Thomas Ziebula Die Hure und der Spielmann

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Inhaltsangabe zu „Die Hure und der Spielmann“ von Thomas Ziebula

Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina flieht vor einer Zwangsheirat. Schiffbruch verschlägt sie in das vom 30-jährigen Krieg heimgesuchte Deutschland. Um zu überleben, wird sie die Mätresse eines Offiziers. Als sie sich in den rätselhaften Spielmann Tonda verliebt, scheint ihr das Glück endlich zum Greifen nahe - bis sie seinem fanatischen Beichtvater begegnet und von der geheimen Mission des Geliebten erfährt: Tonda versteht sich als Soldat Christi und hat geschworen, den schwedischen König zu töten.

Ein großartiges Buch, dass man einfach nicht mehr aus den Händen legen kann.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Sehr viel Hintergrund - perfekt!!

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Fulminant!

— kornmuhme
kornmuhme

Spannende Lektüre, für all jene, die gerne kriegerische, historische Romane lesen...

— Marjuvin
Marjuvin

Ich war von der Geschichte komplett gefesselt!

— jesszi
jesszi

Spannend bis zum Schluss, Atemlos machend, viel Historisches mit einer angenehmen Liebesgeschichte im Hintergrund, Tragödie

— sabrinchen
sabrinchen

Eine grandiose Geschichte über ein Stück grauenhafte Geschichte, grandios erzählt!

— sursulapitschi
sursulapitschi

Eine aufruttelnde Geschichte, eingebettet in die Zeit des 30jahrigen Kriegs. Manche Leute hatte ich am liebsten durchgeschuttelt.

— Gelinde
Gelinde

Wie das Cover, so auch der Roman - aufwühlend und mitreissend

— Gudrun67
Gudrun67

Ränkespiele, Liebe, Tod und Teufel in der Szenerie des 30-jährigen Krieges.

— esposa1969
esposa1969

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  • Leserunde zu "Die rote Löwin" von Thomas Ziebula

    Die rote Löwin
    ThomasZ

    ThomasZ

    Liebe Leseratten und Leserättinen! Euch allen ein glückliches Jahr 2017! Buchmäßig fängt es ziemlich gut an, denn am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Heute lade ich Euch zu einer Leserunde mit mir und meinem Buch ein. Die Geschichte in wenigen Sätzen: Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt … Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte. Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon: https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763 und demnächst auch auf meiner website http://www.thomas-ziebula.de/ Die Bewerbungsphase dauert bis zum 13. Januar. Mein großzügiger Verlag spendiert 25 Bücher. Ich wünsche mir Leserundenteilnehmer, die bereit sind, ihre Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und außer auf LB auch auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen. Ich grüße Euch herzlich und bin gespannt auf Eure Bewerbungen. Thomas Ziebula

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    • 400
  • Buchverlosung zu "Die rote Löwin" von Thomas Ziebula

    Die rote Löwin
    ThomasZ

    ThomasZ

    Liebe Leseratten und Leserättinen! Am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Ich verlose fünf Bücher des Titels. Die Geschichte in wenigen Sätzen: Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt … Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller, und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte. Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon: https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763 und demnächst auch auf meiner website http://www.thomas-ziebula.de/ Die Bewerbungsphase dauert bis 5. Januar. Eine Bedingung stelle ich: In den Lostopf gelangt Ihr nur, wenn ihr bereit seid, Eure Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen. Am 9. Januar schickt mein Verlag die Bücher an die fünf Gewinner ab. Euch allen ein glückliches Jahr! Thomas Ziebula

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    • 112
    Floh

    Floh

    03. January 2017 um 08:54
    Marapaya schreibt Ich konnte die Tage zwischen den Jahren endlich dazu nutzen, mit Kalypto 3 zu beginnen und lese so langsam wie möglich, um so lange wie möglich in dieser Welt zu bleiben. Es würde mich schon ein ...

    Den dritten Teil muss ich auch unbedingt bald lesen. Dieser Epos ist fantastisch, die Wortgewald wirklich beeindruckend. Aber auch bei historischen Romanen muss sich der Autor nicht verstecken. ...

  • Leserunde zu "KALYPTO - Der Wächter des schlafenden Berges" von Tom Jacuba

    KALYPTO - Der Wächter des schlafenden Berges
    TomJacuba

    TomJacuba

    Hallo, Ihr Leserratten und -rättinnen! Am 12. August ist Kalypto 3 – „Der Wächter des schlafenden Berges“ – erschienen. Heute lade ich Euch zu einer Leserrunde mit diesem Buch ein. Mein Verlag stellt hierfür 20 Freiexemplare zur Verfügung. Ich selbst werde an der Runde teilnehmen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September um Mitternacht. Bitte beachtet die beiden Bedingungen, an die ich dieses Mal die Teilnahme an der Leserunde knüpfe: Erstens wünsche ich mir von allen, die mitlesen wollen mindestens zwei Besprechungen, und eine davon auf der Plattform von Amazon. Zweitens wünsche ich mir ein Leserundenteam, in dem jeder die ersten beiden Bände kennt. Das Kalypto-Epos lebt nämlich stark von seinen Figuren und ihrer Entwicklung, und nur wer die Geschichte bis zum Ende von Band 2 gelesen hat, kennt diese und kann die Erfüllung ihrer Schicksale in Band 3 wirklich „genießen“. Und wird ohne weiteres die beiden folgenden Fragen beantworten können: Wie hieß Lasnics Vater? Und welches „Amt“ bekleidete der Magier Kauzer bei den Waldleuten von Strömenholz? Einzelheiten über die Erzählung des dritten Bandes erfahrt ihr auf meiner Homepage: http://www.thomas-ziebula.de/bucher/fantasy/ Hier – und natürlich in der Buchpräsentation auf Amazon – findet Ihr auch eine Leseprobe und eine Chronologie der Ereignisse bis zu Beginn des dritten Teils (falls noch nicht: mein Webmaster wird die überarbeitete Version demnächst veröffentlichen). Ich freue mich auf Eure Bewerbungen und wünsche Euch einen schönen Spätsommer. Mit herzlichem Gruß Euer Tom Jacuba

