Thomas Ziebula

 4,5 Sterne bei 417 Bewertungen
Autor*in von Der rote Judas, Abels Auferstehung und weiteren Büchern.
Autorenbild von Thomas Ziebula (©Vera Doneck)

Lebenslauf

Die prägenden Jahre meiner Kindheit habe ich in einem wendischen Dorf an der Oder verbracht. Meine Eltern waren Wenden und sprachen Wendisch, wenn wir Kinder sie nicht verstehen sollten. Ich war sechs Jahre alt, als mein Vater mit uns vor der Stasi fliehen musste. Entwurzelung und Neuanfang – eine der Erfahrungen, die mich zum Schreiber gemacht haben. Als Kind erzählte ich mir Geschichten gegen Angst, Einsamkeit und Ohnmacht. Meine ersten Texte stammen aus frühster Jugend – Gedanken, Erlebtes, Gedichte. Vor allem letztere schrieb ich mit Leidenschaft und würde gern auch heute noch ausschließlich Verse basteln; doch von irgendetwas muss man ja leben. Als Prediger in Kärnten schrieb ich Predigten, als Diakon in einem Schwarzwaldort Verse und Theaterstücke für den Gottesdienst und für meine Arbeit mit Kindern und jungen Leuten. Als Sozialpädagoge gründete ich eine Schreibwerkstatt für Menschen in Lebenskrisen. Als Trauerredner in Dortmund ließ ich mir die letzten Lebenstage und -stunden von Verstorbenen schildern und verfasste unzählige Trauerreden. Nach und nach fand ich so zum Schreiben als Beruf. Das erste Honorar zahlte mir eine Bank, in deren Räumen ich anlässlich einer Vernissage zwei meiner Gedichte vortrug. Noch einmal zum Mitschreiben: Eine Bank zahlte für Gedichte! Ich jedenfalls bin bis heute ihr dankbarer Kunde. Damals liebte ich es, aus dem Stegreif und drei zugerufenen Stichworten Geschichten zu spinnen. So entstand 1994 auf dem Kindergeburtstag meines Zweitgeborenen die Geschichte vom tyrannischen Nashornbullen Nero, der keine gefleckten und gestreiften Tiere in der Savanne dulden wollte und von einer Maus besiegt wurde. Rowohlt machte 1996 ein Buch daraus. Mein erstes. Zum Dauerschreiber aber machte mich die pure Not. Ich zog ins Ruhrgebiet – und fand mich unter 1500 anderen arbeitslosen Sozialpädagogen wieder. Damals war ich bereits Vater von drei Kindern – inzwischen sind es vier – und Geld musste her. Also verfasste ich Arztromane und ab 1997 die Einsatzberichte des berühmten G-man Jerry Cotton aus Manhattan. Bald schrieb ich für Illustrierte und Genreverlage, meist unter dem Pseudonym Jo Zybell. 2001 verliehen meine Leser mir den Deutschen Phantastik-Preis als bestem Autor und nominierten zwei meiner Romane für eben diesen Preis. Zuletzt sind zwei größere Fantasy-Epen von mir bei Hoffmann und Campe erschienen – „Die Tochter der Goldzeit“ und „Die Traummeister“; beide unter meinem Pseudonym Jo Zybell. Bastei-Lübbe hat nun meinen historischen Roman „Der Gaukler“ verlegt. Seit „Nero Nashorn“ ist dies mein erstes Buch, das unter meinem Klarnamen erscheint. Am zweiten arbeite ich gerade.

