Thomas Vogel Die GoldenenÄpfel der Hesperiden

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Inhaltsangabe zu „Die GoldenenÄpfel der Hesperiden“ von Thomas Vogel

"Was man verspricht, muss man halten." Auch wenn seit dem Versprechen Jahrzehnte schon vorübergegangen sind: versprochen ist versprochen. Das gilt auch für Strafarbeiten. Charlie sitzt im Flieger nach Teneriffa. Nach über 25 Jahren Schuldienst fühlt er sich reif für die Insel, reif für eine Auszeit. Zum Luftholen, zum Durchatmen. Zum Zusichkommen. Und um endlich eine Wette einzulösen, eine alte Zusage wahrzumachen. Das glaubt er sich und seinem verstorbenen Freund Simon schuldig zu sein. Sie hatten versprochen als Wiedergutmachung für einen handfesten Betrug einen Roman zu schreiben. So hatte es jedenfalls die Deutschlehrerin verlangt, und so hatten sie es ihr hoch und heilig versprochen. Freilich, um was genau es in diesem Roman gehen sollte, wusste Charlie längst nicht mehr. Lediglich der vielversprechende Titel stand fest und hat sich so in seinem Gedächtnis festgesetzt: "Die Goldenen Äpfel der Hesperiden". Und eben diese Goldenen Äpfel, diese Sehnsuchtsfrüchte, liegen, dem antiken Mythos zufolge, auf den Kanarischen Inseln. Den Inseln der Glückseligen.

Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Liebe und kleine Heldentaten, die den Alltag durchbrechen!

— miro76
miro76

Eine Verbindung von heiterer Leichtigkeit und Schwere!

— Miamou
Miamou

Eine ganz nette Geschichte zweier Menschen, die in ihrer Trauer zueinander finden ... Ist es Liebe oder die Verbundenheit der Trauer ...

— 19angelika63
19angelika63

Ein mit guten Gedanken angereichertes sehr schönes Buch!

— piapan
piapan

Ein etwas andersartiger Roman, der aber eine Bereichung in meinem Lesefluss war.

— esposa1969
esposa1969

Es geht um Freundschaft, ein Versprechen, das gehalten werden muss, Träume, Mythen und auch Liebe. Anspruchsvoll und wunderbar zu lesen.

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Zwei Jungs, eine Lehrerin - und zwölf Herkulesaufgaben

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    Ginevra

    Ginevra

    02. November 2014 um 17:34

    Charlie und Simon waren zwei aufgeweckte Schüler, die einen Pakt schlossen: gemeinsam wollten sie die zwölf Aufgaben des Herkules nachahmen, übertragen auf die heutige Zeit. So springen sie vom 10-Meter-Turm im Schwimmbad, trampen mit 10 Mark 1000 km weit, helfen bei der Olivenernte auf Kreta usw. - doch die letzte und schwerste Aufgabe steht noch aus: die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen. Da die beiden weder wissen, was überhaupt damit gemeint ist, noch wo der Garten sein soll, verschieben sie diese Aufgabe. Sie gehen beide ihre Wege, studieren, heiraten, bekommen Kinder. Als Simon auf tragische Weise das Leben verliert, bleibt Charlie allein zurück - und macht sich auf die Suche nach dem Garten der Hesperiden, der ihn nach Teneriffa führt. Dort trifft er auf Simons Schwester Julia, die vor Jahren dorthin auswanderte. Aus dem anfänglichen Mißtrauen wird bald eine intensive Zuneigung, Erinnerungsn an Simon werden wach - und die letzte Aufgabe erscheint dringlicher denn je... Thomas Vogel, 1947 in Sindelfingen geboren, studierte Romanistik, Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte in Tübingen. Er leitet seit Jahren die Kulturredaktion des SWR, ist Honorarprofessor an der Uni Tübingen und veröffentlichte seit 2001 bereits fünf erfolgreiche Romane. Mir hat dieses kleine, intensive Büchlein sehr gut gefallen, weil es neben der intelligent gestrickten Geschichte viele literearische Ausflüge in die Welt der Kunstgeschichte, der Philosophie und der Poesie enthält. Der Erzähler geht bei vielen Themen in die Tiefe: es geht um Versprechen, Freundschaft, Liebe, und den Weg zum Glück.Von mir 5 Sterne - ein wunderschönes Buch zum Träumen und Nachsinnen...

