Thomas Willmann Das finstere Tal

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Inhaltsangabe zu „Das finstere Tal“ von Thomas Willmann

Die Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Beginn des Winters. Ein Fremder reitet in ein einsam gelegenes Hochtal ein. Er sei Landschaftsmaler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Und das ist erst der Anfang. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf.

Spannende Story, schöne Dramaturgie, leider etwas holpriger Stil.

— Crueger

Phantastisch. Erinnert mich nicht nur an Sergio Leone, sondern auch an Tarantino Filme. Tolle Atmosphäre, super Show-down.

— papaverorosso

Superbuch! Doch Achtung: recht brutal. Der Autor unterstellt sein Buch zwei Schutzheiligen: Ludwig Ganghofer und Sergio Leone. Zu Recht.

— Bennett

Buch und Film sind klasse!

— locke61

Der Titel spricht Bände - wahrlich ein finsteres Tal mit ebenso finsteren Gesellen.

— Bellis-Perennis

Hab überlegt was ich über das Buch schreib. Thomas Willmann hat mir das am Schluß abgenommen. Danke an Ludwig Ganghofer und Sergio Leone

— HerrCharly

Ein Heimatwestern, der (wie schon auf dem Filmcover draufsteht) Clint Eastwood gefallen würde.

— MyriamErich

Wenn der Western auf die Alpen trifft: Abgesehen von der überragenden Sprache hat der Autor sich alleine für die Idee schon 5Punkte verdient

— LinusGeschke

Alpenwestern

— Saralonde

Ein sehr spannendes und gut gelungenes Buch. Wenn man es einmal in den Händen hat, will man es nicht mehr weglegen!

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  • Ludwig Ganghofer meets Sergio Leone

    Das finstere Tal

    Bennett

    23. August 2016 um 13:33

    Superbuch! Doch Achtung: recht brutal. Der Autor unterstellt sein Buch zwei Schutzheiligen: Ludwig Ganghofer und Sergio Leone. Zu Recht. 

  • Ein Roman, der einen ob der Machenschaften eines Clans schaudern lässt ...

    Das finstere Tal

    Bellis-Perennis

    Thomas Willmann entführt seine Leser in ein nicht näher bezeichnetes abgelegenes Tal zum Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Fremder, der sich Greider nennt, kommt in das Tal, erkauft sich den Aufenthalt über den Winter und bringt somit die althergebrachte Ordnung langsam durcheinander. Diese Ordnung wird vom Brenner-Bauern und seinen Söhnen sowie vom Pfarrer diktiert. Bislang hat es nur einmal ein Paar gewagt, sich dagegen aufzulehnen und hat dafür einen hohen Preis bezahlt. Der Roman ist in einer sehr schönen bildhaften Sprache geschrieben. Nur ganz wenige Dialoge „zerreden“ Stimmung und Handlung. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Zeit- und Ortswechsel, die scheinbar unvermutet und willkürlich auftauchen, in Wirklichkeit jedoch wohl gesetzt sind. Genial verfilmt mit Tobias Moretti als Greider.Korrektur: Moretti = Hans BrennerRiley = Greider

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    • 6
  • Heimatwestern in den Alpen

    Das finstere Tal

    MyriamErich

    26. May 2015 um 17:33

    Ein finsteres Tal. Verschlossene Menschen. Die Kontrolle obliegt sechs Söhne eines Bauern. Dunkle Geheimnisse. Sachen, über die zu sprechen nicht erwünscht ist. Sachen, die niemals in Vergessenheit geraten. Greider, ein Maler, kommt Anfang des 19. Jahrhunderts in das Dorf und bittet um ein Winterquartier. Er kommt auf dem Hof Luzis und deren Mutter unter. Kurz nach seiner Ankunft beginnt es zu schneien und dem Dorf wird jeglicher Zugang zur Zivilisation verwehrt. Schon bald häufen sich mysteriöse Todesfälle, beginnend mit  zweien der Brenner-Brüder, die das Dorf kontrollieren und bald wird klar welche Intention der wortkarge Amerikaner und Maler verfolgt. Ein Buch, spannend wie ein richtiger Western, von der ersten bis zur letzten Seite. 300 Seiten, die einen immer wieder aufs Neue überraschen und begeistern. Der Autor versteht es die Gefühle und Stimmungen der wortkargen Figuren auf den Leser zu übertragen und ihn so in einen in einen immer stärker werdenden Sog zu ziehen, dass man das Buch erst nach der letzten Seite aus der Hand legen kann. Zusätzlich zu empfehlen ist die Verfilmung des Buches, welche das gesamte Erscheinungsbild komplett macht. Ein fabelhaftes Buch, spannend, berührend ohne jeglichen Kitsch und ohne jegliches Klischee.