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    • 169
    alice14072013

    alice14072013

    19. September 2016 um 22:27
  • Spannende Unterhaltung

    Die Hure und der Spielmann
    unclethom

    unclethom

    04. March 2015 um 14:05

    Der Klappentext: Liebe, Krieg und Mordintrigen in einem chaotischen Zeitalter – für alle Fans von DER MEDICUS Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina Thott flieht vor einer Zwangsheirat. Ein Schiffbruch verschlägt sie nach Deutschland – und mitten hinein in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Um zu überleben, muss die junge Frau Wege gehen, an die sie nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen gedacht hat: Sie wird Mätresse eines Offiziers. Als Kristina sich in den Spielmann Tonda verliebt, scheint das Glück zum Greifen nahe. Was sie nicht ahnt: Tonda ist durch ein Gelübde an einen fanatischen Jesuitenpater gebunden und in geheimer Mission unterwegs. Sein Auftrag: Königsmord. Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/historische-romane/die-hure-und-der-spielmann/id_3342267 Der Autor: Ich kam in Düsseldorf zur Welt. Angeblich konnte man am Tag meiner Geburt den Rhein zu Fuß überqueren – auf Eis. Tatsächlich stört mich Kälte nicht halb so sehr wie Hochsommerhitze. Mein Geburtsort ist mir bis heute ein Rätsel: Meine Eltern waren Wenden, sprachen Wendisch, wenn wir Kinder sie nicht verstehen sollten, lebten in einem wendischen Dorf in der Niederlausitz. Dort habe ich auch die prägenden Jahre meiner Kindheit verbracht. Mein Vater arbeitete für einen westlichen Nachrichtendienst und geriet ins Visier der Stasi. Um dem Bautzener Zuchthaus zu entgehen, ließ er alles stehen und liegen und floh mit uns, seiner Familie, in den Westen. Entwurzelung – eine der Erfahrungen, die mich zum Schreiber gemacht haben. Meine Jugend verbrachte ich im badischen Murgtal und in Karlsruhe. Mein Hassfach im Gymnasium: Mathematik. Meine Lehrerin in der zwölften Klasse wandte uns während des Unterrichts meistens den Rücken zu und bekritzelte die Tafel mit allerhand Formeln. Mitten in der letzten dieser viel zu vielen Mathestunden stand ich auf und ging. Auf dem Bau, unter badischen und italienischen Maurern, lernte ich, dass fünf Bier so viel wie ein „Vesper“ seien, nur dass man dann noch nichts dazu getrunken habe. Als Hähnchenbrater träumte ich wochenlang von der Hölle: Nacht für Nacht durchquerte ich einen fabrikgroßen Grill, in dem sich an unendlichen Spießen ungefähr eine Millionen Hähnchen drehten. Als angehender Krankenpfleger stand ich vor dem Bett einer sterbenden Greisin und hörte, als sie mein Alter erfuhr, wie sie seufzte: „Zwanzig? Gott! Mir ist, als wäre es gestern gewesen, dass ich zwanzig war.“ Das ging mir mächtig unter die Haut und ich dachte mir, man sollte seine Lebenszeit verdammt gut nutzen, wenn sie einem 60 Jahre später, im Rückblick, so kurz vorkommt. Als Kind erzählte ich mir und meinen Geschwistern Geschichten gegen Angst, Einsamkeit und Ohnmacht. Meine ersten Texte stammen aus frühster Jugend – Gedanken, Erlebtes, Gedichte. Vor allem letztere schrieb ich mit Leidenschaft und würde gern auch heute noch ausschließlich Verse basteln; doch von irgendetwas muss man ja leben. Als Prediger in Kärnten schrieb ich Predigten, als Diakon in einem Schwarzwaldort Verse und Theaterstücke für den Gottesdienst und für meine Arbeit mit Kindern und jungen Leuten. Als Sozialpädagoge betrieb ich eine Schreibwerkstatt in einer psychosomatischen Klinik für Menschen in Lebenskrisen. Als Trauerredner in Dortmund ließ ich mir die letzten Lebenstage und -stunden von Verstorbenen schildern und verfasste unzählige Trauerreden. Nach und nach fand ich so zum Schreiben als Beruf. Das erste Honorar zahlte mir eine Bank, in deren Räumen ich anlässlich einer Vernissage zwei meiner Gedichte vortrug. Noch einmal zum Mitschreiben – eine Bank zahlte für Gedichte! Ich jedenfalls bin bis heute ihr dankbarer Kunde. Zum Dauerschreiber machte mich die pure Not: Ich zog ins Ruhrgebiet – und fand mich unter 1500 anderen arbeitslosen Sozialpädagogen wieder. Damals war ich bereits Vater von drei Kindern – inzwischen sind es vier – und Geld musste her. Also schrieb ich Arztromane und ab 1997 die Einsatzberichte des berühmten G-man Jerry Cotton aus Manhattan. 1999 engagierte mich der unbezahlbare und niemals genug zu preisende Michael Schönenbröcher, Lektor in der Heftromanabteilung von Bastei-Lübbe, als Hauptautor für die Fantasy-Serie „Maddrax“. 2001 fanden meine Leser, ich hätte den Deutschen Phantastik-Preis als bester Autor verdient und nominierten gleich noch zwei meiner Romane für eben diesen Preis. Fantasy schreibe ich noch immer gern, doch inzwischen habe ich meine Leidenschaft für historische Romane entdeckt. Und inzwischen lebe ich mit meiner Frau wieder in der Gegend von Karlsruhe. Quelle: http://www.thomas-ziebula.de/autor/ Die Rezension: Eine Story um das Thema Zwangsheirat und Königsmord. Eine rasante Abenteuergeschichte die mich vor allem durch die sehr schöne Schreibweise des Autors überzeugt hat. Schon auf den ersten Seiten gelang es dem Autor mich abzuholen und zu fesseln. Kein einfaches Unterfangen bei einem Buch mit nahezu 700 Seiten, aber für mich war es spannend und unterhaltsam und das ohne irgendwelchen unnötigen längen. Schön bunt sind die Schauplätze beschrieben und es ist als wäre man dort vor Ort gewesen und würde diese kennen. Besonders beeindruckend waren für mich auch die Figuren und Dialoge die lebendig und glaubhaft wirkten. Das Buch ist lebendige Geschichte, gut recherchiert und die Fiktive Story darin erscheint als wäre es ein Teil der reellen Geschichte. Das Buch konnte mich gut unterhalten und es fiel nicht leicht das Buch an die Seite zu legen. Mich hat das Buch vor allem auch neugierig gemacht auf den Autor und was er noch geschrieben hat. Ich denke, dass ich mich demnächst auch weiteren Titeln aus seiner Feder widmen werde. Für mich waren das in der Summe 4 von 5 Sternen.

