Rose ist für mich ein Buch, das man nach der letzten Seite nicht einfach zuklappt und dann war’s das. Es ist eine Geschichte, die nachhallt. Mich hat sie sehr berührt und nicht mehr losgelassen. Das Buch habe ich in einem Rutsch bis spät in die Nacht durchgelesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht.
Sie hat mich emotional gepackt und mich mitgenommen durch Rays Leben. Sie hat mich weinen, lachen und vor allem ganz doll fühlen lassen. Mich durch Rays Erinnerungen, die immer wieder verschwommen sind, mitgenommen. Er bringt immer wieder Zeiten und Orte durcheinander und weiß manchmal nicht mehr genau, was Gegenwart ist. Eine Geschichte, die ganz viel Gefühl und Verzweiflung in sich trägt.
Ich konnte mich sehr gut in ihn hinein versetzen und nachempfinden, wie sich seine Welt anfühlen muss.
Und obwohl das Thema Demenz natürlich schwer ist, ist das Buch nicht nur traurig oder bedrückend. Es gibt viele warme und gefühlvolle Momente. Vor allem die Verbindung zwischen Ray und Rose ging mir sehr nahe. Warmherzig und innig und man spürt, wie sehr sie Ray Halt gibt. Bei ihr findet er Ruhe und ein Stück Geborgenheit.
Die Geschichte macht aber auch klar, wie hilflos ein Mensch mit Demenz sein kann.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und auch die Sprünge zwischen dem hier und jetzt sowie der Vergangenheit konnte ich gut nachvollziehen. Die Personen wurden so beschrieben, das ich ganz doll mit ihnen fühlen konnte.
Von mir eine klare Leseempfehlung nicht nur für alle, die gerne emotionale Romane lesen sondern auch für jeden, der zB einen Demenz erkrankten Menschen in seiner Nähe hat. Dieses Buch kann helfen, ein Stück weit mehr zu verstehen und sich in diese Personen hinein zu versetzen.
Danke Thomas, dass du uns mit auf diese Reise von Ray genommen hast.
