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  • Grandioser Showdown vor winterlicher Bergkulisse

    Das finstere Tal

    anena

    16. September 2014 um 11:42

    Anfangs wollte ich das Buch schon zur Seite lesen: zu schwerfällig schien mir der Stil und die Handlung kam nur schleppend voran. Das änderte sich bald und die Spannung stieg, bis ich nachts wachblieb bis zum grandiosen Showdown. Ein wirklich bemerkenswertes Buch!

  • Toller Alpenwestern!

    Das finstere Tal

    Saralonde

    Ein Mann namens Greider kommt irgendwann im 19. Jahrhundert in einem abgelegenen Alpental an. Die Bewohner dort sind sehr misstrauisch und wollen ihn direkt wieder loswerden, doch er bietet Geld, und dem können sie nicht widerstehen. Malen will er in dem Tal. So zieht Greider auf Geheiß der Söhne des Brenner-Bauern, die das Tal zu beherrschen scheinen, bei einer Witwe ein. Doch will Greider wirklich nur malen? Bald kommt außerdem ein äußerst zweifelhafter Brauch der Talbewohner zum Vorschein… Dieses Buch habe ich spontan im Buchladen gekauft, weil ich das Cover und die Beschreibung unwiderstehlich fand. Mein Instinkt hat mich nicht getäuscht, das Buch bietet eine wirklich einmalige Mischung aus modernem Alpenroman und Western-Elementen (was schon in den Zitaten auf dem Cover angedeutet wird), die mir größtes Vergnügen bereitet haben. Es beginnt alles sehr behäbig, und doch ist da von Anfang an diese Spannung, weil man direkt ahnt, dass Greider eben nicht nur als Maler in dem Tal ist, sondern ein Anliegen hat. Ich hatte zwischendurch den Verdacht, dass die Geschichte ein wenig vorhersehbar ist, das hat sich jedoch nur in kleinen Teilen bestätigt. Die Charakterzeichnung ist nicht die Stärke des Buchs, sondern vielmehr die etwas finstere Stimmung, die Atmosphäre des Tals, die beschriebene von Anfang an bestehende Spannung. Zudem hat das Buch mich sprachlich absolut überzeugt, ein echter Lesegenuss! Erst etwa ab der Mitte des Buchs erfahren wir mehr über Greider und seinen Hintergrund, auch dieser Teil des Buchs, der nicht in dem Tal angesiedelt ist, liest sich sehr gut. Es kommt – eben nach Westernmanier – schließlich zu einem großen Showdown, der mir stellenweise etwas zu heftig war, aber sehr spannend. Ich kann es jetzt gar nicht erwarten, den Film zu sehen. Ein wirklich tolles Buch, ich freue mich auf mehr von Thomas Willmann!

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    • 4
  • Rezension zu "Das finstere Tal" von Thomas Willmann

    Das finstere Tal

    PaulTemple

    Ist es ein Western? Ein Heimatroman? Ein Krimi? "Das finstere Tal" lässt sich keines dieser Genres klar zuordnen und genau darin liegt der Reiz. Ein einsamer Fremder sucht eine Unterkunft in einem abgelegen Dorf und verbringt dort - unter den abschätzigen Blicken der Bewohner - einen Winter. Nachdem sich tödliche Unglücksfälle im Dorf häufen, erfährt der Leser nach und nach immer meh über die wahren Absichten des Fremden, bis es schließlich zu einem blutigen Showdown kommt, bei dem ich die Musik von Ennio Morricone im Kopf hatte... Mit wunderbarer Sprache versteht es Willmann eine ungeheuerliche Atmpsphäre der Bedrohung heraufzubeschwören, die den ganzen Roman trägt und für sehr hohe Spannung sorgt. Absolut empfehlenswert!

