Thomas Strässle

 4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Wer andern eine E-Mail schreibt, Gelassenheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden, Schweiz, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden. Heute ist er Leiter des transdisziplinären Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Strässle

Cover des Buches Für den Zweifel (ISBN: 9783596708727)

Für den Zweifel

 (1)
Erschienen am 26.09.2023
Cover des Buches Wer andern eine E-Mail schreibt (ISBN: 9783038200864)

Wer andern eine E-Mail schreibt

 (1)
Erschienen am 24.02.2021
Cover des Buches Für den Zweifel (ISBN: 9783311140368)

Für den Zweifel

 (1)
Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Correspondre par e-mails... (ISBN: 9783038209928)

Correspondre par e-mails...

 (0)
Erschienen am 22.04.2021
Cover des Buches Fluchtnovelle (ISBN: 9783518474488)

Fluchtnovelle

 (0)
Erscheint am 13.10.2024
Cover des Buches Gelassenheit (ISBN: 9783446241831)

Gelassenheit

 (1)
Erschienen am 08.09.1992

Neue Rezensionen zu Thomas Strässle

Cover des Buches Wer andern eine E-Mail schreibt (ISBN: 9783038200864)
varietys avatar

Rezension zu "Wer andern eine E-Mail schreibt" von Thomas Strässle

Nichts Neues, aber sehr amüsant und interessant zu lesen
varietyvor 2 Jahren

Man erfährt zwar nicht viel Neues bei der Lektüre dieses Buches, aber die Kapiteltitel sind so witzig und der Text so knapp, dass man die 120 Seiten extrem schnell gelesen hat. Wenn sich alle dann selber an der Nase nehmen (würden), wäre die E-Mail-Welt viel angenehmer und ruhiger. Einige Überschriften: "Hallo alle!" (zur Anrede), "War ironisch gemeint..." (über das heilkle Thema Ironie), "Ein jegliches hat seine Zeit" (Mails zur Unzeit) oder "BCC: Behind Closed Doors" (das hohe Risiko, wenn man BCC verwendet).

Cover des Buches Fragebogen (ISBN: 9783518470084)
Horatio-Buecherliebes avatar

Rezension zu "Fragebogen" von Tobias Amslinger

Provokant / intensiv / aufrüttelnd
Horatio-Buecherliebevor 3 Jahren

Der Schweizer Max Frisch (*1911, +1991), Journalist, Architekt und freier Schriftsteller, ist bekannt für seine Theaterstücke und Romane, die sich häufig mit der Frage nach der Identität des modernen Menschen beschäftigen.

Ein wesentlicher Teil seines Werks war für ihn daneben aber auch das Tagebuch. Nicht als regelmäßig aktualisiertes, chronologisches Notizbuch, sondern als gleichberechtigte und eigenständige Prosaform, die auch fiktionale Elemente beinhalten durfte. In seiner zweiten, als „Tagebuch 1966-1971“ betitelten Text- und Skizzensammlung, erschienen bei Suhrkamp 1972, experimentiert Max Frisch neben anderen Elementen immer wieder auch mit der Textform des Fragebogens.

Im Tagebuch finden sich elf sogenannte „Fragebögen“ zu unterschiedlichen ganz persönlichen und auch gesellschaftlichen Themen. Mit jeweils fünfundzwanzig knappen, äußerst geschickt gestellten Fragen, bringt er die Lesenden dazu, sich auf der Suche nach den vermeintlich einfachen Antworten, sehr eingehend und differenziert mit sich selbst (und vielleicht auch mit anderen) auseinanderzusetzen.

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Was empfinden Sie als Verrat:     a) wenn der andere es tut? b) wenn Sie es tun?

Wie viele Freunde haben sie zur Zeit?

Halten Sie die Dauer einer Freundschaft (Unverbrüchlichkeit) für ein Wertmaß der Freundschaft? (...)

