Die rote Löwin

von Thomas Ziebula 
4,1 Sterne bei55 Bewertungen
Die rote Löwin
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Positiv (44):
Wortteufels avatar

Kein historischer Roman wie jeder andere! So spannend wie grausam und nichs für zartbesaitete!

Kritisch (6):
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Leider kann ich jedoch keine Leseempfehlung für Die rote Löwin aussprechen, da das Buch auf mich unnötig brutal wirkt.

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Inhaltsangabe zu "Die rote Löwin"

Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Dieser sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404174768
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:13.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchfink_2793s avatar
    Buchfink_2793vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein historischer Roman, der die Rache einer Frau beschreibt, die den Mord an ihren Eltern mit angesehen hat und ihren Bruder retten muss.
    Die rote Löwin

    In dem Buch geht es um Rubina, die am Anfang den Mord an ihren Eltern mit ansehen muss und als einzige mit ihrem Bruder den Überfall von Wenden auf ihre Heimatburg überlebt. Sie flüchten gemeinsam nach Magdeburg, wo Verwandte wohnen, die sie allerdings verstoßen und sich selbst überlassen. Nach einer Zeit nimmt sich Laurenz, der Domdekan von Magdeburg, sich ihrer an und verspricht Rubina ihr bei ihrer Rache zu helfen. Er schickt sie in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Assassine ausgebildet wird. Doch Laurenz hat Hintergedanken und als sich Rubina weigert seinen Willen zu vollziehen nimmt er ihren Bruder als Geisel.

    Dieser historische Roman war sehr spannend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Mittelalter war in keinster Weise verharmlost. Ich fand das Buch an vielen stellen sehr brutal und blutig, was mir persönlich aber gut gefallen hat. Das Schicksal der Geschwister und die Liebe unter den beiden hat mich so gefesselt und Laurenz war seit langem ein Charakter im Buch den ich wirklich scheiße fand. Ich habe ihn gehasst. Er ist manipulativ, hinterhältig, pervers und dann doch so ein Angsthase, das er mir einfach tierisch unsympathisch war. Ja wie Rubina ausgebildet wir und ob sie ihre Rache nimmt und ihren Bruder wieder bekommt müsst ihr selbst lesen. Ich fand das Buch sehr gut. Kritik hab ich nur, dass Rubina eigentlich so eine starke Frau ist und doch in fast jeder bedrohlichen Situation Gott um Gnade und Hilfe anfleht. Aber damals waren die Leute halt gläubiger als heutzutage. Das Ende empfand ich leider als gehetzt. Es waren größere Zeitsprünge vorhanden als im Rest des Buches und auch die Liebesgeschichte von Rubina fand ich an manchen stellen zu plötzlich und wechselhaft. Der Rest des Buches war allerdings genau im richtigen Tempo geschrieben. Nicht zu ausschweifend, aber auch nicht zu sehr gekürzt.

    Ein lesenswertes Buch, das für einen historischen Roman schnell zu lesen ist, da er nicht all zu dick ist.

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    Little-Cats avatar
    Little-Catvor einem Jahr
    Konnte mich nicht packen

    Rezension zu dem Buch „Die Rote Löwin“ von Thomas Ziebula


    Buchdetails

    Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.01.2017

    Aktuelle Ausgabe : 13.01.2017

    Verlag : Bastei Lübbe

    ISBN: 9783404174768

    Flexibler Einband 368 Seiten

    Sprache: Deutsch



    Zum Inhalt:

    Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Dieser sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden.

    Quelle: Klappentext



    Meine Meinung:

    Das Cover ist sehr unheimlich gestaltet und macht einen sehr neugierig. Mich hat es gleich angesprochen.

    Das Buch hat mir teilweise ganz gut gefallen. Der Schreibstil passt perfekt zu der vom Autor geschaffenen Welt. Er liest sich angenehm flüssig.

    Die Handlung fand ich gut gelungen. Sie war weder vorhersehbar noch langweilig. Der Autor überraschte immer wieder mit neuen Wendungen in der Geschichte. Die Handlungsstränge lassen sich nach vollziehen. Was mir allerdings überhaupt nicht gefallen hat war die Brutalität im Buch. Ich fand das völlig unnötig und frag mich ehrlich gesagt warum der Autor so etwas mit einfließen lassen muss.

    Die Charaktere sind gut gewählt und wirken sehr authentisch. Dennoch hatte ich zunächst Probleme mich mit den Charakteren anzufreunden. Es war wie eine Antipathie, die sich dann im Verlauf des Buches legte.


    Mein Fazit:

    Es hat mich gut unterhalten, konnte mich aber nicht packen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen







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    jaylinns avatar
    jaylinnvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider kann ich jedoch keine Leseempfehlung für Die rote Löwin aussprechen, da das Buch auf mich unnötig brutal wirkt.
    Unnötig brutal

    Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich so eine Art Fan des Autors Tom Jacuba bin. Von ihm habe ich euch bereits die drei Teile der Kalypto-Trilogie vorgestellt (Band 1, Band 2, Band 3). Als ich erfahren habe, dass Tom Jacuba unter dem Synonym Thomas Ziebula einen historischen Roman veröffentlicht, war mir klar, dass ich ihn lesen muss.

