Thomas Weber

 4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Der Tod der Märchenmacher, Hitlers erster Krieg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Weber

Thomas Weber, geboren 1974, Studium von Geschichte, Anglistik und Jura in Münster und von Modern History in Oxford; seit 2013 Professor für Geschichte und internationale Politik an der University of Aberdeen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Weber

Cover des Buches Der Tod der Märchenmacher (ISBN: 9783931989651)

Der Tod der Märchenmacher

 (9)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Hitlers erster Krieg (ISBN: 9783548611105)

Hitlers erster Krieg

 (5)
Erschienen am 10.08.2012
Cover des Buches Alle satt? (ISBN: 9783701734191)

Alle satt?

 (1)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Memorix Zahnmedizin (ISBN: 9783131143730)

Memorix Zahnmedizin

 (1)
Erschienen am 16.12.2009
Cover des Buches Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde (ISBN: 9783549074329)

Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde

 (1)
Erschienen am 13.05.2016
Cover des Buches Ein guter Tag hat 100 Punkte (ISBN: 9783701733422)

Ein guter Tag hat 100 Punkte

 (1)
Erschienen am 30.10.2014
Cover des Buches Als die Demokratie starb (ISBN: 9783451393976)

Als die Demokratie starb

 (0)
Erscheint am 10.10.2022
Cover des Buches Der Weg in den Krieg (ISBN: 9783451383595)

Der Weg in den Krieg

 (0)
Erschienen am 09.04.2020

Neue Rezensionen zu Thomas Weber

Cover des Buches Darwinismus (ISBN: 9783596153671)O

Rezension zu "Darwinismus" von Thomas P Weber

Wie Darwin die Welt eroberte
Orishavor 6 Jahren

Als Darwin 1859 sein Werk On the origns of species publizierte, konnte niemand ahnen, dass er damit die wissenschaftliche Welt, wie wir sie kannten auf den Kopf stellte. Im Rahmen meiner Dissertation musste ich mich nun auch näher mit dem Phänomen des Darwinismus, d.h. der Verbreitung und Neu-Interpretation von Darwins Thesen auseinandersetzen. Hat man von Darwin zumindest schon einmal gehört und möchte sein Wissen auffrischen, so bietet dieses kleine Büchleich von Thomas Weber eine gute Möglichkeit.

Weber stellt gekonnt, Darwins Werk und Wissen in den zeithistorischen Kontext. Dabei geht er sowohl auf seine Vorläufer ein - denn, nein, Darwin hat die Evolution nicht selbst "erfunden" - beschreibt Darwins Weg zur Erkenntnis und reißt sein weiteres Wirken in Ansätzen an. Auch die Rezeption des Darwinismus, z.B. in Form des Sozialdarwinismus wird kompakt und bündisch vorgestellt.

Fazit: Ein schneller, geraffter Zugang, der zum Gewinnen eines Überblicks auf alle Fälle ausreicht.

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Cover des Buches Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde (ISBN: 9783549074329)L

Rezension zu "Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde" von Thomas Weber

Das prägende Umfeld derer, denen man sich anschließt
Lesefreund6203vor 6 Jahren

Das prägende Umfeld derer, denen man sich anschließt

Nicht aus schon lange schwärender politischer Überzeugung. Nicht aus einem Funken des selbst empfundenen „Führer-Genies“, nicht einfach „vom Himmel gefallen“ ist der „Führer“.

Eher, fast könnte man es so bezeichnen, aus einem gewissen Zufall heraus, vor allem aber aus einer eindeutigen Orientierungslosigkeit heraus wandelte sich Adolf Hitler in der Zeit nach Ende des ersten Weltkrieges in jenen „Nazi“, jenen fanatisch rechts-völkisch denkenden und sich selbst intensiv und unermüdlich als Redner schulenden Agitator.

„Weil er sonst nichts hat“.

Das dürfte der Schlüsselsatz sein, den Thomas Weber als Initialzündung für die Hinwendung zum Nationalsozialismus Hitlers herausarbeitet.

Schon vor dem ersten Weltkrieg eher Tagelöhner und Männerheimbewohner, Postkartenmaler und, lapidar gesagt, einfach gescheitert. Nicht Fuß gefasst in der Gesellschaft, im Leben. Dem österreichischen Wehrdienst hatte er sich noch mit allen Mitteln verweigert, der bayerischen Armee trat er mit „Hurra“ bei.

Und nach Ende des Krieges stand Hitler letztendlich vor dem Nichts und bemühte sich, solange es ging und soweit wie möglich, sich den einzigen Rahmen zu erhalten, den er stabilisierend kannte. Bei der Armee zu bleiben. Und dort erst kam er in die Nähe jener Kreise und in das intensivere Kennenlernen jener völkischen Denkweise, jener „Freischärler“, jener „politischen Bildung“, die ihm die Gelegenheit boten, sich zu vertiefen, sich einzubringen, Gedankengerüste (wenn auch teils sehr unreflektiert) zu übernehmen.

Jenes Gefühl der schmählichen Niederlage seiner „Gruppe“, die verschiedenen Schulungen als Angehöriger des Militärs, es ist gar nicht viel an Unterbau und Hintergrundwissen, es sind eher „kleinere“ Momente jener Zeit, einige kleine Räder, die sich zu einem inneren Getriebe zusammenschließen, die aus dem einfachen Soldaten einen fanatisch überzeugten und im Übermaß an sich selbst glaubenden späteren „Führer“ hervorbrachten.

Es sind diese eher „kleine“ Geschichte, es ist die Vielzahl an Informationen und das präzise und prägnante Nachzeichnen dieses Weges von einem „Niemand“ zu einem Überzeugungstäter mit Sendungsbewusstsein, die Thomas Weber akribisch und fundiert in diesem Werk aufarbeitet. Und in dem er mit vielfacher bisher geltender „Ursachenforschung“ der Entwicklungsgeschichte Hitlers intensiv aufräumt.

