Die Abbieger

von Thomas Schweres 
4,8 Sterne bei13 Bewertungen
Die Abbieger
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Spannender und humorvoller Krimi mit außergewöhnlichen Motiv!

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Stauärger, Kaninchenmorde und Entführung, schräge Typen und spannende Ermittlungen- Ruhrpottkrimi vom Feinsten

Alle 13 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Abbieger"

In den letzten vier Jahren hat er 209 Stunden im Stau gestanden – sinnlos vergeudete Lebens- und Leidenszeit. Gemeinsam mit einem Kumpel entführt Klaus-Werner Lippermann Dr. Rainer Weissfeldt, den Chef des Straßenbaubetriebs Straßen.NRW. Der soll am eigenen Leib erfahren, wie das ist, täglich über die A 40 zur Arbeit fahren zu müssen. Zugleich erhält die Polizei Post: Der TuS-V! (Tierfreunde und Staugegner – Vereinigt!) fordert Maßnahmen zur Verkehrsflussverbesserung, 55.000 Euro und die Aufklärung sogenannter Kaninchenmorde.
Kommissar Georg Schüppe ist ernsthaft besorgt um das Leben des Topmanagers, denn diese Entführer ticken offensichtlich nicht normal. Und mit jedem Tag wächst die Gefahr, dass die Öffentlichkeit von Weissfeldts Schicksal erfährt. Tatsächlich wird Reporter Tom Balzack bald misstrauisch, stolpert aber über eine ganz andere Leiche …

Beste Krimisatire – klug und saukomisch!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783894254858
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:285 Seiten
Verlag:GRAFIT
Erscheinungsdatum:28.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    katze267s avatar
    katze267vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Stauärger, Kaninchenmorde und Entführung, schräge Typen und spannende Ermittlungen- Ruhrpottkrimi vom Feinsten
    Stauärger, Kaninchenmorde und Entführung - Ruhrpottkrimi der besonderen Art

    Klaus-Werner Lippermann ist ein Sonderling. Mit 42 lebt er noch bei seiner Mutter Elfriede und außer der zu ihr ist seine tiefste Beziehung die zu seinen Kaninchen Whitey und Molly, die er in einem Stall in seinem Schrebergarten hält.. So bricht seine Welt zusammen, als er diese eines Tages ermordet auffindet. Die Polizei kann den Täter nicht ermitteln und Klausi, wie ihn seine Mutter liebevoll nennt, sinniert nun darüber, wieviel Zeit mit seinen Lieblingen ihm durch unnötige Staus, Baustellen und sonstige verkehrsbehindernde Maßnahmen von Straßen. NRW verlorenging. Er sinnt auf Rache und entführt mit seinem Kumpel Freddy, ebenfalls Kaninchenbesitzer, kurzerhand den Chef von Straßen .NRW. Er hält ihn im verwaisten Kaninchenstall gefangen und zwingt ihn zu Touren durch die täglichen Staus und Verkehrsbehinderungen. Er will ihm die Unsinnigkeit wirkungsvoll demonstrieren. Lösegeld will nur Kumpel Freddy. Kommissar Schüppe ermittelt und, angeregt durch einige Artikel des Bildreportes Schneidengel begibt sich auch Tom Balzack, der Medienreporter, auf die Suche nach dem bald unter dem Namen TuS-V bekannten Entführern ( Staugegner und Tierschützer Verein), die bald sogar Sympathiepunkte in der Bevölkerung sammeln, schließlich hat sich fast jeder schon über Baustellen und Staus geärgert.

    Der Roman besticht durch die originelle Ausgangssituation und die skurrilen Charaktere. Bei den Entführern und den Ermittlungen kommt es immer wieder zu überraschenden Entwicklungen und der Autor geizt auch nicht mit interessanten kleinen Nebenhandlungen wie Hanfplantagen und Todesfällen im Treppenhaus.

