Thomas Schultz

Neue Bücher

Cover des Buches Über die Schönheit der Seele (ISBN: 9783406742293)

Über die Schönheit der Seele

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Neu erschienen am 06.10.2022 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Thomas Schultz

Cover des Buches Der gefangene König (ISBN: 9783406766657)

Der gefangene König

 (5)
Erschienen am 27.01.2021
Cover des Buches Das Lachen der Wale (ISBN: 9783406689574)

Das Lachen der Wale

 (3)
Erschienen am 09.03.2016
Cover des Buches Der Infant von Parma (ISBN: 9783406627286)

Der Infant von Parma

 (2)
Erschienen am 02.12.2011
Cover des Buches Die toxische Macht der Narzissten (ISBN: 9783406750076)

Die toxische Macht der Narzissten

 (2)
Erschienen am 28.01.2022
Cover des Buches Das goldene Rhinozeros (ISBN: 9783406713798)

Das goldene Rhinozeros

 (2)
Erschienen am 29.08.2017
Cover des Buches Die Autobiographie des Fidel Castro (ISBN: 9783423344951)

Die Autobiographie des Fidel Castro

 (1)
Erschienen am 23.04.2008
Cover des Buches Über die Schönheit der Seele (ISBN: 9783406742293)

Über die Schönheit der Seele

 (1)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Lob der Homosexualität (ISBN: 9783406736681)

Lob der Homosexualität

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Erschienen am 14.02.2019

Neue Rezensionen zu Thomas Schultz

Cover des Buches Der gefangene König (ISBN: 9783406766657)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der gefangene König" von François Garde

„Soldaten, zielt auf das Herz, schont das Gesicht!“
Bellis-Perennisvor einem Jahr

„Los! Mit weniger als dreißig Mann kann man ein Königreich erobern“ 

Während es über Napoleon Bonaparte Dutzende Biografien und Romane gibt, sind Bücher über seine Generäle Mangelware. Diese Romanbiografie beschäftigt sich mit dem wohl schillerndsten aller seiner Gefolgsleute: Joachim Murat (1767-1815), Maréchal d’Empire (ab 1804), französischer Prinz (ab 1805), von 1806 bis 1808 als Joachim I. Großherzog von Berg, von 1808 bis 1815 ebenfalls als Joachim I. (italienisch: Gioacchino I) König von Neapel. 

Wir begegnen dem König von Neapel in den wohl bittersten Wochen seines Lebens: gefangen in der Festung Pizzo, sein Todesurteil erwartend, lässt der Weggefährte und Schwager Napoleons sein Leben Revue passieren. Da darf seine einfache Herkunft als Sohn eines Gastwirtes ebenso wenig fehlen wie seine Ausbildung zum Priester. Diesen Beruf übt er nur kurz aus, denn sein Lebenswandel ist alles andere als gottgefällig. Als Pferdenarr schließt er sich der Armee an und übersteht die Wirren der Revolution. Ja, er ist begeistert von den neuen Ideen von „Liberté, Fraternité,Egalité“.

Ab dem Italienfeldzug geht es Schlag auf Schlag und als er 1799 beim Staatsstreich Napoleon quasi rettet, scheint sein Stern unaufhaltsam zu steigen. Murats Karriere ist direkt mit Napoleon verbunden, heiratet er doch Carolina Bonaparte. Allerdings, das muss deutlich gesagt werden, sind seine Verdienste ehrlich erworben, denn keiner kann es mit ihm seiner Tollkühnheit und seinem Mut aufnehmen. Seine prachtvollen Fantasieuniformen sorgen oftmals für Spott, doch seine Männer folgen der mindesten einen Meter langen Straußenfeder auf seinem Tschako bedingungslos. Joachim Murat gleicht einem Paradiesvogel, während sein großes Vorbild Napoleon in bescheidener grüner Uniform auftritt.   

