zählt, allein die Professionalität ist wichtig. Hinzu kommt in diesem Krimi eine Theaterleitung, die mit Intrigen und Schikane für eine aggressive Stimmung sorgt. Thomas Schrage schickt eine große Zahl Akteure ins Rennen: Hauptprotagonist Michel ist die Unsicherheit in Person. Er schiebt Entscheidungen gerne vor sich her, sucht Ausreden, um unangenehme Dinge nicht erledigen zu müssen, ärgert sich aber gleichzeitig über sein eigenes Nichtstun. Thomas Schrage lässt Michael im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung durchmachen, an deren Ende mehr Selbstvertrauen, Willensstärke und Entschlusskraft steht. Besonders gut gelungen ist der Oberfiesling Theo Fleischer. Das miese Verhalten des Regisseurs ist kaum zu überbieten. Sehr gut gefallen haben mir auch die Requisiteure Simon und Fränk, die mit ihrer lockeren Art für ein bisschen Normalität in dem ganzen Trubel sorgen. Die Krimihandlung ist wenig spektakulär. Von der dürftigen Ermittlungsarbeit der Polizei enttäuscht, macht sich Michael daran, auf eigene Faust Licht in das Dunkel um Peters Tod zu bringen. Er wirkt dabei schnell überfordert, zum einem, weil der Theaterbetrieb seinen vollen Einsatz verlangt, zum anderen, weil seine Unentschlossenheit ihn immer wieder ausbremst. Michael führt zahlreiche Gespräche mit seinen Kollegen, die Spurensuche zieht sich in die Länge und manchmal möchte man als Leser in die Geschichte hinein klettern und Michael ein wenig anschieben. Trotz der langwierigen Ermittlungen hat es mir aber sehr gut gefallen, dass Michael im Rahmen seiner Möglichkeiten bleibt und durchweg als der Amateurdetektiv agiert, der er nun einmal ist. Ein tolles Debüt - ein spannender Ausflug in eine rücksichtslose Theaterwelt.

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  • Theatertod

    Theatertod
    kolokele

    kolokele

    15. January 2014 um 12:42

    "Theatertod" ist der Debütkrimi von Thomas Schrage, selbst Schauspieler, Regisseur und nun auch Autor. Dass er Ahnung vom Theaterleben hat, merkt man dem Buch absolut an. Michael, ein Regieassistent stolpert eines abends auf dem Nachhauseweg über einen Schauspielkollegen, der tot auf der Bühne liegt. Einen Tag vorher hat ebendieser Michael noch um Rat gefragt und nun ist er tot. Selbstmord. Sagen die Kollegen. Sagt die Polizei. Kann Michael aber nicht glauben. Irgendwas stimmt da nicht und auch der Abschiedsbrief, der nachträglich gefunden wird, lässt seine Zweifel nicht verschwinden, im Gegenteil. Über mehr als 400 Seiten darf man Michael bei seiner Suche nach der Wahrheit begleiten, eingebettet in den puren Theateralltag mit all seinen Intrigen, Abläufen, Routinen und Menschen. Menschen gibt es viele in dem Buch, es ist nicht einfach, sie alle auseinander zu halten, zumal man ja, wie Michael, ständig auf der Hut ist, ob sich nicht hinter diesem und jenem doch der Täter verbergen könnte. Das ist das kleine Manko an dem Buch, eine Personenübersicht hätte ihm gut getan. Sonst gibt es nicht zu meckern, der Schreibstil ist angenehm und wer die "ruhige" Spannung mag und einmal in die Theaterwelt eintauchen will, dem sei dieses Buch empfohlen. Zum Schluss gibt es auch einen richtig turbulenten Abschluss, den man vorher nicht erwartet hätte. Man darf auf weitere Krimis aus der Feder des Autors gespannt sein.

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  • Viel Theater jedoch nur einen Tod.

    Theatertod
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2014 um 15:47

    Klappentext: Im Kölner Schauspielhaus geht Regieassistent Michael im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit nach. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Schauspieler daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Hartnäckig beginnt er, buchstäblich „hinter den Kulissen“ nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt erschreckende Machenschaften auf.                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Meine Meinung: So, nun bin auch ich fertig. Erstmal danke ich für diese nette Leserunde (obwohl ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz teilnehmen konnte - sorry, und dem Leseexemplar.  Mir hat dieses Buch gut gefallen jedoch , wie meine Vorredner schon sagten, war in diesem Buch wirklich viiiel Theater.. Teils fande ich es gut, weil man Einblicke bekam , wie das Theaterleben so ist , teils war es mir auch zuviel.. Zu den Charakteren muss ich sagen, dass der Fleischer echt ziemlich schlimm rüberkommt..Jedoch fande ich es klar das er es nicht ist. Komischerweise habe ich die ganze Zeit auf Sonja getippt. Ich weiß nicht wieso , jedoch immer dieses '' Geh doch zur Polizei und ermittel nicht selbst''.. Ich weiß es auch nicht. Am Ende war dann gute Spannung vorhanden , als dann raus war, dass es XXX war. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen jedoch wie schon gesagt ein Tick zuviel Theater. Der Autor schreibt gut und sein Schreibstil gefällt mir. Es ist sein Debütroman. Seine nächsten Bücher ? Wenn es nicht noch ein Theaterbuch wird , werde ich es lesen ! 4 Sterne von mir.