    Ein Roman am Puls der Zeit (wer hat sich nicht schon über Baustellen geärgert und nach deren Sinn gefragt?) mit einer spannenden Handlung, liebenswerten und/oder skurrilen Charakteren und einer gehörigen Prise Situationskomik.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und humorvoller Krimi mit außergewöhnlichen Motiv!
    Ein etwas anderer Krimi

    „...Er hatte begonnen, Buch zu führen...Vom 2. Juli 2012 bis 6. Juni 2016 hatte er ... 352 Stunden im Stau gestanden....“

    Klaus-Werner Lippermann, genannt Klausi, ist Buchhalter. In seiner Freizeit kümmert er sich um seine beiden Kaninchen. Sie sind sein Ein und Alles. Den Wunsch seiner Mutter, sich endlich eine Frau zu suchen, überhört er geflissentlich. Als er eines Morgens die Kaninchen mit abgeschnittenen Köpfen im Garten findet und ihm die Polizei wenig Hoffnung macht, je die Täter zu finden, ist für ihn das Maß voll. Es ist nicht das einzige Ärgernis, dass ihn belastet. Als Autofahrer im Ruhrgebiet hat er vor allem auf der A40 auf den Weg zu und von der Arbeit mit dem tägliche Stau zu kämpfen. Deshalb entwickelt Klaus-Werner einen genialen Plan, den er mit seinem Partner Freddy umsetzen will. Gemeinsam entführen sie Dr. Rainer Weissfeldt, den Chef von Straßen:NRW.

    Der Autor hat einen spannenden Krim geschrieben, der voller Sarkasmus steckt.

    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Eigentlich haben sich mit Klausi und Freddy zwei Typen gefunden, die gar nicht zusammen passen. Während Klausi exakt plant, sich am liebsten in Haus und Garten aufhält und immer eine gepflegte Erscheinung ist, spricht Freddy dem Alkohol zu und sucht sich entsprechende Freunde. Klausi verabscheut Brutalität, Freddy übt sie aus. Dafür kommt ihm die mit Schwefelsäure gefüllte Wasserpistole gerade recht. Klausi will, dass sich im Straßenverkehr was ändert und Tiere nicht als Sachen betrachtet werden, Freddy will Geld sehen.

    Der Schriftstil des Buches steckt voller Humor und Ironie. Der Besuch von Elfriede, Klausis Mutter, im Baumarkt, gehört dabei zu den Feinsten, was das Buch an Humor zu bieten hat. Zu den sprachlichen Höhepunkten gehören für mich die Dialoge zwischen Klausi und Dr. Weissfeldt. Grundlage für die Gespräche ist obiges Zitat. Klausi hat exakt aufgeschlüsselt, was die Ursachen für die Stauzeiten waren. Klausi zwingt Dr. Weissfeldt, täglich stundenlang mit dem Auto durchs Ruhrgebiet zu fahren. Leider ist der kein versierter Autofahrer. Für den Dienstwagen hat er einen Fahrer, das Familienauto fährt die Ehefrau. Damit gibt seine Fahrweise schon zu manchem Schmunzeln Anlass. Nebenbei darf er noch Klausi die Ursache für jeden Stau erklären. Auch Baustellen und die verschenkte Arbeitszeit dort sind eines der Diskussionsthemen.

    Polizei und Presse werden informiert, die neuen Regeln bei StraßenNRW zu veröffentlichen, aber mit der Entführung nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn sie das Leben der Geisel nicht gefährden wollen.

    Während Georg Schüppe ermittelt, beginnt sich ebenfalls der Reporter Tom Balzack auf Spurensuche. Dabei bindet er zunehmend seinen Sohn Chris mit ein.

    Ganz nebenbei werden zwei weitere Fälle gelöst.

    Eine Personenliste ergänzt die Handlung.

    Das Cover mit der auf dem Kopf stehenden Autobahn hat hohen Wiedererkennungswert für diejenigen, die schon andere Bücher des Autors gelesen haben.

    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen und mich prima unterhalten. Einziger Wermutstropfen war die relativ kleine Schrift.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 2 Jahren
    Im Wagen vor mir...

    In kaum einem Bundesland scheinen die Menschen so oft im Stau zu stehen wie in Nordrhein-Westfalen. Vor allem im Ruhrgebiet gibt es Ballungszentren, die tagtäglich hoch frequentiert werden, so dass maximal Schritttempo angesagt ist. Zwei Staugegner haben sich nun zusammengetan, den Chef von Straßen.NRW entführt, damit er am eigenen Leib erfährt wie es ist jeden Morgen und jeden Abend die immer gleiche Situation vorzufinden. Gleichzeitig geben sie Anweisungen wie dem Problem entgegengewirkt werden könnte oder Baustellen effektiver bearbeitet werden. Kommissar Georg Schüppe muss in diesem Fall Vorsicht walten lassen, es darf nichts nach außen dringen, sonst bezahlt der Entführte mit seinem Leben. Gemeinsam mit Reporter Tom Balzack, der seine Nase nur schwerlich heraushalten kann, versucht er die Täter ausfindig und dingfest zu machen, bevor es zum Äußersten kommt...

