Thomas Sweterlitsch Tomorrow and Tomorrow

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tomorrow and Tomorrow“ von Thomas Sweterlitsch

It is ten years since the attack that reduced Pittsburgh to ashes. Today all that remains is the Archive: an interactive digital record of the city and its people. John Dominic Blaxton is a survivor, one of the 'lucky ones' who escaped the blast.§§Crippled by the loss of his wife and unborn daughter, he spends his days immersed in the Archive with the ghosts of yesterday. It is there he finds the digital record of a body: a woman, lying face down, half buried in mud. Who is she ...and why is someone hacking into the system and deleting the record of her seemingly unremarkable life? This question will drag Dominic from the darkest corners of the past into a deadly and very present nightmare. (Quelle:'Flexibler Einband/17.07.2014')

Slipstream kippt sauber in Near Future Thriller – toll konstruiertes Buch mit intensiven Innenansichten eines Cyberpunk-Drogensüchtigen

— StefanEgeler
StefanEgeler

sehr gut

— sunshineladytestet
sunshineladytestet

Stöbern in Romane

Zeit der Schwalben

Sehr berührend

Amber144

Die Kapitel meines Herzens

Ein mitreißend verfasster Roman für bibliophile Zeitgenossen und Fans der Brontë-Epoche.Literarische Unterhaltung mit Niveau und viel Esprit

seschat

Tochter des Diktators

Beeindruckender Roman über die Liebe, die eigentlich nie passiert ist, und ein Leben, das nie stattgefunden hat. Fein erzählte Biografie.

FrauGoldmann_Buecher

Palast der Finsternis

Effektvoller Schauerroman-Genremix - gut geschrieben und mit anfänglicher Sogwirkung. Leider Punkteinbußen in Aufbau und Auflösung.

lex-books

Am Ende der Reise

Eine berührende, tragisch-komische Familiengeschichte, die zwischen den Zeilen zum Nachdenken anregt.

HarleyQ

Der Meisterkoch

Märchenhaft à la 1001 Nacht. Abenteuerlich, phantastisch, romantisch - spricht alle Sinne an. Geheimnisvoll und spannend bis zum Ende.

hasirasi2

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Slipstream kippt sauber in Near Future Thriller – toll konstruiertes Buch mit intensiver Innenwelt

    Tomorrow and Tomorrow
    StefanEgeler

    StefanEgeler

    02. June 2017 um 18:26

    Vorweg: Ich habe die englische Version gelesen. Da das Buch insgesamt eher anspruchsvoll ist, war das ein bisschen anstrengend, aber auch großartig. Lesern, die sich komplexere Literatur auf Englisch zutrauen, kann ich die englische Version gut empfehlen. Zur Story: John Dominic Blaxton, Protagonist und Ich-Erzähler, ist ein gescheiterter Literat. Er hätte wohl irgendwann in seiner Heimatstadt Pittsburgh, USA, einen unter Kennern gelobten kleinen Lyrik-Verlag gegründet, wenn nicht vorher ein Attentat mit einer Atombombe Pittsburgh vollständig ausgelöscht hätte. 10 Jahre später ist Blaxtons Problem, dass er während des Attentats auf einer Konferenz in Florida war. Er hat überlebt. Seine schwangere Frau aber nicht, und mit ihr ist auch seine Energie für eigene Pläne verloschen. John ist ein gebrochener Mann. Die Vereinigten Staaten haben nach Pittsburg nicht nur eine Rechtsaußen-Schönheitskönigin zur Präsidentin gewählt, es wurden auch alle bekannten Daten zu Pittsburg und den damaligen Einwohnern in das „Archiv“ gesteckt, eine Art virtueller Konserve, die sich wie eine Mischung aus Second Life und der Matrix anfühlt. John prüft für Versicherungsfirmen (jetzt noch, 10 Jahre später!), ob während des Anschlags Gestorbene vielleicht vorher schon tot waren (dann müssten die Versicherungen nämlich die Lebensversicherung nicht auszahlen). John ist nicht besonders technikaffin, aber er ist gut darin, die letzten Sekunden Verstorbener zu rekonstruieren, solange er nicht zu seiner verstorbenen Frau abschweift. Als er aber bestimmte Fehler im Archiv entdeckt, die auf Hackerangriffe hindeuten, bringt ihn das bald ins Visier ganz realer Mordbuben. Stellt sich nur noch die Frage, ob John überhaupt leben will. Meinung: Thomas Sweterlitsch hat in seinem Buch einen intensiven und sehr coolen Ansatz gewählt. Der Roman zerfällt nämlich kunstvoll in drei Teile. Am Anfang der Geschichte folgt man als Leser dem selbstmitleidigen, drogensüchtigen Protagonisten, der mehrmals pro Textseite zwischen verschiedenen Wahrnehmungsebenen Wechselt: Der Realität „10 Jahre danach“, seiner Frau zu verschiedenen Zeiten, dem Archiv an sich, und irgendwelcher Werbung, die ihm von seiner „Adware“ direkt ins Gehirn gespielt wird. Und der Punkt ist: Das geht auf. Ich musste immer wieder Seiten mehrmals lesen, aber jedesmal war mir danach klar: Ja, der Autor hat es ganz klar unterschieden. Dieser Charakter, John Dominic Blaxton, springt in seinem Kopf zwischen verschiedenen Ereignissen hin- und her. Der Autor hat das im Griff, verlangt dem Leser damit aber einiges ab. Dieser Roman ist kein Buch für die U-Bahn. Aber wenn man sich darauf einlässt, kann man ein tolles Puzzle zusammensetzen: Wie sieht die Realität aus, in der Blaxton lebt? Wie funktioniert das Archiv? Was ist diese Adware, von der er die ganze Zeit redet? Dieses Puzzlespiel und die intensive Beschreibung eines leidenden Mannes machen den ersten Teil der Geschichte zu einer unwahrscheinlich starken psychologischen Darstellung eines Cyperpunk-Drogensüchtigen. Etwa zur Hälfte des Buches kippt diese Darstellung dann in einen spannenden Near Future Thriller um, und zwar innerhalb von zwei Seiten. Ich meine damit nicht „jetzt wird es spannend und vorher war es ein bisschen öde“. Nein! Vorher war das Buch eine saubere, perfekt konstruierte psychologische Cyperpunk-Geschichte, dann kommen zwei Seiten Text, und danach ist die Geschichte ein sauberer, perfekt konstruierter Thriller. Ich habe sowas noch nie gesehen. Allein dafür sollte man das Buch lesen. Nur, als Warnung: Der Thriller-Teil ist wirklich gut, ein echter, reinrassiger Thriller. Das betrifft leider auch die (manchmal mangelnde) Komplexität der Antagonisten. Die Geschichte kippt erneut, aber da würde ich jetzt zu viel verraten. Zusammenfassung: Bevor man das Buch in die Hand nimmt, sollte man sich bewusst sein, dass man eine anspruchsvoll konstruierte Geschichte lesen wird. Wer das nicht mag, ist mit einem „klassischen“ Cyberthriller-Autor besser beraten. Wer es allerdings ideenreich, nicht-linear und anspruchsvoll mag, der ist mit dieser Geschichte absolut richtig aufgehoben. Insgesamt denke ich aber gern an diese kluge, kunstvolle Buch.