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  • Theater, Theater ...Ein Blick hinter die Kulissen mit tödlichem Ausgang

    Theatertod
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    04. January 2014 um 23:00

    Theatertod Zum Inhalt : Im Kölner Schauspielhaus geht Regieassistent Michael im Schatten des Rampenlichts seiner eher unspektakulären Arbeit nach. Doch dann wird ein Kollege tot aufgefunden. Selbstmord. Zumindest wollen Polizei, Theaterleitung und Schauspieler daran glauben. Nur Michael ist von tiefem Misstrauen erfüllt. Hartnäckig beginnt er, buchstäblich „hinter den Kulissen“ nachzuforschen. Dabei kratzt er an kleinen und großen Egos und deckt erschreckende Machenschaften auf ... (aus dem Klappentext) Der Autor: Thomas Schrage ist als Schauspieler und Regisseur in der freien Theaterszene zuhause und hat als Regieassistent an mehreren städtischen Bühnen gearbeitet, kennt sich in der Theaterszene bestens aus. Theatertod ist sein Debütroman. Mein Leseeindruck: Sehr beeindruckend authentisch beschrieben ist die Arbeits- und Konkurrenzsituation am Theater, man merkt wirklich, dass der Autor vom Fach ist. Sprachlich hat mir der Roman auch gut gefallen, die Personen sind gut charakterisiert mit ihren Ecken und Kanten und all ihren Fehlern und Unsicherheiten. Der Kriminalfall jedoch ist ein wenig im Hintergrund, bzw. ich habe an manchen Stellen die Spannung etwas vermisst. Michael fragt viel herum, unter anderem bei den Eltern des Opfers, was ein wenig peinlich wirkt und zu keinem Ergebnis führt.Die Ermittlung gestaltet sich ein wenig laienhaft (was Michael ja auch ist) und der Leser kann nicht wirklich miträtseln. Der Blick hinter die Kulissen des Schauspielhauses war für mich dennoch sehr interessant und unterhaltsam und ist für mich mit 4 Lesesternen durchaus empfehlenswert.

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  • Hinter den Kulissen...