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  • historisch gut

    Die Hure und der Spielmann
    Booky-72

    Booky-72

    07. January 2015 um 18:52

    Zum Inhalt: Stockholm im Jahr 1618. Die junge Kristina, sympathische Hauptfigur des Romans, soll zwangsverheiratet werden. Sie flieht und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise nach Prag, um bei ihrer Tante Unterschlupf zu finden. Doch die Reise verläuft anders als geplant. Kristina verschlägt es nach Deutschland in die Wirren des 30-jhrigen Krieges. Nur um zu überleben, wird sie zur Offiziersmätresse. Später jedoch lernt sie den Spielmann Tonda kennen. Sie verlieben sich ineinander. Aber: Tonda hat ein Gelübde abgelegt und einen grauenhaften Auftrag: Königsmord... Ein gut recherchierter Roman aus der Zeit des 30-jährigen Krieges mit viel interessantem Hintergrund und optimaler Spannung. Tolles Lesevergnügen mit starken Charakteren. Der zweite historische Roman des Autors Thomas Ziebula, der positiv beeindruckt, spannend und mitreißend. Schon das Cover macht den Leser neugierig auf die Geschichte - die Maske des Teufels ist farbig geprägt, tolle Gestaltung. Die beigefügte Landkarte und das Personenregister sind ein wichtiges Detail, um den Überblick zu behalten. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir.

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  • Leserunde zu "Die Hure und der Spielmann" von Thomas Ziebula

    Die Hure und der Spielmann
    ThomasZ

    ThomasZ

    Hallo, liebe LeserInnen. Mit meinem ersten historischen Roman „Der Gaukler“ habe ich im vergangenen Jahr auch meine ersten Erfahrungen mit einer Leserunde hier bei Lovelybooks gemacht. Richtig gut war das! Ihr, meine LeserInnen, habt mich an Euern Leseerfahrungen teilhaben und sozusagen in Euer Herz und Hirn spähen lassen. Was kann einem Schreiber (von einem Bestseller mal abgesehen) besseres passieren? Also lade ich alle LiebhaberInnen historischer Romane zur nächsten Leserunde mit mir und meinem neuen Roman ein. Er heißt „Die Hure und der Spielmann“ und erscheint am 15. August. Der Klappentext fasst die Geschichte ungefähr so zusammen:  „Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina Thott flieht vor einer Zwangsheirat. Der Preis ist hoch: Schiffbruch, Sklaverei, Kriegswirren. Es verschlägt sie nach Deutschland und mitten hinein in den 30-jährigen Krieg. Um zu überleben, muss die junge Frau Wege gehen, an die sie nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen gedacht hat: Sie wird Mätresse eines Offiziers. Als Kristina sich in den rätselhaften Spielmann Tonda verliebt, scheint das Glück zum Greifen nahe. Was sie nicht ahnt: Tonda ist durch ein Gelübde an einen fanatischen Jesuitenpater gebunden und in geheimer Mission unterwegs. Sein Auftrag: Königsmord.“  Ihr ahnt es schon: Wieder eine dramatische Liebesgeschichte (was denn sonst?), und wieder vor der chaotischen Kulisse des Dreißigjährigen Krieges. Die wichtigsten Schauplätze: Stockholm, Prag, Heidelberg, Hersfeld, Wolfenbüttel, Magdeburg, Lützen (bei Leipzig). Das Leitmotiv der Geschichte: das Glück. Ihr düsterer Kontrapunkt: religiöser Fanatismus. En passant erzählt mein neuer Roman nämlich ein Stück Geschichte der Gegenreformation in Deutschland. Zu den Figuren: Wer den „Gaukler“ gelesen hat, erinnert sich dunkel – Kristina? Die böhmische Hure? Gab es da nicht eine starke Nebenfigur im „Gaukler“? Richtig – in diesem Buch erzähle ich vor allem ihre, Kristinas, Geschichte. Nein, „Die Hure und der Spielmann“ ist keine Fortsetzung des Gauklers (und schon gar nicht muss man den „Gaukler“ kennen, um den Roman genießen zu können), jedoch kommen einige Figuren aus dem „Gaukler“ auch in dieser Geschichte vor. Soviel sei für die Leser des „Gauklers“ verraten. Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon: http://www.amazon.de/Die-Hure-Spielmann-Historischer-Roman/dp/3404169972/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1407315232&sr=8-1&keywords=die+hure+und+der+spielmann Damit Ihr Euch auch einen ersten Eindruck von der männlichen Hauptfigur verschaffen könnt, habe ich eine weitere Leseprobe auf meiner Homepage eingerichtet: http://www.thomas-ziebula.de/bucher/historische-romane/ Wenn Ihr nach diesem ersten Eindruck von meiner Geschichte mitlesen wollt, bewerbt Euch bitte bis Sonntag, 17. August, 24 Uhr. Bastei-Lübbe hat wieder 25 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Die werde ich unter allen verlosen, die sich auf meine Einladung melden. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr spare ich mir die „Quizfrage“ und spreche stattdessen zwei Bitten aus: Bitte bewerbt Euch nur, wenn Ihr ernsthaft an der Leserunde teilnehmen wollt. Natürlich kann immer etwas dazwischen kommen, das Leben ist nun einmal so; dann erscheint die Rezension halt ein paar Monate später als geplant. Und zweitens: Ich wünsche mir Rezensionen von Euch, die Ihr auch außerhalb der Lovelybooks-Plattform veröffentlicht (Amazon, buch.de, Magazine, Buchblogs, die üblichen Verdächtigen eben). Ich selbst habe mir vorgenommen, mindestens ein bis zwei Mal die Woche in die Leserunde hinein zu schauen, um Eure Fragen zu beantworten und mit Euch zu diskutieren. Und jetzt freue ich mich auf Nachrichten von Euch.