    Die Beweggründe, die die beiden Charaktere zu Tätern werden lassen, kann vermutlich nahezu jeder nachvollziehen, der mehrmals im Monat, vielleicht sogar am Tag, im Stau steht, neben sich Baustellen ohne Personal oder vollkommen sinnlose Zufahrtsregelungen, die nur noch mehr Stau, bis in die Innenstädte, provozieren. Kein Wunder, wenn man solche Situationen, wie im Buch beschrieben, zweimal täglich erlebt, dass es irgendwann zu einer Kurzschlusshandlung kommt. Ob diese nun tatsächlich zu Ende gedacht wurde, sei dahingestellt, ein Zeichen wurde allemal gesetzt.

    Trotz dessen, dass dem Leser die Täter von Anfang an bekannt sind, schafft Thomas Schweres es auch im vierten Band der Reihe eine ordentliche Ladung Spannung aufzubauen. Schließlich ist durch die eigene Kenntnis noch lange nicht gewährleistet, dass die Polizei den Tätern auf die Spur kommt oder die Geisel befreit werden kann. Außerdem kommt es zu diversen Zwischenfällen, die weder geplant noch vorhersehbar sind, Überraschungsmomente stehen entsprechend hoch im Kurs. Sicherlich gibt es ebenso Passagen, die ein wenig kürzer und knackiger hätten erfasst werden können, im Großen und Ganzen wirkt sich dies aber auf die schlussendlich Bewertung nicht allzu stark aus.

    Wie bereits in den vorangegangenen Fällen gleicht das Zusammenspiel von Kommissar Georg Schüppe und Reporter Tom Balzack einer Gratwanderung. Ein offizielles Miteinander darf es nicht geben, ohne geht es aber auch nicht. Gespickt mit einer ordentlichen Portion intelligentem Humor (manches Mal muss man wahrlich konzentriert bei der Sache sein, um die Spitzen zu erkennen), entspinnt sich ein Tanz sondergleichen, der jedwede Richtung einschlagen könnte, zumindest solange die Spuren noch warm sind. Wird es dem Team gelingen die Geisel zu befreien oder ist alle Mühe umsonst?

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 2 Jahren
    A40 - "Ruhrschnellweg"


    Für Klaus-Werner Lippermann bricht eine Welt zusammen, als er seine beiden geliebten Kaninchen in seinem Schrebergarten ermordet vorfindet.  Aus Klaus-Werners Sicht misst de Polizei dieser blutrünstigen Tat nicht genug Aufmerksamkeit zu, so dass ihm nach drei Wochen ohne Ermittlungserfolg der Kragen platzt und er ein Zeichen setzen will. Die Staus auf der A40 haben ihm so viel Zeit mit seinen geliebten Hasen geraubt, so dass er beschließt den Haupt-verursacher hierfür zu entführen. Sein einziger Gefährte Alfred Kruppel hilft ihm dabei Dr. Reiner Weissfeldt, den Leiter der Strassenbau-NRW zu kidnappen. Danach läuft einiges aus dem Ruder, was das Gespann um Kommissar Georg Schüppe und Tom Balzack auf den Plan ruft...


    Der Vorgängerband "Die Abdreher" von Thomas Schweres hatte mir als intelligenter Kriminalroman schon richtig gut gefallen. "Die Abbieger" ist ein wenig anders und nicht so komplex, aber dafür besticht er mit einem unglaublich hohen Unterhaltungswert. Der Autor versteht es aus meiner Sicht hervorragend die beiden Bereiche Spannung und Humor ins Verhältnis zu setzen und würzt das Ganze noch mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit aus dem Ruhrgebiet. Die Charaktere sind interessant und authentisch beschrieben und es hat mir großen Spaß gemacht sie bei ihrem Treiben im "Pott" zu begleiten. Die Spannung kommt nicht zu kurz und wird über die gesamte Länge des Buches aufrechtgehalten. Die vielen kleinen Spitzen vor allem gegen die Verkehrspolitik im bevölkerungsreichen Ruhrgebiet konnte ich als leidgeprüfter Nutzer der A40 bestens nachvollziehen. Die Charakter, die Handlung und die sehr lebendige Schreibweise haben mich an das Buch gefesselt und ich hoffe, noch einige Fälle im Ruhrgebiet verfolgen zu dürfen.