    Theatertod
    WortGestalt

    WortGestalt

    02. January 2014 um 15:45

    In seinem Debüt-Krimi "Theatertod" lässt Thomas Schrage seine Leser tief eintauchen in die Theaterwelt der deutschen Schauspielhäuser. In Köln holt er die Bretter, die für manch einen die Welt, zurück in die Realität und zeichnet ein ungeschöntes Bild von Machtspielereien, Geltungswahn und Ausbeutung unter dem Deckmantel der Kunst. Die Geschichte spielt am Schauspielhaus in Köln, Protagonist Michael ist dort Regieassistent und hastet tagein, tagaus durch die endlosen Gänge des altes Theatergebäudes, stets bemüht, es allen, insbesondere dem Regisseur, recht zu machen. Der Regisseur ist dabei ein wahres Herzchen, gelingt es dem Autor doch hervorragend, hier eine Figur zu zeichnen, die kaum weniger Sympathien einstreichen könnte und enorm polarisiert. Mit geradezu diktatorischer Strenge treibt dieser das gesamte Team um Schaupspieler, Bühnenmitarbeiter und Assistenten an und sorgt so für ein Arbeitsklima, das sich wie eine Schlinge fest um die Mitarbeiter legt und mit jedem Befreiungsversuch nur noch enger und enger zuzieht. Und dann gibt es auch bald den ersten Toten. Ein Mitglied des Ensembles stürzt zu Tode. Selbstmord? Bei dem Regisseur wäre das kein Wunder! Unfall? Oder gar Mord? Regieassistent Michael will der ganzen Sache auf den Grund gehen und beginnt, sich durch das Schauspielhaus zu fragen. An seine Seite gestellt wird ihm Sonja, eine Hospitantin, die dem unerfahrenen Jung-Ermittler die Stimme der Vernunft ersetzt und die Detektivspiele immer wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Belohnt wird man am Ende mit einem bühnenreif inszenierten Finale. Alles in allem sind hier der Auftakt und das Ende sehr gut gelungen, der Schreibstil lässt sich flüssig verfolgen und ist mit ein paar Ecken und Kanten eigenständig und nicht zu glattgebügelt. Lediglich im Mittelteil gerät die Handlung ein wenig ins Stolpern. Denn Michael verstrickt sich in ein recht zielloses und scheinbar unkoordiniertes Herumfragen unter sämtlichen "Dramatis Personae", sodass mir mit der Zeit der Überblick fehlte, welche Figur mit welcher Meinung zu Tage trat. So bleibt während der etwas lang geratenen Fragerei die Spannung auf der Strecke, fast ereignislos ziehen die vielen Gespräche an einem vorüber und werden durch keine prägnanten Ereignisse voneinander separiert. Deshalb wurde dieser Teil von mir auch weniger als eine Ermittlung wahrgenommen, mehr als ein nicht besonders subtiles Ausfragen und Löchern der Kollegen. Dem geht Michael dafür mit einem sympathisch-naiven Ehrgeiz nach. Da dies aber für den Protagonisten der erste Auftritt war, wirkt das Gesamtbild wieder stimmig, denn schließlich haben wir es hier nicht mit einem Profi-Ermittler zu tun. Mit einem Theater-Profi dafür allemal. Die Eindrücke, die der Leser in diesem Buch vom Theateralltag gewinnen kann, sind zwar alles andere als rosig, erwecken aber den Eindruck, authentisch und realitätsnah geschildert zu sein. Ein Blick in die Biografie des Autors bestätigt, dass der Leser hier kein Laienstück vorgetragen bekommt, Thomas Schrage war selbst viele Jahre an diversen Schauspielhäusern als Regieassistent tätig. Und so habe ich bei "Theatertod" vor allem den Einblicke in die Theaterarbeit genossen, die Abläufe hinter der Bühne und das Zusammenwirken der vielen Beteiligten an einem Stück. Dieses Buch bietet eine spannende Einsicht in den Mikrokosmos eines Theaters. Bewertung: 3 durchweg positive Sterne Rezension auch auf: http://wortgestalt-buchblog.blogspot.com

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  • Theaterwelt hinter den Kulissen

    Theatertod
    Goch9

    Goch9

    31. December 2013 um 17:14

    Regieassistent Michael fühlt sich sehr unwohl, muss er doch vor Publikum auf der Bühne eine Bekanntmachung vortragen, ausgerechnet er, der lieber im Hintergrund arbeitet. Als er sich endlich nach einem frustreichen und hektischen Arbeitstag nach Hause begibt und abschalten will, kommt er nicht zur Ruhe. Peter, ein Schauspieler, der ständig von Regisseur Theo Fleischer gemobbt wird, erwartet Michael vor der Wohnungstür und sucht jemanden zum Reden. Unwillig bittet Michael Peter in die Wohnung und versucht ihn so schnell wie möglich wieder los zu werden. Am nächsten Tag schämt er sich für seine Ungeduld und sucht Kontakt zu Peter, aber dafür ist es schon zu spät. Nach Feierabend entdeckt er Peters Leiche auf der Bühne. Peter ist in selbstmörderischer Absicht vom Schnürboden gesprungen oder aber er wurde gestürzt. Die Polizei wie auch die Schauspielkollegen vermuten Selbstmord. Michael glaubt nicht daran, aber wie kann er das beweisen? Thomas Schrage hat einen richtig spannenden und unterhaltsamen Krimi geschrieben, einen Regionalkrimi in zweifacher Hinsicht. Einerseits ist da die Stadt Köln - gut beschrieben kann man Michael auf seinen Wegen durch Köln begleiten. Andererseits erleben wir die Welt des Stadttheaters - Thomas Schrage gewehrt uns einen tiefen Blick hinter die Kulissen des Theaters. Wir erleben wie ein heilloses Intrigengeflecht von der Intendantenseite, zwischen Schauspielern und Intendanz und innerhalb des Schauspiel-Ensembles gesponnen wird. Es geht mächtig zur Sache und jeder ist sich selbst der Nächste. Erstaunlich, dass daraus noch eine passable Aufführung entsteht. Michael, der sich berufen fühlt, das Rätsel um Peters Tod zu lösen, ist vollkommen überfordert, aber er wächst an seinen Aufgaben. Gegen Ende des Krimis möchte man Michael am liebsten weiter begleiten. Der Leser lernt nicht nur die Besonderheiten der Schauspieler und Regisseure hinter den Kulissen kennen. Wir erfahren auch wie viele Berufssparten und Mitarbeiter in einem Schauspielhaus benötigt werden und wie unterschiedlich sie sich in einer Produktion einbringen. Insbesondere die Einwürfe und Anekdoten der Requisiteure Simon und Frank haben die spannende Handlung aufgelockert. Alles in Allem war dieser Krimi eine runde Sache und ich würde gerne mehr von Thomas Schrage lesen.