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    • 489
  • Dreißigjähriger Krieg zum Zweiten

    Die Hure und der Spielmann
    Rissa

    Rissa

    Inhalt Stockholm, 1618: Kristina soll mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet werden, um die Familie, die vor dem wirtschaftlichen Ruin steht, zu retten. Doch die junge Frau widersetzt sich und will zu ihrer Tante nach Prag fliehen. Doch die Reise verläuft nicht wie geplant, denn das Schiff wird angegriffen und sie entkommt nur knapp dem Tod durch Ertrinken - nur um kurz darauf gefangen genommen zu werden. Böhmen, 1618: Tonda ist von Herzen Musiker, auf seiner Panflöte kann er die schönsten Melodien zaubern. Doch sein Stiefvater verachtet den Jungen. In dem neuen Lehrer findet Tonda eine väterliche Bezugsperson. Dann bricht ein Krieg aus, und Kristina und Tonda werden in die Wirren hineingezogen... Meine Meinung Nach Der Gaukler ist Die Hure und der Spielmann Thomas Ziebulas zweiter Roman, der während des Dreißigjährigen Krieges spielt. Die Romane verlaufen weitestgehend parallel, aus einigen Nebenfiguren des einen Bandes werden Hauptfiguren des anderen und anders herum. Es ist nicht notwendig, den Gaukler zu kennen, ich würde aber dazu raten, ihn vorher zu lesen, denn Die Hure und der Spielmann umfasst einen größeren Zeitraum, man erfährt in Ansätzen, was mit den Hauptpersonen aus dem Gaukler nach dem Ende des Romans geschieht. Kristina war mir bekannt und hat mich schon zuvor fasziniert. Hier erfährt man also, wie sie in die Wirren des Krieges hineingeraten und was ihr eigentliches Ziel ist. Kam sie mir am Anfang noch ein wenig wie ein trotzköpfiges, verwöhntes Kind vor, hat sich das nach und nach gegeben und sie wurde als starke Frau dargestellt, die sich in der kriegerischen Männerwelt so gut wie möglich behauptet. Tonda dagegen war mir zu Beginn sehr sympathisch, war er doch der ungeliebte Stiefsohn, dessen Talent nicht beachtet wurde. Doch je länger er den Einflüssen von Franz ausgesetzt war, umso weniger mochte ich ihn, auch wenn ich verstehen kann, warum Tonda sich so entwickelt. Ähnlich erging es mir mit Franz, der am Anfang nett und verständnisvoll erschien, mit dem Verlauf des Romans aber immer unsympathischer wurde. Die Charaktere sind überwiegend glaubwürdig und wenig stereotyp dargestellt. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten und handelt aus nachvollziehbaren Gründen, auch wenn diese aus heutiger Sicht schwierig nachzuvollziehen sind. Auf kitschige Darstellungen wird verzichtet, vieles spielt sich eher zwischen den Zeilen ab und wird nicht explizit beschrieben. Dadurch bleibt viel Spielraum für Spekulationen. Auch sonst ist der Roman sehr glaubwürdig. Im Umfeld der Hauptpersonen sterben Menschen, deren Tod beeinflusst das Leben von Tonda und Kristina maßgeblich. Manche Menschen verschwinden aus der Erzählung, ihr Schicksal ist ungewiss, wie es auch im wirklichen Leben passiert. Vielleicht tauchen einige von ihnen auch in einem weiteren Roman des Autors auf... Auffällig ist auch hier, dass auf die Nennung einzelner Namen verzichtet wird. So wird beispielsweise ein Soldat nie beim Namen genannt. Dies hat mich zwischenzeitlich irritiert, sind es doch wichtige Personen. Während ich beim Gaukler meine Probleme damit hatte, die zeitliche Orientierung zu behalten, weil Jahreszahlen sehr spärlich angegeben waren, sind hier die einzelnen Abschnitte mit genaueren Angaben überschrieben, was das Lesen sehr vereinfacht hat. Auch das Personenregister war eine große Hilfe. Allerdings waren mir die zeitlichen Sprünge zum Teil zu groß. So wird beispielsweise über die Schiffsreise und die erste Zeit von Kristinas Gefangenschaft nur rückblickend und zusammenfassend berichtet, obwohl das doch ein wichtiges Ereignis und eine prägende Zeit ist. Immer wieder erfährt man nebenbei etwas über den Verlauf des Krieges. Fand ich die einzelnen Stationen im Gaukler schwer durchschaubar, ist es mir hier leichter gefallen, den Überblick zu behalten. Dabei wird der Krieg in all seinen Facetten beleuchtet, ohne dass allzu sehr auf grausame Details eingegangen wird. Auch hier gilt, dass man nach Möglichkeit den Klappentext nicht genau lesen sollte, da ziemlich viel aus späteren Abschnitten des Romans vorweggenommen wird, allerdings ist es hier nicht ganz so extrem wie bei Ziebulas Gaukler. Fazit War Der Gaukler noch eine große positive Überraschung für mich, hatte ich hier eigentlich fest damit gerechnet, dass dieser Roman mir gefallen würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wer sich über die Liebesgeschichte hinaus für das Thema des Dreißigjährigen Krieges interessiert kann hier gerne genauer hinschauen.