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  • Für Genießer

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    fredhel

    fredhel

    Der Roman "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" von Thomas Vogel ist für mich so etwas wie ein goldenes Kleinod geworden. Es fängt an mit dem ungewöhnlichen Cover, das sich im Laufe der Geschichte selbst erklärt, geht weiter über die wertige Verarbeitung und das handliche Format. Man lernt die Hauptperson, den Kunstlehrer Charlie, zuerst nur durch seinen inneren Monolog kennen, und was ich da so erfahre, gefällt mir persönlich anfangs nicht so gut, denn ich halte ihn für einen sehr egoistischen, eigenbrötlerischen Menschen. Seine Frau hat ihn verlassen, weil sie es an seiner Seite nicht mehr aushielt und ausserdem ist kürzlich sein allerbester Freund gestorben. Er kannte diesen Simon seit seiner Jugend, war sein Alter Ego um mit Cicero zu sprechen:‚Ein wahrer Freund ist gleichsam ein zweites Selbst‘. Sie waren vertrauter miteinander als mit ihren Frauen und nun fehlt plötzlich die eine Hälfte..... Grund genug, um ein Sabbatjahr einzulegen, in ein Flugzeug zu steigen und auf Teneriffa seinen Gedanken nachzuhängen und zugleich auch ein ewig zurückliegendes Versprechen an eine alte Lehrerin einzulösen, nämlich einen Roman zu schreiben. In dieser Zeit lernt Charlie auch Simons Schwester Julia näher kennen, und beide kommen sich durch die Erinnerung an den Verstorbenen immer näher, die Gefühle werden zunehmend tiefer. Im Prinzip liest sich diese Zusammenfassung recht banal, wunderbar wird diese Geschichte erst durch den poetischen Erzählstil des Autors. Jeder Satz paßt sich nahtlos in das Gesamtgefüge ein. Hier werden zauberhafte Gedanken über das Leben, die Liebe, die Freundschaft und noch vieles mehr geäußert in einer Art und Weise, die unter die Haut geht. Oft ist so ein kleiner Satz ein rechtes Kunstwerk, das den Leser im Fluss der Gedanken stoppt und wie ein Ohrwurm noch Stunden später immer wieder mal aufblitzt. Dieses Buch entschleunigt und bereichert. Es ist nicht dazu geeignet, verschlungen zu werden. Es ist nicht spannend im üblichen Sinn. Es ist, wie zu Beginn schon angesprochen, ein Kleinod.

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    • 3
  • Ein Versprechen...

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    Miamou

    Miamou

    Als junge Männer hatten die Freunde Simon und Charlie sich vorgenommen, einen Roman über die goldenen Äpfel der Hesperiden zu schreiben, die von Drachen bewacht wurden und Herkules die Aufgabe zufiel, diese zu rauben. Doch nun ist Simon durch einen Unfall ums Leben gekommen und Charlie bleibt zurück. Doch er hat eine Mission, denn er möchte das Versprechen einlösen, das er und Simon vor langer Zeit ihrer Deutschlehrerin gegeben haben. Kurzerhand entschließt er sich nach, Teneriffa zu fliegen... **************************************** Die Geschichte an sich ist nicht sehr aufregend im Sinne, dass sie sehr aktionsgeladen wäre. Es geht um Trauerarbeit, Freundschaft, Liebe und um die Einlösung eines Versprechens, über den Tod des Freundes hinaus. Der Schreibstil des Autors macht das Buch zu etwas Besonderen, da viele Passagen zum Nachdenken anregen und lange im Gedächtnis hängen bleiben. Es ist ein Buch zum Genießen. Man muss sich Zeit nehmen, um die Eindrücke und Gesamtzusammenhänge auch wirklich erfassen zu können. Die Geschichte, rund um die wenigen Charaktere, ist in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. Teneriffa als Schauplatz, mit Meer und großen Felsen, untermalt die "Ruhe" der Handlung und die Gedanken der Charaktere. Ein Buch, das auf jeden Fall nachklingt und das breite Wissen des Autors preisgibt.

