Thomas Wieczorek

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Thomas Wieczorek

Lebenslauf von Thomas Wieczorek

Thomas Wieczorek wurde am 7. Februar 1953 in Berlin geboren. Von 1963 bis 1972 besuchte Wieczorek das Canisius-Kolleg Berlin, an welchem er sein Abitur absolvierte. Daraufhin studierte er VWL an der FU in Berlin. 1967 konnte er das Studium mit Diplom abschließen. Thomas Wieczorek arbeitet für verschiedene Tageszeitungen und seit 1989 regelmäßig für das Satire-Magazin "Eulenspiegel". Der Autor war nach eigenen Angaben als junger Mensch Maoist. Außerdem war er 22 Jahre land Mitglied der SPD. Sein neustes Sachbuch "Die geschmierte Republik" erscheint im Mai 2012.

Alle Bücher von Thomas Wieczorek

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Die verblödete Republik

Die verblödete Republik

 (84)
Erschienen am 01.03.2009
Die Dilettanten

Die Dilettanten

 (11)
Erschienen am 01.07.2009
Die geplünderte Republik

Die geplünderte Republik

 (10)
Erschienen am 01.04.2010
Einigkeit und Recht und Doofheit

Einigkeit und Recht und Doofheit

 (13)
Erschienen am 10.09.2010
Abgewirtschaftet

Abgewirtschaftet

 (4)
Erschienen am 14.03.2013
Die Stümper

Die Stümper

 (3)
Erschienen am 01.08.2005
Die rebellische Republik

Die rebellische Republik

 (3)
Erschienen am 12.09.2011
Sei schlau, geh in den Bau

Sei schlau, geh in den Bau

 (1)
Erschienen am 17.09.2013

Neue Rezensionen zu Thomas Wieczorek

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Die verblödete Republik" von Thomas Wieczorek

Alles doof
TheSilencervor 3 Jahren

Ich dachte mir, ich gebe dem Miesmacher- und Pessimisten-Buch nach der Generation Doof noch eine Chance. Doof war schließlich unterirdisch.

Wieczorek nimm in bester Tradition dieser zur Zeit hippen Bücher den Rundumschlag vor und trifft des öfteren ins Schwarze. Das macht er geschickt und gut formuliert.

Bloß leider nimmt die Interessenkurve - mal analog zur Spannungskurve eines Romanes zu sehen - stetig ab.

Daß wir verblöden, steht wohl außer Frage. Alleine mit der Fernbedienung einen Abend lang durch die TV-Landschaft zappen und man bekommt das kalte Grausen.
Darüber Bücher zu schreiben, ist legitim, denke ich. 

Aber als Leser beginnt man genau damit die Therapie. 

Was nützt es, wenn ich Geifer-sabbernd diese Werke lese, anstatt meine Zeit in richtige Bildung zu investieren? Wenn das das Ziel des Buches war, habe ich es erreicht. Denn es war mein letztes dieser Mein-Land-ist-schlecht-Bücher.

(Welchen Eindruck möchte Wieczorek eigentlich mit der allgegenwärtigen "Bild"-Schelte hinterlassen, war er doch mal selbst Chefreporter dieser Zeitung ... ?)

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Duffys avatar

Rezension zu "Euroland - Wo unser Geld verbrennt" von Thomas Wieczorek

Gewohnt verständlich
Duffyvor 5 Jahren

Wieczorek hat ja schon mehrere (kritische) Bücher geschrieben, nun also erklärt er uns Euroland und Schulden-Country und das tut er im gewohnten Stil, nämlich so, dass man es versteht. Das er natürlich auch hier wieder allerhand Entlarvendes zur Sprache bringt, dürfte auch seine tiefste Motivation sein und es tut gut, dass sich mal jemand bemüht, diese ganzen Politikerfloskeln zu übersetzen und die Dinge, die bei der Verwandlung dieser Gesellschaft in "Humankapital" ablaufen, beim Namen zu nennen. Seine Recherchen sind gründlich, seine Interpretationen schlüssig und manchmal blitzt so etwas wie Galgenhumor auf, den man von ihm schon kennt und der dafür sorgt, dass man sich nicht gleich die Kugel gibt. Ich fasste das schon mal in einer Rezension zusammen: Eigentlich Pflichtlektüre für jeden mündigen Deutschen, der zur Wahlurne geht und Material für diejenigen, die von der Politikverdrossenheit erfasst sind und vielleicht das nächste Mal nicht verweigern wollen.

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sabistebs avatar

Rezension zu "Abgewirtschaftet" von Thomas Wieczorek

Wieczorek neigt mir zu stark zu Verallgemeinerung und Polemik
sabistebvor 6 Jahren

Deutschland 2013: Das Umfeld wird nicht mehr nach den Vorstellungen der Menschen geschaffen, nach der Frage, ob sich darin irgendjemand wohl fühlt, sondern danach, ob es „sich rechnet“, also der vollständigen, hemmungslosen und moralfreien Profitmaximierung nutzt. (S. 14)

Dieser These geht der Autor in 13 Kapiteln nach.

1.       Die Parasitären Eliten

„Zu faul zum Arbeiten, stattdessen lieber sich mit Drogen volldröhnen, N*t*en v*geln […] dabei auch noch abkassieren und hinterher noch mehr wollen. Was würde der Gesellschaft eigentlich fehlen, wenn die steinreiche Schmarotzergilde über Nacht von der Bildfläche verschwände.“ (S. 26) – Abgesehen von seinem sehr polemischen Ton, stellt sich Ayn Rand in „Atlas shrugged“ genau diese Frage. Letztendlich geht es in diesem Kapitel darum, dass keiner der Superreichen sein Geld auf ehrliche Weise erworben hat. Oft ist es noch Blutgeld aus der Nazizeit und letztendlich alles nur ererbt und nicht erarbeitet.