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    • 3

    Arun

    05. August 2014 um 19:15
  • Das Finstere Tal

    Das finstere Tal

    TheRavenking

    Das Finstere Tal ist ein deutscher literarischer Western, und schon allein diese Tatsache macht Thomas Willmanns Roman lesenswert. Schließlich ist dieses Genre (wenn man von den Jugendbüchern Karl Mays absieht) in der heimischen Literatur nicht übermäßig vertreten. Ludwig Ganghofer und Cormac McCarthy, sowie die Western eines Sergio Leone waren die Vorbilder für diesen Alpenwestern. Die wildromantische Landschaft auf dem Cover versetzt einen gleich an den Schauplatz, in eine kleine Gemeinde irgendwo in den Alpen. Dorthin kommt im Spätherbst (vermutlich irgendwann im späten 19. Jahrhundert) ein Fremder. Er nennt sich Greider und bittet die Dorfbewohner um eine Unterkunft. Zunächst schlägt ihm großes Misstrauen entgegen. Fremde sind selten an diesem gottverlassenen Ort. Doch durch sein mitgebrachtes Gold schafft es der Neuankömmling schnell die Bedenken der Einheimischen zu zerstreuen. Bald gibt er sich als Maler zu erkennen, der auf der Suche nach geeigneten Sujets ist. Der Herbst geht in Winter über und langsam gewöhnen sich die Leute im Tal an den Gast. Dass Greider noch etwas ganz anderes im Schilde führt, dürfte für den Leser keine sonderlich große Überraschung darstellen. Erstaunlich ist eher, wie viel Zeit sich Thomas Willmann nimmt, bis er seine Karten aufdeckt. Langsam umkreist Greider die Dorfbewohner, wie ein Falke, der auf seine Beute lauert. Er unternimmt Ausflüge im Tal, beobachtet die Männer bei ihrer, oft mühsamen, Arbeit, und malt. Landschaftsbilder, aber auch ein ganz persönliches Werk, das keiner außer ihm kennt. Auf diese behäbige Einleitung folgt ein seltsames Intermezzo: Fernab, in der nordamerikanischen Steppe trifft der damals noch junge Greider mit seiner Mutter auf einen charismatischen Prediger. Dessen Name: Holden. Die Hommage ist eindeutig. Dass Thomas Willmann hier dem großen Vorbild, McCarthy, seine Referenz erweisen möchte, liegt auf der Hand. Doch sein gut gemeinter Versuch, eine Verbindung zum epochalen Western des großen Amerikaners herzustellen, wirkt eher unbeholfen. Zu gewaltig und monströs ist die Gestalt von Richter Holden, als dass man ihr in einem so engen Rahmen gerecht werden könnte. Die legendäre Figur kommt hier nicht über den Status eines etwas grotesken Bösewichts hinaus. Zumindest was seine Prosakunst betrifft, braucht sich Thomas Willmann nicht vor seinen Kollegen zu verstecken. Seine äußerst kunstvolle und höchst originelle Sprache ist die große Stärke des Romans. Leider bewegt sich die Handlung aber nicht auf ähnlich hohem Niveau. Im letzten Drittel geht Willmann dann in die Vollen. Hier explodiert die Gewalt dann förmlich. Als hätte Mel Gibson seine Passion auf die Alm verlegt. Da werden Nägel durchs Fleisch getrieben, Menschen mit Dreschflegeln gefoltert. Der Autor schwelgt förmlich in diesen Gewaltszenen, anders als McCarthy für den die Gewalt nie zum Selbstzweck verkam. Und es wird leider auch klar, dass Willmanns Buch nicht besonders viel zu sagen hat. Mehr als eine herkömmliche Rachestory wird hier nicht geboten, und auch die tiefe Melancholie, die Sergio Leones Filme auszeichnete, fehlt vollständig. Man wird nicht warm mit diesem Protagonisten, der kaum mehr spricht als Clint Eastwoods namenloser Revolverheld, aber längst nicht über dessen Charisma verfügt. Während bei jenem unter der stoischen Miene immer wieder echte Menschlichkeit hervorschimmert, ließ mich diese Figur letztendlich kalt. Das Buch wurde gerade verfilmt, und ab Februar diesen Jahres kann man sich eine Meinung bilden, ob die Adaption gelungen ist. Die Macher versprechen jedenfalls (vermutlich scherzhaft) ein Mischung aus "Django Unchained" und "Das Weiße Band".