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    • 5
    Miamou

    Miamou

    01. October 2014 um 12:45
    fredhel schreibt Ja. Von mir in Teilen abgeschrieben!

    Habe dir eine pn geschickt. Und natürlich meine Rezi überarbeitet!

  • Leserunde zu "Die GoldenenÄpfel der Hesperiden" von Thomas Vogel

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    ThomasVogel

    ThomasVogel

    Ein Roman über Freundschaft, Liebe, Sehnsucht und Verheißung. Zusammen mit dem Klöpfer&Meyer Verlag möchten wir Euch zu einer Leserunde zu Thomas Vogels neuem Roman "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" einladen, der ein Loblied auf Übermut und Tatendrang ist. Eine Absage an ewige Wahrheiten. Ein literarisches Exempel über die Fügung und den Zufall, die beide unverhofft Türen öffnen. Der Autor wird die Leserunde begleiten und unter dem Unterthema "Fragen an den Autor" gerne Eure Fragen beantworten. Mehr zum Inhalt: »Was man verspricht, muss man halten.« Auch wenn seit dem Versprechen Jahrzehnte schon vorübergegangen sind: versprochen ist versprochen. Das gilt auch für Strafarbeiten. Charlie sitzt im Flieger nach Teneriffa. Nach über 25 Jahren Schuldienst fühlt er sich reif für die Insel, reif für eine Auszeit. Zum Luftholen, zum Durchatmen. Zum Zusichkommen. Und um endlich eine Wette einzulösen, eine alte Zusage wahrzumachen. Das glaubt er sich und seinem verstorbenen Freund Simon schuldig zu sein. Sie hatten versprochen als Wiedergutmachung für einen handfesten Betrug einen Roman zu schreiben. So hatte es jedenfalls die Deutschlehrerin verlangt, und so hatten sie es ihr hoch und heilig versprochen. Freilich, um was genau es in diesem Roman gehen sollte, wusste Charlie längst nicht mehr. Lediglich der vielversprechende Titel stand fest und hat sich so in seinem Gedächtnis festgesetzt: »Die Goldenen Äpfel der Hesperiden«. Und eben diese Goldenen Äpfel, diese Sehnsuchtsfrüchte, liegen, dem antiken Mythos zufolge, auf den Kanarischen Inseln. Den Inseln der Glückseligen. Die Hesperiden, Gärtnerinnen in mythischen Zeiten, hüteten auf den Kanarischen Inseln in einem wunderschönen Garten goldene Äpfel, die an Bäumen hingen. Herakles aber, der sagenhafte griechische Held, musste als eine der ihm auferlegten zwölf Taten eben diese von einem feuerspuckend-furchterregenden Drachen bewachten Früchte rauben. Was ihm auch gelang und wodurch er seine Unsterblichkeit erlangte. Doch Athene, die Göttin der Weisheit, hat diese Goldenen Äpfel wieder zurückgebracht. So sind sie geblieben, was sie immer schon waren und immer noch sind: Symbol der Sehnsucht und Verheißung. Du möchtest bei dieser Leserunde dabei sein, Dich auf diese Geschichte von Freundschaft, Liebe und Sehnsucht einlassen und Dich mit den anderen Lesern darüber austauschen? Dann bewirb Dich* ab sofort für die Teilnahme an der Leserunde zu "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" und verrate uns bis zum 24. August, warum Du dabei sein möchtest und was für Dich heute "Sehnsuchtsfrüchte", Sehnsüchte und Verheißungen, sind. * Im Gewinnfall verpflichtest du dich zur zeitnahen Teilnahme am Austausch