Im Rückblick auf sein Leben kommen Murat doch Zweifel an so manchem Feldzug und so mancher Entscheidung seines Kaisers Napoleon. Obwohl er, Murat, maßgeblich zum Sieg über Österreich bei der Schlacht am Wagram 1809 beigetragen hat, ernten andere die Lorbeeren. Er zieht sich in das ihm zugesprochene Königreich Neapel zurück. Erst zum Russlandfeldzug 1812 ist er wieder dabei. 

Doch in der Zeit vor seiner Hinrichtung erleben wir auch einen zweifelnden Murat. Ob er besser daran getan hätte, sich wie Jean Baptiste Bernadotte rechtzeitig von Napoleon zu lösen? Verrat ist Murats Sache nicht, auch wenn Napoleon letztlich jeden des Verrats bezichtigt hat. 

Dass er seinem Erschießungskommando letztlich selbst den Befehl zum Feuern gibt, passt gut zu diesem Haudegen, der als eitler Pfau in die Annalen der Weltgeschichte eingegangen ist. 

Meine Meinung: 

Eine gelungene Romanbiografie, in der geschickt Fakten mit Fiktion verquickt sind. Dass Murat ein unbequemer, ein renitenter aber auch ein treuer war, ist unbestritten.  

Mit seinem farbenprächtigen Schreibstil lässt uns der Autor am Leben Joachim Murats teilhaben. Wir tauchen ein in eine Zeit, die geprägt ist von Kriegen und Elend sowie von rauschenden Festen.  

Francois Garde zeigt einen interessanten Menschen, der selbst vor dem Erschießungskommando keine Furcht zeigte. „Soldaten, zielt auf das Herz, schont das Gesicht!“ 

Fazit: 

Eine gelungene Romanbiografie, der ich gerne 5 Stern gebe.

 

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Cover des Buches Der gefangene König (ISBN: 9783406766657)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der gefangene König" von François Garde

Ein ewiger Rebell und Haudegen, ein Frauenheld, ein Egozentriker, ein Soldat, der er Zeit seines Lebens bleiben wird, sich nur auf dem Schlachtfeld wohlfühlt.
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

Ein biografischer Roman über Joachim Murat und zugleich ein Historienbild der Zeit Napoleon Bonapartes. Ein ewiger Rebell und Haudegen, ein Frauenheld, ein Egozentriker, ein Soldat, der er Zeit seines Lebens bleiben wird, sich nur auf dem Schlachtfeld wohlfühlte. Joachim Murat wurde 1767 in der französischen Provinz geboren, scheint untauglich für ein zivilisiertes Leben und Soldat schmeißt man ihn aus der Truppe, weil er disziplinlos ist. Aber in den Wirren der Revolution verhelfen ihm genau die Unangepasstheit und Dreistigkeit zu einer schnellen Karriere in den französischen Revolutionskriegen. Der historische Roman beginnt mit seinem Ende. Der einstige König von Neapel sitzt im Gefängnis von Pizzo, wartet auf seine Hinrichtung, hofft noch, man möge Milde walten lassen. Napoleon ist auf dem Weg nach St. Helena. Die letzten sechs Tage seines Lebens blickt er zurück auf seine Karriere, die er an der Seite von Napoleon Bonaparte verbrachte.