    Insgesamt ist "Die Abbieger" aus meiner Sicht ein humorvoller und auch spannender Kriminalroman mit vielen satirischen Ansätzen. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und bewerte es daher auch mit fünf von fünf Sternen.







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    Manu2106s avatar
    Manu2106vor 2 Jahren
    Die Abbieger

    „Die Abbieger“ ist bereits der Vierte Fall vom Kommissar Schüppe und Reporter Balzack. Ich kenne die Vorgänger nicht, habe mich dennoch recht schnell eingefunden, denn es ist ja hier ein Neuer Fall um den es geht.

    Ich fand den Klappentext sehr Vielversprechend, drum musste ich das Buch einach lesen...

    Klaus-Werner Lippermann hat es satt: Von Juli 2012 bis März 2016 hat er abzüglich Urlaubs- und Krankheitstagen auf den knapp sechzig Kilometern zwischen Dortmund und Duisburg 209 Stunden im Stau gestanden. Für diese größtenteils sinnlos vergeudete Lebens- und Leidenszeit soll jetzt jemand bezahlen.
    Als der Chef von Straßen.NRW entführt wird, staunt Kommissar Georg Schüppe nicht schlecht: Eine Organisation, die sich TuS-V! nennt, fordert in ihrem Bekennerbrief nur 55.000 Euro, dafür aber Maßnahmen zur Verkehrsflussverbesserung.
    Trotz intensiver Suche bleibt der Entführte verschwunden, dafür macht die Bildzeitung mit unerwarteten Schlagzeilen auf: "Vorbild für ganz Deutschland: Straßen.NRW will Staus abschaffen!" Reporter Tom Balzack ahnt, dass hinter dieser Botschaft kein Pressesprecher steckt. Aber sein Versuch, dem Geheimnis der Geschichte auf den Grund zu gehen, führt ihn erst mal zu einer ganz anderen Leiche ...

    Wenn man jeden Tag im Kilometerlangen Stau steht, denn kommt man schonmal auf  kuriose Ideen, warum denn nicht mal den seiner Meinung nach „Stauverantwortlichen“ entführen und  versuchen so ein paar Verbesserungsvorschläge durchzusetzen?  Versuchen kann man’s ja mal, dachte sich Klaus-Werner, und liess seinem reden tatsächlich auch Taten folgen.  

    Mit tat der der Dr.Weissfeldt richtig Leid, was der arme Mann alles über sich ergehen lassen musste, nicht nur das er behandelt wurde wie Karnickel, was er sich alles anhören durfte, alles was Klaus-Werner und auch Freddy auf den Nägeln brannte wurde rausgelassen, nicht nur dem Dr. Weissfeldt qualmten mit der Zeit die Ohren. ;) Ich fand es witzig bei den Mäuschen spielen zu dürfen. Dieser Part der Entführung macht den Humorvollsten und den größten Teil der kompletten Geschichte aus, mir hat dieser Part am besten gefallen.

    Den Zweitgrößten Teil nehmen die Reporter in Anspruch, diesen Part fand ich auch intersessant, mir war er Zeitweise aber zu langatmig gewesen, da hätte ich mir ein bisschen weniger, dafür mehr Polizeiarbeit gewünscht, denn irgendwie ging Schüppe mit seinem Team ein wenig unter bei der ganzen Reporterarbeit.

    Die Charaktere fand ich alle  gelungen, alle total verschieden, vorallem aber Klaus-Werner und den Dr. Weissfeldt , sowie Klaus-Werners Mutter haben mir sehr gut gefallen.

    Beschrieben werden uns alle Charaktere, so das wir uns ein gutes Bild von ihnen machen können, auch die Umgebungs- und Handlungsbeschreibungen sind gelungen, das Kopfkino kann man anschalten und bis zum Ende laufen lassen.

    Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm, die Geschichte lässt sich trotz der Perspektivenwechsel flüssig lesen.Zu Beginn gibt es ein Personenregister, es sind viele Personen die hier mitspielen, dennoch fand ich dieses Register sehr hilfreich. Die 282 Seiten wurden in 58 unterschiedlich lange Kapitel unterteilt.

    „Die Abbieger“ ist kein klassischer Krimi, denn die Täter sind uns gleich bekannt,so gibt  es nicht wirklich etwas zum miträtseln, die Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar und realitätsnah, dennoch ist er spannend, und vorallem Humorvoll.

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    Z
    zyrimavor 2 Jahren
    Stau ist Sch.....!

    Inhalt (Klappentext) :


    »Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Arbeitnehmer in diesem Land, die gezwungen sind, zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln, fühlen sich seit Jahrzehnten als Geiseln einer unfähigen Behörde, die sich Straßen.NRW nennt und uns alle quält. Diesen Spieß werde ich jetzt umdrehen. Denn einen Stau von Zeit zu Zeit, den hält jeder aus. Aber Sie, Herr Dr. Weissfeldt, sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie das ist, diese Situation täglich ertragen zu müssen. Morgens und abends wieder, wenn man sich nach Hause sehnt, zu seiner Mutter und seinen Tieren, und stattdessen auf der A 40 steht.« Zwei Kaninchenfreunde und Staugegner haben den Chef einer Landesbehörde entführt. Kommissar Georg Schüppe und der Reporter Tom Balzack tun alles, um das Leben der Geisel zu retten. Doch der Kampf gegen die Zeit und die Staus fordert Opfer. Beste Krimisatire klug und saukomisch!



    Meine Meinung:


    Dies ist jetzt der vierte Fall in dem Schüppe ( der Spaten) und Balzack zusammen ermitteln. Der Kommissar und der Reporter, eine echt spannende Kombination.Erst war ich ja ein wenig skeptisch ob mich ein Krimi über Stauprobleme im Ruhrgebiet fesseln könnte und wurde sehr angenehm überrascht, der Roman war von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend.
     Klausi Lippermann hat die Nase voll von der Zeit die er sinnlos im Stau verbringt, könnte er diese doch viel besser verbringen und vielleicht ist diese verschwendete Zeit auch Schuld am Tod seiner Kaninchen. Trotz der Entwicklungen die Klausi in dem Buch durchmacht finde ich seine Figur sehr sympatisch. Mein absoluter Liebling ist seine Mutter Elfriede, ein absolutes Ruhrpottorginal ( zumindest wie ich mir als Bayer das vorstelle).Das Bild mit der Klobürste in dem Baumarkt krieg ich einfach nicht mehr aus dem Kopf :)
    Das Personenregister am Anfang des Buches ist sehr hilfreich und ein guter Einstieg für ein mörderisches Lesevergnügen .
    Sehr gut gefallen hat mir auch der Humor in der Geschichte, ganz schön abgedreht manchmal.


    Fazit:


    Für dieses Buch meine absolute Leseempfehlung, manchmal ist es sehr bedauerlich das man nur 5 Sterne vergeben kann.

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    echs avatar
    echvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Überzeugender Ruhrgebiets-Krimi mit einer ordentlichen Prise Humor und herrlich schrägen Typen
    Überzeugender Ruhrgebiets-Krimi mit einer ordentlichen Prise Humor und herrlich schrägen Typen

    Klaus-Werner "Klausi" Lippermann hat die Nase voll: Akribisch hat der Buchhalter die Zeit ermittelt, die er in all den Jahren auf der Fahrt zwischen seiner Heimat Dortmund und seiner Arbeitsstelle in Duisburg durch unnötige Staus und Behinderungen auf der Autobahn A 40 verloren hat. Doch jetzt ist Schluß, jetzt muss sich etwas ändern und vor allem muss endlich jemand dafür bezahlen. Und so entführt er zusammen mit seinem Komplizen Freddy den Chef von Strassen.NRW, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

    Das Buch ist der inzwischen vierte Fall mit Kommissar Georg "Der Spaten" Schüppe und dem Reporter Tom Balzack. Nachdem mir der Vorgänger "Die Abdreher" durch die vielen behandelten Aspekte und Stränge teilweise etwas überfrachtet vorkam, konzentriert sich die Geschichte hier wieder konsequent auf sein Hauptthema und treibt die Geschichte ohne große Schnörkel und mit nur wenigen, aber gelungenen Abschweifungen voran.