    Allgemeines:

    Die rote Löwin ist im Januar 2017 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen. Autor Thomas Ziebula schreibt unter verschiedenen Synonymen und war mir zuletzt als Tom Jacuba von seiner High-Fantasyreihe Kalypto bekannt.

    Das Cover ist eines, das sofort ins Auge springt. Durch die gewählten konträren Farben schaut man hin und möchte wissen, was sich hinter dem Titel und der dort abgebildeten Frau verbirgt.

    Inhalt:

    „Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Dieser sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden.“ (Quelle: Bastei Lübbe)

    Meine Meinung:

    Wenn ich Kalypto nicht so geliebt hätte, hätte ich Die rote Löwin abgebrochen. So ist es leider und das kann ich auch nicht beschönigen oder anders ausdrücken.

    Das liegt überhaupt nicht am Schreibstil des Autoren, der wie immer authentisch war und überzeugend in die Welt der Protagonisten gepasst hat. Es liegt auch nicht an der Geschichte, die für mich (wie vom Autor gewohnt) spannend war, und mich auf aufwühlende Art und Weise mitgenommen hat, in eine längst vergessene Zeit. Auch die Protagonisten, die mir zwar nicht alle gefallen, die aber dennoch gut beschrieben und entworfen waren, haben mich nicht dazu gebracht, Die rote Löwin nicht so sehr zu mögen. Nein, es war die Gewalt.

    Ein historischer Roman enthält stets eine andere Dosis der Gewalt, eine andere Dosis Sex und andere Beschreibungen, die uns eventuell manchmal nicht als zeitgemäß erscheinen. Das weiß ich, das gehört zum Genre, mit so etwas kann ich umgehen. In der actiongeladenen roten Löwin gab es jedoch ein solches Ausmaß an Brutalität und Gewalt, dass es mir schwerfiel, einige Stellen zu lesen und ich bei so mancher Szene eine halbe Seite überspringen musste, damit mir nicht schlecht wurde. Kämpfe und Hinrichtungen wurden in allen Details und in aller Brutalität beschrieben. Protagonistin Runja ging es beinahe ausschließlich um Rache, die sie in allen erdenklichen Ausführungen umgesetzt hat. Manchmal lässt sie das sehr kalt wirken und als Leser distanziert man sich dadurch irgendwie von ihr. Es gab auf der Ebene der Handlung eine Schaufel zu viel Rache, Mord und Totschlag, das kannte ich so bisher noch nicht von Thomas Ziebula.

    Nun denkt ihr vielleicht, wie zart besaitet ist die Bloggerin denn? Nein, das bin ich nicht. Unangemessene Gewalt an beinahe jeder Stelle des Buches – das ist vielen Lesern schlicht und einfach zu viel. Ich habe einige andere Rezensionen gelesen, bevor ich begann, die meinige zu schreiben. Ich sehe das nicht als Einzige so und bin beruhigt, dass viele andere Blogger ebenfalls davon berichten, wie überaus brutal dieser temporeiche historische Roman ist. Eine vom Verlag gegebene Leseempfehlung ab 16 Jahren sehe ich sogar noch als kritisch an. Wie brutal muss ein Buch sein, damit es erst für Erwachsene empfohlen wird?

    Fazit:

    Schreibstil, Handlungsort und grundlegende inhaltliche Entwicklungen der Geschichte überzeugen mich erneut von Thomas Ziebula (alias Tom Jacuba). Leider kann ich jedoch keine Leseempfehlung für Die rote Löwin aussprechen, da das Buch auf mich unnötig brutal wirkt.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 2 Jahren
    Rubina - rote Löwin

    Hauptakteurin Rubina, hier Runja genannt, ist eine sehr starke junge Frau, die im Laufe der Handlung sehr viel Leid ertragen und mit ansehen muss. Nahezu ihre ganze Familie wird vor ihren Augen ausgelöscht und nur mit ihrem Bruder Waldemar kann sie fliehen. Nun liegt es an ihr, nicht nur ihr eigenes sondern auch sein junges Leben zu schützen und gegen mächtige Widersacher zu verteidigen.

    Die geschichtlichen Ereignisse sind so wahrhaftig beschrieben, dass man keinen Unterschied zwischen wirklicher Geschichte und erfundenen Begebenheiten der damaligen Zeit merkt. Allerdings herrschen die schlimmen Szenen eindeutig vor.

    Das Cover ist sehr eindrucksvoll und reizt wirklich, das Buch zur Hand zu nehmen.  Zum guten Verständnis gibt es im Buch Karte und Zeittafel. Höchste Bewertung von mir.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anfangs irritiert, im weiteren Fortlauf der Story aber, wurde ich magisch in die Geschichte gezogen.
    Mein Leseeindruck

    Auch dieses Buch bewerte ich von außen nach innen.