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    • 3

    Floh

    31. July 2014 um 12:51
  • Daumen Hoch

    Das finstere Tal

    Kuni

    Ich fande diesen Roman einfach klasse, ist es ein Western, ist es ein Heimatroman???.... Nein ein Roman über ein Leben, und die Rache der Vergangenheit.
    Schwerlichst konnte ich das Buch weglegen...... Bin gespannt auf die Verfilmung.
    Ich kann das Buch mit guten Gewissen empfehlen, schade das hier noch so wenige es gelesen haben.

    • 2

    Arun

    30. May 2014 um 18:54
  • Alpen-Western

    Das finstere Tal

    Lesemanie

    Ein Dorf in den Alpen, in einem abgeschiedenen Tal, birgt ein Geheimnis. Kurz vor Wintereinbruch in einem Jahr des ausgehenden 19. Jahrhunderts erscheint ein Fremder in dem Tal. Er stellt sich mit dem Namen Greider vor und bittet um Unterschlupf für den Winter, den er zum Malen nutzen möchte. Die Dörfler begegnen ihm abweisend, wollen ihn des Tales verweisen, denn Fremden gegenüber ist man hier oben misstrauisch. Da ergreift einer das Wort und fordert ihn zum Bleiben auf. Schnell wird klar, dass dieser Mann und seine fünf Brüder das Sagen haben in dem Tal. Es sind die Söhne des Bauern Brenner, der das fruchtbare Tal vor Jahrzehnten entdeckt hat, und dessen Hof am Ende des Tales liegt. Sie fordern eine Witwe und ihre Tochter auf, dem Mann für den Winter Unterschlupf zu gewähren, und die beiden Frauen kommen der Aufforderung ohne Widerspruch nach. Als der Winter einbricht, macht der Schnee einen Abstieg aus dem Hochtal unmöglich, und die Gemeinschaft ist abgeschotteter als je zuvor. Greider macht das nichts aus; er scheint sich im Gegenteil darüber zu freuen. Weiterhin zieht er seine Runden durchs Tal um Zeichnungen anzufertigen. Plötzlich ereilt Brenners Söhne eine Serie von Unglücksfällen und einer nach dem anderen stirbt eines gewaltsamen Todes. Nach dem zweiten Todesfall beginnt Willmann, den Leser schrittweise in die Geheimnisse des Tales einzuweihen. Das finstere Tal beginnt fast harmlos. Da gibt es einige Andeutungen und Zeichen, die leise ein ungutes Gefühl im Leser auslösen mögen, doch Willmann lässt sich viel Zeit und verweilt bei der Beschreibung des Tals und seiner Bewohner, bevor sich dann unbändige Gewalt lawinenartig ihren Weg bricht. Die Protagonisten sprechen alle in alpinem Dialekt. Zugleich sind Sätze und Dialoge jedoch sehr kurz gehalten – es wird nicht viel miteinander gesprochen in diesem Tal. Willmann konzentriert sich viel mehr darauf, wortgewaltig Bilder zu malen, Szenen zu beschreiben. Das hat etwas von den langen Einstellungen in einem guten Western. Ebenfalls westerngleich sind auch die Motive hinter den Geschehnissen, und die Fragen, die Willmanns Buch aufwirft. Rache und Vergeltung spielen eine große Rolle. Ebenso das Moralsystem einer kleinen Gemeinschaft die in fast absoluter Isolation lebt, und die sich ihr eigenes Rechtssystem schafft.

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    • 4
  • Super Krimi!