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  • Ein Dramatiker stirbt nicht einmal, sondern mehrmals..

    Theatertod
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    31. December 2013 um 16:38

    .. umgebracht von den Regisseuren seiner Stücke. (August Bebel) Im Kölner Schauspielhaus stürzt ein Schauspieler vom Schnürboden. Alle - seine Kollegen, die Polizei - tippen auf Selbstmord, hatte er es doch im Moment nicht leicht. Schließlich wurde er vom Regisseur fertig gemacht, hatte niemanden zum Reden und trank in letzter Zeit recht viel. Nur Michael, der Regieassistent, glaubt, dass noch jemand seine Finger im Spiel hatte. Er will die Selbstmordthese nicht akzeptieren - liegt er richtig mit seiner Vermutung, oder sind es doch nur die Schuldgefühle, die ihn plagen, weil er den bedrückten Schauspieler am Abend vor seinem Tod vor die Tür gesetzt hat..? Thomas Schrage - selbst seit langer Zeit am Theater - schafft einen authentischen und, für einen Laien wie mich, sehr überraschenden Einblick hinter die Kulissen der Theaterwelt. Niemals hätte ich erwartet, mit wie viel Ellenbogen hinter den Kulissen gekämpft wird und welch niedere Beweggründe hier manchmal vorherrschen. Ich habe diesen Einblick sehr genossen, er ist informativ und unterhaltsam zugleich und gibt diesem Krimi einen besonderen Touch. Der Autor hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil, die Kapitelaufteilungen haben es mir in diesem Buch besonders angetan. Sie sind nach Tagen aufgeteilt und innerhalb dieser Tage nach - teilweise für das Theater wichtigen - Tagesabschnitten. ("Vormittagsprobe") Der Protagonist Michael war mir von Anfang an sympathisch - als Ermittler ist er zwar völlig ungeeignet, die Wandlung, die er im Laufe des Romans erlebt, ist dafür umso spannender. Man hat als Leser das Gefühl, dass er ein wenig zu sich selbst findet - wach gerüttelt wird und am Ende vielleicht sogar endlich weiß, was er will. Mit den Namen und Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Die Namen sind sich teilweise sehr ähnlich, man erfährt zwar über die Persönlichkeit der Handelnden einiges, aber nichts, was man später, im Laufe der Handlung, klar zuordnen könnte. Ich musste also des Öfteren zurück blättern, um nicht den Überblick zu verlieren. Abzug gebe ich hierfür aber keinen - das liegt sicherlich auch zum Teil an mir selbst und an meinem Lesetempo. Ein Sternchen Abzug hingegen gibt es für die paar Seiten zu viel - gegen Ende ließ die Spannung ein wenig nach, die Luft war etwas raus. Man wollte wissen, was denn nun gespielt wird und wollte endlich zum Finale übergehen, darauf lies der Autor den Leser aber noch einige Seiten warten. Alles in allem ein gelungener - und auch informativer - Regionalkrimi, den ich durchaus weiter empfehlen kann.  

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  • Kriminalroman aus dem Theatermilieu

