Thomas Staufenbiel Rubine im Schnee

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Rubine im Schnee“ von Thomas Staufenbiel

Robert Brandt, Fotograf und künstlerisch begabt, ist Ende Fünfzig und steht mitten im Leben. In einem idyllischen Ferienort betreibt er eine kleine Galerie und vermietet in seinem Haus am Meer Gästezimmer. Doch Roberts Leben war nicht immer so unbeschwert. Geheimnisse ranken sich um ein fast vier Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis und lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Eines Morgens klopft Felia an seine Tür. Mit ihrem alternativen Aussehen, ihrer dazu unpassend erscheinenden Verschlossenheit und den traurigen Augen bringt die junge Frau Roberts geordnetes Leben von einem Moment auf den anderen durcheinander. Als Felia dann auch noch auf ein ungewöhnliches Aquarell stößt, bricht die Vergangenheit erneut über Robert herein …

Alles zusammen ist wichtig, denn all das ist das Leben. Mit dem letzten Satz des Autors im Epilog beginne ich meine Rezension, ......

— GabiR
GabiR

Cover wunderschön - Titel passend - Inhalt lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück........

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

unglaubliches Buch, sehr heftige Geschichte, habe geweint, gelacht, mich geeckelt und nur den Kopf geschüttelt

juli.buecher

Palast der Finsternis

Eine gelungene Überraschung!

Fantasia08

Durch alle Zeiten

Lebensbeschreibung einer Frau, die trotz vieler Widerstände ihren Weg geht. Konnte mich nicht restlos überzeugen.

Bibliomarie

Der Sandmaler

Leider viel weniger, als erhofft.

moni-K

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Alles zusammen ist wichtig, denn all das ist das Leben.

    Rubine im Schnee
    GabiR

    GabiR

    25. January 2016 um 14:09

    Mit dem letzten Satz des Autors im Epilog beginne ich meine Rezension, denn dieser Satz ist so wahr und wichtig für jeden, dass er gar nicht oft genug gesagt werden kann. Passend zum Buch lag dann auch tatsächlich während meines Lesens Schnee, doch ich hab keine Rubine gesehen. Dies blieb mir in meinem - in etwa genau so langen Lebens wie der Protagonist es hat - glücklicherweise erspart. Aber beim Loslassen der Vergangenheit konnte ich dem Ich-Erzähler Robert so manches nachvollziehen. Robert, Ende 50, lebt in einem Haus am Meer, geht dort in einer kleinen Ortschaft seinem *Steckenpferd* nach, führt eine kleine Galerie, die den Künstlern der Umgebung eine Plattform bietet. Nebenbei vermietet er noch ein kleines Appartement in seinem Haus und genau in das möchte eines Tages eine junge Frau für einige Tage einziehen. Sie sieht etwas anders aus als seine sonstigen Gäste, doch er befürchtet, dass sie in keinem anderen Haus ein Zimmer bekommt und nimmt sie auf. Seine Gedanken kreisen den ganzen Tag um sie und sie sitzen gerne zusammen am Abend draußen. Felia hat Probleme, die sie in dieser Auszeit lösen möchte, lässt aber Robert nicht richtig an sich ran. Bis sie eines Abends wieder einmal gemütlich auf der Veranda sitzen und er ihr seine Geschichte, bzw. die letzten 40 Jahre seines Lebens erzählt. Ich kann vieles aufgrund des in etwa gleichen Alters nachvollziehen und musste viel nachdenken. Das Buch ging und geht nicht spurlos an mir vorüber und dafür danke ich Thomas ganz herzlich. Zum Loslassen hab ich genug, wenn auch nicht ganz so unerfreuliche Vorkommen wie Robert. Das Buch ist flüssig geschrieben und gut zu lesen, trotzdem benötigte ich etwas mehr Zeit zum Lesen als bei Büchern mit ähnlicher Seitenanzahl, weil ich einfach zwischendurch immer wieder innehalten und grübeln musste. Es passierte auch seit langem mal wieder, dass ich nach dem letzten Satz nicht sofort zum nächsten Buch greifen konnte. Die Rubine werden bei mir im Regal einen Ehrenplatz erhalten (wäre sogar ein Werk, das ich mir als Hardcover zulegen würde) und ich werde ganz sicher noch öfter danach greifen, denn mit einmal lesen ist es bei dieser (übrigens nicht wahren) Geschichte nicht getan. 5 rubinrote Sterne und wünschenswert wäre ein zweiter Roman, der Felias Leben genauer darstellt, bzw. das was sie nach dem Besuch bei Robert daraus macht. Oder auch das Schicksal eines anderen Menschen, aber auf jeden Fall ein Roman. Danke Thomas, ich bin froh, dich und dein Buch gefunden zu haben.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Rubine im Schnee" von Thomas Staufenbiel

    Rubine im Schnee
    ThomasStaufenbiel

    ThomasStaufenbiel


    VERLOSUNG eines Exemplares meines Buches "Rubine im Schnee" mit persönlicher Widmung.

    Anlass ist ein guter Start am 03. November und inzwischen 270 Likes auf meiner Facebook FanPage "Rubine im Schnee - Thomas Staufenbiel".

