Thomas de Padova

 4.2 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Das Weltgeheimnis, Nonna und weiteren Büchern.

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Das Weltgeheimnis

Das Weltgeheimnis

 (9)
Erschienen am 01.08.2010
Nonna

Nonna

 (7)
Erschienen am 29.01.2018
Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit

Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit

 (4)
Erschienen am 16.02.2015
Wissenschaft im Strandkorb

Wissenschaft im Strandkorb

 (2)
Erschienen am 15.12.2017
Am Anfang war kein Mond

Am Anfang war kein Mond

 (2)
Erschienen am 01.02.2004
Allein gegen die Schwerkraft

Allein gegen die Schwerkraft

 (1)
Erschienen am 02.05.2017
Die Kinderzimmer-Akademie

Die Kinderzimmer-Akademie

 (0)
Erschienen am 15.12.2017
Schlau nach acht

Schlau nach acht

 (0)
Erschienen am 15.12.2017

Neue Rezensionen zu Thomas de Padova

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Nonna" von Thomas de Padova

Klang vielversprechend, konnte mich aber nicht packen
katzenminzevor 10 Tagen

Als ich auf einem Werbelesezeichen zum ersten mal Cover und Kurzbeschreibung dieses Buches sah, war ich hin und weg: Eine Geschichte „durchzogen von uralten Geheimnissen“, die „wie eine Schatzkammer“ ist und vom Sommer in einem Apulischen Dorf erzählt. Das klang einfach großartig. Eine Familiengeschichte rund um eine typisch italienische Nonna. Genau mein cup of tea! Doch wie das oft so ist mit großen Erwartungen, konnte Thomas de Padoas biografische Geschichte leider nicht mit meinen mithalten.

De Padova schreibt erstmal sehr schön. Besonders den Beschreibungen des Dorfes Mattinata und seiner Umgebung merkt man an, dass er die Gegend liebt. Genauso sind die Beschreibungen seiner Großmutter und ihres Hauses gelungen. Man sieht die aus der Zeit gefallenen Nonna und ihr schummeriges, stilles Haus mit dem schwerem Eichenmöbeln genau vor sich. Trotzdem war sie mir, besonders zu Beginn, wenig sympathisch. Das gibt sich im Laufe der Geschichte etwas aber sie ist definitiv kein Charakter zum liebhaben. In mir wecken bestimmte Arten von Matriarchen (oder auch Patriarchen) immer einen gewissen Widerwillen, den ich nicht abschütteln kann. So ging es mir auch mit der Nonna.

De Padova geht der Vergangenheit seiner Familie auf die Spur, nur sind diese Spuren leider sehr lückenhaft. All die Onkel, Großväter und anderen längst verstorbenen Verwandten Väter- und Mütterlicherseits auseinanderzuhalten viel mir schwer. Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallenlassen weil ich immer wieder überlegen musste von welchen Großvater, Sohn oder Vater denn nun die Rede ist. Dazu ist das Wissen über die Ereignisse oft recht Lückenhaft. Es bleibt viel Interpretationsspielraum, der mich einfach zu sehr in der Luft hängen ließ.

Letztlich hat es mich ganz einfach nicht gepackt. Ich habe für die noch nicht einmal zweihundert Seiten über eine Woche gebraucht, obwohl ich so etwas sonst in zwei Tagen lese. Ich hatte keine Muße nach Mattinata zurückzukehren. Wer sich speziell für Apulien interessiert mag hieran mehr Freude haben, ich konnte dem Ganzen nicht viel abgewinnen. Schade, aber eine Schatzkammer war das Buch für mich definitiv nicht.

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W

Rezension zu "Nonna" von Thomas de Padova

Thomas de Padova "Nonna"
wassilkeliestvor 2 Monaten

Mit „Nonna“ hat Thomas de Padova eine ganz wundervolle, autobiographische Mischung aus Kindheits-, Jugenderinnerungen und seiner Familiengeschichte geschrieben. Jedes Jahr im Sommer reist er nach Apulien und besucht seine Nonna, die Großmutter
väterlicherseits. Immer in schwarz gekleidet, sitzt die ältere Dame in ihrem Haus und führt ein bescheidenes, sparsames und sehr frommes Leben. Angekommen in einem Dorf, in dem es scheint, als wäre die Zeit stehengeblieben, kümmert sich der Enkel um die teils kuriosen Bankgeschäfte seiner Nonna, plaudert mit ihr und erfährt dabei die intimsten Familiengeheimnisse...