    Mehr
  • top buch

    Tomorrow and Tomorrow
    sunshineladytestet

    sunshineladytestet

    10. May 2015 um 02:15

    VOm Heyne Buchverlag. Thomas Carl Sweterlitsch ist der Autor. Pittsburgh wurde zerstört,10Jahre ist das ganze her. Glücklicherweise mag man meinen,wurde aber die Stadt virtuell in einem Archiv gespeichert,was den Wiederaufbau virtuell ermöglicht. Dort ermittelt ein John bei unaufgeklärten Fällen und ihn lässt die ganze Zeit ein Fall einer Frau nicht los. Diese ist nicht nur wunderschön,sie wurde ermordet und all ihre Daten wurden im Archiv von Leuten gelöscht,sowie auch somit in der virtuellen Welt. Weshalb nur,somit hat er einen Grund weiterzumachen und zu ermitteln. Auch wenn er eigentlich nur Todesfälle im Auftrag einer Versicherung prüfen soll,kommt ihm das ganze einfach zu komisch vor. Recht hat er,denn das ganze wird noch ganz schöne Überraschungen aufdecken,mit denen er anfangs niemals gerechnet hat. Man sieht eine Virtuell lebende Welt,in der er alle beobachten kann und alles sehen kann,selbst in Wohnungen. Das ist halt die Zukunft des Archives. Aber das er soviel entdecken wird,war ihm anfangs nicht bewusst. Ich finde es auch total spannend,das man mithilfe des Archives halt auch Leute treffen kann die schon tod sind. Er kommt so leider nie so richtig von seiner Frau weg,zu Anfang macht ihm das ganz schön zu schaffen habe ich das Gefühl. Wie soll man auch Abschied nehmen,wenn man sich virtuell dann doch wieder sehen kann und zusammen hinlegen kann etc. Gute Idee, mit erschreckendem Science-Fiction (wer möchte schon sein Gehirn total vernetzt haben),jedoch andererseits sind da halt auch die Vorzüge. Hat man dieses Buch erst einmal angefangen mag man es kaum aus der Hand legen, da man immer begierig ist zu erfahren wie es weitergeht. Weniger wegen der eigentlichen Geschichte, die teilweise ziemlich abstrus ist, sondern wegen der Version der Zukunft, die in dem Buch geschildert wird. Irgendwie schon faszinierend das ganze,wenn man sich das so vorstellt. UNd einiges davon könnte in Zukunft evt sogar Wirklichkeit werden,das ist ja das was einen irgendwie so reinfühlen lässt. Denn wer weiss schon was in der Zukunft alles möglich sein wird. Es gab in der Vergangenheit genügend Entwicklungen,die damals niemand für möglich gehalten hätte. Also mich als Träumerin hat das echt aus der Realität eine ganze Weile rausgeholt. Faszinierend beschrieben und ziemlich detaiert was mir sehr gut gefiel. Nicht nur schwammig und ein paar Infos,sondern sehr gut vom Autor alles so beschrieben,das man sich das ganze auch vom Kopf her wirklich genau vorstellen konnte in Real.

    Mehr