    Theatertod
    PMelittaM

    PMelittaM

    31. December 2013 um 14:59

    Im Kölner Schauspielhaus stürzt ein Schauspieler vom Schnürboden in den Tod. Für die Polizei sieht es nach Selbstmord aus, doch der Regieassistent Michael glaubt, dass da jemand seine Hand mit ihm Spiel hatte … Als Kölnerin lese ich gerne Romane, die in Köln spielen, zumindest, wenn Köln dort auch tatsächlich eine Rolle spielt, so wie es hier der Fall ist. Wenn Michael in der Stadt unterwegs ist, weiß ich immer genau, wo er gerade ist und sehe die Örtlichkeiten vor mir. Das gefällt mir gut. Allerdings ist der Hauptschauplatz das Kölner Schauspielhaus. Auch das gefällt mir. Bisher kenne ich es nur als Theaterbesucherin, hier kann ich einen Blick hinter die Kulissen werfen, bin mit Michael Backstage unterwegs und lerne eine Menge über die Arbeit am Theater und darüber, wer so alles an einem Theaterstück beteiligt ist und erfahre, wie sich ein Tag am Theater gestaltet. Der Autor arbeitet selbst am Theater und kennt auch das Kölner Schauspielhaus aus eigener Erfahrung, so dass ich das Gefühl habe, einen authentischen Einblick zu erhalten. Der Roman ist aufgeteilt in einzelne Tage und diese wiederum in Tagesabschnitte, die zum Teil theaterrelavant sind wie z. B. „Vormittagsprobe“, den einzelnen Tagen sind Zitate des Theaterstückes, das gerade erarbeitet wird, vorangestellt, die zum Geschehen passen, hier hat mir vor allem das des letzten Tages sehr gut gefallen. Michael eignet sich als Ermittler nur bedingt. Er hat eigentlich viel zu wenig Zeit dazu und ist außerdem oft etwas unentschlossen. Leider gibt der Autor dem Lesenden keine Anhaltspunkte, die es möglich machen, selbst mitzurätseln, mir erschließt sich weder ein Motiv noch habe ich die Chance, durch Mitdenken auf den tatsächlichen Hergang zu kommen. Am Schluss wird dann zwar niemand aus dem Hut gezaubert, die Auflösung ist nicht unlogisch, aber ich hätte gerne die Möglichkeit gehabt, selbst darauf zu kommen. An einem Theater arbeiten viele Menschen, eine Menge davon sind Schauspieler – und so hat auch dieser Roman ein großes Ensemble zu bieten. Leider verliert man in der Menge der Charaktere schnell den Überblick, zumal meist eine knackige Charakterisierung fehlt bzw. sehr schnell vom Autor erwartet wird, dass man Personen an Hand des Namens zuordnen kann. Da viele Namen ähnlich sind, z. B. viele Frauennamen mit dem Buchstaben S anfangen und es sowohl einen Tim als auch einen Thomas gibt, ist das aber nur schwer möglich (und auch das hindert einen daran, selbst miträtseln zu können). Schön wäre ein Personenregister gewesen, auf das man hätte zurückgreifen können, so bleibt einem nur das Zurückblättern, das ich persönlich gar nicht mag. Das größte Manko des Romans ist allerdings, dass er einige Seiten zu lang ist. Im letzten Drittel ist die Luft heraus und ich will eigentlich nur noch endlich wissen, was tatsächlich passiert ist. Leider zieht sich die Handlung aber noch weiter und weiter, und als sich die Auflösung endlich darbietet, gibt es noch eine (ziemlich unnütze) Verfolgungsjagd. Insgesamt ein nicht uninteressanter Roman, der einem das Geschehen in einem Theater unterhaltsam nahe bringt, der als Kriminalroman aber deutliche Längen hat. Und so gerne ich ihn am Anfang gelesen habe, da das Ende sich wie Gummi zog und mir zudem keine echte Chance geboten wurde, mitzurätseln, gibt es nur durchschnittliche 3 Sterne.

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  • Regionalkrimi aus dem Theatermilieu