    Die Ausgangsidee ist herrlich absurd, trägt die Geschichte aber bis zum Ende ohne große Durchhänger und hält ihr hohes Niveau, ohne, das ihr dabei die Luft ausgeht.

    Dabei bleibt das Buch trotz der vielen skurrilen Momente bzw. Protagonisten und dem durchgehenden humorvollen Unterton doch die ganze Zeit über immer auch ein echter und vor allem spannender Kriminalroman, der seine Geschichte absolut ernst nimmt und ihr bis zum überzeugenden Ende treu bleibt.

    Wer spannende und zugleich abgedrehte Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten.



    Nachdem Georg Schüppe und Tom Balzack zuletzt auch kleine Gastauftritte im Buch "Datengrab" von Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge hatten, kommt es hier zu einem Gegenbesuch und kleineren Querverweisen. Netter Spaß für Fans und Kenner beider Buchreihen.

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    Tulpe29s avatar
    Tulpe29vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein witzig geschriebener Krimi über ein hochaktuelles Thema und eine Entführung der besonderen Art mit Ruhrpott-Humor.
    Stau ahoi

    Das war eine echt schräge Idee der Protagonisten. Darauf muß man erst einmal kommen und dann auch noch den Mut haben, sie so umzusetzen. Solche krassen Typen sind wohl nur im Ruhrpott zu finden, einfach cool.
    Ein spannender Krimi ohne ersthaften Mord und Totschlag, wenn man mal von ein paar Kaninchen absieht.
    Ich habe mich gut amüsiert und hatte vergnügliche Lesestunden bei diesem verregneten Wetter.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch noch köstlich amüsiert.
    Ein Mann sieht rot

    „Die Abbieger“ von Thomas Schweres ist bereits der vierte Fall für den Dortmunder Kommissar Georg Schüppe, genannt „der Spaten“, und den Reporter Tom Balzack. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Die Vorgänger hatte ich mit Begeisterung verschlungen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Worum geht es?

    Zwei Kaninchenfreunde und Staugegner, Klausi und Freddy, haben den Chef der Landesbehörde Straßen.NRW entführt. Dr. Weissfeldt soll ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, täglich im Stau stehen zu müssen. Morgens und abends hoppelt er nun in Rabbit über die A 40, vorbei an Baustellen, Blitzern und Betonleitplanken. Dazu muss er sich den unbequemen Fragen Klaus-Werner Lippermanns stellen.

    Schüppe und Tom geben alles, um das Leben der Geisel zu retten. Doch der Kampf gegen die Zeit und die Staus fordert Opfer…

    Allein die Idee ist genial. Wer hat sich nicht schon mal geärgert und Rachepläne erdacht, wenn er im Stau steht?

    Am Anfang des Buchs gibt es ein Personenregister. Voll das Klischee: Elfriede Lippermann, Mutti von Klausi (Klaus-Werner), spricht Ruhrpott-Dialekt, trägt Sandalen und weiße Socken. Klausi ist 42, Single, wohnt noch in seinem Kinderzimmer im Hotel Mama und fährt einen Jetta. Aber Klausi ist schlau. Er weiß ganz genau, wie viel Lebenszeit er im Stau verbracht hat und er hat es satt…

    Thomas Schweres hat erneut eine wunderbar schräge Geschichte geschrieben, spannend und informativ zugleich mit viel schwarzem Humor und lauter skurrilen Typen. Oft hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen, aber nicht aus Mitleid mit dem Chef von Straßen.NRW, sondern vor Lachen.

    Über das Wiedersehen mit Schüppe, Gültekin, Tom & Co. habe ich mich sehr gefreut. Auch Toms Sohn Christos ist mit dabei. Neben dem Hauptthema Stau besticht der Krimi für mich auch durch die interessanten Einblicke in die Arbeit eines freien Journalisten und Reporters, Tom und sein Team.