Napoleon wurde auf den schmucken Kavallerieoffizier aufmerksam, der die restlichen Männer weit überragt, und ungestüm daherkam. Während der ägyptischen Expedition konnte er Erfolge mit seiner Kavallerie verzeichnen und wurde 1799 zum Général de division befördert, und er unterstützte wagemutig Napoleon beim Staatsstreich. So wurde Murat Kommandeur der Konsulargarde. Im folgenden Jahr heiratete er Napoleons jüngste Schwester Caroline Bonaparte. Sein Schwager schenkte ihm zunehmend Vertrauen und Verantwortung. Mit seiner Armee zog Bonaparte nach dem Vorbild von Hannibal über die Alpen, Murat war verantwortlich für die Kavallerie. Nach der Eroberung «Norditaliens» wurde er Gouverneur der Zisalpinischen Republik (heute fast gesamt Norditalien mit Hauptstadt Mailand) und jagte die Neapolitaner aus dem Kirchenstaat, schloss mit dem König von Sizilien einen Waffenstillstand. 1804 ernannte Napoleon Murat zum Maréchal d’Empire und Gouverneur von Paris. 1805 wurde er zum Großadmiral und kaiserlicher Prinz. Mit den wagemutigen Manövern seiner Kavallerie hatte er großen Anteil am französischen Sieg über Österreich und Preußen, wobei er auch General Werneck mit 16.000 Mann gefangen nahm. Ebenso maßgeblich beteiligt war er mit seinen Truppen am Sieg in der Schlacht bei Austerlitz. Im Jahr 1805 kaufte Murat den Élysée-Palast in Paris, fing an, ihn zu renovieren (Napoleon konfiszierte ihm in späteren Jahren die Immobilie). Napoleon machte ihn 1806 bis 1808 zu Joachim I. Großherzog von Berg und Cleve. Er wäre gern spanischer König geworden, denn er war es, der mit seinen Truppen in Madrid einmarschiert, Spanien blutig eroberte. (das berühmte Goya-Gemälde zur Erschießung der Aufständischen erinnert daran.) Doch diesen Posten vergab der Kaiser an seinen Bruder Joseph Bonaparte. Murat wurde 1808 zu Joachim I. (Gioacchino I), König von Neapel ernannt (regiert bis 1815). Er hatte die Wahl zwischen den Königreichen Neapel und Lissabon. 


«Während seines kurzen Aufenthalts in Neapel gibt Murat ... die Anweisung, Milde, Wohlwollen, Achtung vor Religion, Bräuchen und Besitz walten zu lassen. ... Von nun an wendet er sich an die öffentliche Meinung und sucht Zustimmung mit der Bevölkerung. Die Adligen, die um ihre feudalen Privilegien bangen und die Notabeln, die ihre Stellung den Bourbonen verdanken bleiben misstrauisch gegenüber dieser Besatzungsarmee.»


Seine Regentschaft in Neapel war erfolgreich, da er sich nicht als Franzose aufdrängen wollte, die Wünsche der Bevölkerung mit einbezog. In seine Zeit fällt der Aufbau einer modernen, funktionierenden Verwaltung des Königreichs. 


«Die Ideen von Meinungsfreiheit und Gleichheit der Bürger, die die französischen Offiziere in den Salons propagieren, werden als skandalös, befremdlich, ja ketzerisch abgelehnt.»


Weil er seinen eigenen Stil verfolgte, fiel er bei Napoleon in Ungnade, nahm dann aber doch am Russlandfeldzug als Befehlshaber der Kavallerie teil, übernahm die gesamte Armee, nachdem Napoleon sich nach dem Scheitern von dannen machte. Aus Neapel kehrte Murat wieder als Befehlshaber für Napoleon zurück, nahm an der Schlacht bei Dresden und in der Völkerschlacht bei Leipzig teil. Nach dieser Niederlage versuchte er sein eigenes Reich Neapel zu retten, schloss einen Bund mit den Österreichern. Auf dem Wiener Kongress allerdings musste er feststellen, dass man ihn lediglich benutzt hatte, Versprechen nicht einhielt. Als die Krone von Neapel an die Bourbonen zurückging, schloss er sich wieder Napoleon an, der zu der Zeit auf Elba Pläne für seine Rückkehr schmiedete. Murats Truppen verloren gegen die Österreicher und er floh nach Paris. 


«Und es ist das Volk, dass ihn an diesem verhängnisvollen Tag im Stich lässt und ihn verrät! Dabei war alles, was seit Beginn seiner Regentschaft getan hat, darauf gerichtet, dem Volk zu helfen, es aufzuklären, seine Kinder zu erziehen, es von seinen Ketten zu befreien, ihm ein Ideal anzubieten.»