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    • 129
    britta70

    britta70

    30. September 2014 um 18:41
  • Die goldenen Äpfel der Hesperiden

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    nataliea

    nataliea

    16. September 2014 um 23:51

    "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" ist ein literarisches Bonbon, welches insbesondere Themen über Freundschaft, Trauer und den Sinn des Lebens umfasst. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Simon und Charlie wollten schon immer einen Roman über die goldenen Äpfel der Hesperiden schreiben. Diese wurden von einem Drachen bewacht und Herakles musste diese rauben. Doch dann stirbt Simon. Charlie möchte aber das Versprechen einlösen, das wäre er ihm schuldig. Er nimmt sich eine Auszeit und fliegt nach Teneriffa. Mit im Gepäck ist das Notizbuch von Simon... Der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr anspruchsvoll. Neben kurzen sind teilweise auch sehr lange Sätze vorhanden; der Schreibstil umfasst nachdenklich wirkende, poetische und auch literarisch anspruchsvolle Kapitel, welche auch eine Vielzahl von Zitaten enthalten, die die Stimmung untermalen. Sehr interessant ist der Protagonist Charlie. Der Leser erfährt sehr viel über ihn bzgl. seiner Gedanken und Gefühlen und man ist Teil seiner Suche und seiner Entwicklung. Und plötzlich ist es nicht nur mehr ein Versprechen, welches Charlie einlösen möchte, sondern er erfährt einiges über sich selbst und beginnt sein Leben neu zu gestalten. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass der Mythos des Titels in den Roman und die Geschichte spielerisch aufgefasst und gleichzeitig erklärt wurde. Ein sehr empfehlenswertes Buch, für welches man sich Zeit nehmen sollte, um darin abtauchen zu können!

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  • Etwas ganz anderes erwartet ...

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext „Was man verspricht, muss man halten.“ Auch wenn seit dem versprechen Jahrzehnte schon vorrübergegangen sind: versprochen ist versprochen. Das gilt auch für Strafarbeiten. Charlie sitzt im Flieger nach Teneriffa. Nach über 25 Jahren im Schuldienst fühlt er sich reif für die Insel, reif für eine Auszeit. Zum Luftholen, zum Durchatmen. Zum Zusichkommen. Um endlich eine Wette einzulösen, eine alte Zusage wahrzumachen. Das glaubt er sich und seinem verstorbenen Freund Simon schuldig zu sein. Sie hatten versprochen als Wiedergutmachung für einen handfesten Betrug einen Roman zu schreiben. So hatte es jedenfalls die Deutschlehrerin verlangt, und so hatten sie es ihr hoch und heilig versprochen. Freilich, um was genau es in diesem Roman gehen soll, wusste Charlie längst nicht mehr. Lediglich der vielversprechende Titel stand fest und hat sich so in seinem Gedächtnis festgesetzt:“Die goldenen Äpfel der Hesperiden“. Und eben diese Goldenen Äpfel, diese Sehnsuchtsfrüchte, liegen, dem antiken Mythos zu Folge, auf den Kanarischen Inseln. Den Inseln der Glückseligen. Charlie reist auf die Insel Teneriffa, um diesen längst versprochen Roman zu schreiben. Eigentlich sollten ihn ja Simon und Charlie schreiben. Doch Simon ist schon seit einiger Zeit Tod und nun will sich Charlie alleine ans Werk machen. Dabei erinnert er sich immer wieder an seinen Freund, mit dem er sein Leben geteilt hat. Er trifft auf der Insel unerwartet auf Simons Schwester. Diese hat ihren Bruder nie wirklich kennengelernt, da sich die Eltern früh getrennt haben und Simon mit dem Vater fortgezogen ist. Danach brach der Kontakt ab. Julia lässt sich von Charlie von ihrem Bruder erzählen. In ihrer gemeinsamen Trauer um den Freund und Bruder kommen sich die beiden immer näher. Dieses Buch ist so ganz anders als ich erwartet habe. Ich hatte ein philosophisch angehauchtes Buch erwartet und schöne poetische Sprache. Doch leider war dem nicht so. Ich fand die Sprache teilweise sehr gestellt bzw. „altmodisch“. Die Satzstellung hat mich oft in meinem Lesefluss beeinträchtigt. Tja und dann die Geschichte … eigentlich mehr eine Liebesgeschichte, die irgendwie ein wenig banal rüber kam. Alles in allem eine nette Lektüre, der man lesen kann, aber nicht muss.