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    • 2
    Arun

    Arun

    23. November 2014 um 13:18
  • Ein großartiges Buch, das man einfach nicht mehr aus den Händen legen kann.

    Die Hure und der Spielmann
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2014 um 07:15

    Die Hure und der Spielmann Thomas Ziebula Klappentext: Liebe, Krieg und Mordintrigen in einem chaotischen Zeitalter - für alle Fans von DER MEDICUS Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina Thott flieht vor einer Zwangsheirat. Ein Schiffbruch verschlägt sie nach Deutschland - und mitten hinein in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Um zu überleben, muss die junge Frau Wege gehen, an die sie nicht einmal in ihren schlimmsten Träumen gedacht hat: Sie wird Mätresse eines Offiziers. Als Kristina sich in den Spielmann Tonda verliebt, scheint das Glück zum Greifen nahe. Was sie nicht ahnt: Tonda ist durch ein Gelübde an einen fanatischen Jesuitenpater gebunden und in geheimer Mission unterwegs. Sein Auftrag: Königsmord. Die Protagonisten: Die Protagonisten sind wirklich das Herzstück des Romans. Hinter den Charakteren steckt wirklich enorm viel Herzblut und Liebe. Sie passen einfach wunderbar zu den Handlungen und sind großartig in allem was sie tun. Die zwei Protagonisten des Buches bestehen aus Kristina und Tonda. Kristina ist eine starke Persönlichkeit, die in ihren jungen Jahren wirklich viel erlebt hat. Und auch Tonda ist eine eigentlich starke Persönlichkeit, auch wenn er einer "Art" Gehirnwäsche unterzogen war. Die wunderbare Liebe zwischen Kristina und Tonda entwickelt sich immer weiter, der Leser kann hier mit den Zweien mit schwärmen. Am Ende kommt es immer anders als man wirklich denkt, doch ist es nicht das was uns Leser dazu verleitet solch großartige Bücher zu lesen? Thomas Ziebula schafft für diese großartigen Charaktere die optimalen "Bilder" für uns Leser. Es fällt leicht, sich in die Charaktere hinein zu versetzen. Man nimmt wirklich alles so wahr, wie es damals gewesen ist. Einfach großartig! Schreibstil: Einfach nur wow! Thomas Ziebula schafft uns hier eine unglaubliche Welt, in die sich der Leser ganz einfach hinein versetzen kann. Alles ist so real umschrieben. Diese Geschichte liegt teils auf wahrer Begebenheit zurück! Man merkt, dass sich der Autor wirklich viel Zeit für seinen großartigen Roman genommen hat. Hier ist wirklich ausführliche Arbeit geleistet worden! Hervorzuheben ist die Sprache. Das Buch lässt sich wirklich sehr, sehr fließend lesen. Man möchte es einfach nicht aus den Händen legen und eigentlich wünscht man sich auch, dass das Buch nicht endet :-) Einzelne Schicksale werden gekonnt in die zeitlichen Zusammenhänge eingegliedert. Somit entsteht ein tolles Treiben in des Lesers Kopf. Ich vergebe für dieses großartige Buch ganze 5 von 5 Sternen & es gibt eine absolte Kaufempfehlung. Kleiner Tip am Rande, Thomas Ziebula's Roman "Der Gaukler" ist ebenfalls sehr empfehlenswert.

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  • Geschichtsunterricht zum Anfassen!

    Die Hure und der Spielmann
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    09. October 2014 um 20:11

    Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina flieht vor einer Zwangsheirat. Schiffbruch verschlägt sie in das vom 30-jährigen Krieg heimgesuchte Deutschland. Um zu überleben, wird sie die Mätresse eines Offiziers. Als sie sich in den rätselhaften Spielmann Tonda verliebt, scheint ihr das Glück endlich zum Greifen nahe - bis sie seinem fanatischen Beichtvater begegnet und von der geheimen Mission des Geliebten erfährt: Tonda versteht sich als Soldat Christi und hat geschworen, den schwedischen König zu töten. Autor Thomas Ziebula versteht es, Geschichte lebendig werden zu lassen. Obwohl ich meine ganz eigenen Schwierigkeiten mit der Protagonistin Kristina hatte ( allerdings nur mit ihr, die anderen Protagonisten sind sehr authentisch ), konnte ich diese nahezu ausblenden und mich ganz auf die Teile konzentrieren, die für mich einen wirklich guten Historischen Roman ausmachen - nämlich die, die mir Wissen näher bringen und die es mir möglich machen, Dinge über eine ferne Zeit zu erfahren, die ich bis dato nicht wusste. Und da gibt es in "Die Hure und der Spielmann" wirklich einiges! Sei es über den Orden der Jesuiten oder Praktiken der Gläubigen, die wiederum mich ungläubig den Kopf schütteln ließen; sei es über Heidelberg oder das belagerte Magdeburg - all das macht es leicht, sich in die Zeit hinein zu finden..Vor allem habe ich diesmal wenigstens zum Teil verstanden, wer warum in diesem Krieg wie eingriff - etwas, das keinem meiner Geschichtslehrer gelang und schon gar nicht auf so unterhaltsame Art und Weise. Durch die Komplexität der vermittelten Zeitgeschichte wird das Lesen allerdings nicht leicht. Ich musste mich schon konzentrieren, um bei all den historischen Fakten nicht den Faden zu verlieren - dies bezieht sich allerdings wirklich nur auf die Fakten, nicht auf die Erzählung an sich, der kann man ohne Probleme folgen. Und wer den letzten Satz jetzt nicht versteht - der möge einfach dieses Buch lesen, es lohnt sich!

