Thomas Terberger Atlas der Vorgeschichte

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Inhaltsangabe zu „Atlas der Vorgeschichte“ von Thomas Terberger

Über eine Million Jahre Menschheitsgeschichte in Europa veranschaulicht in einzigartigen Karten.

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  • Rezension zu "Atlas der Vorgeschichte" von Siegmar von Schnurbein

    Atlas der Vorgeschichte
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    17. May 2010 um 17:41

    Neu entwickelte Karten, aktuelle archäologische Erkenntnisse und ein modernes Konzept machen das Buch zu etwas Besonderem unter den archäologischen Übersichtswerken. Auf den ersten Blick allerdings scheint sich der 2009 erschienene “Atlas der Vorgeschichte” nicht wesentlich von den zahlreichen Archäologieatlanten der letzten Jahre zu unterscheiden. Das Werk über Europa von den ersten Menschen bis Christi Geburt kommt von design und layout sogar recht konventionell daher. Schaut man schließlich als erstes in das Inhaltsverzeichnis, so findet man dort eine chronologisch saubere, schön übersichtliche Gliederung. Was bei der Lektüre zunächst auffällt, ist, dass nicht zum wiederholten male viele Seiten mit der Darstellung archäologischer und archäometrischer Verfahren gefüllt werden, sondern, dass es nach einer kurzen aber interessanten Einführung mit den Sammlern und Jägern des Europa der Alt- und Mittelsteinzeit gleich in medias res geht. In der Einführung geht es vor allem um die Verbindung von Archäologie und Geografie, nicht zuletzt um die Geschichte der Kartografie. Und, ganz wichtig für die Nutzung des Atlanten, wird auf die methodischen Grenzen und Schwierigkeiten bei seiner Erstellung hingewiesen. Die Konzentration auf das zeitlich sehr weitgefasste Thema „Europa von den ersten Menschen bis Christi Geburt“ bietet die Möglichkeit, diese rund 1,3 Millionen Jahre in seiner ganzen zeitlichen Tiefe und kulturellen Weite zu behandeln. Im Rahmen der Rezension soll hier einmal weniger auf die übersichtlichen und auf dem neuesten Stand befindlichen Texte, die angesichts des gewaltigen Bogens, der im Atlas der Vorgeschichte gespannt wird, zwangsläufig nicht erschöpfend sein können, eingegangen werden. Es sind auch nicht die Abbildungen und thematischen Schaukästen, die bei dieser Buchbesprechnung im Zentrum stehen. Selbst dann nicht, wenn sie archäologische Funde und Grabungsergebnisse vorstellen, über die der interessierte Leser selbst erst vor relativ kurzer Zeit durch spektakuläre Ausstellungen und Buchveröffentlichungen erfahren hat. Erinnert sei hier nur an Göbekli Tepe in Zusammenhang mit der Ausstellung „Die ältesten Monumente der Menschheit“. Vielmehr stehen die Karten und Grafiken ganz im Zentrum dieser Betrachtungen. Auffällig ist das Bemühen die jeweils vorgestellten Kulturen mit den natürlichen Rahmenbedingungen in Verbindung zu bringen. Dazu gehören nicht nur die Kartografische Darstellungen von Flora und Fauna, der Vereisung und der entsprechenden Landsenkungen und –hebungen, sondern auch eine Klimaleiste, die sich in allen wichtigen Epochen wiederfindet und bestimmte klimatische Veränderungen, deren Ursachen und Folgen veranschaulicht. Überhaupt ist der Aspekt des Überblicks, aber auch der Veränderungen, der kulturellen Dynamik und die anschauliche Darstellung der kulturellen Unterschiede zeitgleich existierender Gesellschaften im Großraum Europa eine besondere Stärke der rund 120 Karten. Und wenn es, wie im Falle der räumlich und zeitlich hochkomplexen Ausbreitung der neolithischen Revolution, notwendig ist, dann werden eben kartografische Zeitscheibenserien produziert. Oder wenn es etwa um die Etablierung von neuen Siedlungsformen in Europa geht wird dieser Prozess beispielsweise in einer Kartenserie dargestellt, die die Jahre 5800, 5300, 4800 und 4300 vor unserer Zeit beleuchtet. Gerade diese Zeitscheibenserien sind es, die ein besonderes Verständnis von räumlich- kulturellen Prozessen vermitteln. Die Chronologietabellen am Ende des Anhangs bieten schließlich eine hervorragende Gesamtübersicht für jene, die diese teilweise wie Periodensyteme anmutenden Matrixen lesen können. Tatsächlich wird der Atlas der Vorgeschichte dem Anspruch seines Herausgebers weitestgehend gerecht, sowohl interessierte Laien anzusprechen, sich für den Schulunterricht zu eignen und auch der universitären Ausbildung dienen zu können. Die Vorgeschichte Europas von den ersten Menschen bis Christi Geburt ist mithin das Werk einer Reihe hochkarätiger Wissenschaftler, die zu den kompetentesten Fachleuten der jeweils behandelten Epoche gehören. Und nicht zuletzt der Herausgeber, Siegmar von Schnurbein, lange Jahre erster Direktor der Römisch- Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts bürgt für den soliden und innovativen inhaltlichen Ansatz, der sich in Form von Forschungsclustern zu verschiedenen Schwerpunkten, darunter eben auch der Geoarchäologie, seit Beginn des 21. Jahrhunderts in der internationalen Archäologie durchzusetzen beginnt. Dieser innovative Aspekt hat auch im Atlas der Vorgeschichte Niederschlag gefunden. Deshalb gehört, wie Hans- Joachim Gehrke, Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts in seinem Vorwort feststellt, neben jedes Geschichtsbuch und jeden Grabungsbericht der sich mit der Geschichte Europas von den ersten Menschen bis Christi Geburt befasst, auch der hier vorgestellte Atlas der Vorgeschichte.

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