    Beginnen wir also mit der Vorderseite des Covers. Eine Frau mit roten Haaren, eingehüllt in einen Häschermantel. Ob das die Frau vom Titel war? Was hatte es aber mit der Löwin auf sich?

    Schnell noch ein Blick auf die Rückseite. Der Rückentext macht sehr neugierig. Wie wird sich Runja wohl entscheiden? Oder gibt es eine Lösung, damit sie sich nicht entscheiden muss?

    Den Preis von 10,00 € für ca. 380 Seite finde ich für dieses Genre passend.

    Nun zum Inhalt. Schon beim Aufschlagen findet der Leser eine Karte aus dem Jahre 1205 mit dem Titel: Zwischen Elbe und Ostsee.

    Es folgt das Personenverzeichnis mit der Kennzeichnung der "echten" historischen Personen.

    Und schon erwartet den Leser eine Zeittafel. Beginnend 805 n.Chr. bis 1207 mit aalen historischen Ereignissen.

    Nun kommen wir zur Unterteilung. Das Buch ist in wiederum drei Bücher unterteilt. Das erste Buch trägt den Titel: Der schwarze Abt. Ob die Namensgleichheit zum berühmten Edgar-Wallace-Krimi beabsichtigt ist?

    Wir treffen auf die achtzehnjährige Runja, die eigentlich Rubina heißt und ihren Bruder Waldemar. Nach einem blutrünstigsten Kampf mit Wölfen, schwören sie sich ewige Treue und Fürsorge.

    Ich muss gestehen, dass ich anfänglich etwas Probleme mit der Geschichte hatte. Die Protagonisten, die Handlungen, alles war für mich verwirrend. Aber so nach und nach ist dann der Knoten geplatzt und ich war definitiv in der Geschichte angekommen.

    Der Autor bedient sich eines Schreibstils, der den Leser an die Story bindet. Auch die einzelnen Charaktere fügen sich in den Plot ein und bilden eine Einheit, die das Lesen sehr angenehm macht.

    Fazit:

    Anfangs irritiert, im weiteren Fortlauf der Story aber, wurde ich magisch in die Geschichte gezogen.

    Es war ein toller historischer Roman, für den man sich Zeit nehmen sollte.

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    Lena2310s avatar
    Lena2310vor 2 Jahren
    Die rote Löwin - Thomas Ziebula

    Meine Meinung: Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich mal einen historischen Roman lesen werde. Aber als ich die Buchverlosung bei Lovelybooks gesehen habe und mich zudem der Klappentext sehr angesprochen hat, musste ich mein Glück versuchen und habe es doch tatsächlich gewonnen.  

    Zuerst muss ich sagen, dass mir die komplette Aufmachung des ganzen Buches wirklich gut gefällt. Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen mit der auf alt gemachten Schrift und der Frau mit den dazu passenden Haaren. Es sieht meiner Meinung nach sehr mysteriös aus und macht Lust auf die Geschichte. Auch innerhalb des Buches ist es wirklich toll gestaltet. Es beginnt mit der Karte am Anfang des Buches und endet bei dem Glossar.

    Anfangs kam ich wirklich schwer ins Buch rein. Ich musste mir erstmal einen Überblick verschaffen. Aber der flüssige Schreibstil hat dazu beigetragen, dass das Buch dann doch schnell gelesen war. Trotzdem mag ich es nicht allzu gerne wenn die Schrift kleiner ist, so wie es hier ist. Allerdings lässt es sich trotzdem gut lesen.  

    Der Schauplatz ist doch tatsächlich Magdeburg und ich habe endlich mal wieder ein Buch lesen können, welches in Deutschland spielt. Kommt gar nicht so häufig vor. Mich hat es sehr gefreut. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Runja und Laurenz und man bekommt spannende Einblicke in die Charaktere. Auch wenn ich es eigentlich nicht so sehr mag, wenn ein Buch aus mehreren Sichten geschrieben ist, war es hier ganz sinnvoll.  

    Die Geschichte ist mit viel Gewalt erzählt und ist somit sehr brutal und schonungslos, aber genau damit kann man mich ja packen. Außerdem bekommt man Hintergrundwissen auf politischer und kirchlicher Ebene. Das kommt nicht zu kurz. Auch ein Pluspunkt!  

     

    Fazit:
    Mich konnte das Ende nicht ganz überzeugen und der Anfang des Buches war ein bisschen schwierig für mich. In allem aber ein gutes Buch, welchem es an Spannung nicht mangelt.

