Thomas Vogel Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva“ von Thomas Vogel

Nach vier Auflagen (und sechs Übersetzungen) jetzt auch im Taschenbuch: Ein charmanter, ganz und gar fesselnder Roman, in dem die rätselhaften Zahlenwerke der Mathematik, die Geheimnisse des Erzählens und die Überraschungen der Liebe auf wundersame Weise zueinander finden. (Quelle:'Flexibler Einband/27.08.2012')

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  • Rezension zu "Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva" von Thomas Vogel

    Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva
    rumble-bee

    rumble-bee

    23. February 2012 um 10:21

    Ein seltsames kleines Buch. Eine literarische Taschenspielerei, sozusagen. Ich habe nach der Beendigung der Lektüre lange über das Büchlein nachgedacht, aber zu einem rechten Ergebnis will ich nicht gelangen. Daher fällt es mir ausgesprochen schwer, eine Bewertung nach Sternen vorzunehmen. Denn ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich das Buch richtig "verstanden" habe. Angezogen hatte mich das Thema der "Lebensreise", auf die sich der junge Manuel Torres da Silva, Enkel des titelgebenden Miguel, anfangs begibt. Ferner kamen im Klappentext noch Anklänge an die Mathematik und ihre Rätsel vor, was den Reiz für mich gesteigert hat. War und bin ich doch ein großer Fan von "Fermats letztem Satz". Anfänglich las sich das Büchlein durchaus nicht unähnlich einem Paulo Coelho - naiver junger Mann, erste Reise seines Lebens, viele neue Erkenntnisse, wird von einem Mentor unter seine Fittiche genommen, und erlebt die erste große Liebe. Doch irgendwie wollten alle diese Themen für mich nicht recht organisch zusammenwachsen. Ich fand, dieses Büchlein "wollte" zuviel. Da ist einerseits der Aspekt der Suche nach des Großvaters letzter Geschichte. Mittendrin, bei einem Glas Wein, war der Großvater verstorben. Vielleicht gehe ich auch zu logisch an diese Frage, aber mein Gedanke ist: warum wird dann des Enkels Studium in allen Einzelheiten beschrieben? Wenn es ihm nur um den Großvater ging, hätte er sich doch einfach auf dessen Spuren, auf dessen letzte Reise begeben können...? Der Zusammenhang zwischen einem Studium der Mathematik und dem Geschichtenerzählen wird mir leider nicht recht deutlich. Auch wenn der Dozent wirklich herzig geschildert ist, und sich in recht rätselhaften und esoterischen Phrasen ergeht. Die geschilderten mathematischen Einsichten, die vielen Rätsel, die sich um Zahlen und ihre Beziehungen ranken, ja, das fand ich alles sehr nett geschildert. Zudem tragen ja die einzelnen Kapitel die Zahlen der Tage, an denen sie sich ereignen: es sind alles "Fibonacci"- Zahlen! Ein nettes Detail. Wobei aber auch hier für mich die Beziehung zum "Sinn" des ganzen Buches fraglich bleibt. Dann wäre da noch die Liebesgeschichte, die natürlich nicht fehlen durfte. Auch durch die Liebe bekommt Manuel wieder Zugang zum Erzählen - er geht nämlich sozusagen einen "Handel" mit seiner Geliebten ein. Geschichten gegen Liebe. Hier hat es bei mir mit dem Verständnis schon wieder gehakt. Sicher war dieser Schritt erzähltechnisch nötig bzw. sinnvoll, um den Leser allmählich an die Geschichten von Miguel heranzuführen. Aber logisch war er nicht. Ich nehme Manuel einfach nicht ab, dass er all die Geschichten vergessen haben soll, bzw. nicht erzählen könne! Schließlich ist er ja gerade deswegen aufgebrochen! Doch das Rätselhafteste ist für mich das Ende des Buches. Ich habe mehrfach geschluckt, nochmal gelesen, zurückgeblättert. Aha? Das sollte es jetzt also sein? Und man bekommt nicht einmal eine Auflösung oder einen Hinweis zur Liebesgeschichte? Ein klein wenig betrogen fühlte ich mich doch. Sicher, da ist dieser "Knalleffekt" zum Schluss. Aber was hatte das mit dem ganzen Buch zu tun?? Ich bin wirklich ein wenig ratlos. Eventuell lese ich das ganze Buch noch einmal von vorne, und versuche, mir die diversen Hinweise genauer anzuschauen. Was ich allerdings wirklich sagen kann, ist, dass das Buch eine schöne Sprache hat. Eine sehr schöne sogar. Allerdings ist es eben eher "episodisch" und rätselhaft geschrieben. Es folgt einem "inneren Plan", da bin ich mir sicher, nur ist der nicht offensichtlich. Es ist wie bei einem Logikrätsel, oder einem Zen-Koan: man ist am Ende verblüfft und irgendwie auch fasziniert, aber weiß nicht einmal recht, warum. Und insofern würde ich es schon empfehlen: für Leser, die bereit sind, zu denken und mitzuarbeiten. Und die nicht auf ein "rundes" Ende hoffen!