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    • 9
    NiWa

    NiWa

    13. September 2014 um 16:27
  • Erinnerungen trösten für den Schritt in die Zukunft

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    Dreamworx

    Dreamworx

    13. September 2014 um 13:53

    Als junge Männer hatten die Freunde Simon und Charlie sich vorgenommen, einen Roman über die goldenen Äpfel der Hesperiden zu schreiben, die der Mythologie nach von Drachen bewacht wurden und Herakles die Aufgabe zufiel, diese zu rauben. Doch nun ist Simon durch einen Unfall ums Leben gekommen und Charlie bleibt zurück. Doch er hat eine Mission, denn er möchte das Versprechen einlösen, das er und Simon vor langer Zeit ihrer Deutschlehrerin gegeben haben. Nach 25 Jahren Schuldienst nimmt Charlie sich eine Auszeit, um Simons Tod zu verdauen und um wieder zu sich selbst zu finden. Und er will den versprochenen Roman über die mystischen Äpfel schreiben, denn er will nichts schuldig bleiben. Charlie fliegt deshalb kurzerhand nach Teneriffa, im Gepäck das Notizbuch von Simon… Thomas Vogel hat mit seinem Buch „Die goldenen Äpfel der Hesperiden“ eine Geschichte über Trauerverarbeitung, die Vergangenheit und den Blick in die Zukunft vorgelegt. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, eher anspruchsvoll, mal in kurzen, mal in ellenlangen Sätzen. Ebenso verhält es sich mit den Kapiteln, jedoch immer sehr schön zu lesen, nachdenklich, philosophisch, manchmal fast poetisch, eher der leisen Art, unterstützt durch eine Anzahl von sehr schönen Zitaten. Protagonist Charlie ist von Simons Tod tief getroffen, er vermisst ihn sehr und gibt sich beim Lesen von Simons Notizbuch den Erinnerungen hin, die sie beide geteilt haben. Charlie ist auf Sinnsuche, reflektiert über sein Leben und will mit dem Roman sein bisher aufgeschobenes Versprechen gegenüber Simon einlösen. Charlie lernt dabei viel über sich selbst und stellt sich neuen Herausforderungen in seinem Leben, die er sich vorher nicht zugetraut hätte. Dem Autor ist es sehr schön gelungen, die Gefühls- und Gedankenwelt von Charlie einzufangen und ihn innerhalb der Geschichte eine Wandlung durchleben zu lassen, sozusagen wie „Phoenix aus der Asche“ aufzuerstehen. Ein wunderschönes Buch über eine tiefe Freundschaft, den Tod und die damit verbundene Trauerbewältigung und den Neubeginn. Sehr zu empfehlen!

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  • anspruchvolle Lektüre

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    Buchraettin

    Buchraettin

    Es geht um eine alte Schuld die noch zu begleichen ist. Doch wie es so ist im Leben, man denkt, man hätte unendliche Zeit, doch dann ist diese plötzlich abgelaufen. Charlies Freund ist gestorben. Er braucht nun eine Auszeit und fliegt nach Teneriffa, im Gepäck das Notizbuch des Freundes.   Die Erinnerung an die Schulzeit der beiden wird wach beim Lesen und die Erinnerung an die alte Schuld gegenüber ihrer damaligen Deutschlehrerin noch einen Roman für sie zu schreiben. Wird Charlie dafür Inspiration finden auf der Vulkaninsel?   Das Buch ist anspruchsvoll. Es ist kein Buch in das man stundenlang abtauchen kann, fand ich. Es ist ein Buch zum Genießen, wie ein Stück Schokolade zergeht es auf der Zunge. Es geht um Freundschaft, ein Versprechen, das gehalten werden muss, Träume, Mythen und auch Liebe. Ich fand die Sprache sehr schön. Da wechseln kurze knappe Sätze mit verschlungenen bandwurmartigen Beschreibungen ab. Es wird philosophiert über die Liebe und das Leben. Was mir auch richtig gut gefiel, war die Vielfalt der Zitate von Schriftstellern und Philosophen.  Ich empfehle ein Notizbuch bereit zu halten und die Vielfalt der angesprochenen Bücher zu notieren (ein Literaturverzeichnis wäre toll gewesen, so als Anhang des Buches). Gibt es Liebe auf den zweiten Blick, was ist Liebe überhaupt? Was bedeutet Freundschaft? Das sind die Fragen, die diese Geschichte behandelt. Das Entstehen eine Liebe zwischen 2 Menschen, die Erinnerung an den verstorbenen Freund, das Weiterleben und Lieben in der Gegenwart. Ich mochte die Beschreibungen der Insel, die tiefen Unterhaltungen zwischen den Personen.  Ein Buch, das mich als Leser zum Nachdenken anregt und das mich berührt. Was mir auch gut gefiel, dass dieser Mythus aus dem Titel im Buch erklärt wird und immer wieder auch Gegenstand des Ziels von Charlie ist… die Erfüllung der alten Schuld, des alten Versprechens. Von mir vollste Leseempfehlung

