Thomas Straubhaar Der Untergang ist abgesagt

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Inhaltsangabe zu „Der Untergang ist abgesagt“ von Thomas Straubhaar

Irgendwann wird Deutschland entvölkert sein. Nur in den Großstädten werden noch junge Menschen leben - alle mit Zuwanderungsgeschichte. Greise irren durch verwaiste Dörfer auf der Suche nach blühenden Landschaften. Das ist- überspitzt-das Untergangsszenario, das Medien und Meinungsmacher gern propagieren - und das nach der Diagnose des Volkswirts Thomas Straubhaar unhaltbar ist. Mit Leidenschaft und Fachkenntnis entlarvt er gängige Prognosen des demografischen Wandels als Mythen. Zwar birgt der demografische Wandel ernstzunehmende Probleme. Er bietet aber auch Chancen. Die Risiken zu minimieren und die Chancen zu nutzen, wird die gesellschaftliche und politische Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sein. Keine einfache Aufgabe, aber eine durchaus lösbare, betont der renommierte Ökonom. Denn es ist die unberechtigte Angst vor dem demografischen Wandel, die uns lähmt und daran hindert, die Zukunft positiv zu gestalten. Thomas Straubhaar setzt gegen den grassierenden Pessimismus Entmythologisierung, Selbstvertrauen und Vernunft: Als stabile Demokratie und gesunde Volkswirtschaft kann Deutschland den Wandel gestalten. Der Untergang ist abgesagt!

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  • Ein Buch bringt in eine Debatte voller Mythen wieder etwas volkswirtschaftliche Vernunft

    Der Untergang ist abgesagt
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. April 2016 um 09:54

    Während viele das Schrumpfen und die Vergreisung der Bevölkerung in Deutschland fürchten, sieht der Ökonom Thomas Straubhaar keinen Grund zur Panik. In seinem Buch "Der Untergang ist abgesagt" stellt er düstere Zukunftsprognosen infrage und argumentiert gegen die Mythen des demografischen Wandels, die er am Ende seines Buches noch einmal zusammenfassend entlarvt und Alternativen aufzeigt.Dabei leugnet er nicht die Anzeichen des demographischen Wandels, warnt aber vor den falschen Reaktionen. Es sei wenig hilfreich, sich von solchen verhaltensgetriebenen Entwicklungen ängstigen zu lassen. Viel klüger sei es, rechtzeitig auf diese Veränderungen zu reagieren und die Rahmenbedingungen anzupassen. Deutschland sollte Vorsorge treffen, so Straubhaar, dass sich auch bei einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung die Lebensbedingungen nicht verschlechtern, sondern verbessern.Seit viele Flüchtlinge ins Land kommen, hört man immer wieder, sie würden helfen, den demographischen Wandel und auch den Fachkräftemangel zu linden und sogar unsere Rentenkassen sanieren. Doch Straubhaar warnt davor, die Zuwanderung zu instrumentalisieren. Weder sei Zuwanderung die Ursache von strukturellen Problemen oder grundsätzlichen Problemen des Sozialstaats, noch  die Lösung für diese Probleme. Die Auswirkungen der Zuwanderung würden in beide Richtungen massiv überschätzt.Für die Rentendebatte bringt er wie andere vor ihm die Idee eines Grundeinkommens in die Debatte. Doch die Verschiebung der politischen Macht von den Jungen zu den Älteren macht ihm Sorge:„Die Alten werden die Jungen zahlenmäßig dominieren. Das kann ein Riesenproblem werden. Die Folgen konnten wir sehr schön sehen bei dem so genannten Rentenpaket, dass sich die ältere Generation zulasten der Jüngeren gegönnt hat.“Doch mit Selbstvertrauen und Vernunft, so seine Hoffnung, kann Deutschland als stabile Demokratie und gesunde Volkswirtschaft auch diesen Wandel gestalten.Ein Buch, das geeignet ist, in eine Debatte voller Mythen wieder etwas volkswirtschaftliche Vernunft zu bringen.

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