    Theatertod
    Zauberberggast

    Zauberberggast

    30. December 2013 um 22:55

    Es gibt kaum einen professionellen Mikrokosmos, in dem die beruflich agierenden mehr mit Konkurrenzdenken und permanenter Ellenbogenmentalität konfrontiert sind als den des - staatlich subventionierten - Theaters. Man muss, vor allem als Schauspieler nicht nur mit dem essentiell zum   Berufsbild gehörenden Profil der eigenen Persönlichkeitsspaltung zurechtkommen, man muss auch ständig für die neue Rolle kämpfen und sich in dieser dann profilieren - man muss dem Regisseur und den Kollegen mit jeder Vorstellung erneut beweisen, dass man die einzig richtige Wahl war. Natürlich sind diese von ständigem Druck belasteten auch gleichzeitig meist in dem für sie befriedigendsten Beruf gelandet - Theatermacher & Schauspieler, das sind keine Jobs sondern Berufungen, die für diese Menschen meist einzig vorstellbare Tätigkeit. Thomas Schrage, selbst langjähriger Theatermensch und Regieassistent, hat aus dem Themenbereich Druck und Mobbing am Theater einen intelligenten Regionalkrimi gemacht, der an - einem natürlich vom Personal her fiktiven - Kölner Stadttheater spielt. Eine neue Produktion, Kleists "Amphytrion", soll auf die Beine gestellt werden, bei der der allgemein verhasste, zu cholerischen Ausbrüchen und allgemeinem kapriziösen Verhalten neigende Schauspieldirektor Theo Fleischer Regie führt. Michael ist der Protagonist des Krimis (dessen immer mal wieder eingestreute Gedankenfetzen eine besondere Unmittelbarkeit erzeugen), ein junger Regieassisent, der in diesem Job, den er als Trittbrett zum eigentlichen Beruf des Regisseurs durchlaufen muss, vor sich hin dümpelt. Als "Mädchen für alles" einer Theaterproduktion müssen Regieassistenten ihre Augen und Ohren und natürlich auch Gedanken und Hände überall haben. Als der Schauspieler Peter Michael eines Abends sein Leid klagen will - er leidet unter Fleischer und dessen Anforderungen an ihn - ist der müde Assistent nur daran interessiert ins Bett zu kommen. Eine Sache, die er später bereuen wird... Als die junge Studentin Sonja als Hospitantin wiederum die Assistentin von Michael wird kommt eine Person von außen dazu. Sie wird mit voller Wucht in den Theaterbetrieb integriert und muss erkennen, dass die Welt des Theaters eine ganz eigene, abgeschlossene und oft mit eigenen Gesetzen agierende ist. Vor diesem Hintergrund spielt sich nicht nur die Tragödie "Amphitryon" ab, sondern auch die eines verzweifelten Kollegen, der von Michael tot aufgefunden wird. Verdächtige gibt es genug, aber war es überhaupt Freundverschulden? Michael recherchiert - mit Hilfe von Sonja - und muss immer tiefer in die charakterlichen und menschlichen Abgründe seiner Kollegen blicken - jeder gegen jeden oder einfach nur: Kriegsschauplatz Theater? Weil ich selber schon mal Hospitantin an einem städtischen Theater war und das Theater in all seinen Facetten liebe, war ich natürlich umso gespannter auf diesen Regionalkrimi aus dem Theatermilieu. Ich muss sagen: er hat meine Erwartungen definitiv erfüllt, ich bin äußerst positiv überrascht von Plotführung, Personentableau und dem atmosphärisch dichten Setting. Auch wenn sich alles sehr auf die Perspektive von Michael konzentriert kommen die anderen Personen und die Krimihandlung niemals zu kurz. Vom Timing war ich besonders entzückt, man hat das Gefühl dass man als Leser die Proben zeitnah miterlebt und dass wie in der griechischen Tragödie eine Einheit von Zeit, Ort und Handlung vorliegt. Der Autor hat sich in jedem Fall über die Konvergenz von Form und Inhalt Gedanken gemacht, was ich absolut toll finde. Eine runde Sache und gleichzeitig ein spannender Krimi, dem man jedem Krimi- und Theaterliebhaber absolut empfehlen kann. 

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  • "Wieso Selbstmord? Was macht alle so sicher?" S.111

    Theatertod
    YvonneKaeding

    YvonneKaeding

    21. December 2013 um 13:12

    Ein anstrengender und turbulenter Tag liegt hinter Michael, Regieassistent am Kölner Schauspielhaus. Endlich kann er nach Hause, schlafen, da findet er im Hinausgehen die Leiche des jungen Schauspieler Peter mitten auf der Bühne. Selbstmord? Unfall? Mord? Alles deutet auf Selbstmord hin, alle um Michael glauben an Selbstmord, nur ihn treibt das Gefühl um, da stimmt was nicht. Peter war ein Kämpfertyp mit Höhenangst. Zwei gute Gründe die dagegensprechen, dass er sich aus der Höhe in den Tod stürzte. Michael beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, und da er darin nicht besonders geübt ist, sind Fehlschläge vorprogrammiert. Geglaubte Hinweise entpuppen sich als nichtig, seine Fragen sind den Kollegen einfach nur lästig, Verdächtige haben ein Alibi. Immer wieder glaubt Michael sich in einer Sackgasse, aber das "Gefühl" lässt ihn nicht aufgeben. Intrigen, Egoismus, Ellenbogen prägen das Klima um Michael herum, was er rechts und links des Weges aufdeckt, stellt sein Verständnis von Theater gründlich auf den Kopf. Der Roman bietet einen guten Einblick in das Leben und Arbeiten im Theater, in Abläufe und Alltag jenseits des Zuschauerraumes. Die Zustände und Personen stellen sich für mich sehr zugespitzt dar, aber spannend ist es allemal. Durch Michaels, zum Teil doch konfuses Handeln, wird die Spannung über den Roman gehalten, Langatmigkeit kam bei mir nicht auf; nur ab und an der Gedanke - ja dann mach doch auch endlich. Potential hat der Roman für mein Empfinden noch in der Figurenzeichnung. Die sind größtenteils recht schwarz oder weiß / gut oder böse angelegt und im Stil, wobei mich hier vor allem der Erzähler mit seinen Wertungen, Wiederholungen und Erklärungen störte. Daher mochte ich vor allem die Szenen, in denen der Autor ihn zurücknahm und ich den Figuren einfach nur zuschauen konnte. Davon sehr, sehr gerne mehr. Allgemein lässt sich aber sagen, dass man durch den Roman flüssig durchkommt. Eine Leseempfehlung für Alle, die gerne einen Blick hinter den Vorhang werfen möchten, die Spannung mögen und sich weniger an Füllwörtern und gewählter Erzählstimme stören. Ich bin da unglaublich pingelig, also für viele wahrscheinlich überhaupt kein Problem.