Neue Bücher

Cover des Buches Waldmann (ISBN: 9783548069081)

Waldmann

Erscheint am 02.01.2026 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Thomas Ziebula

Cover des Buches Der rote Judas (ISBN: 9783499000393)

Der rote Judas

(74)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Abels Auferstehung (ISBN: 9783499003646)

Abels Auferstehung

(70)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Engel des Todes (ISBN: 9783805200615)

Engel des Todes

(62)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Evas Rache (ISBN: 9783805200929)

Evas Rache

(57)
Erschienen am 16.04.2024
Cover des Buches Die rote Löwin (ISBN: 9783404174768)

Die rote Löwin

(59)
Erschienen am 13.01.2017
Cover des Buches Die Liebe des Gauklers (ISBN: 9783732562770)

Die Liebe des Gauklers

(48)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Die Hure und der Spielmann (ISBN: 9783732562763)

Die Hure und der Spielmann

(29)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Abels Auferstehung (Paul Stainer 2) (ISBN: B08CZKH26S)

Abels Auferstehung (Paul Stainer 2)

(1)
Erschienen am 26.01.2021

Neue Rezensionen zu Thomas Ziebula

Cover des Buches Evas Rache (ISBN: 9783805200929)
R

Rezension zu "Evas Rache" von Thomas Ziebula

Renate1964
Rache

Für mich war das der erste, aber bestimmt nicht der letzte Fall, den Kommissar Paul Steiner zu lösen hatte. Thomas Ziebula lässt uns Leipzig 1922 miterleben. Der Roman ist vielschichtig. Neben dem Fall eines. Mädchenmörders geht es um Entwicklung der Persönlichkeit, Aufkommen des nationalsozialismus, Spionage. Alles ist authentisch, spannend und die Sprache genau richtig. Ein toller Krimi

Cover des Buches Evas Rache (ISBN: 9783805200929)
louvre74s avatar

Rezension zu "Evas Rache" von Thomas Ziebula

louvre74
4. & letzter Fall von Paul Stainer, spielend in Leipzig 1922

Im schönen Leipzig 1922 passieren schreckliche Frauenmorde. Paul Stainer und sein Team machen sich an die Aufklärung. Das historische Leipzig ist toll beschrieben und man findet sich immer wieder zu überlegen wie schaute es damals aus und wie heute. Die Leipziger Lerche - ja, das war sehr gut mit eingebaut :). 

Zudem wird die Ehefrau von dem Münchener Professor Dorn entführt. Er möchte seine neue Erfindung vorstellen. Die Entführer wollen so an die Unterlagen seiner Erfindung. Aber alles geschieht nicht so wie angedacht. 

Viel mehr möchte ich nicht verraten, es lohnt sich auf jeden Fall den Krimi selbst zu lesen.

Das Ende des Buches ist anders als gedacht.

Der Autor Thomas Ziebula hat eine sehr angenehme Schreibweise. Das Buch liest sich gut. Es ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der schwarze Faden als Lesezeichen ist wie immer sehr hilfreich :). Finde ich bei Bücher immer sehr passend, da man nicht immer ein Lesezeichen oder ähnliches zur Hand hat. Die Dankesworte am Ende des Buches waren schön.

Die ist der vierte aber auch der letzte Fall von Paul Stainer. Die Bände können unabhängig von einander gelesen werden. Eine schöne Reihe. Sehr zu empfehlen. Nicht nur für Leipzig - Fans.

Cover des Buches Evas Rache (ISBN: 9783805200929)
Mine_Bs avatar

Rezension zu "Evas Rache" von Thomas Ziebula

Mine_B
Evas Rache

Mit dem historischen Kriminalroman „Evas Rache“ hat der Autor Thomas Ziebula nun den vierten und damit auch letzten Band der Reihe rund um den Polizeiinspektor Paul Stainer geschrieben. In gewisser Weise ist es für den hauptsächlichen Kriminalfall nicht zwingend notwendig, dass man die vorherigen Bücher kennt. Jedoch wäre dadurch das Lesevergnügen deutlich geschmälert, da man gewisse Entwicklungen nicht vollständig verstehen wird. Daher empfehle ich, dass man die vorherigen Teile bereits gelesen hat.