Sein Versuch, mit sechs Schiffen in Neapel zu landen, um in Italien einen Volksaufstand gegen die Bourbonen anzuzetteln, sein Königreich zurückzugewinnen, scheiterte. König Ferdinand I. inhaftierte ihn, Joachim Murat wurde zum Tode verurteilt und am 13. Oktober 1815 in Pizzo in Kalabrien standrechtlich erschossen. Letztendlich ist die Bildung eines vereinten Italiens Murat zu verdanken.


«Soldaten, zielt auf das Herz, schont das Gesicht!» (Seine letzten Worte bevor er die eigene Erschießung befahl.)


François Garde lässt den gefangenen König in den sechs Tagen seiner Gefangenschaft über sein Leben zurückblicken. Historische Fakten werden zusammengefügt zu einer persönlichen Sicht; eine Charakterstudie, die Zeitgeist, Aufbruch und europäische Geschichte schreibt. Napoleons treuester Offizier und sein bester Kämpfer berichtet seine Erfolge und seine Beziehung zu Bonaparte. Der schöne, hochgewachsene Murat war ein selbstverliebter Gockel, der viel Geld in Kleidung und Tand investierte, ein Frauenheld, ein Egozentriker. Aber er war auch ein kluger Führer. Der Sohn eines Gastwirtes aus einfachen Verhältnissen wollte bewundert werden. Er war einer, der keine Regeln akzeptierte und darum war er ehrgeizig genug, aufzusteigen, um selbst die Bedingungen festzulegen – und genau deshalb bewunderte er wohl auch Napoleon. Und er verdankt ihm seinen Aufstieg. Ein Egomane im Schatten eines Egomanen, so könnte man das Verhältnis zwischen den beiden bezeichnen. «Die Grenze zwischen absoluter Ergebenheit und Verrat, eine schmale Grenze, schlecht bewacht, gefährlich.» Napoleon lobte nie, verzieh nie etwas – und er blickte nie zurück, «weinte nicht eine Träne» beim Anblick der vielen Gefallenen auf dem Schlachtfeld. 


«Da Könige nicht mehr Könige von Gottes Gnaden sind, zählt jetzt die Stimme der Völker. Geschichte wird fortan nicht mehr ohne sie denkbar sein.»


Murat war ein wagemutiger Haudegen, der gern die Befehle missachtete und riskante Manöver mit seiner Kavallerie riskierte. Ohne diese tollkühnen Attacken hätte Napoleon manche Schlacht verloren. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Napoleon eine Hassliebe zu Murat verband; der Befehlsempfänger, der ständig machte, was er wollte – was ihm gewaltig gegen den Strich ging – aber eben dadurch Schlachten gewonnen wurden. Napoleon stand immer wieder in der Schuld von Joachim Murat, von Beginn an. Bei ihm musste er vieles durchgehen lassen. Eine große Distanz klaffte zwischen den beiden Männern. Die Biografie ist nüchtern geschrieben und wer die geschichtlichen Hintergründe um die Französische Revolution und die Napoleonzeit nicht kennt, sollte nicht mit diesem Buch anfangen, denn das Verständnis dafür ist Voraussetzung. Hier geht es um Murat, einen klugen Mann, seinen Blick zurück auf die Zeit. Der Mann, der sicher neben Napoleon einen wichtigen Platz in der Geschichte hat, aber nie beachtet wird. François Garde hat hervorragend recherchiert und dieser historische Roman ist für alle Geschichtsinteressierten ein gutes Beiwerk zur napoleonischen Zeitgeschichte. 


