Thomas Schubert

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Thomas SchubertDas Vermächtnis der Meister
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Das Vermächtnis der Meister
Das Vermächtnis der Meister
 (1)
Erschienen am 08.04.2016
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Erschienen am 31.01.2014

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Rezension zu "Das Vermächtnis der Meister" von Thomas Schubert

Zäh und voller Fehler
Aglayavor 2 Jahren

Ein Geschichtsprofessor, einer seiner Studenten und seine Tochter machen sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Schwert Balmung.

 

Der Autor Thomas Schubert scheint ein Fan von Indiana Jones zu sein, jedenfalls erwähnt er fiktiven Archäologen mehrfach. Auch die Handlung dieses Buches, insbesondere der Schluss, erinnerte mich etwas an den vierten Film der Indy-Reihe, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, und das meine ich nicht wirklich positiv. Während „Das Vermächtnis der Meister“ eher wie ein Krimi beginnt, driftet der Schluss völlig ins Fantastische ab, ohne damit überzeugen zu können.Der Klappentext offenbart da zudem schon viel zu viel, was im Buch erst kurz vor schluss thematisiert wird, wird bereits im zweiten Satz erwähnt...

Leider kam ich mit dem Schreibstil des Autors Thomas Schubert überhaupt nicht zurecht. Thomas Schubert schreibt eher zäh, trocken und unnötig umständlich. Immer wieder wird endlos aufgezählt, woraus das Frühstück nun genau besteht, welche Autobahn nach wo genommen wird (und mit welchem Tempo) und weitere Details, die mich erstens während der Lektüre nicht besonders interessierten und zweitens auch die Handlung nicht voranbringen. Zudem werden manche Dinge immer und immer wieder hervorgeholt, wie etwa Markus‘ Nebenjob in der Studentenkneipe „Wilhelm“. Man muss mir nicht drei-, viermal erklären, dass er dort arbeitet um seine Finanzen aufzubessern, ich habe das schon beim ersten Mal verstanden. Auch die begeisterte Nutzung von Ausrufezeichen hat mich genervt. Ausserdem sind mir sehr viele kleine Detailfehler aufgefallen, die die meisten Leser wohl gar nicht bemerkt haben, mich dann aber in der Häufung doch recht gestört haben. So liegen beispielsweise nach Ansicht des Autors zwischen 500 vor Christus und Leonardo da Vinci (1452-1519) lediglich rund 1000 Jahre, kurz nach Null Uhr (wobei ich da schon die Zeitangabe schon seltsam finde) ist Mitternacht schon lange vorbei und zwischen 6.06 und 8.20 liegen eineinhalb Stunden. Als Schweizerin habe ich bei den in St. Gallen spielenden Szenen natürlich besonders auf die Detailtreue geachtet und wurde auch dort enttäuscht. Bei knapp 700 müM mitten in der immerhin achtgrössten Stadt der Schweiz von „gesunder Höhenluft“ zu sprechen ist doch sehr… optimistisch. Auch dass der Autor Frau Schmieder mit dem Auto vom Kloster in die Innenstadt fahren (das Kloster liegt mitten in der Innenstadt) und eine Schweizer Zeitung die Abkürzung „SF“ für Schweizer Franken benutzen lässt (diese Abkürzung gibt es nicht, unsere Währung wird mit Fr., bisweilen auch SFr. oder CHF abgekürzt), zeugt nicht gerade von lokalen Kenntnissen. Dazu kommen noch ohne erkennbares Schema eingestreute Sätze im Präsens, obschon die Geschichte grundsätzlich im Präteritum erzählt wird. Jeder dieser Fehler alleine wäre nicht der Rede wert gewesen, doch wenn auf jeder zweiten Seite eine kleine Stelle auftaucht, die nicht stimmt, dann trübt dies das Gesamtbild doch recht stark.

Hingegen waren mir die Protagonisten durchaus sympathisch, sodass das Buch kein kompletter Reinfall war, obschon ich es niemandem mit gutem Gewissen weiterempfehlen möchte.

 

Mein Fazit

Zäh und voller Fehler – leider keine Leseempfehlung.

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