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  • Rezension zu "Die Hure und der Spielmann" von Thomas Ziebula

    Die Hure und der Spielmann
    dorli

    dorli

    07. October 2014 um 20:36

    Stockholm, 1618. Um der Hochzeit mit dem viel älteren Sakarias Bonde zu entgehen, flüchtet die 17-jährige Kristina Thott in Richtung Prag. Sie will bei ihrer Tante Unterschlupf finden, gerät aber auf dem Weg dorthin in die Wirren des 30-jährigen Krieges. Für Kristina beginnt eine jahrelange Irrfahrt. Sie wird Offiziersmätresse – der einzige Weg für sie, um in dieser schrecklichen Zeit zu überleben. Aber sie lernt auch ihre große Liebe Antonin „Tonda“ von Waldau kennen. Doch Tonda hat einen ungeheuerlichen Auftrag zu erfüllen… Thomas Ziebulas Roman „Die Hure und der Spielmann“ spielt in der ersten Hälfte des 30-jährigen Krieges. Die jahrelangen Querelen zwischen Katholischer Liga und Protestantischer Union sind die Grundlage für das gesamte Geschehen. Mit seinen detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen zeichnet der Autor ein für mich sehr glaubwürdiges Bild dieser barbarischen Zeit, man kann den Verlauf des Krieges in den Jahren 1618-1632 hervorragend mitverfolgen. Thomas Ziebula wartet mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf, die aber so spannend und mitreißend verpackt sind, dass man schnell mittendrin ist in dieser Welt aus Machtgier, Intrigen und Verrat, Unterdrückung, Ausbeutung und Entbehrungen. Die sehr gelungene Mischung aus Historie und Fiktion lässt sich angenehm zügig lesen. Der Aufbau der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zwei große, zunächst weitestgehend voneinander unabhängige Handlungsstränge und darüber hinaus eine Rahmenhandlung, die im Jahr 1632 in Meuchen spielt. In dieser Rahmenhandlung, bestehend aus Prolog und mehreren Zwischenspielen, belauscht Major Erik Thott die Beichte eines Gefangenen - der Inhalt der Beichte bildet den Part mit dem Geschehen rund um Tonda. Gleichzeitig liest Erik im Tagebuch seiner Schwester Kristina - der zweite große Handlungsstrang in diesem Buch. Thomas Ziebula hat das Schicksal seiner beiden Hauptdarsteller eng in das Kriegsgeschehen eingebunden. Die beiden treffen erst ungefähr in der Mitte des Buches aufeinander und machen bis dahin ganz unterschiedliche Entwicklungen durch. Kristina, das einst fröhliche, schwedische Mädchen aus gutem Hause, macht im Verlauf der Handlung eine enorme Wandlung durch. Ungestüm und wenig durchdacht verlässt sie ihr Elternhaus und bekommt die ganze Wucht des Krieges zu spüren. Geprägt von den Erfahrungen und Erlebnissen wird sie stärker, wächst schließlich über sich hinaus und hat mich am Ende mit ihrem Tun beeindruckt. Sehr berührend sind die Augenblicke, wenn ihr Heimweh die Oberhand gewinnt und sie sich fragt, wie es ihren Eltern und ihrem Bruder in der Heimat gehen mag. Die Sehnsucht nach ihren Lieben kann man gut nachempfinden. Tonda ist der Sohn eines böhmischen Ritters und wächst in Prag auf. Er leidet unter seinem hartherzigen Stiefvater, wird ständig geprügelt, steckt die Prügel schweigend ein. Als Tonda dem angeblichen Magister Franz von Trient begegnet, ändert sich sein Leben völlig. Franz wird zu Tondas Lehrer und Beichtvater, er lobt und achtet den jungen Mann, beschützt ihn und erschleicht sich damit sein Vertrauen. Dass Franz ihn für ein ganz bestimmtes, grausiges Ziel ausbildet, bemerkt Tonda erst spät. Auch alle anderen Figuren werden lebhaft und facettereich dargestellt, selbst kleinste Nebenfiguren wirken nicht oberflächlich, sondern bereichern die Szenerie außerordentlich. Eine wichtige Rolle spielen auch einige Handpuppen – Erzengel, Tod und Teufel. Es ist sehr interessant zu beobachten, welche Wirkung das Puppenspiel auf die Menschen hat. Fast jeder wird zu einem willigen Zuhörer. Ein Effekt, den sich Franz von Trient zunutze macht. Meine Begeisterung für dieses Buch hat schon vor dem Lesen begonnen – das Cover ist außerordentlich gut gelungen. Nicht nur die Farben sind hervorragend gewählt, die abgebildete Teufelsmaske ist mit Lack hervorgehoben und deutlich fühlbar. Zudem ist für reichlich informatives Drumherum zur eigentlichen Geschichte gesorgt - eine Landkarte des Reiches zur Zeit des 30-jährigen Krieges, ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen runden den Roman ab. Mir hat das Lesen dieses historischen Romans mit den nicht immer leicht zu durchschauenden politischen Verwicklungen, den ganzen Kriegswirren, dem Glaubensgerangel, den fiesen Machenschaften und der spannenden Liebesgeschichte sehr großen Spaß gemacht. Ein tolles, intensives Leseerlebnis.

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  • Epos über den 30-jährigen Krieg

    Die Hure und der Spielmann
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    06. October 2014 um 14:35

    Wir befinden uns in Stockholm, im Jahr 1618. Kristina Thott wächst behütet in einer wohlhabenden Familie auf, bis ihr Weltbild erschüttert wird. Ihre Eltern wollen sie mit einem alten fremden Mann verheiraten, damit ihr Vermögen gesichert ist. Das lässt sie nicht mit sich machen und läuft kurzerhand weg um sich zu ihrer Tante durchzuschlagen. Sie verliebt sich in den Spielmann Tonda, der allerdings ein dunkles Geheimnis birgt... Die Idee zum Buch ist gut und ebenfalls gut umgesetzt. Kristina ist eine tolle Protagonistin, die die Leser sofort für sich gewinnen kann. Den Gegenpart dazu bildet der Antagonist Franz von Trient, der unsympathisch, widerlich und schmierig ist. Er zieht den jungen Tonda auf seine Seite, in den sich wiederum Kristina verliebt. Das sorgt für viel Spannung.  Stellenweise war mir das Buch aber zu langatmig und hätte gerne kürzer sein dürfen, aber das tut dem Gesamteindruck keinen Abbruch.

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  • Großartig!!!