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  • Was für ein Theater...

    Theatertod
    TochterAlice

    TochterAlice

    21. December 2013 um 06:45

    ein ziemlich marodes, nämlich das Schauspielhaus Köln, ist der Dreh- und Angelpunkt dieses Romans. Dass es der Handlungort ist, wäre falsch ausgedrückt: nein, die Kölner Bühne ist der Dreh- und Angelpunkt dieses ganz im klassischen Whodunnit-Stil gehaltenen Krimis. Zu den Ereignissen: Peter, ein junger, vom Regisseur gequälter Schauspieler, dessen Leistungen sehr umstritten sind und der somit unter starkem Druck steht, stirbt unter merkwürdigen Umständen. Regieassistent Michael, selbst - obwohl durchaus begabt und auch beliebt - nicht gerade in der besten Position, beginnt zu ermitteln und gerät dadurch ins Kreuzfeuer der Ereignisse und vor allem der Fronten. Ein manipulativer,gieriger intendant, ein erbarmungsloser, dabei unfähiger Regisseur,  unterschiedlich ehrgeizige Schauspieler mit verschiedensten Interessen, Prioritäten und Bedürfnissen, ein mit Michael konkurrierender Regieassistent... und dann kommt ihm auch noch die Liebe in die Quere - und das nicht zu knapp! Sie finden, das ist alles ein wenig zu viel des Guten? Da bin ich ganz Ihrer Meinung, zumal die Figuren nicht gerade sonderlich vielschichtig dargestellt wird, aber aufgrund der tollen, atmosphärischen Darstellung des Theatermilieus und vor allem des Kölner Schauspielhauses bin ich bereit, nicht nur ein Auge zuzudrücken. Eine etwas umständliche Darstellung mit zahlreichen klassischen Krimielementen, die vor allem die Liebhaber alter englischer Krimis interessieren bzw. gar begeistern könnten. Die Auflösung gestaltet sich auch ein wenig komplex, überrascht aber durchaus. Auf jeden Fall ein passendes Geschenk für Theaterliebhaber, vor allem die aus dem Kölner Raum.

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  • Ein Theater Krimi aus Köln

    Theatertod
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    19. December 2013 um 12:40

    Zum Inhalt: Michael, Regieassistent am Kölner Schauspielhaus erhält abends Besuch von seinem Freund Peter. Peter, Schauspieler, beklagt sich über den Schauspieldirektor, der ihn ständig erniedrigt und mobbt. Michael redet Peter gut zu. Am nächsten Tag wird Peter während einer Probe wieder schikaniert. Er soll trotz Höhenangst von einer 22m hohen Leiter proben. Peter bricht zusammen und wird nach Hause geschickt. Auch zur nachmittäglichen Probe soll Peter nicht kommen. Abends als bereits die Schauspieler das Theater verlassen haben und Michael sich auf seinem allabendlichen Rundgang befindet, stößt er auf einen Toten - Peter. Laut den ersten Untersuchungen des Arztes: Tod durch Herabstürzen aus großer Höhe. Was war passiert? Selbstmord, Unfall oder Mord?   Meine Meinung: Der Autor, selbst Schauspieler und Regisseur, bringt dem Leser auf 437 Seiten das Theaterleben an einem Schauspielhaus näher. Leider hat der Autor meiner Meinung nach, dem Krimi etwas zu viel Theatergeschehen eingehaucht, so dass die Story darunter leidet, weil zuviel Wert auf das Randgeschehen im oder um das Theater gelegt wurde.  Die lockere Sprache lässt den regionalen Krimi leicht lesen. Jedoch fehlte mir an einigen Stellen der Spannungsbogen. Zuviel Gerede um das Theater, zuwenig Ermittlung. Für mich leider nur ein mittelmäßiger Krimi.  

