Leider nur ein kurzer Essay, aber einfach großartig. Sprachlich leicht lesbar, aber inhaltlich vielfältig tiefgründig. Thomas Sparr macht Lust, den Zauberberg wieder zu lesen, vor allem aber tauchen für mich Aspekte auf, die ich nicht gesehen hatte auch über Entstehung und den Dichter erfährt man einiges. Im Prolog spürt man gleich die tiefe Verbundenheit Thomas Sparrs zum Werk. Die alphabetische Gliederung ist einfach toll und lässt dem Leser viel Spielraum. Die weiteren Übersetzungen und Rezeption sind ebenfalls interessant
Thomas Sparr
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Thomas Sparr
Der Zauberberg ist neben den Buddenbrocks einer der wohl am bekanntesten Romane des deutschen Schriftstellers Thomas Mann (1875-1955). Auch im einhundersten Jahr nach seiner Erstveröffentlichung im November 1924 entfalltet er noch immer seine unglaubliche Kraft und bewegt den Leser mit seiner Vielzahl an Themen; auch weil sich ihm immer wieder die ein oder andere Parallel zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen aufzeigt.
Der Autor Thomas Sparr ist es in seiner nur 80 seitigen Beschäftigung mit dem Zauberberg und dessen vielschichtigen oftmals auch schweren, schwierigen Inhalten, wie Krieg, Tod, Krankheiten, Demokratie, Antisemitismus, gleichgeschlechtliche Liebe, dem nicht fallenden, aber doch erwartenden Schnee, aber auch dem Menschen selbst, sich auf eine ganz besondere Art & Weise zu nähern: Für jedes der Themen reserviert Thomas Sparr einnen Buchstaben und ermöglicht durch dieses Alphabet der Themen des Zauberbergs eine völlig neue Betrachtungsweise dieses literarischen Werkes. Dem Leser gibt Thomas Sparr somit Alphabet bzw. Lexikon des Zauberbergs an die Hand, die es dem Leser ermöglicht sich dem Werk Thomas Manns auf neue Art zu nähern. Dabei bringt Auseinandersetzung Thomas Sparrs mit dem Roman seine detaillierte Lektüre desselbigen, aber auch profunde Kenntnisse des Autors über das Leben des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann zum Vorschein. Beispielhaft sei hierfür das berühmte "Schnee"-Kapitel, aber auch die intensive Beschäftgigung mit der Namensgebung der Protagonisten Thomas Manns genannt.
Seinem "Alphabet des Zauberbergs" stellt der Autor ein knapp gehaltenes Vorwort voran, dem ein Einblick in die zwölf Jahre währende Entstehungsgeschichte des Romans folgt. Thomas Sparr nimmt aber auch die noch andauernde und bereits einhundert Jahre umfassende Wirkungsgeschichte des Zauberbegrs in den Blick und schließt so den Kreis seiner Auseinandersetzung.
Auch meine Rezension möchte ich mit einer bereits zitierten Stelle abschließen, auch auch keine passenderen Worte hierfür gefunden habe:
"Niemand, der den Zauberberg gelesen hat, vergisst diese Figuren wieder, zuweilen auch das nicht, was sie gesagt haben."
Fazit
5⭐- für ein Essay, welches durch seine ungwöhnliche Auseinandersetzung die Lust an der (Wieder-) Entdeckung des Zauberbergs weckt & eine Vielzahl seines Facetten zusammenfasst.
Vielen Dank an den Autor, dem Berenberg Verlag und die Berliner Kommunikationsagentur "Kirschner Kommunikation" für das Rezensionsexemplar.
Da Thomas Manns 1924 erschienener Roman „Der Zauberberg“ dieses Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, tun wir gut daran uns diesem Buch zu widmen. Passend dazu bietet Thomas Sparrs Neuerscheinung „Zauberberge“ eine tolle Aufarbeitung der zentralen Themen und wichtiger Motive.
Nach einem knappen Vorwort, zeigt Sparr Einblicke in die zwölf Jahre umfassende Entstehungsgeschichte des Romans, bevor er sich in seinem Alphabet des Zauberbergs wichtigen Thematiken des Romans, je einem Buchstaben des Alphabets zugeordnet, widmet und diese schlaglichtartig beleuchtet. Diese Auseinandersetzung fußt zugleich auf einer akribischen Lektüre sowie auf einer umfangreichen Wissensbasis über das Leben des Nobelpreisträgers. So wird bspw., die Namensgebung der Figuren ins engere Blickfeld genommen, ebenso die Gespräche zwischen Settembrini und Naphta oder das berühmte „Schnee“-Kapitel. Selbstverständlich kommen leidtragende Aspekte wie Liebe, Philosophie, Krankheit, Sterben sowie der einkehrende Tod nicht zu kurz!
Schließlich endet das Buch mit einem Blick in die weltweite und immer noch andauernde, bereits hundert Jahre umspannende Wirkungsgeschichte.
Auf wirklich grandiose Weise schafft es der Autor, allein durch dieses dünne Buch, die Lust am (Wieder-)Lesen des Zauberbergs zu wecken und fasst darüberhinaus nahezu alle Facetten des Romans prägnant zusammen.
Wer sich nun fragt, ob der Zauberberg eine Lektüre wert ist, wird seine Frage mit diesem Text ausreichend – eindeutig bejahend – belegt und begründet sehen!
Somit bleibt meines Erachtens kein besserer Schluss, als folgenden Worten des Autors ausdrücklich zuzustimmen:
»Niemand, der den Zauberberg gelesen hat, vergisst diese Figuren wieder, zuweilen auch das nicht, was sie gesagt haben.«
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