 

Klappentext:

Leipzig, 1922. Es will keine Ruhe einkehren in der Wächterburg: Gleich drei Lustmorde in drei Monaten halten Paul Stainer und seine Kollegen in Atem. Stainer tritt auf der Stelle und fällt zunehmend zurück in seine Depression. Dass Junghans und Mona im Liebesglück schwelgen und beschließen, zu heiraten, macht es nicht besser. Erst als auf der Technischen Messe Leipzig Eva-Maria Dorn, die Frau eines erfolgreichen Ingenieurs und Unternehmers, überfallen wird, glaubt er, eine erste Spur zu haben, die ihn zu der «Bestie von Leipzig» führen kann. Stainers Nachforschungen bringen ihn auf die Fährte eines jungen Anarchisten mit dem Tarnnamen «Schlange», der gerade erst aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt ist. Zunächst scheint der Fall eindeutig, doch die möglichen Motive sind vielfältig. Schon bald wird klar: Das Verbrechen geht weit über die Lustmorde hinaus – und auch in Eva-Maria Dorn steckt mehr als das unschuldige Opfer ...

 

Von dem Autor Thomas Ziebula habe ich schon das ein oder andere Buch gelesen, wobei hier sowohl historische Romane als auch Fantasybücher dabei waren. Bisher konnte mich Ziebula mit seinen Werken immer begeistern. Und daher ist es nicht verwunderlich, dass ich mich schon lange auf den letzten Band seiner Reihe rund um Paul Stainer gefreut habe. Außerdem habe ich eine starke Beziehung zu der Stadt Leipzig und auch dessen Geschichte kann mich in ihren Bann ziehen. Deswegen habe ich mich voller Vorfreude in diesen Roman gestürzt und meine Erwartungen wurden dabei auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Der Schreibstil von Ziebula ist, wie ich es bereits aus seinen anderen Werken gewohnt bin, sehr angenehm und bildgewaltig. Gekonnt schafft es der Autor hier, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, dass ich durch die Stadt Leipzig im Jahre 1922 wandle und konnte mir die Gegebenheiten gut vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen und die packende Story tut hier noch sein Übriges – man möchte diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen. Erzählt wird dieses Buch aus mehreren Perspektiven, dadurch ist der Leser immer nah am Geschehen und bekommt die unterschiedlichen Handlungsstränge und –orte aus erster Hand mit. Überzeugen konnten mich im Abschlussband der Reihe auch wieder die Charaktere. Diese sind vielseitig gestaltet und jeder Charakter hat seine eigenen Ecken und Kanten, Probleme, welche ihn beschäftigen und seine ganz persönlichen Wünsche. Positiv möchte ich auf jeden Fall noch die umfangreiche Recherche erwähnen, welche diesem historischen Kriminalroman vorausgegangen ist. Man merkt diesem Werk an, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und sich in diesem auskennt. In seiner Danksagung geht Ziebula nochmal kurz auf diese ein.

Das zentrale Thema ist eine brutale Mordserie, welche in Leipzig für Angst und Schrecken sorgt. Es werden Frauen auf brutale Weise ermordet und die Suche nach dem Täter beschäftigt die Polizei. Nicht alle Ermittlungen führen die Polizei sofort auf den richtigen Weg. Das Aufzeigen der Ermittlungsarbeiten an dieser Mordserie fand ich sehr interessant und konnte mich in seinen Bann ziehen, zeitglich ist dies aber nicht immer das dominante Thema des Buches. Auch müssen innerhalb der Untersuchungen einige politische Hürden überwunden werden. Allgemein wird die politische Situation gut in das Hauptthema eingearbeitet. Man erlebt mit, wie die Nationalsozialisten immer mehr Befürworter bekommen. Es gibt immer mehr Leute, die das Gedankengut für ihre Sache benutzen und sich der Bewegung anschließen wollen, teils aus recht unterschiedlichen Gründen. Ein weiteres zentrales Thema ist die Rolle der Eva. Sie ist ein Freigeist und ihre Ausdrucksweise ist recht poetisch. Sie ist die Frau von einem bekannten Ingenieur. Als Eva erfährt, dass dieser eine Affäre hat und ihr Geld benutzt, um seine Forschung zu bezahlen, da möchte sie aus diesem Leben ausbrechen, möchte sich befreien. Außerdem möchte sie Rache an ihrem Mann nehmen und beschließt, ihrem Mann hinterher zu reisen. Dieser möchte auf die Technische Messe nach Leipzig, mit dabei dessen Geliebte. Daher möchte Eva heimlich hinterher und ihre Befürchtungen bestätigt haben. Dabei gerät sie in einen tiefen und zeitglich gefährlichen Strudel. Ob sie sich aus diesem befreien kann? 

