Thomas Wiedenhorn

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Rezension zu "200 Jahre Staatliche Lehrerbildung in Wurttemberg" von Thomas Wiedenhorn

Eine spannende Entstehungsgeschichte der Lehrerbildung
Teamvor 22 Tagen

Inhalt:

1) Vorwort

2) Eine Retroperspektive auf 200 Jahre Lehrerbildung in  Württemberg - unter epochalen, nationalen, geschlechts- und institutionenspezifischen Aspekten.
Am Beispiel der Entwicklung württembergischer Lehrerbildung lässt sich ein besonders vielschichter und spannender Volksbildungs-Prozess nachvollziehen.

3) Die Anfänge der staatlichen Lehrerbildungsanstalt in Esslingen - Bernhard Gottlieb Denzel und die "Musterpflanze" der württembergischen Lehrerbildung.
In B.G. Denzel ist als erstem Semiarleiter von Esslingen kennzeichnet sich die besondere Passion eines Pädagogen wieder, der u.a. stark inspiriert war von Pestalozzi.

4) Von Esslingen nach Heilbronn - Die Expansion der seminaristischen Lehrerbildung in Württemberg.
Ab 1811 wurden in drei Etappen 11 Semiare in Württemberg eröffnet, dazu zählten auch zwei Seminare für Lehrerinnen.

5) Ort und Gestalt der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.
Dieser Vortrag beleuchtet die Bedeutung des Ortes und der Gestalt (ein- oder zweiphasig), sowie das Theorie-Praxis-Verhältnis der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

6) Die "Schulmeisterschule" von Carl August Zeller in Heilbronn. Anmerkungen zur Vorgeschichte der Entstehung des Lehrerseminars in Esslingen 1811.
Die zeitlich dem Semiar vorausgehende Schulmeisterschulen in Zürich und Hofwyl haben zur Besonderheit, dass sie in ihrer Lehre die allgemeine Menschennatur als Grundvorraussetzung für Unterricht ansahen und bereits eine eigenständige Methodik definiert wurde. Unter diesen Seminarschülern befand sich auch B.G. Denzel.

7) Weit mehr als Grundversorgung: Die Musik am Esslinger Lehrerseminar und das Wirken der Seminarmusiklehrer Georg Frech und Christian Fink.
Musikunterricht am Lehrerseminar nahm eine bedeutende Rolle ein, bildete die Seminaristen in verschiedenen Bereichen aus und war auch Übergtragungsfunktion von Moral und gesellschafltichen Bildungsidealen. 

8) Gustav Adolph Cornaro Riecke - Ein schulpädagogischer Sonderweg im Spannungsfeld von Professionalisierung, Politisierung und Institutionalisierung.
G. A. C. Riecke als Nachfolger Denzel´s stellt insofern einen Sonderweg dar, als dass er sich politisch für die Professionalisierung des Lehrerberufs einsetzte, für eine einheitliche Volksschule plädierte und schlussendlich 1850 mit dem Erlass gegen die Volksschullehrerbewegung abgesetzt wurde. Seine Entmachtung provoziert die Frage nach den demokratischen Behandlung in der Lehrerschaft in Württemberg Mitte des 19 Jh.

***

Es ist und es bleibt ein absolutes Lieblingsbuch.
àtw


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Rezension zu "Die Bildungsentscheidung aus Schüler-, Eltern- und Lehrersicht" von Thomas Wiedenhorn

Überdauerndes Werk zur Schulentscheidung
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr


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Rezension zu "200 Jahre Staatliche Lehrerbildung in Wurttemberg" von Thomas Wiedenhorn

Bewegender Bildungsband.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Angelegt ist diese Schrift als Jubiläumsband zur 200 Jahre-Feier des Lehrerseminars in Württemberg. Die Erwartung, eine historische Dokumentation zur Entstehung dieses Seminars rekonstruieren zu können, wird voll erfüllt. Die hier geschilderten Aspekte der Seminargründung sind: ein politisch unruhiger Staat, eine massive Kirchenpräsenz, eine stark unterschiedliche gesellschaftliche Resonanz auf diese Institutionalisierung von Bildung, eine trennscharfe Geschlechterdifferenz für den Seminarbesuch, die exponierte Bedeutung charismatischer Schulleiter, der moralisierende Einsatz von Musik im Seminar, das meist jugendliche Alter der Seminaristen, die teilweise notdürftige Unterhaltung des Seminars und der Teilhabenden darin, eine stark variable Zusammensetzung der Seminarinhalte, eine für gegenwärtige Verhältnisse ungewohnte Konfrontation zwischen Bildung und Demokratie und zuletzt die bis heute aktuell gebliebenen pädagogischen Impulse wie die Einheitsschule, Chancengleichheit und Sinneserfahrung nach Pestalozzi. In der Fülle dieser aufgebotenen Aspekte wird deutlich, dass dieser Band weit mehr ist, als eine Jubiläumsschrift: Er zeigt Zusammenhänge von Bildung auf, in denen sie gegenwärtig nicht verhandelt werden muss. Vergangene Missstände  werden deutlich, die die Qualität von Bildung deutlich beeinflussen können. Gegenwärtig nicht vorstellbare Dispute um den Lehrerberuf werden offenbar, die ein völlig ungewohntes Profil des Einzelnen erfordern. * Retroperspektiv ist diese Schrift eine Überraschung, eine Kostbarkeit - und plötzlich entpuppt sie sich zum Krimi: In dem Moment, in dem rezeptiv deutlich wird, dass im Vergleich das gegenwärtige Bildungssystem etablierter, routinierter, wohlhabender erscheint, als dieses frühere. Doch die Kernfrage, wieviel Bildung die Lehrerausbildung generieren kann für die gegenwärtige Gesellschaft, bleibt unverändert als offene Frage bestehen. Provokant. Bewegend. Unruhig.  * Die AutorInnen schaffen ein recht vielseitiges Bild dieser Seminarbeginns vor 200 Jahren. Insofern ist dieses Büchlein nicht nur für den pädagogischen Fachkreis geeignet, sondern ermöglicht allen, die sich für die Konzeption von Bildung interessieren, eine umfassende, gehaltvolle Rekonstruktion. ***

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