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    Traubenbaers avatar
    Traubenbaervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, aber es gibt sehr viel Gewalt.
    Rezension für "Die rote Löwin"

    "Die rote Löwin" von Thomas Ziebula (erschienen bei Bastei Lübbe) ist ein historischer Roman, der um 1205 in Deutschland spielt. Rubina, genannt Runja, spielt darin die Hauptrolle. Sie muss zusehen, wie ihre Eltern, Verwandten und Bekannten qualvoll zu Tode kommen. Nur sie und ihr Bruder können vor den Klingen der feindlichen Macht fliehen; Kein Wunder also, dass sie fortab alles tut, um ihn in Sicherheit zu wissen. Als der Domdekan Laurenz dies herausfindet nützt er ihre Sorge um den geliebten Bruder schamlos aus.
    Der Roman beginnt mit einer Zeitleiste, in der die wichtigsten historischen Ereignisse und fiktiven Geschehnisse des Romans verzeichnet sind. Das verschafft einen guten Überblick und erleichtert den Einstieg in den Roman. Auch der Glossar am Ende des Buchs hilft beim lesen.
    Die fiktiven Elemente fügen sich gut in die historischen Gegebenheiten ein. Die Handlung bleibt über das ganze Buch spannend. Jedoch ist der Roman im Allgemeinen eher düster und traurig. Es gibt sehr viele Gewaltszenen und es wird die meiste Zeit in Fäkalsprache gesprochen. Das mag zwar eine realistische Abbildung der Zeit um 1200 sein, ist aber für meinen Geschmack eindeutig zu viel. Meiner Meinung nach hätte man auf die ein oder andere blutige Szene verzichten können, auf jeden Fall ist der Roman so nichts für zartbesaitete Leser.
    Als Fazit kann man sagen, dass dieser Roman für alle empfehlenswert ist, die einen realistischen historischen Roman suchen.

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    alice14072013s avatar
    alice14072013vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Aufwühlender, erschreckender und temporeicher Roman, der mit einem genial durchdachten Plot und toller Aussage trumpfen kann!
    Wie viel wird von dir bleiben?

    Du musst ausatmen....den Puls herunterfahren...! Das war meine erste Reaktion, als ich dieses Buch mit einem gefühlten Puls von 180 zugeschlagen habe. Herrje, habe ich das vorher erwartet? Ein klares „Ich hätte es erwarten müssen“. Nach meiner bisherigen Erfahrung mit Thomas Ziebula, aus zuletzt unter Pseudonym veröffentlichten Werken im Genre Fantasy, hätte ich auf alles gefasst sein sollen. Und dennoch war ich nicht annähernd auf diese rasante und mit Schockmomenten geballte, düstere Geschichte vorbereitet, die mir ab den ersten Zeilen bereits den Atem genommen hat und mir bis zum Ende keine Ruhepause gönnte. Wie treffend schon die ersten Zeilen:


    „Eben noch tönte der morgendliche Wald vom Gesang der Vögel, jetzt herrschte Ruhe. Eine schlagartige, eine böse Ruhe. Als würde der Wald den Atem anhalten. Eben noch kreisten Rubinas zornige Gedanken um den Sohn des Grafen, jetzt stand sie still....Es war als wäre ein großer Schrecken auf den Wald gefallen.“ Zitat S. 13


    Dies ist ein historischer Roman, mit dem Thomas Ziebula die bekannten Pfade verlassen und etwas Neuartiges gewagt hat. Ich kann nur sagen, dieses Experiment ist ihm wahrlich geglückt. Auch wenn ich durchaus einige unruhige Nächte durch diese ehrliche, wenig idyllische und schonungslose Darstellung eines mittelalterlichen Szenarios hatte. Ich konnte nicht eher ruhen, bis ich wusste, wie die Geschichte endet.


    Inhalt:


    Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt …


    Meinung:


    „War man noch frei, wenn der Wunsch nach Rache das Herz, den Kopf, die Träume beherrschte? Oder hatte man dann seine Freiheit schon verloren?“ Zitat S. 171


    Eine berechtigte Frage, die sich die junge Protagonistin Rubina stellt, die im Jahre 1205 den brutalen Angriff eines wendischen Heeres auf die heimatliche Burg, nahe Schwerin miterlebt. Sie erlebt den gewaltsamen und grausamen Tod ihrer Familie und muss mit ihrem jüngeren Bruder Waldemar unter Entbehrungen nach Magdeburg fliehen, wo sie hofft bei einem Onkel unterzukommen. Die schrecklichen Bilder der schicksalhaften Nacht wollen ihren Kopf jedoch nicht mehr verlassen und sie schwört den ihr einzigen verbliebenen, geliebten Menschen mit ihrem Leben zu beschützen und Rache für das grausame Morden zu nehmen. Wie sehr sie damit zum Werkzeug anderer wird und sich selbst für immer verändert, hätte sie zu diesem Zeitpunkt niemals ahnen können.