Mitten im Geschehen der Protagonist Paul Stainer. Er kämpft weiterhin gegen seine inneren Dämonen an. Er hat im ersten Weltkrieg ein Trauma erlebt und versucht das erlebte, mit Alkohol zu vergessen. Er hat depressive Schübe, versucht aber, diese zu meistern. Auch seinen Charakter fand ich gelungen, eine vielseitige Gestaltung, sodass man mit dieser bangt. Der schillernde Gegenpart ist hier Rosa. Sie ist eine Künstlerin und liebt gewisse Freiheiten und genießt auch das Leben in vollen Zügen. Sie hat ebenfalls schwierige Zeiten hinter sich, hat aber gelernt, mit diesen umzugehen, Sie möchte Stainer aus der Krise helfen und ist ihm dabei ein Fels in der Brandung. Die Charakterkonstellation fand ich wirklich gelungen und war für mich ein großer Pluspunkt.

Lediglich das Ende konnte mich nicht vollständig überzeugen. Dies liegt aber bestimmt daran, dass ich mich noch nicht von den liebgewonnenen Charakteren verabschieden möchte. Auch bleiben hier einige Fragen offen, welchen ich nur zu gerne auf den Grund gehen möchte.

 

Insgesamt konnte mich der Autor Thomas Ziebula mit seinem Abschlussband der Reihe „Evas Rache“ wieder überzeugen. Ein rundum gelungener historischer Kriminalroman, wobei lediglich die letzten Seiten ein Wermutstropfen sind. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung

Gespräche aus der Community

Leipzig, Sommer 1922: Inspektor Paul Stainer jagt einen grausamen Frauenmörder – und kommt unerwartet einem ganz anderen Verbrechen auf die Spur. Mitte April erscheint mit „Evas Rache“ die Geschichte von Stainers letztem Fall. 25 Leseratten und Leserättinnen haben nun die Chance, den Roman zu lesen, darüber zu diskutieren und ihn zu besprechen. Alles weitere findet Ihr unten in meiner Begrüßung.

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Letzter Beitrag von  ThomasZ

Danke für die Ermutigung. Leider fremdle ich noch, hab noch nicht einmal rausgekriegt, wie man Nachrichten beantwortet. Egal, noch gebe ich nicht auf.

Leipzig, März 1920: In Berlin putschen rechte Kräfte gegen die Weimarer Republik, in ganz Deutschland kommt es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen - vor allem im "roten" Leipzig. Inmitten des Chaos dort muss Kriminalinspektor Paul Stainer, gerade aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, eine Mordserie aufklären. 

Der Autor lädt ein zur Leserunde, der Rowohlt-Verlag stellt 25 Bücher zur Verfügung.

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Letzter Beitrag von  ThomasZ

Dein Fazit hat den Schreiber hoch zufrieden aber auch ein wenig verlegen gemacht. Ich glaub, er ist ein bisschen rot geworden. DANKESCHÖN!

Unter allen, die meine neue Erzählung um den Leipziger Kriminalinspektor Paul Stainer lesen und besprechen wollen, verlose ich 10 Exemplare des Romans.

68 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Mine_B

Hier auch meine Rezi:

https://www.lovelybooks.de/autor/Thomas-Ziebula/Engel-des-Todes-2938931880-w/rezension/5538325454/

Danke für diesen historischen Roman, der einen gelungenen Eindruck der damaligen Zeit vermittelt und einen ins historische Leipzig versetzt.

Diese habe ich auch auf diversen Plattformen geteilt.

Zusätzliche Informationen

Schreibt auch als: Ruben Laurin, Wolf Hector

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