    Doch Veränderungen deuten sich an. Stichwort: Next Generation. Wird Tom das operative Geschäft seinem Sohn Chris übergeben? Wird Gültekin seinen Chef Schüppe als Nachfolger beerben? Egal, Hauptsache, die Reihe geht weiter! Aber wir sind nicht bei Wünsch dir was, sondern bei So isset.

    Fazit: Ich habe mich nicht nur bestens unterhalten, sondern auch noch köstlich amüsiert.

     

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 2 Jahren
    Bondätsch und so

    "Die Abbieger" von Thomas Schweres ist der vierte Teil der Reihe um den TV-Reporter Tom Balzack mit seinem Team und Hauptkommissar Georg Schüppe. Gemeinsam haben sie in den letzten drei Büchern brisante Fälle aufgedeckt, auch diesmal geht die Arbeit Hand in Hand. Doch worum geht es?

    Klausi, mit bürgerlichem Namen Klaus-Werner Lippermann ist untröstlich. Seine beiden Kaninchen Molly und Whitey wurden brutal abgeschlachtet, nur noch ihre Köpfe liegen in seinem Schrebergarten. Klausi bedauert dass er nicht mehr Zeit mit seinen Tieren verbringen konnte, Schuld daran sind die ewigen Staus auf den Autobahnen, in denen Klausi jeden Arbeitstag steckte. Klar, da muss ein Schuldiger gefunden werden und diesem muss eine Lektion erteilt werden.

    Mit seinem Freund Freddy zusammen wird der Chef von Straßen.NRW, Dr. Weissfeldt, gekidnappt und erst mal im alten Stall im Kleinarten untergebracht. Die Buße für Dr. Weissfeldt sieht vor, dass er Klausis Arbeitsweg Tag für Tag zusammen mit Freddy und Klausi abfahren muss, und das ist für den Leser äußerst amüsant. Jeder Stau wird akribisch analysiert, Dr. Weissfeldt muss Rede und Antwort stehen und letztlich Einsicht zeigen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Doch je länger die Entführung dauert, desto näher kommt den Hobby-Entführern die Polizei.

    Selten dass ich bei einem Krimi so viel gelacht habe, aber die Situationskomik und  der bissige Humor lassen kein Auge trocken. Als Leser verfolget man Klausi und Freddy auf der einen Seite, auf der anderen Seite Tom Balzack mit seinem Team, Hauptkommissar Schüppe hat nur einige kleine Auftritte. Toms Junior ist inzwischen auch ins Fernsehgeschäft eingestiegen und macht seine ersten Gehversuche als Reporter, darf Zeugen in Form von Nachbarn befragen. Dabei stößt er auf einen Todesfall, der sich letztlich als Mordfall entpuppt.

    Von der Stammbesetzung abgesehen gibt es wieder einige neue Typen die mitmischen, an vorderster Front Klausi. Schon die Beschreibung von Klausi hat es in sich, er trägt Vokuhila-Oliba und verlässt ohne seine Cordsamtmütze nicht das Haus. Denn Klausi wohnt noch immer bei seiner Mutter Elfriede, und Elfriede sorgt gut für ihren Klausi. Beide sind einmalige Typen, vor allem Elfriede, die in Ruhrpott Dialekt spricht. Sie sorgt mit ihren Aktionen für einige Lacher, ich habe Tränen gelacht als es um Bondätsch ging.

    Ich habe bei diesem Krimi wirklich jede Seite genossen, es macht Spaß die Handlung aus den verschiedenen Sichten zu verfolgen, am besten hat mir der Strang um Klausi gefallen. Klausi, der sich im Lauf der Handlung entwickelt, wie ich es ihm nicht zugetraut hätte.

    Der Autor schreibt gewohnt locker flockig mit spritzigen Dialogen,  Wortwitz und bissigem Humor. Ein Krimi bei dem es nie langweilig wird.

    Fazit: Die Reihe ist für mich ein echter Geheimtipp, ich kann sie jedem Krimifan ans Herz legen, der gerne Krimis mit Humor liest. Natürlich lässt sich jeder Krimi einzeln lesen, um die Protas und ihre Vorgeschichte kennenzulernen würde ich empfehlen, der Reihe nach zu lesen. Ich vergebe begeisterte 5 Sterne und hoffe auf einen weiteren Fall.


