Thomas Weiss Flüchtige Bekannte

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Inhaltsangabe zu „Flüchtige Bekannte“ von Thomas Weiss

»Ich muss noch mal kurz hoch ins Büro, Schatz!« - das sind die letzten Worte, die Berthold Schulz von seiner Frau hört. Seit über einem Jahr ist sie verschwunden, doch es liegen keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen vor. Eine interessante Story, denkt sich auch der Erzähler dieser Geschichte, ein Journalist. Er recherchiert, schreibt über den Fall, bittet um Hinweise über den Verbleib der Architektin Maren S.: Hat sie tatsächlich Aufziehvögel vor dem Centre Pompidou verkauft? Auch in Polen will man sie gesehen haben, unterwegs auf einem Fahrrad. Dann ist sich ein Leser sicher: Sie sei Tennislehrerin in einem All-Inclusive-Club auf Djerba – ein Foto lässt keine Zweifel. Der Journalist ist elektrisiert. Sofort bucht er einen Tenniskurs und fliegt nach Tunesien. Doch warum nennt er seiner Frau ein falsches Reiseziel? Brillant spielt Thomas Weiss mit dem bekannten Odysseus-Motiv des »ewig Suchenden« - im Zentrum: eine Frau. Ein gleichwohl kluges wie leichtsinniges Stück Literatur, das eines deutlich macht: die Sehnsucht nach der »Befreiung aus dem Hamsterrad« kennen wir alle.

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    Flüchtige Bekannte
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. May 2014 um 10:04

      Wie ist das, wenn ein Mensch von einer Minute auf die andere sein gewohntes Lebensumfeld verlässt und verschwindet ohne einen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort? Dieses bekannte Muster ist Thema des neuen, vierten Romans des Berliner Schriftstellers Thomas Weiss.   Als der Journalist Joachim von Marens Geschichte hört, die eine solche Entscheidung getroffen hat und Mann und Tochter in Berlin zurückgelassen hat, setzt er sich mit Marens Mann in Verbindung. Er wittert eine gute Story, zumal der Ehemann ein Verbrechen vermutet. Doch bald wandelt sich für Joachim das professionelle Interesse in ein sehr persönliches. Er will wissen, warum eine solche Frau verschwindet. Joachim folgt einem Hinweis und entdeckt Maren als Tennislehrerin in einem Hotel auf der Insel Djerba.   Er nimmt Stunden bei ihr, doch er spricht sie nicht auf ihr Verschwinden an. Letztlich stellt sich heraus, dass auch er ein Flüchtender ist.   Mit viel Tempo und durchaus unterhaltend erzählt Thomas Weiss die Geschichte von Menschen, die vor ihrem alten Leben flüchten, aber irgendwo immer auf der Reise bleiben, nicht wirklich ankommen in dem fantasierten neuen Leben.   Deshalb wohl auch, bei aller entspannter Lektüre, hinterlassen sowohl die Figuren als auch der Roman als Ganzes nur einen eher flüchtigen Eindruck. Sie bleiben zurück als „flüchtige Bekannte“, an die sich nach einiger Zeit niemand mehr erinnert.      

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