Atmosphärisch dicht und eindrucksvoll gestartet, verliert sich "Das finstere Tal" bald in langatmigen Beschreibungen. Die düsteren Figuren bleiben auf Distanz, ihre Motivationen wirken blass, und die Handlung entwickelt sich vorhersehbar. Trotz der kraftvollen alpinen Kulisse, entsteht wenig Spannung. Insgesamt schöpft der Roman sein Potenzial nicht aus und hinterlässt mehr Ernüchterung als Nachhall.
Thomas Willmann
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Das finstere Tal
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Der eiserne Marquis
Das finstere Tal
Das finstere Tal
Neue Rezensionen zu Thomas Willmann
Die Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Winterbeginn. Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf.
Ich liebe den Film dazu, und habe mich nun an das Buch gewagt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einem spannenden düsteren Western belohnt. Natürlich bleiben die Personen etwas blass, Hintergründe verborgen und das Ende ist auch nicht wirklich befriedigend aber ich habe das Buch trotzdem verschlungen und geliebt.
Vielleicht eher etwas für Liebhaber, aber von mir 5/5 Sterne.
Ich habe die 928 Seiten eisern durchgelesen - bis auf einige Kapitel, die ich übersprungen habe - und mich an die historische Sprache erst gewöhnen müssen. Ein genialer Uhrmacher verstrickt sich in finstere Machenschaften, die in üppigen Worten formuliert werden. Es gibt Bezüge zur Gegenwart und sogar einen Wien-Plot. Das fand ich originell. Letzten Endes sitzt der Protagonist als verurteilter Mörder in der Pariser Irrenanstalt und erzählt den Ratten seine Lebensgeschichte. - Nur für Hardcore-Leser, die sich von einem dicken Wälzer nicht abschrecken lassen und eine so antiquierte Erzählweise zu schätzen wissen.
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