    Aus dem Mädchen, das sich einst an den frommen Werten der Mutter und den großen Taten des Vaters orientierte, wird ungewollt ein Spielball und Mordwerkzeug für die Intrigen um Macht und Ansehen anderer. Hass, Leid und unendliche Qualen lassen sie irgendwann abstumpfen und nahezu nur noch den Kampf um das nackte Überleben und das Wohl ihres geliebten Bruders fechten. Runjas Schicksal ist tragisch und der Leser fragt sich, wie viel Leid und Grausamkeit dieses Mädchen ertragen kann, bis sie sich selbst verliert und alle Werte vergisst. Sie erlebt auf ihrem Weg wahrlich wenige glückliche Momente und doch klammert sie sich geradezu an diese, immer in der Hoffnung doch aus dieser endlosen Dunkelheit die sich um ihre Seele gelegt hat, zu entfliehen. Ich habe Runja als wirklich starke Persönlichkeit erlebt, die trotz aller Rückschläge und gnadenlosen Erlebnisse nie aufgab und versuchte das zu schützen, was ihr das Wichtigste war. Doch gerade das und ihr unbändiger Hass machen sie angreifbar und bringen sie in eine Situation, in der sie daran fast verzweifelt, die richtige Entscheidung zu treffen. Auf mich wirkte sie authentisch und ehrlich. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung war absolut nachvollziehbar. Mir war gerade sie sehr nah und ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich mit ihr gelitten und an ihrer Stelle geweint habe.


    „Sie ritt durch die verschneiten Elbauen.Das Innere ihres Brustkorbes fühlte sich an, als sei es ganz und gar entzündet. Ihr Herz schlug wie verrückt. Ihre Lider zuckten – ihre Mundwinkel, ihre Nasenflügel. Sie hätte gern geweint, doch die Tränen wollten ihr nicht einmal bis in die Kehle steigen. Die war wie zugeschnürt.“ Zitat S. 269


    „Ich trage jetzt noch ein zweites Brandmal an mir, weißt du? Eines, das keiner sieht; eines das sich tief in meine Seele gebrannt hat....Das Brandmal einer Mörderin trage ich in meiner Seele.“ Zitat S. 274


    Eines muss man dem Autor lassen. Er hat ein Händchen dafür Charaktere zu erschaffen, die sofort unverkennbare Stimmungen und Gefühle beim Leser provozieren. Entweder man liebt sie auf Anhieb, oder man spürt einen absoluten Widerwillen, pure Abneigung manchmal gar eine Eiseskälte und Angst, wenn man ihnen im Laufe der Geschichte begegnet. Alle Figuren brennen sich unverwechselbar in das Gedächtnis des Lesers und man erkennt alleine an der Wortwahl in den Sichtweisen, mit wem man es gerade zu tun hat. Jeder für sich hat seine Eigenheiten und wäre hier erwähnenswert, wie etwa Jeremias, der mich sowohl erstaunen, als auch erheitern konnte. Dennoch greife ich die zweite Hauptfigur neben Rubina heraus.

    Bei dem Domdekan Laurenz hat sich Thomas Ziebula wahrlich selbst übertroffen. Wie nahe doch Faszination und Hass für eine Romanfigur beieinander liegen können, wird in Laurenz mehr als deutlich. Er vereint alle Widerwärtigkeiten, die mir zu einem Antagonisten einfallen wollen. Nach außen der fromme, mildtätige Domdekan, der aber hinter seiner Fassade scheinheilig und verlogen, seine pädophile Ader auslebt und bei weitem nicht vor Mord und Intrige zurückschreckt, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Er repräsentiert auf erschreckende Weise das Bild, das man von der Kirche im Mittelalter hat, die sich ihre Macht und ihren Einfluss in Gottes Namen zu Nutzen machte.


    „Sie dachte an den Domdekan, an den reißenden Wolf hinter dem Ginster seines freundlichen Lächelns, seiner frommen Worte, seines feisten Leibes.“ Zitat S. 242


    In wechselnder Perspektive mit Rubina trägt Laurenz den Hauptteil des Geschehens und ich muss gestehen, sein Erzählstrang war für mich fast interessanter zu lesen, weil er mich immer wieder mit seinen Entscheidungen und Neigungen erschrecken konnte. Mich schüttelt es noch und ich habe ihn hiermit feierlich zur absoluten Hassfigur in all meinen bisher gelesenen Romanen gekürt. Ich unterlasse es hier auszuführen, was ich ihm alles an den Hals gewünscht habe.


    „Er driftet bei der Betrachtung des Sündenbildes in einen Traum aus Wollust, der in einen Traum vom roten Löwen übergeht, der...zerreißt. Die Stimme des Erzbischofs spricht zu ihm: << Finde ihn, bändige ihn, füttere ihn, zwinge ihm deinen Willen auf, aber hüte dich.>>“ Zitat S. 124


    Es ist faszinierend, wie der Autor seine Handlung aufbaut, die zunächst an zwei verschiedenen Orten das Erleben von Rubina und Laurenz schildert und dann geschickt die Fäden miteinander verwebt und deren Schicksal zusammenführt. Mit den einzelnen Zusammenhängen, Erklärungen, Wendungen und den Rollen der verschiedenen Charaktere konnte er mich wirklich überraschen. Es war zu keiner Zeit vorhersehbar, wie die Geschichte verlaufen würde und damit hat die Spannung nie abgenommen. Die Handlung war rasant, inhaltlich geballt und absolut auf den Punkt. Ich ziehe meinen Hut vor der Konsequenz, eine solche Geschichte in diesem atemberaubenden Tempo und auf solch hohem Niveau, so absolut stimmig zu einem Ende zu führen, das mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich werde hier weder näher auf den Handlungsverlauf, noch weiter auf den Inhalt eingehen, denn damit würde ich in unweigerlich spoilern.


