Cover des Buches Das verbotene Eden - David und Juna (ISBN: 9783426283608)flyingelles avatar
Rezension zu Das verbotene Eden - David und Juna von Thomas Thiemeyer

Rezension zu "Das verbotene Eden. David und Juna" von Thomas Thiemeyer

von flyingelle vor 10 Jahren

Review

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flyingellevor 10 Jahren
Meinung: Ich bin ja wirklich niemand, dem das Cover eines Buches wichtig ist. Aber das von Das verbotene Eden hat mir leider gar nicht gefallen. David konnte ich ja noch was abgewinnen, obwohl ich die Pose total gestellt und sein Aussehen unpassend finde, aber Juna? Meiner Meinung nach hätte man das Cover viel einfallsreicher und schöner gestalten können. Aber dafür ist es innen ja um so schöner! Wenn man das Buch aufklappt sieht man eine wunderschöne Karte, die nicht nur zur Deko dort ist. Mir diente sie ebenfalls zur Orientierung an der Story und hat die Vorstellungen, die ich hatte ergänzt. Und nicht nur die Karte war schön gemacht: Vor jedem Teil, von denen es drei gibt, gibt es einen Brief aus der Zeit, in der die Welt zusammenbrach. Diese waren auf zerknitterten Papier geschrieben und allgemein wirklich schön gemacht. Völlig begeistert wollte ich mich dann also ans lesen machen - doch leider haperte es. Ich bin ja wirklich ein Freund von vielen Beschreibungen, um sich die Umgebungen besser vorzustellen und so weiter, aber hier wurde es mir etwas zu viel. Wirklich gefesselt war ich Anfangs wirklich nicht, David und Juna lebten so vor sich hin und es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Auf die eigentliche Story und das Virus wird erst später richtig eingegangen, was ich ziemlich schade fand. Denn bei einer Dystopie ist für mich die Idee am wichtigsten - die ja schon mal der Hammer war. Obwohl es im Moment fast nur noch Dystopien auf dem Fantasy Markt gibt, ist es Thomas Thiemeyer gelungen etwas völlig neues und eigenes zu erschaffen. Später wurde allerdings mehr auf diese großartige Idee eingegangen und es wurde richtig spannend! Ab der Mitte des Buches ist es wirklich fesselnd und gen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Besonders die Liebe zwischen David und Juna hat mich berührt. Shakespears Romeo und Julia spielt eine wichtige Rolle in dem Buch, und auch David und Juna erinnerten mich an die beiden. Sie waren beide völlig verschieden, besonders zu Anfang, doch Thomas Thiemeyer gelang es wirklich gut, eine zarte Liebe, die man auch nachvollziehen konnte, zwischen den beiden zu spinnen. Ich konnte mich mit beiden, David und auch Juna, gut identifizieren und ihre Taten nachvollziehen. Besonders beeindruckt hat mich Davids Wandlung in dem Buch, denn gegen Junas, die zwar auch eine ordentliche Wendung in Sachen Ansichten gemacht hatte, aber vom Wesen her gleich geblieben ist, ist sie enorm. Als das Buch begann, war er schüchtern und versteckte sich in seinem Schneckenhaus. Seine Ansichten waren großartig, doch er sagte kaum seine wahre Meinung. Das kehrte sich zum Ende ins komplette Gegenteil. Aus einem Jungen wurde ein Mann. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gelungen. Sie wurden allesamt realistisch, aber auch kreativ vorgestellt und haben erneute Spannung in die Handlung gebracht. Allgemein bin ich der Ansicht, das Thomas Thiemeyer alles gut darstellen konnte. Obwohl zwar eine Dystopie, war das Buch gut nachzuvollziehen, und das hat mir besonders gut gefallen. Es gelingt wirklich nicht jedem, alles so natürlich darstellen zu können wie es ihm gelang. Selbstverständlich war auch sein Schreibstil entscheidend für das Buch. Er war gut zu verstehen, aber ich merkte bei Thomas Thiemeyer eine ganz besondere Begeisterung für Sprache, die man auch öfter im Inhalt selbst zu sehen bekommt. Ich musste mich nicht anstrengen, um alles zu verstehen, und doch hatte ich großes Lesevergnügen an der Ausdrucksweise des Autorens. Fazit: Obwohl das Buch sich erst später richtig entfaltet, und meiner Meinung nach das Potential noch nicht vollkommen genutzt wurde, hat es mir sehr gut gefallen. Eine ganz neue und eigene Dystopie, in der die Liebe wunderschön dargestellt wurde. Ich freue mich sehr auf den 2. Teil und hoffe, dass sich die Reihe noch steigern wird! Zitate: Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, dass wir Menschen nicht dazu geboren wurden, eingeschlechtlich zu leben. Es war ein Unfall, ein Unglück - vermutlich selbstverschuldet. Manche sagen, es war eine Strafe der Götter, doch mit solche Äußerungen wäre ich vorsichtig. Wir sollten aufhören, die Verantwortung für unsere Handeln immer den Göttern aufs Auge zu drücken. - Seite 301 Keine Frage, die Kunst des Lesens war etwas, um das sie ihn beneidete. Was musste das für ein Gefühl sein, in fremde Welten einzutauchen, nur mit den Augen und durch das Zusammensetzen einiger kryptischer Zeichen? Buchstaben wurden zu Worten, Worte zu Sätzen, und auf einmal befand man sich in einer fremden Stadt oder in einem fremden Land. Ganze Welten ließen sich so binnen eines Wimpernschlags durchqueren. Juna spürte, welche Macht bedrucktes besaß, welche Möglichkeiten, aber auch welche Versuchungen. Es war so schön. Man konnte Abenteuer erleben, in ferne Gebiete reisen, an der Seite großer Heldinnen in die Schlacht ziehen - und etwas über die Liebe erfahren. - Seite 259/260
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