    Die Hure und der Spielmann
    kornmuhme

    kornmuhme

    Inhalt: Kristina Thott ist süße 17, als sie im Jahre des Herrn 1618 in Stockholm mit einem sehr viel älteren Mann verheiratet werden soll. Ihr Vater hat Geldsorgen und erhofft sich durch diese Verbindung erneuten Aufschwung für seine Geschäfte. Für Kristina bricht eine Welt zusammen, und als alles Weinen, Flehen, Schreien nichts hilft, entschließt sie sich zur Flucht: Zu ihrer Tante nach Prag möchte sie reisen. Doch durch einen Schiffbruch gerät sie nach Deutschland. Im Reich herrscht jedoch Krieg und Kristina gerät immer wieder zwischen die Fronten. Um zu überleben, muss sie sich einem Offizier hingeben. Auch Tonda, Stiefsohn eines protestantischen böhmischen Adligen, hat es schwer. Vom Stiefvater misshandelt, muss er den Angriff der Katholiken auf Prag und den Zerfall seiner Familie erleben. Trost und Geborgenheit findet er bei Pater Franz. Doch dieser ist nicht das, was er vorgibt zu sein, und mit Tonda hat er weitreichende Pläne ... Als Kristina und Tonda sich in den Wirren des 30jährigen Kriges begegnen und verlieben, scheint eine Zeit des Glücks anzubrechen. Tonda ist aber durch ein gelübde an Pater Franz gebunden und muss einen Auftrag erfüllen, der weitreichende Konsequenzen für den Krieg haben könnte ... Meinung: Wow, was für ein Buch! Endlich wieder einmal ein historischer Roman, der mich völlig überzeugen konnte! Die Charaktere sind absolut glaubhaft und authentisch! Kristina ist eine junge Frau, die man sofort gernhaben muss: Impulsiv verweigert sie sich der Zwangsehe und bricht alle Brücken hinter sich ab. Im Verlauf der Geschichte sieht man Kristina allerdings reifen, sie muss bittere Kompromisse eingehen und gerät oftmals zwischen die Fronten. Dabei geht der Autor nicht immer zimperlich mit ihr um, was ich für einen großen Pluspunkt halte! Kristina ist einfach "echt" und man lebt, liebt und leidet mit ihr! Das Gleiche kann man auch über die übrigen Figuren sagen: Tonda und Franz von Trient sind glaubwürdig und lebensnah gezeichnet und ich kann gut nachvollziehen, warum Tonda sich auf Franz eingelassen hat! Erst mit der Zeit keimen in ihm Zweifel auf, auch seine Entwicklung in der Geschichte ist nachvollziehbar und spannend mitzuverfolgen. Sehr gut eingebettet sind die Figuren in die damaligen Wirren der Zeit! Es herrscht Krieg in Deutschland, überall begegnet man Spuren des Krieges, seien es Soldaten, Heerlager, verwüstete Dörfer, belagerte Städte. Auch mit Politik, Religion und Kämpfen wird nicht gespart, was ich persönlich bei einem historischen Roman immer begrüße! Dies hat jedoch zu keiner Zeit Überhand genommen, sondern im Gegenteil den Roman bereichert! Hervorheben möchte ich schließlich die Sprache. Das Buch lässt sich flüssig-süffig lesen, dabei wird jedoch auf die Ausdrucksweise und Gedankenwelt der damaligen Zeit geachtet, was die Authentizität des ganzen noch einmal unterstreicht! Fazit: Ein großartiger Roman über die Zeit des 30jährigen Krieges mit glaubwürdigen, sympathischen Protagonisten, um die sich eine spannende Geschichte spinnt! Die Einzelschicksale werden gekonnt in die zeitgeschichtlichen Zusammenhänge gewoben, sodass ein buntes, lebendiges Bild von Land und Leuten entsteht. Unbedingt lesen! 5 von 5 Sternen

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    • 2
  • Das 17. Jahrhundert wird lebendig

    Die Hure und der Spielmann
    Starbucks

    Starbucks

    28. September 2014 um 21:43

    Thomas Ziebulas Roman „Die Hure und der Spielmann“ fällt sofort durch sein plastisches Cover auf, das sich nicht nur toll anfasst, sondern auch ein gelungener Hingucker ist. Der Roman spielt im 17. Jahrhundert, in einer Zeit, die für mich immer sehr chaotisch schien, die ich nie ganz greifen konnte. Ziebulla gelingt es, mir die Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und den 30jährigen Krieg näher zu bringen und stellt diese Zeit sehr lebendig dar. Zum Inhalt: Herzstück des Romans ist die junge Kristina Thott, die vor einer Zwangsheirat flieht, die sie mit 17 Jahren in die Ehe zwingen soll, und das nur wegen der finanziellen Vorteile für die Familie. Die Protagonistin will eigentlich zu ihrer Tante fliehen, doch sie landet in Deutschland. In den Wirren des 30jährigen Krieges kann eine Frau auf sich allein gestellt nicht bestehen. Sie wird die Mätresse eines Offiziers, verliebt sich aber in einen Spielmann, der nicht nur eine schlimme Kindheit hatte, sondern auch ein Geheimnis in sich trägt. Hat da ihre Liebe überhaupt eine Chance? „Die Hure und der Spielmann“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein historischer Roman, der eine gute Mischung aus Historie, Liebe, Spannung, Intrigen, Menschlichkeit und vor allem auch Unmenschlichkeit, wie es wohl zu dieser Zeit einfach war, in sich vereint. Eine Karte am Anfang und ein Personenverzeichnis tragen zum Verständnis bei. Mit stolzen knapp 700 Seiten bleibt das Buch dennoch spannend, nur irgendwo in der Mitte fand ich es manchmal etwas langatmig. Kristina ist eine vielschichtige, sympathische Persönlichkeit, die eine Entwicklung im Buch durchmacht. Tonda hat viel hinter sich, aber er ist der passende Mann für Kristina, und ihre Liebe trotzt all den Widrigkeiten. Wechselnde Perspektiven tragen zum Verständnis des Romans bei. Die Handlung bleibt stets plastisch und lebendig. Der Autor hat gut recherchiert und eine gute Mischung aus Storyline und Geschichtshintergrund geschaffen. Mir hat „Die Hure und der Spielmann“ sehr gut gefallen. Viele historische Romane sind einfach ‚Frauenromane‘ für eine bestimmte Leserschaft – dieser hier kann von allen gut gelesen werden. Für mich hat sich auch mein immerwährender Wunsch beim Lesen historischer Romane erfüllt: Dass man einfach Geschichte lebendig präsentiert bekommt und neben dem Lesevergnügen auch etwas lernt, was gut im Gedächtnis verankert bleibt. Ich werde auch den ersten Roman des Autors lesen, denn „Die Hure und der Spielmann“ hat mir bis auf wenige Abstriche recht gut gefallen. Dafür gibt es gute vier Sterne.