 

2.       Sicherheit – nur was für Gruftis und Weicheier?

Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Die obere Kaste sichert sich ab, das Fußvolk soll flexibel bleiben.

 

3.       Deutschland verfällt

Verfall der Infrastruktur (Straßen, Schulen…) und das übliche Herumhacken auf der Deutschen Bahn mit ein paar besonders abschreckenden Beispielen wie mit Kindern und Jugendlichen umgegangen wurde. Danach bekommt die Deutsche Post noch ihr Fett weg, es wird (zu Recht) gegen die Privatisierung des Wassers gewettert, Monopolismus bei den Stromversorgern und der Fall Mappus, neue Energien und Feinstaub werden auch gleich mit abgehandelt.

 

4.       Nur Reichen brauchen den armen Staat

„Händler sind nichts als eine Art von Spielern, die miteinander um die Arbeitsergebnisse der Armen spielen, ohne selbst etwas hervorzubringen.“ (S. 126). Hier bekommen die deutschen Superreichen wie Karl und Theo Albrecht, Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland), Klatten, Quandt und Co ihr Fett weg. Es geht um PPP und das Euro Debakel.

 

5.       Politik

Bestechung, Betrug, gefälschte Doktortitel. Es geht um den zu recht schlechten Ruf der Politiker und die Skandale der letzten Jahre, die nie wirklich aufgeklärt wurden. Es geht um den Homo oeconomicus, Gier und Habsucht der Herrschenden Kaste. Liebe zum Geld als Besitz als geistige Erkrankung (ein Ausspruch von Keynes, der von den Keynsianern gerne verschwiegen wird). Auch wird erwähnt, dass unsere aktuelle Regierung gerne ein paar Beschlüsse am Parlament vorbei durchdrücken würde in Manier des Ermächtigungsgesetzes von 1933, aber vom Verfassungsgericht am 7. 9.2011 noch mal gestoppt werden konnte. Es geht in diesem Kapitel um Korruption, Lobbyismus und Raubtierkapitalismus gegen den Volkswillen und um Politikverdrossenheit und die Gründe des Wahlboykotts.

 

6.       Menschenwürde und Solidarität

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. (Ahlener Programm der CDU 3.02.1947).

Geschichte wiederholt sich immer wieder, die CDU verrät ihre Wurzeln. In diesem Kapitel geht es um das Mysterium des Existenzminimums, den Umgang mit den Alten (Wohlstandsmüll) und Rüstungsexporte.

 

7.       Menschenwürde und Primaten

Selbst Spitzenpolitikern fällt es schwer, den Unterschied zwischen Stasi und Verfassungsschutz zu erklären (S. 223)

 

8.       Gewaltenteilung

Nicht funktionierende Trennung von Politik und Justiz, außergerichtliche Deals für die Eliten und dass ein Polizeistaat zum Glück derzeitig einfach zu teuer ist.

 

9.       Wirtschaft: Der kriminell-korrupte Saustall

 

10.   Halbbildung ist auch `ne Bildung

Ein ärgerliches Kapitel. Hier bläst der Autor unreflektiert in das Horn des angeblichen Fachkräftemangels, den es de facto gar nicht gibt. Dazu noch Kritik des dreigliedrigen Schulsystems, Schröder bashing und Verunglimpfung von Quereinsteigern in das Lehrfach. Keine Ahnung woher die Informationen des Autors stammen, aber Lehrer sehen Schüler definitiv schon mehrfach in Praxissemestern während des Studiums (zumindest in BW), was der Autor da schreibt ist Großteiles schlichtweg falsch. Auch sein Wissen zu Drittmitteln an der Uni kann man maximal als Halbwissen bezeichnen, genau das, was er in diesem Kapitel kritisiert. In der Biologie zumindest stammen über 90% der Drittmittel von der DFG und vom BMBF, Industriegelder sind so selten wie Eisbären in Deutschland. Es gibt sie, einzeln, in Zoos. Deswegen gleich die universitäre Forschung pauschal als korrupt hinzustellen ist eine polemische Verallgemeinerung.

 

11.   Russisch Roulette mit unserer Gesundheit

Betrug im Gesundheitssystem, erfundene Krankheiten, Organhandel, ein alter Hut.

 

12.   Lichtgestalt Schröder als Garantin des deutschen Volkes

13.   Wie soll es weitergehen?

Ich bin recht Zwiegestalten, was dieses Buch angeht. Einerseits spricht der Autor viele Dinge, die alle eigentlich wissen, sehr direkt an, und im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, hat er wenigstens einen ordentlichen Zitateanhang. Der jedoch ist teilweise in der Reihenfolge der Zitate durcheinandergewürfelt (304, 307, 305), das wäre mit Verwendung einer vernünftigen Zitiersoftware sicherlich nicht passiert. Dazu extrem peinliche Tippfehler wie die Krankenversicherung wurde 1884 und nicht 1984 eingeführt (S. 194). Sein Sprachstil ist mir deutlich zu polemisch und unsachlich, so bezeichnet er Merkel als FDJ- Trude (S. 232) und einige der Zitate habe ich oben in der Kapitelübersicht auch schon ein wenig entschärfen müssen. Das ist BILD Niveau. So genau die ersten Kapitel auch recherchiert sein mögen, verrennt sich der Autor selber in dem von ihm so angeprangerten Halbwissen, besonders in Kapitel 10. Wieczorek neigt mir zu stark zu Verallgemeinerung und Polemik, auch wenn er in vielen Punkten sicherlich recht hat.

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Thomas Wieczorek wurde am 06. Februar 1953 in Berlin (Deutschland) geboren.

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