François Garde wurde 1959 in Le Cannet, nahe der französischen Mittelmeerküste, geboren und war als hoher Regierungsbeamter u.a. auf Neukaledonien tätig.


https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/der-gefangene-konig-von-francois-garde.html

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Cover des Buches Der gefangene König (ISBN: 9783406766657)
L

Rezension zu "Der gefangene König" von François Garde

Opulent und historisch fundiert erzählt
Lesefreund6203vor 2 Jahren

Opulent und historisch fundiert erzählt

 

Er war der „Pfau“ unter den Generälen und Marschällen Napoleon Bonapartes. Er war mit der Mutigste, er war sicher einer der treuesten, kein anderer der Gefolgsleute, mit denen Napoleon I Europa durchstreifte und in weiten Teilen eroberte war „seinem Kaiser“ so nah und eng auf Gedeih und Verderb ergeben. Und so trifft es zu Beginn, als Garde die erste Begegnung der beiden Männer schildert, durchaus zu, das mit der Annahme durch Napoleon zugleich „der lange Todeskampf“ des Joachim Murat begann.

 

Der, vom einfachen Gastwirtsohn und als junger Mensch direkt ob seiner „modernen Ideen“, vor allem aber ob seiner Renitenz, diese ständig laut zu wiederholen bei der Armee gescheitert, übersteht Murat gar „im Dienst“ das große „Köpfe rollen“ und ermöglicht der noch jungen Republik bei der Verteidigung gegen die Konterrevolution durch einen militärischen Coup das Überleben. Was Napoleon natürlich goutiert, im Kern aber als selbstverständlich natürlich annimmt. Getreu seiner Haltung, dass Befehle ausgeführt werden und dafür weder Bitte noch Dank notwendig sind.

 

Und gerade das mag es sein, was Murat so anzieht. Als „einer der Seinen“ schlichtweg behandelt werden. Dass im Nachgang im Lauf der Jahre Pracht und Ruhm, echte und neu geschaffene Orden, echte, aber vor allem fantasievoll und prächtig geschneiderte, farbenfrohe Uniformen, komplettiert durch (immer) eine (immer) mindestens ein Meter lange Straußenfeder, sorgte durchaus für manchen Spoot, hatte aber keinen Einfluss auf fast die Ehrfurcht seiner Männer vor ihm und mit ihm in der Schlacht- „Mu-Rat“ war der kernige Ruf gerade wenn es eng wurde, in den heißen, gefährdeten Phasen aller möglichen Kämpfe von Süditalien bis Moskau.

 

Garde fängt dabei nicht nur die differenzierte, melancholische, den Süden liebende, Persönlichkeit Murats bestens ein und von Beginn an wird deutlich, wie frei dieser Mann wirklich sein will. Denn Bewegung und Luft, das ist seine Welt, nicht Tische, Tänze und dunkle Räume. Sondern dem Autor gelingt es mittels seiner sehr eleganten du doch überaus flüssigen Sprache, den Charme der Zeit einerseits, den Wagemut der „Napoleonisten“ andererseits in ein anregendes Licht zu rücken, sondern auch demgegenüber die harten Momente, die gefallenen Freunde, die Verbitterung emotional dicht dem Leser nahe zu bringen.

 

Ausgehend von der Aktion Murats, sein „Reich“ wieder zu gewinnen, das auf den ersten Seiten eins zu eins so erzählt wird, wie es auch die Landung Napoleons in La Napoule zu Beginn der letzten 100 Tage seiner Herrschaft hätte erzählt werden können. Eine Wahl des Stils, die Garde nutzt, um die enge, innere Verflechtung Murats an Napoleon auch in diesem äußeren Ablauf bereits intensiv zu setzen. Ein Wagnis, das im Übrigen ganz anders ausgeht als beim Vorbild Murats.

 

So schreitet Garde dann im Rückblick durch das Leben und die Zeit, in der Murat lebte und erweckt beides für den Leser hervorragend zum Leben. So das der Mythos Napoleon und die Zeitgeschichte jener Jahre einerseits historisch detailliert dem Leser vor Augen geführt wird, wie andererseits der Lesefluss und der Stil des Ausdrucks wie ein Roman mal ruhig betrachtend, mal atemlos vorantreiben im Raum verbleiben.

 

Eine sehr interessante, sehr treffende und sehr schön zu lesende Biographie.

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