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    • 4
  • Versuch über eine Trauer

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    serendipity3012

    serendipity3012

    Versuch über eine Trauer „Die goldenen Äpfel der Hesperiden“ liegen auf den Kanarischen Inseln, wo sie dem Mythos nach von Gärtnerinnen gehütet und von feuerspuckenden Drachen bewacht wurden, als Herakles die Aufgabe bekam, sie zu rauben. In der Jetztzeit hatten Charlie und Simon, die besten Freunde, sich vor einem halben Leben vorgenommen, einen Roman über diese goldenen Äpfel zu schreiben. Inzwischen ist Simon tot, bei einem Unfall ums Leben gekommen, und Charlie fliegt nach Teneriffa, um jenen Roman zu schreiben, ein Versprechen, das beide ihrer Deutschlehrerin gegeben hatten. Außerdem glaubt Charlie, es seinem Freund schuldig zu sein, für sie beide diesen Plan in die Tat umzusetzen. Thomas Vogel entfaltet in seinem schmalen Roman die Geschichte von Charlies Reise, wobei er sich ganz auf seinen Protagonisten und wenige andere Figuren beschränkt. Auf Teneriffa trifft Charlie Julia, die Schwester Simons, die er bis dato nur flüchtig kannte, da sie und Simon getrennt voneinander aufwuchsen und Julia schließlich einen Spanier heiratete und sich auf der Insel niederließ. Thema und Sprache sind dabei oft sehr analytisch, Charlie hinterfragt fast ununterbrochen das Leben, die Liebe, die Trauer. Diese Gedanken sind meist interessant, an manchen Stellen dann aber doch etwas zu verkopft und zu sehr von der eigentlichen Geschichte abgetrennt, so dass man als Leser dazu neigt, abzuschweifen. Immer, wenn es einen konkreten Zusammenhang gibt, wenn Charlies Gedanken direkt zur Geschichte gehören, zieht das Buch in seinen Bann. Vogels Sprache und Stil sind geschliffen, hier sitzt jedes Wort. Während wir also von Charlie und Julia lesen, die sich über die gemeinsame Trauer um Simon einander annähern, nimmt neben der äußeren Handlung immer das innere Erleben Charlies großen Platz in der Geschichte ein. Auf gut 220 Seiten beschäftigt Vogel sich vor allem mit der Trauer um einen guten Freund, einem Freund, der Charlie näher stand, als jeder andere. Hier wird eine Geschichte erzählt, die sich auf seine Hauptfigur konzentriert, die nicht abschweift, kaum nach links und rechts schaut, die dies alles aber auch gar nicht will. Ein leises, nachdenkliches machendes Buch nicht ohne Hoffnung.

