Thomas Wiedling Die Treppe

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Inhaltsangabe zu „Die Treppe“ von Thomas Wiedling

Aufwühlendes Psychodrama, präzises Familienporträt und bitterböses Sittenbild über das Deutschland der Nachkriegszeit. War es Vergewaltigung? War es Ehebruch? Oder einfach eine leidenschaftliche Liebesnacht? Drei Mitglieder einer Familie, bis dahin halbwegs glücklich im kleinstädtischen Reihenhaus, erzählen nacheinander, was sie beobachtet und erlebt haben in jener Nacht, in der das Leben aller eine katastrophale Wendung nehmen sollte. Was ist wirklich passiert in der kleinen Kammer, zwischen der halbnackten Frau und dem Fremden im Soldatenmantel?

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  • Thomas Wiedling - Die Treppe

    Die Treppe
    carpe

    carpe

    28. February 2014 um 22:38

    Klappentext: War es Vergewaltigung? War es Ehebruch? Oder einfach eine leidenschaftliche Liebesnacht? Eine Nacht vor über fünfzehn Jahren, in der das Leben einer Familie eine katastrophale Wendung nehmen sollte. Das Buch ist in 4 Teile geteilt. Vater, Bruder, Schwester und Mutter. Jeder erzählt aus seiner Sichtweise, wie er/sie die Nacht erlebt bzw. als was sie empfunden wurde. Wobei das Kapitel des Vaters ein leeres Kapitel ist. Die Mutter klärt im Endeffekt auf, was wirklich geschah. Allerdings muss ich sagen, dass die Schreibweise von Wiedling ziemlich verworren ist. Ich fand es schwer sich da hineinzudenken und dadurch sind mir die Personen sehr fremd geblieben. Es ist alles sehr nüchtern und kalt erzählt. "Aufwühlendes Psychodrama, präzises Familienporträt und erbarmungslose Demontage einer Familienlüge im Deutschland der Nachkriegszeit." Ich persönlich habe es nicht als solches empfunden. Es ist ein Buch, was man liest ohne wirklich etwas dabei zu empfinden. Fazit: Ich konnte dem Ganzen nicht wirklich viel abgewinnen. Man vergibt sich also nichts, wenn man es nicht liest. Als Lektüre für eine lange Zugfahrt passte es aber ganz gut, da das Buch eh nur 160 Seiten hat. Man ist also auch recht schnell durch damit.

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  • Rezension zu "Die Treppe" von Thomas Wiedling

    Die Treppe
    Rhiannon83

    Rhiannon83

    "Die Treppe zum Dachboden" So, da meine beiden Vorrednerinnen schon einiges zum Inhalt gesagt haben überspringe ich diesen Teil einfach und komme direkt zu meiner Rezi. Die Grundidee des Buches war wirklich gut, ein Familiendrama. Doch um ganz ehrlich mit euch zu sein frage ich mich noch immer wo hier das Familiendrama ist ... sicher die Ehe des Paares scheint nach dem Vorfall auf dem Dachboden in die Brüche gegangen zu sein, die Tochter traumatisiert und der Sohn hat sich abgewandt. Dennoch sehe ich nicht wo das Drama in dem ganzen liegt. Wie kam es zum Bruch der Eheleute? Was wurde aus der Cousine aus dem Osten? Fragen die nicht beantwortet werden ... Die Mutter "spielte" ein Spiel mit ihrer Cousine (ließ die Vergewaltigung ihrer Mutter nachspielen) und der Schuss ging nach hinten los. In meinen Augen hätte man die Geschehnisse noch ein wenig mehr ausarbeiten können tat der Autor aber nicht. Alles in allem eine eher unnötige Lektüre. Sorry ...

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  • Rezension zu "Die Treppe" von Thomas Wiedling

    Die Treppe
    Engelsgesicht77

    Engelsgesicht77

    28. August 2010 um 21:56

    Es war für mich eine ganz neue Erfahrung und letztendlich bin ich zwiegespalten. Die Sprache ist eher karg, distanziert, aber dennoch poetisch und einfach zu lesen. Trotzdem hat es mich nicht "getroffen". Zum einen fehlt mir ein emotionaler Hintergrund, um das Bild dieser Familie wirklich zu verstehen. Das Ende ist ein Hammer, aber irgendwie ist es schon schlimm, dass die beiden Kinder mit jeweils einer anderen Vorstellung aufgewachsen sind, was wohl damals an dem verhängnisvollen Tag geschehen ist. Aber dennoch ist das Buch lesenswert. Das Buch ist nach den Personen der Familie in vier Kapitel aufgeteilt und jeweils aus der Ich-Perspektive von Vater, Sohn, Tochter und Mutter geschrieben, wobei der Vater ein "stummes Kapitel" erhält. Später versteht man, warum. Erst im letzten Kapitel, aus dem Mund der Mutter, erfährt der Leser, was tatsächlich damals geschehen ist. Klappentext: War es Vergewaltigung? War es Ehebruch? Oder einfach eine leidenschaftliche Liebesnacht? Drei Mitglieder einer Familie, bis dahin halbwegs glücklich im kleinstädtischen Reihenhaus, erzählen nacheinander, was sie beobachtet und erlebt haben in jener Nacht, in der das Leben aller eine katastrophale Wendung nehmen sollte. Was ist wirklich passiert in der kleinen Kammer, zwischen der halbnackten Frau und dem Fremden im Soldatenmantel? Ein beklemmender Roman über Reden und Schweigen und das falsche Glück der zweiten Nachkriegsgeneration.