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  • Tod am Theater - Schauspielhaus Köln backstage

    Theatertod
    wunderbar79

    wunderbar79

    19. December 2013 um 11:31

    Mitten in die Proben zu Kleists "Amphitryon" am Schauspielhaus Köln fällt im wahrsten Sinne des Wortes der Selbstmord eines Schauspielers, doch so eindeutig scheint der Fall nicht zu sein. Michael, junger, sympathischer Regieassistent - stets fleißig und dienstbeflissen - wird unfreiwillig zum Ermittler und gerät zusenden in Bedrängnis, ein Komplott ist im Gange, Gefahren lauern auf der Hinterbühne. Kann der selbsternannte Kriminalist das Netz aus Intrigen entwirren und wird der Vorhang wieder aufgehen? Mit rasendem Tempo eilt das Theaterpersonal mit dem Leser durch die Gänge des Schauspielhauses, umkreist verschwörerisch das Ensemble und wagt sich spektakulär in die Höhen des Schnürbodens. Der Ausflug auf die Bretter, die die Welt bedeuten ist lohnenswert. Kurzweilig und immer menschelnd geht es in diesem Kulturkrimi zu, eine feine Prise Theateralltag und den Zauber der täglichen Inszenierung gibt es obendrein. Gelungener Erstling, lesenswert!

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    Theatertod
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    18. December 2013 um 21:52

    *INHALT* Michael ist Regieassistent am Kölner Theater und völlig fertig vom Tag - eigentlich will er nur noch schlafen, als der Schauspieler Peter vor seiner Tür steht und dringenden Redebedarf hat. Michael setzt ihn eher unsanft vor die Tür - und stolpert nur wenige Stunden später über Peters Leiche. Es sieht alles nach einem Selbstmord aus, vor allem, als wenig später auch noch ein Zettel gefunden wird, auf dem wenige Abschiedsworte stehen. Doch etwas in Michael weigert sich, an einen Suizid zu glauben. Weshalb sollte Peter, der Höhenangst hatte, allein in den Schnürboden gehen, um sich von dort runter zu stürzen? Und wo ist sein Handy, das er kurz vor seinem Tod noch bei sich gehabt haben musste? Da auch die Polizei kaum Anstalten macht, einen Unfall oder gar Mord in Betracht zu ziehen, beschließt Michael, auf eigene Faust zu ermitteln. Und steckt bald tiefer in den Intrigen und Machenschaften im Theater, als ihm lieb ist ... *MEINE MEINUNG* Zugegeben - Michael als Hauptfigur ist mir manchmal ein wenig auf die Nerven gegangen. Er ist stellenweise sehr unbedarft und planlos, er stochert mal hier und mal da, in der Hoffnung, dass sich jemand verplappert oder er etwas aufschnappt, das ihn weiter bringt. Und so ziehen sich die Nachforschungen manchmal seitenweise, ohne dass er wirklich etwas heraus bekommt. Dabei lässt er sich auch einige Chancen entgehen, die ich als geübe Krimi-Leserin sofort entdeckt habe. Doch Michael ist kein Polizist, kein Privatdetektiv und auch kein eifriger Hobby-Ermittler. Er ist einfach nur jemand, der als einziger nicht an den Selbstmord seines Kollegen glaubt und versucht, das irgendwie zu beweisen. Und als solcher ist er sogar sehr sympathisch. Ein wenig schüchtern und zurückhaltend, und auch seine Selbstsicherheit könnte ausgeprägter sein - doch man merkt, dass sich der Autor sehr viel Mühe beim Zeichnen des Protagonisten gegeben hat und auch sehr viel Liebe zum Detail beweist. Die Szenerie bevölkern sehr viele Nebenpersonen; angefangen vom Intendanten, über Regisseure und Schauspieler bis hin zu Tontechnikern sind viele Berufsgruppen dabei und werden auch mit ihrer Arbeit ein wenig vorgestellt. Dadurch erhält der Leser einen tollen Einblick hinter die Kulissen eines Stadttheaters und einen Überblick, wie da ein "normaler" Tagesablauf aussieht beziehungsweise was alles dazu gehört, dass ein Stück aufgeführt werden kann. Der Schreibstil ist toll - ich habe anfangs ein wenig gebraucht, um mich einzulesen und fand ihn stellenweise nicht zu 100 Prozent rund; doch das mag daran liegen, dass Thomas Schrage oft zu Vokabular greift, das ich eher in der Umgangssprache ansiedeln würde. Auch viele eher "regionale" Worte fanden ihren Weg ins Buch - und sie waren mir nicht immer geläufig, doch durch den Kontext selbsterklärend. Außerdem trägt das zum Charme der Geschichte bei und macht sie einzigartig. Fazit: Weil mich manchmal die stagnierenden Ermittlungen etwas genervt haben und hier und da ein paar kleine Details nicht ganz rund waren, ziehe ich einen Stern ab, doch ich kann dieses tolle Debüt jedem empfehlen, der Regionalkrimis mag und / oder gerne etwas über den Alltag am Theater erfahren würde.

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