    Das finstere Tal

    Annesia

    24. April 2014 um 21:38

    Kurz vor dem Winter kommt ein Fremder in ein Hochtal. Er behauptet Maler zu sein und möchte im Tal überwintern. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber dann vom Geld des Fremden überzeugen. Kaum fällt der erste Schnee, findet sich der erste Tote. Bald darauf wird ein Zweiter ermordet. So nimmt eine dramatische Geschichte über Liebe, Eifersucht, Rache und Angst ihren Lauf. Wirklich ein toller Krimi, der teilweise wie ein Western wirkt. Für Krimifans ein Muss. Er Plot ist unheimlich gut ausgearbeitet und die Idee eine ganz Neue!

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  • Dunkler Alpenroman mit Western-Thrill

    Das finstere Tal

    Keeweekat

    12. February 2014 um 00:01

    Inhalt: Irgendwo in den Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts: Ein fremder Reiter erreicht ein abgeschiedenes Hochtal. Das hier gelegene Dorf und seine Bewohner, weitgehend abgeschottet von der übrigen Welt, bilden eine verschlossene Welt mit eigenen Regeln und dunklen Geheimnissen. Greider, der junge Fremde, wird nur mit Argwohn in die Gemeinschaft aufgenommen, darf dank guter Bezahlung aber über den Winter im Dorf bleiben, um Bilder zu malen, wie er sagt. Tatsächlich aber gibt es einen ganz anderen Grund, der ihn an diesen Ort führt, und die Geschehnisse dieses Winters werden seine wahren Absichten und die dunklen Geheimnisse des Tals offenbaren. Meine Meinung: Zunächst ist es Thomas Willmanns leicht antiquierte, beinahe urtümlich anmutende Sprache, die mich in diesem Roman fasziniert haben. Zusammen mit der spärlichen, von Mundart gefärbten wörtlichen Rede ergibt sich ein ganz eigener, unverwechselbarer Ton, der dem besonderen Charakter der Geschichte nicht besser hätte entsprechen können und der mich durchweg begeistert hat. Nach einem gemächlichen Einstieg, der den den Leser glauben macht, über das raue Leben der Menschen in den abgeschiedenen Alpendörfern vor etwa hundert Jahren zu lesen, streut Willmann nach und nach merkwürdige Andeutungen, die das Geschehen bald zu einem Kriminalroman und schließlich zu einem atemlosen Thriller wachsen lassen. Der Showdown ist gnadenlos und voller Wucht; spätestens hier fühlt man sich in das unausweichliche Finale eines geschickt konstruierten Westerns versetzt. Und das Beste: die Rechnung geht auf, Alpenroman und Western lassen sich vereinen: “Das finstere Tal” ist eine ungeheuer spannende Mischung aus Heimatroman und Italo-Western, aus Ludwig Ganghofer und Sergio Leone – zwei Helden Willmanns, die für diese Geschichte inoffiziell Pate gestanden haben. Fazit: Eine Geschichte um Schuld und Vergeltung, ein dunkler Alpenroman mit Western-Thrill, hervorragend erzählt.

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  • Bergkrimiwestern

    Das finstere Tal

    Phil Decker

    17. January 2014 um 10:06

    Verworrene Geschichte in einer gewöhnungsbedürftigen Sprache. Fand auch die Zeitsprünge unglücklich platziert. 

  • Thomas Willmann: Das finstere Tal

    Das finstere Tal

    DamonWilder

    25. June 2013 um 11:51

    Auf dieses Buch bin ich durch eine Autorenlesung beim Deutschlandradio gestoßen. Willmann las dabei aus eine Szene aus der Mitte des Buches und anschließend musste ich wissen, wie es zu dieser Szene kam und wie es weiterging. Dieser Krimi besticht durch seine klare, genaue und pointierte Sprache, wobei der Autor ein besonderes Geschick bei der Darstellung der Dörfler besitzt. Diese Mischung aus Heimatroman, Krimi und Western sollte jeder gelesen haben.