    Wie könnt ihr teilnehmen? Schreibt bitte, was ihr aufgrund des Covers oder des Klappentextes bei "Rubine im Schnee" für ein Buch erwartet.

    Viel Erfolg Euer Thomas Staufenbiel

    • 27
  • Rubine im Schnee

    Rubine im Schnee
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    21. January 2016 um 22:43

    Das Cover dieses "Schicksalsromans" (lt. Autor) it schon eine Kunstform und wirklich sehr schön für das Auge des Betrachters, auch passt es zum wesentlichen Kernereignis des Romans, der 2015 als TB im Verlag neun9zig erschienen ist. "Ein Leben zwischen Licht und Schatten Robert Brandt, Fotograf und künstlerisch begabt, ist Ende Fünfzig und steht mitten im Leben. In einem idyllischen Ferienort betreibt er eine kleine Galerie und vermietet in seinem Haus am Meer Gästezimmer. Doch Roberts Leben war nicht immer so unbeschwert. Geheimnisse ranken sich um ein fast vier Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis und lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Eines Morgens klopft Felia an seine Tür. Mit ihrem alternativen Aussehen, ihrer dazu unpassend erscheinenden Verschlossenheit und den traurigen Augen bringt die junge Frau Roberts geordnetes Leben von einem Moment auf den anderen durcheinander. Als Felia dann auch noch auf ein ungewöhnliches Aquarell stößt, bricht die Vergangenheit erneut über Robert herein.... " (Quelle: Buchrückentext) Meine Meinung: Der Ich-Erzähler und Hauptprotagonist Robert lebt am Meer, wo er sich als Endfünfziger einen Lebenstraum gemeinsam mit seiner Frau verwirklichen konnte und vermietet in seinem Haus ein Zimmer. Als die Saison fast zu Ende ist, steht ein 'besonderer Gast', der einige Tage bleiben wird, vor der Tür und Robert nimmt Felia, eine junge, verletzliche Frau, in seinem Haus auf... Sein recht sorgenfreies Leben als Künstler und Galerist wird von einer schmerzhaften Begebenheit aus der Vergangenheit getrübt und auf den Wunsch Felia's erzählt er nach Jahrzehnten die wahre Geschichte... Die nun folgende Handlung des Romans beinhaltet die Biografie von Robert, seine Entwicklung und Loslösung vom Elternhaus, erste Liebesbeziehungen, wobei die erste auf tragische Weise endet und Robert seither Schuldgefühle plagen, die ihn bis zum Romanende begleiten sollen... Auf dieses für ihn verständlicherweise sehr traumatische Ereignis in seinem Leben und den erlittenen Verlust geht der Autor immer wieder ein und er zieht sich auch durch die folgende Liebesbeziehung, die zu Anfang sehr glücklich verläuft und dennoch später zeitweise zu einer persönlichen und räumlichen Trennung führt; das "Ungeklärte" verfolgt Robert auch in die Großstadt... Stilistisch ist der Roman sehr flüssig zu lesen und gerade zu Beginn in einer romantisch-blumigen, poetisch-verträumten und mit großer Emotionalität verbrämter Sprache gehalten; die Charaktere sind facettenreich dargestellt und es mangelt anfangs auch nicht an Tiefe und Authentizität. Einiges jedoch war für mich als Leser in der zweiten Hälfte des Romans nicht nachvollziehbar oder logisch und begann leider, mich etwas zu stören: Warum kam der recht intelligente Robert (Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in Deutschland) nicht auf die Idee, eine Therapie zu machen, statt sich jahrzehntelang mit Schuldgefühlen zu plagen, die mit dem erlittenen Trauma einhergehen? Umso logischer wäre dies gewesen, da die Mutter Ärztin von Beruf ist... Hier (wie auch in der Haltung der Eltern von Robert) wirkt alles etwas konstruiert auf mich - vieles hätte verhindert werden können, wenn Ehrlichkeit, Offenheit und positive soziale Beziehungen innerhalb der Familie von Robert vorhanden gewesen wären.... Hier werden teils Klischees bedient (Ruf und Karriere vor der Wahrheit etc.) und für mich war (obgleich es nicht unrealistisch ist, dass in Familien bestimmte Wahrheiten verschwiegen werden) dieser Schicksalsroman weder spannend noch entspannend, ab der zweiten Romanhälfte eher etwas fade, klischeehaft und langweilig. Fazit: Positiv fand ich "Rubine im Schnee" in sprachlicher Hinsicht. Hier überzeugt der Autor durch seinen Schreibstil, der große Sensibilität und emotionale Tiefe besitzt. Es geht um Lebensthemen wie 'verliebt sein' oder 'Verlust'; jedoch hat mich der Verlauf der Romanhandlung leider nicht überzeugen können, das Ende bzw. die 'Auflösung' war fast etwas vorhersehbar - und evtl. zu erahnen. Von mir gibt es daher 3 Sterne und 76° auf der (100) Werteskala. Bei durchdachterem Handlungsverlauf traue ich Thomas Staufenbiel jedoch durchaus eine Steigerung zu!

    Mehr