Thomas Weigend

 4,6 Sterne bei 17 Bewertungen

Lebenslauf

THOMAS WEIGEND war bis 2016 Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln. Er hat zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Beiträge zum Strafrecht und zum Strafprozessrecht veröffentlicht und an verschiedenen renommierten ausländischen Universitäten gelehrt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Thomas Weigend

Neue Rezensionen zu Thomas Weigend

Cover des Buches Strafsachen (ISBN: 9783755805366)
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Rezension zu "Strafsachen" von Elisa Hoven

Marie_P
Recht vs. Gerechtigkeit?

Elisa Hovens Strafsachen bietet spannende Einblicke in echte Strafrechtsfälle, die anschaulich mit Gesetzestexten verknüpft werden. Die gut recherchierten Fallanalysen sind lehrreich, praxisnah und zeigen die Vielschichtigkeit des Rechts. Ein empfehlenswertes Buch für alle Strafrecht-Interessierten!

Cover des Buches Strafsachen (ISBN: 9783832181987)
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Rezension zu "Strafsachen" von Elisa Hoven

mimitati_555
Recht und Gerechtigkeit

In dem vorliegenden Buch beschäftigen sich die Autoren anhand interessanter und spannender Fallbeispiele mit dem deutschen Strafrecht. Mittels achtzehn Fällen, von denen ich die meisten tatsächlich aus verschiedenen Medien kannte, stellen und beantworten sie Fragen, wie zum Beispiel: Darf man ungeborenes Leben straflos schädigen? Darf man jemanden mit seiner Einwilligung töten (und essen)? Warum ist Folter verboten? Sind Raser Mörder?

Mir hat gefallen, dass das Autorenduo mit Kritik an dem ein oder anderen Paragrafen und auch Urteil nicht gespart, dies zudem ausführlich und nachvollziehbar begründet hat. Mir war gar nicht so richtig klar, wie schwer es ist, eine sinnvolle und notwendige Änderung oder sogar Streichung eines veralteten oder überholten Paragrafen zu erreichen, denn nicht immer läuft dies so zügig wie im bekannten Fall Böhmermann und § 103 des Strafgesetzbuches, der die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten unter Strafe stellt, in der Öffentlichkeit bekannt geworden als Majestätsbeleidigung.

Ich empfand die Zusammenstellung der Fälle sehr klug gewählt, die Erklärungen sollten auch einem Laien gegenüber verständlich genug sein, um ohne Vorkenntnisse folgen zu können. Es gab und gibt immer wieder Entscheidungen der Gerichte, die in der Vergangenheit ein Kopfschütteln meinerseits zur Folge hatten, in Zukunft werde ich da wohl tiefer graben und mir weitere Informationen besorgen, bevor ich mir anmaße, selbst ein Urteil bilden zu können. Und auch dann werde ich weiterhin vorsichtig mit meinen Äußerungen sein, denn die Beleuchtung von allen Seiten ist mir als unbeteiligte Person verständlicherweise gar nicht möglich.

Das Buch war informativ und lehrreich, trotz des Umstandes, dass ich schon immer eine große Schwäche für juristische Sachverhalte hatte und zu diesem Thema Zeitschriften und Bücher quasi verschlinge, konnte ich einiges dazulernen und dadurch besser verstehen. Dafür gibt es von mir volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

Cover des Buches Strafsachen (ISBN: 9783832181987)
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Rezension zu "Strafsachen" von Elisa Hoven

Peanut91
Antworten auf eine berechtigte Frage

Für die Rezension habe ich jetzt eine ganze Weile gebraucht, da mich das Buch sehr nachdenklich gestimmt hatte. Der Untertitel „Ist unser Recht wirklich gerecht?“ passt perfekt zu dem Inhalt des Buches und die Autoren versuchen auf diese Frage eine Antwort zu finden. Hierfür wurden beispielhaft 18 verschiedene Fälle ausgewählt, über die auch schon viel in den Medien berichtet wurde. Unter anderen geht es hier um Böhmermann, Werbung für Abtreibungen und vieles mehr.


Thematisch wurden dafür die Fälle in sieben verschiedene Themenbereiche unterteilt. Besonders gut haben mir die Kapitel über die Frage der Grenzziehung gefallen. Sie zeigen sehr deutlich wie schwer es ist ein Urteil zu fällen und es wirklich auf alle einzelnen Aspekte ankommt. Hier müssten die Gesetze eindeutiger formuliert werden, weil es sonst sehr schwer nachvollziehbar ist warum manche Handlungen strafbar sind und andere nicht. Speziell wurde darauf eingegangen, ab wann ein Mensch ein Mensch ist oder warum die strafmündig bei 14 Jahren in Deutschland beginnt. Beides wird ja nach wie vor heiß diskutiert und deshalb fand ich es ganz interessant zu lesen, warum die Gesetzestexten ausgerechnet so formuliert wurden.


Anhand einiger Fälle wird geschildert wie die Richter ausgerechnet zu diesem Urteil kamen, was für den Laien ja oft schwer nachvollziehbar ist. Schließlich gibt es manchmal sehr milde Strafen und nicht immer ist ersichtlich warum eben nicht der volle Strafrahmen ausgenutzt wurde.


Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich genauso wie die Autoren fragt inwiefern unser Recht tatsächlich gerecht ist. Und der gerne mehr über gewisse Urteilsfindungen erfahren möchte. An ist ist das Buch definitiv gut für Laien lesbar und mich hat es auf alle Fälle zum Nachdenken angeregt. Aus dem Grund hatte ich mir auch Zeit gelassen beim Lesen.

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