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  • Das finstere Tal

    Das finstere Tal

    Aleshanee

    09. May 2013 um 19:02

    "Alpenroman, Krimi und Western in einem ...", als ich das auf dem Cover gelesen habe, war ich neugierig. Inhalt: Es geht um ein Tal in den Bergen, eine kleine, verschworene Dorfgemeinschaft und ein Geheimnis, das in den finsteren Winkeln dieses Dorfes kauert. Doch dann wagt sich ein Fremder ins Tal, Greider, der Maler und will ein Quartier über den Winter. Erst ein Säckchen mit klimpernden Münzen stimmt die Dorfoberen, die sechs Söhne des Brenner-Bauern, um und Greider findet bei der Witwe Gaderer und ihrer Tochter Luzi ein Zimmer. Der Winter kommt über das Tal und schließt es von der Außenwelt ab. Das Dorfleben zieht seine Bahnen und Greider wandert umher, skizziert und zeichnet, bis seine Anwesenheit den Dörflern mehr und mehr zur Gewohnheit wird. Plötzlich geschieht ein Unfall, die Totenglocke läutet und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Ein zweiter Unfall, eine bevorstehende Hochzeit und Rückblicke über das Leben des "Fremden" lassen erahnen, welch grausiges Geheimnis in diesem stillen Winkel seit Jahrzehnten gehütet wird. Eine gnadenlose Rache bricht sich Bahn, um der Gerechtigkeit endlich Genüge zu tun. Meine Meinung: Es war wohl der urtümliche, dicht gewebte Schreibstil, der mich die ersten 100 Seiten durchstehen ließ. Die Ankunft von Greider, sein bedachter Umgang mit den Dörflern und das eintönige Leben im Tal wurden bis aufs kleinste Detail ausgereizt. Erst als der erste Unfall passiert, nahm die Geschichte Fahrt auf und hat mich richtig gepackt. Durch die profunden Beschreibungen waren die Charaktere sehr eindrucksvoll, obwohl immer noch etwas offen gelassen wurde, was einen verstärkten Reiz ausmachte. Die Stimmung war atmosphärisch dicht und hat mich immer wieder in ihren Bann gezogen, obwohl ich bei den ersten 80 Seiten oftmals geneigt war, das Buch wegzulegen. Als dann nach und nach die Hintergründe aufgeklärt wurden und es zum offenen Show-down kam, steigerten sich Tempo und Spannung gleichermaßen. Ein interessantes Szenario und ein gelungener Genre-Mix, Sternabzug gibt’s für den langatmigen „Vorspann“. Um der Stimmung willen hätte ich das Buch allerdings lieber in den verschneiten Wintermonaten gelesen, anstatt bei strahlendem Sonnenschein ;)

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  • Rezension zu "Das finstere Tal" von Thomas Willmann

    Das finstere Tal

    Babscha

    14. April 2012 um 00:31

    Ja, die Reminiszenzen des Autors an Ludwig Ganghofer und Sergio Leone in seiner Danksagung zum Ende des Buches treffen den Kern. Im gemächlichen Stil eines Heimatromans, so ausladend wie auch beklemmend startet das Werk um den Fremden namens Greider, der sich irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts irgendwo in den Alpen aufmacht in ein einsames Hochtal, abgeschottet und von nur wenigen verschlossenen und misstrauischen Familien bewohnt. Wie sich zeigen wird, steht hier alles unter dem unerbittlichen Regiment des alten Brenner-Bauern und seiner sechs Söhne. Niemand weiß zunächst, warum Greider dort plötzlich aufkreuzt und sogar den anbrechenden Winter, der ihm jeden Rückweg ins Tal abschneidet, einkalkuliert hat. Aber das soll sich bald ändern, denn die Ruhe trügt und ab Mitte des Buches verändert sich das Ganze grundlegend. Die Handlung nimmt rasant Fahrt auf und entwickelt sich zur fulminanten Rachegeschichte eines Einzelgängers im Stil von Eastwoods „Pale Rider“ oder Leones namenlosem „Mundharmonika“ mit show-down und allem Drum und Dran. Quasi zwei Bücher in einem. Das ist gut und außergewöhnlich gemacht. In den offensichtlich bewusst gewählten, etwas antiquierten, aber gerade deshalb sehr intensiven und ausdrucksstarken Schreibstil hat man sich als Leser schnell eingefunden und will´s dann auch gar nicht anders. Ein insgesamt gelungener Debütroman, der insbesondere in der zweiten Hälfte zu fesseln vermag.

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