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  • Rezension zu "Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva" von Thomas Vogel

    Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    28. September 2009 um 15:09

    Eingereicht von Atila: Bevor du die Welt neu erfindest, sagte Miguel Torres da Silva, erfinde neu dein Land. Bevor du dein Land neu erfindest, erfinde neu deine Stadt. Bevor du deine Stadt neu erfindest, erfinde neu dein Haus. Doch bevor du dein Haus neu erfindest, verlasse es und mach dich auf den Weg. = = = = = Allein schon dieser Aufruf zum Aufbruch auf der ersten Widmungsseite hat mich bewogen, dieses Buch als Begleiter für meine aktuelle Lebensreise anzuheuern. Dem Urteil meiner besten Freundin zur Folge - sie hat es mir geschenkt, und schon das allein bürgt für Geschmack und Qualität -, macht diese märchenhafte Erzählung Paulo Coelho Konkurrenz, wenn man auch dem Rückspiegel des Buches trauen darf, und das will schon etwas heißen! Dem Zauber dieser bilderreichen geheimnisvollen Sprache kann man sich nach den ersten Seiten wirklich nur schwer entziehen, ... es klingt verheißungsvoll, wir dürfen also gespannt sein. = = = = = Wer Geschichten in der Geschichte liebt, darf sich Manuel Torres da Silvas verschachteltem Entwicklungsroman bedingungslos anvertrauen: Als junger Mann ist er 1772 auf der Spur einer, vielmehr der allerletzten Erzählung seines Großvaters Miguel, dem Weinhändler und berühmten Geschichtenerzähler. Der Großvater stirbt unerwartet plötzlich mitten in einer spannenden Schilderung am Tisch... lässt sie unvollendet, was das Schicksal mehrerer Menschen nachhaltig verändert, vor allem derjenigen Menschen, deren Leben vom rätselhaften Ausgang dieser Geschichte abhinge! Manuel träumt davon, eines Tages alle mündlich überlieferten Erzählungen seines Großvaters aufzuschreiben, für sich, für die Ewigkeit, besonders diese letzte abenteuerliche Begebenheit lässt ihm keine Ruhe. Manuel nimmt das Studium der Mathematik in Coimbra auf, wo er über trockene Formeln hinaus mit Hingabe die eigentlichen Lektionen des Lebens lernt. Dabei wird er persönlich besonders unterstützt durch seinen Mentor, einen hoch gelobten hervorragenden Professor (einen vom Schlag Umberto Eco’s ‚Der Name der Rose’). Manuel darf auf dessen „Hochsitz“ mit ihm nicht nur das Schachspiel teilen sondern wird so nebenher auch in die geheimnisvollen Querverbindungen zwischen höherer Mathematik und Kunst, Musik, Geschichte und Philosophie eingeweiht. Der Preis für jede Lektion ist Freundschaft, ist schließlich eine von Großvaters Geschichten, die Manuel aber erst preisgeben kann, als er sich seiner Liebe zu dem Mädchen Maria hingegeben hat, einer zunächst standesgemäß unmöglich lebbar scheinenden Liebe. Als Maria mit einer guten Partie verheiratet werden soll, macht sein Professor, der die Tiefe der Liebesbeziehung schnell erfasst hat, seinem Schützling ein ungewöhnlich verlockendes Angebot: Eine Reise nach Porto, wo Marias Familie lebt…. Was wird Manuel nun tun? Mit weiterem Entwicklungsfaden begleiten wir Manuel lesend als Zauberlehrlinge auf Entdeckungsreise über die Liebe, über verblüffende Zusammenhänge von Prim- und Fibonacci-Zahlen, Leonardo da Vincis goldenem Schnitt in der Kunst und dem Zusammentreffen von Zeit und Ort am 377. Tag (zugleich letztes Kapitel, Fibonacci-Zahl!), das alle Erzählwelten der Protagonisten schließlich verbindet. Es lohnt sich und bleibt spannend bis zum Schluss! Ob nun Zufall oder abgekartetes Spiel des Schicksals, alle Erzählfäden münden labyrinthisch im Herzen des großväterlichen Geschichtenirrgartens, einer einzigen systemischen Erlösung entgegen... einer Lösung für alle Beteiligten? Und noch während ich auf meinem Drahtesel durch grüne Junifelder reitend über die Lektionen des Professors und damit des Buches nachsinne (kaum 237 Jahre später, 3 x Glück x 79 Primzahl), scheint die untergehende Sonne während ein Schauer aus einer schwarzen Wolke nur lokal über mir abregnet, regenbogenzeitgleich schillernd die Luft, ich weiß es plötzlich: >Gut ist es, einer Geschichte zu lauschen, besser aber noch, seiner eigenen zu folgen, ohne sich dabei im Wege zu stehen, um so, früher oder später, bei sich anzukommen. So kommt eines zum anderen. In dir ist die Antwort. Und der Weg dorthin zuweilen weit.< Zu wenig versprochen? Gehaltvolle Lektüre.