    „Wenn du nicht mehr atmen kannst“, antwortete..., „Wenn du keinen Zorn, keine Liebe, keine Lust mehr spürst, wenn du keine Hoffnung mehr hast. Das ist wahres Unglück!“ Zitat S. 144


    Das Thomas Ziebula ein Meister der Sprache ist, das wusste ich schon aus den weiteren Werken, die ich von ihm lesen durfte. Wie kaum ein anderer beherrscht er es mit den Worten, die er benutzt zu spielen und auf eindrucksvolle Weise Emotionen und Stimmungen zu erzeugen. Ganz so, wie es der Geschichte dienlich ist. Ich bin immer wieder erstaunt, wie anpassungsfähig sein Schreibstil ist. Mal bewirkt er mit wundervoll beschreibenden, fast malerischen Sätzen, dass ich mich in der Umgebung verlieren möchte, um dieses Wohlfühlen bereits im nächsten Atemzug kippen zu lassen und mich mit Beklemmung und angsterfüllt zurückzulassen. Diesem Effekt sind wir sehr häufig ausgesetzt. Die plötzlichen Schockmomente haben mich immer wieder innehalten lassen. Es gab diese Situationen, in denen ich am liebsten: „Halt! Stop!“, gerufen hätte. Es waren Momente, in denen ich mir eine Auszeit nehmen musste, es nicht wagte weiterzulesen, weil ich eine Ahnung hatte, dass mich der weitere Verlauf zutiefst entsetzen würde. Die wirklichen Wohlfühlmomente beschränken sich auf ein Minimum.


    „Die Dunstschwaden über Farnfeldern und jungem Eichengehölz hatten nichts Friedliches mehr, erinnerten eher an ein Leichentuch; die gerade noch so lieblich flirrenden Lichtbalken der Morgensonne schienen nun wie Speere durchs Frühlingslaub der Bäume zu stechen......Und dann, von einem Augenblick auf den anderen, wieder Lärm. Warum schrien Eichelhäher gleich von drei Seiten? Warum flatterte es auf einmal in jeder Krone?....Irgendetwas geschah.“ Zitat S. 13


    Der Großteil der Geschichte wird allerdings von kurzen Satzfetzen bestimmt, die auf grandiose Weise das hohe Erzähltempo der Geschichte unterstreichen, das Grauen, das Entsetzen und die Brutalität und Gnadenlosigkeit der Handlung hervorheben. Der Autor macht es dem Leser nahezu unmöglich auch nur annähernd Luft zu holen. Er schont den Leser nicht ansatzweise, indem er mit seinen detailliert geschilderten Bildern die Szenarien in seinen Kopf katapultiert und der Fantasie dabei wenig Raum lässt. Ich habe nicht nur einmal schwer schlucken müssen. Man darf hier keinesfalls empfindlich sein, oder mit romantischen Szenen rechnen. Im Gegenteil, nicht nur das Blut fließt in Strömen. Die bildgewaltigen Worte verwehren dem Leser gewollt jegliches Wegschauen, produzieren sofort den gewünschten Effekt. Meine Nächte waren nicht immer entspannt.

    Was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Genauigkeit, mit der Thomas Ziebula die Sprache der damaligen Zeit eingefangen hat. Es wirkt authentisch und erweckt beim Lesen das Mittelalter zum Leben. Damit hebt er sich klar von einigen anderen Autoren ab, die durch so manch moderne Sprache den Leser weit weniger glauben lassen, er befinde sich in einer Zeit, die hunderte von Jahren zurückliegt.


    Die Hintergründe, historischen Begebenheiten und Gewohnheiten wurden hier genauestens recherchiert und wiedergegeben. Man merkt, wie sicher sich Thomas Ziebula in der Materie bewegt. Sie zeigen ein reales Bild des dunklen Mittelalters mit all seinen Missständen, seiner Grausamkeit, seinen Ränken und Intrigen, seinen Kriegen und dem großen Einfluss der Kirche auf Politik und Bevölkerung ebenso, wie deren nicht selten bigottes Handeln. Hier wurde nichts verklärt und beschönigt, wie es so oft in der Literatur gängig ist. Der Autor spiegelt detailgetreu das harte Leben, den gnadenlosen Kampf ums Überleben, die blutigen Tötungsmethoden, die widerlichen Arten der Folter, wie die triebhaften Handlungen, die nicht selten im Verborgenen stattfanden und die Privilegien, aus denen höhere Stände nach Belieben walteten. Umso erschreckender ist die Wirkung der Szenarien. Sehr gelungen die Entscheidung, sich nicht allzu ausschweifend in den politischen Entwicklungen des, der Handlung zugrunde liegenden Zeitraumes zu verlieren. Der Leser erfährt auf den Punkt die Informationen, die er zum Verständnis des Geschehens braucht. Somit hält der Autor den Lesefluss und das atemberaubende Tempo der Geschichte aufrecht und bleibt dem Charakter der Geschichte treu, die einem historischen Thriller mehr ähnelt, denn einer epischen Erzählung. Es empfiehlt sich an dieser Stelle das Nachwort und die beigefügte Zeittafel zu lesen, die einen interessanten Einblick in die Recherche des Autors geben.