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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ThomasSchweress avatar

    Liebe Krimifreunde,
    am 28. Februar  erscheint im Grafit Verlag mein vierter Kriminalroman 'Die Abbieger'.
    Zum Inhalt:
    Dieser Krimi ist anders als seine Vorgänger. Zwar ermittelt bzw. recherchiert wieder das schon aus 'Die Abtaucher', 'Die Abräumer' und ‚Die Abdreher‘ bekannte Personal, der Hauptkommissar Georg Schüppe und der TV-Reporter Tom Balzack, wieder im Ruhrgebiet.

    Doch im Focus stehen zwei andere Personen: Klaus-Werner Lippermann, genannt Klausi, und sein, nun ja, Freund? Partner? Komplize? Alfred „Freddy“ Kruppel.

    Das Elend beginnt mit einem Kaninchenmord. Klausi werden des Nachts seine Lieblinge Molly und Whitey abgeschlachtet. Der Täter ist zunächst unauffindbar für die  halbherzig ermittelnde Polizei. Klausi rechnet nach, wie viele Stunden er in den letzten Jahren nicht bei seinen geliebten Tieren sein konnte, wegen völlig unnötiger Staus auf Autobahnen. Er glaubt, daran ist die nordrhein-westfälische Straßenbauverwaltung Schuld. Mit Freddy zusammen entführt er deren Chef.  Was er von dem will, erklärt er ihm so:

    „209 Stunden sind die Zeit, in der ich nur in Staus gestanden habe, die von Ihrem Landesamt nicht nur nicht beseitigt, sondern sogar verursacht worden sind. Sie sehen, ich habe das genau nachgehalten. Und das geht ja nicht nur mir so. Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Arbeitnehmer in diesem Land, die gezwungen sind, zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln, fühlen sich seit Jahrzehnten als Geiseln einer unfähigen Behörde, die sich Straßen.NRW nennt und uns alle quält. Diesen Spieß werde ich jetzt umdrehen.

    Denn einen Stau von Zeit zu Zeit, den hält jeder aus. Aber Sie, Herr Dr. Weissfeldt, sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie das ist, diese Situation täglich ertragen zu müssen. Morgens und abends wieder, wenn man sich nach Hause sehnt, zu seiner Mutter und seinen Tieren, und stattdessen auf der A 40 steht und zwanzig Minuten lang auf den Schwachsinnsspruch Ich komm aus wir vor einem Autobahntunnel starren muss. Und wenn man es dann endlich nach Hause geschafft hat, schon weiß, dass das Murmeltier morgen wieder grüßt. Von heute an werden Sie im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, wie das ist. Sie werden am Steuer von Rabbit sitzen, mich zu meinem Arbeitsplatz kutschieren und wieder zurück. Sie werden das über einen bestimmten Zeitraum aushalten müssen. Das Vorankommen in Schrittgeschwindigkeit. Jeden Tag. Genug geredet, wir müssen uns beeilen, um rechtzeitig loszukommen. Alles andere erkläre ich Ihnen unterwegs.«

    Die beiden sind keine Profi-Gangster, deswegen ergeben sich aus ihrem Verhalten viele skurrile und gefährliche Situationen. Kommissar Georg Schüppe und der Reporter Tom Balzack tun alles, um das Leben der Geisel zu retten. Doch der Kampf gegen die Zeit und die Staus fordert Opfer.

     

    Unter den Interessenten, die sich bis zum 01. März beworben haben, suche ich 10 Teilnehmer aus.  Diese müssen mir bis zum 03.03.2017 ihre Klarnamen und Adressen mitgeteilt haben (also bitte nicht bewerben, wenn ihr in dieser Zeit gerade im Urlaub seid oder keine Zeit zum Lesen habt). Das Buch wird sofort verschickt. Es werden nur gedruckte Exemplare verlost, keine ebooks.
    Ich erhoffe mir von dieser Leserunde natürlich zeitnahe Rezensionen auf den üblichen Plattformen (Amazon, Krimi-Couch, Thalia, Mayersche usw.), so dass sich auch der "normale" Leser einen Eindruck von den Abbiegern machen kann.
    Viel Glück bei der Bewerbung und viel Spaß bei der Leserunde. Ich bin regelmäßig im Netz und verspreche,  Fragen zügig zu beantworten.
    LG Thomas Schweres

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