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  • Spannende Lektüre, für all jene, die gerne kriegerische, historische Romane lesen...

    Die Hure und der Spielmann
    Marjuvin

    Marjuvin

    24. September 2014 um 12:12

    Klappentext: Stockholm, 1618. Die Kaufmannstochter Kristina flieht vor einer Zwangsheirat. Schiffbruch verschlägt sie in das vom 30-jährigen Krieg heimgesuchte Deutschland. Um zu überleben, wird sie die Mätresse eines Offiziers. Als sie sich in den rätselhaften Spielmann Tonda verliebt, scheint ihr das Glück endlich zum Greifen nahe - bis sie seinem fanatischen Beichtvater begegnet und von der geheimen Mission des Geliebten erfährt: Tonda versteht sich als Soldat Christi und hat geschworen, den schwedischen König zu töten.   Rezension: Dieser historische Roman verzichtet weitgehend auf die Beschreibung der  alltäglichen Lasten, die die Leute aus dem 17. Jahrhundert zu bewältigen hatten, geizt dafür aber nicht mit politischen und religiösen Zusammenhängen und Kriegs- sowie Heeresführung. Die Handlung spielt in vielen unterschiedlichen Schauplätzen von Stockholm, über unterschiedliche deutsche Städte, bis nach Polen, Prag und Wien und war eine angenehme wie spannende Lektüre in schönem Schreibstil. Grossartig verwoben und eingebettet wurde die Leidens- und auch Liebesgeschichte von Kristina und Tonda in einen sehr gelungenen Epilog und mehrere Intermezzi, die mich immer wieder den Autor bewundern ließen. Gut gemacht! Für mich persönlich hätten es auch 100-200 Seiten weniger sein können, aber das Gesamtbild ist stimmig. Was ich vermisst habe, waren die sonst in historischen Romanen so aufschlussreichen wie umfangreichen Alltagssorgen der Menschen, sei es Nahrungsbeschaffung, Kindererziehung, Handel usw. Mir ist klar, dass das die Handlung nicht vorangetrieben hätte und ich wurde durch kleine Infos dazu eh getröstet. Das Ende wurde einigermaßen offen gelassen, sodass der Eindruck entsteht, dass vielleicht noch ein weiteres Buch folgen wird? Ich würde es jedenfalls gerne lesen, ohne Frage.   Fazit: All jene, die sich gerne in strategische Gefechte und Intrigen versenken beim Lesen - vollste Leseempfehlung.  

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  • Eine grandiose Geschichte über ein Stück grauenhafte Historie

    Die Hure und der Spielmann
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Ich habe schon oft versucht, den 30jährigen Krieg zu verstehen und habe dann irgendwann aufgegeben. So viele Länder, Fürsten und Könige an mehreren Fronten. Nicht nur das. Da waren ja auch noch Länder gespalten, Städte uneinig, Dörfer zerstritten – Bürgerkrieg. „Lieber ein zerstörtes Land, als ein verdammtes Land“ soll Kaiser Ferdinand gesagt haben. Hier ist man life dabei.  Zunächst ist da Kristina, eigenwilliges Töchterlein eines schwedischen Kaufmanns. Als sie gegen ihren Willen verheiratet werden soll, beschließt sie, zu ihrer Tante nach Prag zu fliehen. Leider kommt sie da niemals an, weil der Krieg schneller ist. Für Kristina beginnt eine Odyssee. Und dann lernen wir noch Tonda kennen, den ungeliebten Stiefsohn eines böhmischen Ritters. Er ist protestantisch aufgewachsen, allerdings war seine Kindheit eher qualvoll. So ist er Wachs in den Händen eines katholischen Fanatikers, der ihn als Werkzeug in diesem Krieg einsetzen will.  Wenn man anfängt, dieses Buch zu lesen, ist man sofort drin. Der Schreibstil ist unglaublich, plastisch, schön und humorvoll. Man lernt hier jeden gründlich kennen und kann ihn gut verstehen. Sogar übelste religiöse Eiferer versteht man irgendwie. Tonda und Kristina hat man sofort gerne, auch wenn sie nicht immer den idealen Weg beschreiten. Man begleitet die beiden von 1618 bis 1632 von Schweden quer durch Deutschland nach Böhmen. Eingerahmt wird die Geschichte durch den Prolog und verschiedene Intermezzi, die 1632 spielen. Dort findet Kristinas Bruder ihr Tagebuch und liefert einen kleinen Ausblick auf das Ende des Buches, was noch ein zusätzliches Rätsel aufgibt. Wie passt das zusammen? Dieses Buch hat mir großen Spaß gemacht. Man erlebt grausame Schlachten, Intrigen, Mord und Folter am eigenen Leib. Es ist aber auch Zeit für Musik, Gedichte und Liebe. Skurile Gestalten jeder Art tauchen auf. Auch ein paar Bekannte aus „dem Gaukler“ bekommen ein Gastspiel. Zudem ist es voller Überraschungen. Es passiert nur sehr selten das, was man erwartet. Eine grandiose Geschichte über ein Stück grauenhafte Geschichte, grandios erzählt!

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    • 5
    Arun

    Arun

    24. September 2014 um 08:41
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