    Trotz all dem Grauen, der Brutalität und dem Hunger nach Rache, setzt Thomas Ziebula einen Moment des Lichts in Rubinas Welt. Sie darf erfahren, wie viel Hoffnung und Glück die Liebe in einer Situation der Verzweiflung bringen kann, auch wenn sie angreifbar macht. Die Liebe zu Pirmin und ihrem Bruder ist es, die ihr den Funken Menschlichkeit bewahrt und die ihr die Kraft verleiht weiter zu kämpfen. Die Liebesgeschichte ist es schließlich, die die Aussage des Buches abrundet und somit zwingend nötig war. Die in diesem Roman verdeutlicht, was wirklich zählt in einer Welt der Intrigen, dem Streben nach Macht und dem wahllosen Töten.


    „Die Liebe ist geduldig und voller Güte. Sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe hört niemals auf.“

    (Paulus von Tarsus im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 13) S.9, S. 191, S. 247, S. 376 ( Ein Zitat, das gleich einem Mantra sich immer wieder im Laufe der Erzählung wiederholt und sich dem Leser in Erinnerung ruft.)


    Fazit:


    Ein temporeicher, düsterer und streckenweise sehr brutaler Roman, der aufwühlt und aufgrund seiner Erzähldichte, seinem genial durchdachten Plot und trotz all dem Schrecken zu faszinieren vermag. Danke für jede schlaflose Nacht, für die aufgestellten Nackenhaare und die Gänsehaut beim Lesen, für jeden Schmerz, den ich gefühlt habe. Mich konnte Thomas Ziebula wieder einmal begeistern.

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    BlueSunsets avatar
    BlueSunsetvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hm, irgendwie nicht so ganz meins. Handlung und Protagonisten sind gewohnt spannend und abwechslungsreich, das Buch hat aber andere Mängel..
    Spannend und packend, für mich aber schlicht zu viel Erotik in einem Nicht-Erotik-Roman


    Normalerweise lese ich keine historischen Romane – nicht aus dem Grund, dass ich sie nicht mag, sondern eher, weil ich immer wieder lieber zu anderen Genres greife. Somit bin ich ein Neuling in diesem Genre.


    Doch wie komme ich zu diesem Buch? Ich kenne den Autor Thomas Ziebula von seiner High-Fantasy-Reihe „Kalypto“, die er unter seinem Pseudonym Tom Jacuba veröffentlicht hat. Er sagte mir, „Die rote Löwin“ sei, was den Stil und den Actionanteil angeht, ähnlich wie „Kalypto“ geschrieben und somit wagte ich den Versuch. Außerdem hat das Cover mich ein wenig in dieser Entscheidung bestärkt: Obwohl ich kein Freund von Gesichter auf Covern bin, sprach es mich sehr an. Es wirkt düster, gefährlich und geheimnisvoll und vermittelte somit all das, was ich in diesem Buch letztendlich auch vorgefunden habe.


    „Die rote Löwin“ ist nichts für schwache Nerven – es geht dort zum Teil sehr brutal zu. Die Kämpfe, Schlachten und Hinrichtungen werden in all ihrer Brutalität dargestellt und erzeugen eine beängstigende Stimmung. Ein Lob an dieser Stelle an den Autor, der diese Stellen so überzeugend und authentisch vermitteln konnte.


    Obwohl ein Zeitraum von etwa drei Jahren mit der Geschichte abgedeckt wird, hatte ich nicht das Gefühl, dass das Buch zu sehr in die Länge gezogen wurde. An manchen Stellen war die Handlung gemächlicher, an anderen preschte sie voran, doch in meinen Augen genau im richtigen Maß.
    Die Geschichte um Runja ist sehr spannend zu lesen und hat mir sehr gut gefallen. Ihre Beweggründe und Gefühle konnte ich gut nachempfinden – als Protagonistin ist sie sehr gut ausgearbeitet und sehr vielfältig.


    Dass ich dem Buch aber keine volle Punktzahl gebe hat mit einem anderen Grund zu tun: Die vielen sexuellen Szenen in dem Buch. Ich verstehe ja, dass „Die rote Löwin“ ein Roman für ein erwachsenes Publikum ist, doch die Menge an sexuellen Szenen war mir persönlich schlicht zu viel. Besonders gestört hat mich die unnötige Detaildichte dieser Szenen – würde ich einen Erotikroman lesen wollen, hätte ich zu solch einem gegriffen. Schade um das Buch – es wäre nämlich auf jeden Fall auch ohne diesen Inhalt ausgekommen, ohne dass die Authentizität oder die Handlung darunter gelitten hätte.