Wer die Fragen ernst nimmt, wird auf der Suche nach Antworten dazu gezwungen sein, eigene Positionen zu entwickeln und innerlich Stellung zu beziehen. Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Identität ist nicht immer angenehm, kann aber sehr aufschlussreich und eine bedeutende Erfahrung sein. Nach mehr als 50 Jahren sind die Fragebögen immer noch äußerst aktuell und provokant.

Dem „Tagebuch 1966-1971“ entnommen, wurden die elf Fragebögen 1992 in einem einzelnen Band „Fragebogen“, Max Frisch, erschienen bei Suhrkamp,  zusammengefasst. In einer erweiterten  Ausgabe kamen noch einmal drei weitere Fragebögen aus dem Nachlass hinzu.

Die legendären „Fragebögen“ sind ungeheuer intensiv, provokant und mittlerweile Kult. Eine ganz klare Empfehlung, nicht nur für verregnete dunkle Novemberwochenenden!

Cover des Buches »Wie Sie mir auf den Leib rücken!« (ISBN: 9783518425848)
M

Rezension zu "»Wie Sie mir auf den Leib rücken!«" von Max Frisch

Annäherung von vielen Seiten her
M.Lehmann-Papevor 7 Jahren

Annäherung von vielen Seiten her

In Bezug auf Max Frisch ist die Gattung des „Schriftstellerinterviews“, wie sie der Herausgeber des Bandes, Thomas Strässle benennt, eine in besonderem Maße gehaltvolle.

„Er war ein Autor, über dessen Texte sich umgehend die Frage nach den Entstehungshintergründen, insbesondere den autobiographischen, stellt“.

Und darin enttäuschen die, bedacht ausgewählten, Interviews im Buch nicht.

Über alle Lebensphasen hinweg führen die abgedruckten Gespräche, vom „jungen Autor“ hin zum erfahrenen und mit Lebensweisheit ausgestatteten Denker („Ich kann mir kaum vorstellen, dass ohne politisches Bewusstsein große Literatur entsteht“) von 1989).

Und doch findet sich, fast durchgehend im Hintergrund, auch die kritische Haltung Frischs zum Interview, darin gipfelnd, dass er 1982 im Tagebuch notiert:

„Was erwartet man von einem Schriftsteller? Das er Interviews gibt!“.

Wo doch, wie er an anderer Stelle betont, die Leute ja eigentlich einfach auch nur seine Bücher lesen könnten“.

Worin dann aber u.a. seine Beziehung zu Ingeborg Bachmann nicht in derselben expliziten Form von ihm dargestellt wird, wie es in einem der INt4erviews geschieht. Allerdings muss sich dabei der Leser im klaren sein, dass Frisch den Unterschied zwischen „persönlich“ und „privat“ gut einzuhalten versteht.

Persönlich sind seine Interviews immer, ohne jedoch intime, private Details zu thematisieren. Es sind durchaus auch die „großen Themen der Zeit“, auf die Frisch, wie in seinen Werken, auch in den Interviews mit klarer, erkennbarer, persönliche Haltung eingeht.

Eher also „das Gespräch“, mit dem Erkenntnisse auf Augenhöhe befördert werden war die von Frisch bevorzugte Art und Weise, einander zu solchen Anlässen zu begegnen, als die reine „Informationsbeschaffung“ im Frage und Antwort Spiel.

Sehr lebendig und anregend sind dabei die Interviews zu verschiedenen Themen Im Buch zu lesen mit einem immer präsent wirkenden Max Frisch.

Vom Anspruch, öffentlich Einfluß zu nehmen, davon, dass „wir die Welt anders einrichten müssen“ (was im Weiteren auch mit der Frage der Emanzipation zusammenhängt, die wiederum seine Beziehung zu Bachmann stark mit geprägt hat), bis dahin, dass die „Literatur Möglichkeiten aufzeigen sollte“ und das „ohne Widerstand keine Hoffnung ist“.

So bietet dieser Sammelband einen interessanten Überblick der Themen und Positionen des Autors und eine chronologisch geordnete Darstellung seiner intellektuellen Biografie, die auch für die Gegenwart grundlegendes mitzuteilen hat und es allemal wert ist, gelesen zu werden.

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