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  • Rezension zu "Die Treppe" von Thomas Wiedling

    Die Treppe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. August 2010 um 21:03

    Ein kleine Familie in der Nachkriegszeit: Vater, Mutter, Sohn, Tochter. Alles scheint normal. Eines Sommers fällt der Urlaub aus, damit der Vater für den Sohn den Dachboden ausbauen kann. Er soll endlich sein eigenes Zimmer bekommen. Als Belohnung für die guten Noten. Der Sohn freut sich, doch dann kommt es anders, als gedacht. Plötzlich steht die "Cousine aus dem Osten" vor der Tür. Sie hat "rübergemacht", ist aus dem Osten geflohen. Und sie bekommt das Zimmer unterm Dach. Der Sohn ist sauer, ignoriert die Cousine. Eines nachts beobachten er und seine Schwester etwas Unglaubliches. Und das ändert aller Zukunft... In verschachtelten Sätzen zeigt der Autor ein Familienporträt auf, dass einem zum Denken gibt. Bis zum Schluss weiß man nicht genau, was sich auf dem Dachboden abgespielt hat. Aus Sicht des Sohnes hört es sich nach Ehebruch an, aus Sicht der Schwester nach Vergewaltigung. Doch erst die (schon tote) Mutter kann am Ende erklären, was genau geschehen ist. Der Vater schweigt. Der Autor lässt Sohn, Tochter und Mutter zu Wort kommen, die in der Ich-Form wiedergeben, wie sie die fragliche Nacht erlebt haben. Der Schreibstil ist flüssig. Durch den langen und verschachtelten Satzbau musste ich jedoch manche Passagen zwei Mal lesen, um nicht in die Irre geführt zu werden. Fazit: Ein Psycho-Drama, dass einem unter die Haut geht.

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  • Rezension zu "Die Treppe" von Thomas Wiedling

    Die Treppe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2010 um 23:36

    Eine scheinbar ganz normale Familie. Vater, Mutter, Sohn, Tochter. Ein kleines Reihenhaus, jeden Sommer Urlaub am Meer. Als der Sohn es aufs Gymnasium schafft, fällt der Urlaub aus! Doch nur, um den Dachboden des Reihenhäuschens auszubauen. Für den Jungen, als Belohnung. Doch dann kommt alles ganz anders. Eine bislang unbekannte Cousine aus dem Osten steht unangemeldet vor der Tür. Hat rübergemacht, ganz allein. Keine Frage, sie darf bleiben. Und bekommt das neue Zimmer unterm Dach... Zunächst läuft alles gut. Die Cousine passt auf die Kinder auf, kocht, wäscht, putzt. Dann die schicksalhafte Nacht. Im Dachzimmer passiert Unglaubliches. Die kleine Tochter beobachtet alles. Der Sohn sieht es ebenfalls. Kurz darauf die Trennung der Eltern. Was ist wirklich passiert in dem Zimmer unterm Dach? Nach dem Tod der Mutter kommen alle Familienmitglieder zu Wort, schildern ihre Eindrücke dieser Nacht. Der Vater schweigt, der Sohn glaubt an Ehebruch, die Tochter an Vergewaltigung. Erst die mittlerweile tote Mutter klärt am Ende alles auf. Anders als man es erwartet hat, tiefgründiger als man es ahnen konnte. Mit ausdrucksstarken, aber knappen Worten erzählt Wiedling diese Familiengeschichte. Lässt seine Figuren als Ich-Erzähler auftreten, was die unterschiedlichen Perspektiven noch klarer hervorhebt. Des Vaters Schweigen sagt mehr als tausend Worte. Man ist schnell gefangen von diesen Berichten, grübelt, welche Sicht der Wahrheit entspricht, merkt, alle Eindrücke sind die jeweilige Wahrheit des Einzelnen. Beeindruckend, wortsstark, überraschend. Von diesem Autor möchte man mehr lesen.

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