    FAZIT


    „Die rote Löwin“ lässt mich zwiegespalten zurück: Einerseits hat mir die Handlung und die Protagonistin sehr gut gefallen und ist die 5 Sterne allemal wert. Andererseits war das Übermaß an sexuellen Handlungen und ihren Details für mich zu viel. Deshalb bekommt das Buch von mir eine Bewertung von 3,5 Sternen und nur eine bedingte Empfehlung.




    * Ich bedanke mich beim Verlag und Thomas Ziebula für das Rezensionsexemplar. 
    * Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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    nileyavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wow!!! Ich hatte schon hohe Erwartungen aber sogar die wurden noch übertroffen
    EIn weiters Meisterwerk

    Bei diesem Roman handelt es sich um ein faszinierendes Werk das mich bereits nach ein paar Seiten gefesselt hatte. Obwohl ich vorab leicht skeptisch war hat mich der Roman über zeugt. Eigentlich bin ich nur selten für historische Romane zu begeistern, doch bei diesem wurde ich aufgrund des Autors sofort neugierig. Und er hat sich mal wieder selbst übertroffen. "Die rote Löwin" ist sehr vielfältig und zwar sowohl auf das Buch als auch auf die damit gemeinte Person bezogen. Die Charaktere sind anfangs noch recht jung. Ich durfte jedoch feststellen, dass dies perfekt passt. Denn so bietet sich ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten die Thomas Ziebula perfekt ausschöpft. Der Roman erscheint sehr realistisch und gleichzeitig unglaublich. Es geht nicht nur um Rache, auch Erfolg, Begierde und Intrige sind Schlagwörter denen "Die rote Löwin" alle Ehre macht.

    Ein großes Lob geht auch an die Kapitelüberschriften, die ich sehr passend ausgewählt fand.
    Alles in allem ein super Roman und klar zu empfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ThomasZs avatar

    Liebe Leseratten und Leserättinen!

    Euch allen ein glückliches Jahr 2017! Buchmäßig fängt es ziemlich gut an, denn am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Heute lade ich Euch zu einer Leserunde mit mir und meinem Buch ein.

    Die Geschichte in wenigen Sätzen:

    Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt …

    Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte.

    Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon:

    https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763

    und demnächst auch auf meiner website

    http://www.thomas-ziebula.de/

    Die Bewerbungsphase dauert bis zum 13. Januar. Mein großzügiger Verlag spendiert 25 Bücher. Ich wünsche mir Leserundenteilnehmer, die bereit sind, ihre Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und außer auf LB auch auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen.

    Ich grüße Euch herzlich und bin gespannt auf Eure Bewerbungen.

    Thomas Ziebula

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    Letzter Beitrag von  ThomasZvor 2 Jahren
    Mach Dir keinen Kopf. Und tausend Dank!
    Zur Leserunde
    ThomasZs avatar

    Liebe Leseratten und Leserättinen!

    Am 13. Januar erscheint mein neuer historischer Roman „Die Rote Löwin“. Ich verlose fünf Bücher des Titels.

    Die Geschichte in wenigen Sätzen:

    Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Rubina und ihr Bruder Waldemar auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machtgierigen Domdekans Laurenz. Der erkennt in Rubina – „Runja“ – die einmalige Gelegenheit, den Gelehrten Pirmin auszuschalten, seinen Rivalen um das Bischofsamt. Runja hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dessen verstorbener Frau. Mit ihrem Bruder als Druckmittel, zwingt Laurenz die junge Frau in den Orden der Vollstrecker, wo der Schwarze Abt Dagomar sie zur Mörderin ausbildet. Doch das Schicksal will es, dass Runja sich in Pirmin verliebt …

    Vorweg eine Warnung an alle besonders zart besaiteten unter Euch: „Die rote Löwin“ ist ein Thriller, und es geht alles andere als friedlich und idyllisch zu in dieser Geschichte.

    Eine Leseprobe findet Ihr bei Amazon:

    https://www.amazon.de/Die-rote-L%C3%B6win-Historischer-Roman/dp/3404174763/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1483282238&sr=1-1&keywords=die+rote+l%C3%B6win#reader_3404174763

    und demnächst auch auf meiner website

    http://www.thomas-ziebula.de/

    Die Bewerbungsphase dauert bis 5. Januar. Eine Bedingung stelle ich: In den Lostopf gelangt Ihr nur, wenn ihr bereit seid, Eure Leseerfahrung mit der „roten Löwin“ aufzuschreiben und auf Amazon und anderen Plattformen als Rezension zu veröffentlichen.

    Am 9. Januar schickt mein Verlag die Bücher an die fünf Gewinner ab.

    Euch allen ein glückliches Jahr!

    Thomas Ziebula

    ThomasZs avatar
    Letzter Beitrag von  ThomasZvor 2 Jahren
    Schreibst Du mir noch, wo?
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