Eben nicht die Position in der Räterepublik, eben nicht, wie es die Propaganda des NS-Reiches in allen Köpfen verankert hatte schon ein frühes Bewusstsein von Rasse und Auserwählung bilden die Grundlage für diesen Lebensweg, sondern die Erfahrung, plötzlich ein Thema zu haben, einen Inhalt. Und damit (mit hartem Training an der äußeren Form der Reden) eine Zuhörerschaft.

Anerkennung, Jubel, Zustimmung, Gefolgsleute, alles Momente, die Hitler bis dahin völlig abgingen und mit denen Weber einfühlsam auch beleuchtet, warum diese Form der „öffentlichen Person“ für Hitler von existenzieller Bedeutung war.

„Weil er sonst nichts hatte“. Auch innerlich nicht.

Eine hervorragende Darstellung, Erhellung und Nachzeichnung, wie Hitler seine inhaltlichen „Grundthemen“ gefunden hat, wie sich diese verankerten, wie er sich selbst begann, zu inszenieren und aus welchen inneren Motiven heraus dies alles dann exzessiv vorangebracht werden musste in einem massiven, inneren Dualismus von „Siegen oder Scheitern“. Denn ansonsten hätte es keine „bürgerliche“ Alternative gegeben. Ein Denken, dass Hitler dort prägte und das er letztlich auf das ganze Land ausweitete.

Detailliert, kenntnisreich und sehr flüssig zu lesen legt Weber diese innere Entwicklung Hitlers vor, benennt alle entscheidenden Räder, Erlebnisse und Gedanken auf dem, ebenso treffend wie bildkräftig dargestellten Entwicklungsweg Hitlers:

Vom „streunendem Hund“ zum „Teil des Rudels“ zum „Anführer des Rudels“. Und zeigt dabei, wie nebenbei, zu guter Letzt noch die völlige Skrupellosigkeit Hitlers auf, wenn es zunächst im seine Interessen und dann im seinen selbstempfundenen „heiligen Glauben“ geht.

Eine wichtige, notwendige und hervorragende Lektüre.

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Cover des Buches Der Tod der Märchenmacher (ISBN: 9783931989651)D

Rezension zu "Der Tod der Märchenmacher" von Thomas Weber

Flotte Geschichte
Das_Lesedingvor 7 Jahren

Inhalt:
Freddy, der typisch flapsige 15-jährige Junge von nebenan ahnt nichts böses, als ihn die unansehnliche Cindy anspricht und ihn um Hilfe bittet. Freddy, der gerade von seiner Freundin Melissa abserviert wurde, möchte sich zumindest anhören was Cindy wünscht, doch als diese ihm erzählt sie sei eine verwunschene Prinzessin und aus einem Märchen entsprungen kann Freddy dies nicht glauben und beginnt zu recherchieren …

Schreibstil:
Der Debütroman von Thomas Weber ist flott, imposant und sehr umfangreich. So erinnerten mich viele Szenen an altbekannte Märchen wie Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Hans im Glück gefolgt von neumodischen Geschichten wie Fluch der Karibik und Herr der Ringe bis hin zu Sagen und Geschichten von Romulus und Remus, König Arthur, Camelot, Cäsar und so weiter. Dies dann alles auf knappe 400 Seiten zu packen ist stolz und wirkt teilweise sehr hektisch. Dazu kommt ja dann noch die eigentliche Geschichte von Freddy, die sich zwar wie ein roter Faden durch die Epochen zieht aber dennoch nicht ausgereift erscheint. Viel mehr liegt das Augenmerk in der Aktion, dem Kampf zwischen Gut und Böse und nicht im Fokus der Figuren, was ich sehr schade finde. Zu Beginn fand ich die Reise von Freddy und seiner märchenhaften Begleitung spannend, aber mit der Zeit ging diese durch die vielen Begegnungen mit dem Bösen unter, es wurde zur Gewohnheit, dass alles gegen Freddy war und es war dann auch normal, dass er einen Weg heraus fand.

Sehr gelungen sind die Bilder, sie sehen handgezeichnet aus, die jedes Kapitel einläuten und einen kleinen Vorgeschmack auf das Geschehen liefern.

Charaktere:
Freddy war mir zu flapsig. Natürlich ist ein 15-jähriger Junge aus der heutigen Zeit sehr aufgedreht und plappert komisches Zeug, aber auch er sollte wissen, dass in einer anderen Zeit andere Regeln herrschen.

Taro sowie Wolfi – die beiden Märchengestalten, welche Freddy auf seiner Reise begleiteten – gefielen mir besser aber auch hier war es mir zu viel. Taro, die mich stark an ein Schwert schwingendes Rotkäppchen erinnerte und Wolfi der viel zu schelmisch war, gingen mir irgendwann auch auf den Keks.

Cindy, von der ich mir viel erhofft hatte, trat leider nur in einer kleinen Nebenrolle auf. Aber auch hier fehlte mir das gewisse etwas.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und absolut passend zur Geschichte!

Fazit:
Eine sehr rasante Geschichte, welche mich oft zum schmunzeln brachte und mir Märchen, Sagen und Geschichten wieder ins Gedächtnis rief. Allerdings alles zu schnell, zu viel und zu flapsig, daher vergebe ich nur 3 Sterne. Eine Leseempfehlung gibt es von mir dennoch, denn dieser Mix ist lesenswert und besonders interessant für Leser, welche gerne Geschichten über epische Schlachten / Gut gegen Böse / Freundschaft / Mut / Zusammenhalt lesen möchten.

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