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  • Rezension zu "Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva" von Thomas Vogel

    Die letzte Geschichte des Miguel Torres da Silva
    Atila

    Atila

    06. May 2009 um 00:52

    Bevor du die Welt neu erfindest, sagte Miguel Torres da Silva, erfinde neu dein Land. Bevor du dein Land neu erfindest, erfinde neu deine Stadt. Bevor du deine Stadt neu erfindest, erfinde neu dein Haus. Doch bevor du dein Haus neu erfindest, verlasse es und mach dich auf den Weg. = = = = = Allein schon dieser Aufruf zum Aufbruch auf der ersten Widmungsseite hat mich bewogen, dieses Buch als Begleiter für meine aktuelle Lebensreise anzuheuern. Dem Urteil meiner besten Freundin zur Folge - sie hat es mir geschenkt, und schon das allein bürgt für Geschmack und Qualität -, macht diese märchenhafte Erzählung Paulo Coelho Konkurrenz, wenn man auch dem Rückspiegel des Buches trauen darf, und das will schon etwas heißen! Dem Zauber dieser bilderreichen geheimnisvollen Sprache kann man sich nach den ersten Seiten wirklich nur schwer entziehen, ... es klingt verheißungsvoll, wir dürfen also gespannt sein. = = = = = Wer Geschichten in der Geschichte liebt, darf sich Manuel Torres da Silvas verschachteltem Entwicklungsroman bedingungslos anvertrauen: Als junger Mann ist er 1772 auf der Spur einer, vielmehr der allerletzten Erzählung seines Großvaters Miguel, dem Weinhändler und berühmten Geschichtenerzähler. Der Großvater stirbt unerwartet plötzlich mitten in einer spannenden Schilderung am Tisch... lässt sie unvollendet, was das Schicksal mehrerer Menschen nachhaltig verändert, vor allem derjenigen Menschen, deren Leben vom rätselhaften Ausgang dieser Geschichte abhinge! Manuel träumt davon, eines Tages alle mündlich überlieferten Erzählungen seines Großvaters aufzuschreiben, für sich, für die Ewigkeit, besonders diese letzte abenteuerliche Begebenheit lässt ihm keine Ruhe. Manuel nimmt das Studium der Mathematik in Coimbra auf, wo er über trockene Formeln hinaus mit Hingabe die eigentlichen Lektionen des Lebens lernt. Dabei wird er persönlich besonders unterstützt durch seinen Mentor, einen hoch gelobten hervorragenden Professor (einen vom Schlag Umberto Ecos ‚Der Name der Rose’). Manuel darf auf dessen „Hochsitz“ mit ihm nicht nur das Schachspiel teilen sondern wird so nebenher auch in die geheimnisvollen Querverbindungen zwischen höherer Mathematik und Kunst, Musik, Geschichte und Philosophie eingeweiht. Der Preis für jede Lektion ist Freundschaft, ist schließlich eine von Großvaters Geschichten, die Manuel aber erst preisgeben kann, als er sich seiner Liebe zu dem Mädchen Maria hingegeben hat, einer zunächst standesgemäß unmöglich lebbar scheinenden Liebe. Als Maria mit einer guten Partie verheiratet werden soll, macht sein Professor, der die Tiefe der Liebesbeziehung schnell erfasst hat, seinem Schützling ein ungewöhnlich verlockendes Angebot: Eine Reise nach Porto, wo Marias Familie lebt…. Was wird Manuel nun tun? Mit weiterem Entwicklungsfaden begleiten wir Manuel lesend als Zauberlehrlinge auf Entdeckungsreise über die Liebe, über verblüffende Zusammenhänge von Prim- und Fibonacci-Zahlen, Leonardo da Vincis goldenem Schnitt in der Kunst und dem Zusammentreffen von Zeit und Ort am 377. Tag (zugleich letztes Kapitel, Fibonacci-Zahl!), das alle Erzählwelten der Protagonisten schließlich verbindet. Es lohnt sich und bleibt spannend bis zum Schluss! Ob nun Zufall oder abgekartetes Spiel des Schicksals, alle Erzählfäden münden labyrinthisch im Herzen des großväterlichen Geschichtenirrgartens, einer einzigen systemischen Erlösung entgegen... einer Lösung für alle Beteiligten? = = = = = Und noch während ich auf meinem Drahtesel durch grüne Junifelder reitend über die Lektionen des Professors und damit des Buches nachsinne (kaum 237 Jahre später, 3 x Glück x 79 Primzahl), scheint die untergehende Sonne während ein Schauer aus einer schwarzen Wolke nur lokal über mir abregnet, regenbogenzeitgleich schillernd die Luft, ich weiß plötzlich, was der Professor gemeint hat: >Gut ist es, einer Geschichte zu lauschen, besser aber noch, seiner eigenen zu folgen, ohne sich dabei im Wege zu stehen, um so, früher oder später, bei sich anzukommen. So kommt eines zum anderen. In dir ist die Antwort. Und der Weg dorthin zuweilen weit.< Zu wenig versprochen? Gehaltvolle Lektüre.

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