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    • 2
  • Renzension zu Thomas Vogel "Die goldenen Äpfel der Hesperiden"

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    piapan

    piapan

    08. September 2014 um 09:12

    Charlie fliegt nach Teneriffa um die goldenen Äpfel der Hesperiden zu rauben. Der Räuber! Er ist ein Held. Seine selbstauferlegten Herkulesaufgaben meistert er nicht ohne Zweifel, Selbstreflexion und Grübeleien. Ein Held unserer Zeit eben. Ich fand das Buch sehr gut. Eigentlich hätte man es langsamer lesen müssen. Wie Medizin in kleinen Dosen.   Besonders gut hat mir die Begegnung der beiden Maler gefallen. Und die Forderung an Charlie: "Deine Kunst muss nützlich sein!" Das ist wohl altmodisch gedacht, aber schön.

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  • Es war einmal ein Versprechen....

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    esposa1969

    esposa1969

    06. September 2014 um 23:26

    Hallo liebe Leser, gerade durften ich wieder an einer Leserunde teilnehmen: == Die goldenen Äpfel der Hesperiden == Autor: Thomas Vogel == Inhalt: == "Was man verspricht, muss man halten." Auch wenn seit dem Versprechen Jahrzehnte schon vorübergegangen sind: versprochen ist versprochen. Das gilt auch für Strafarbeiten. Charlie sitzt im Flieger nach Teneriffa. Nach über 25 Jahren Schuldienst fühlt er sich reif für die Insel, reif für eine Auszeit. Zum Luftholen, zum Durchatmen. Zum Zusichkommen. Und um endlich eine Wette einzulösen, eine alte Zusage wahrzumachen. Das glaubt er sich und seinem verstorbenen Freund Simon schuldig zu sein. Sie hatten versprochen als Wiedergutmachung für einen handfesten Betrug einen Roman zu schreiben. So hatte es jedenfalls die Deutschlehrerin verlangt, und so hatten sie es ihr hoch und heilig versprochen. Freilich, um was genau es in diesem Roman gehen sollte, wusste Charlie längst nicht mehr. Lediglich der vielversprechende Titel stand fest und hat sich so in seinem Gedächtnis festgesetzt: "Die Goldenen Äpfel der Hesperiden". Und eben diese Goldenen Äpfel, diese Sehnsuchtsfrüchte, liegen, dem antiken Mythos zufolge, auf den Kanarischen Inseln. Den Inseln der Glückseligen. == Was sind die goldenen Äpfel der Hesperiden: == Die Hesperiden hüteten in einem wunderschönen Garten einen Wunderbaum mit goldenen Äpfeln, den Gaia der Hera zu ihrer Hochzeit mit Zeus wachsen ließ. Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend. Der Baum wurde durch den hundertköpfigen Drachen Ladon bewacht. Nur Herakles war in der Lage, die Äpfel zu rauben. Durch eine List bewog er Atlas, den Vater der Hesperiden, für ihn die Äpfel zu pflücken, da er sie für die Erfüllung seiner zwölf Arbeiten benötige. Eurystheus jedoch, dem Herakles die Äpfel übergab, gab sie weiter an Athene, die sie wieder zurück an ihren Platz legte. (quelle: wikipedia.de) == Leseeindrücke: == Charlie und Simon - zwei wirklich gute Freunde - hatten sich vor ewigen Zeiten versprochen einen Roman zu schreiben, eben über diese goldenen Äpfel der Hesperiden. Inzwischen ist Simon aber durch einen Unfall verstorben und Charlie sitzt nun im Flieger auf dem Weg Teneriffa um diesen Roman alleine zu schreiben, da man Versprechen, eben einlösen muss - komme, was da wolle…. Der Schreibstil ist recht unkonventionell, kurze Sätze und ein anspruchsvoller Schreibstil, der teilweise sehr philosophisch klingt. Für diesen Roman benötigt man viel Muße und einen freien Kopf. Die Handvoll Protagonisten sind überschaubar und man kann sie sich namentlich gut merken. Wir finden wunderschöne Gedichte, Zitate und werden sogar in die Mythologie eingeführt. Die Kapitel sind unterschiedlich kurz bzw. lang. Einige umfassen nur eine Seiten, andere gleich 30 Seiten. Insgesamt verteilen diese sich auf 221 Seiten, die mich angenehm unterhalten haben. Somit vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank by esposa1969

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