Durchzogen von traumhaften Beschreibungen Apuliens und des Garganos erzählt Thomas de Padova aus dem Leben seiner Vorfahren. Dabei gibt er auf sehr einfühlsame und persönliche Weise Einblicke in seine Familiengeschichte – vom Urgroßvater über den
Großvater und den Vater bis hin zu ihm selbst - und lässt auch die geschichts- und länderübergreifenden Aspekte gekonnt mit einfließen. Historisches, persönlich Erlebtes und viele wunderbare Anekdoten wechseln sich ab und machen diese Lektüre zu einem
besonderen Leseerlebnis.


Was für eine kluge, anrührende und liebevolle Hommage an Thomas de Padovas Nonna! Ich habe gelacht und geweint, war zutiefst berührt und habe mich dabei immer wieder an meinen letzten Urlaub in Apulien erinnert. Bitte lest „Nonna“!!! Taucht ein in die Welt von Padovas Nonna, lasst Euch während dieser heißen Sommertage nach Apulien entführen und von dieser Geschichte verzaubern! Definitiv eine der schönsten Neuerscheinungen der letzten Monate, die ich Euch wärmstens ans Herz legen möchte!

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buchstabensammlerins avatar

Rezension zu "Nonna" von Thomas de Padova

Ich hätte noch hunderte Seiten weiterlesen können, über Apulien, die Familiengeschichte und vor alle
buchstabensammlerinvor 3 Monaten

Rund ums Buch:
Titel: Nonna
Autor: Thomas de Padova
Verlag: Hanser Berlin
Buch: Fester Einband
Seiten: 176
Erschienen: 29.01.2018
ISBN: 978-3-446-25857-0
Preis: 18,00 €

Cover:
Ein Hauch von Süden, zwei Feigen auf einem alten, braunen Holzstuhl, dessen Schatten sich auf dem Steinboden wieder findet. Es fühlt sich warm an.

Inhalt:
Thomas de Padova verbringt die Sommer von Kindesbeinen an in Mattinata, einem kleinen apulischen Dorf. Auch jetzt, erwachsen, studierter Physiker und Astronom, verbringt er zwei Wochen dort mit Seiner Nonna, die immer geblieben ist, in dem Dorf, aus dem alle Männer, sein Vater, Großvater und Urgroßvater irgendwann aufbrachen, um in der Welt neu anzufangen. Und er erfährt in dieser Zeit die Geschichte seiner Familie; seine Nonna erzählt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist nicht nur die Familiengeschichte verschiedener Generationen des Autors sondern es ist auch eine Liebeserklärung an Apulien, an die Olivenhaine und Lavendeldüfte, an die frischen Tomaten und die Berge, von denen man aufs Meer blickt und in die Weite schaut. Gleichzeitig ist es ein Buch über die Migration in Zeiten von Krieg und Aufschwung, von der „Neuen Welt“, die für viele das gelobte Land war und die irgendwann zurückkehrten, in ihre Dörfer und Heimat.

Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen, verschlungen, inhaliert. Thomas de Padova schreibt so bildhaft und trotzdem klar, man sitzt mit ihm in der kleinen Stube, die die Nonna nicht mehr verlässt, sieht sie dort mit ihren schwarzen Wollstrümpfen und schwarzer Kleidung den Sommer verbringen, betend, schweigend, ein jeder Tag gleicht dem anderen. Sie hat sich nicht der Welt angepasst, besitzt keinen Kühlschrank, die Telefonrechnung ist zu teuer und eigentlich weiß sie gar nicht, was ihr Enkel so macht. Und trotzdem schließt man sie so ins Herz, die Nonna, die unglaublich viel durchgemacht hat und die irgendwann anfängt, weil er wissen möchte, warum sie den Nonno überhaupt geheiratet hat, zu erzählen.
„Meine Nonna stellt keine Fragen. Sie hat meine Besuche nie als Gelegenheit wahrgenommen, etwas über mein Leben in Deutschland zu erfahren. Sobald ich mir im schummrigen Licht ihrer Wohnung einen ihrer winzigen Stühle zurechtgerückt habe, so niedrig, dass ich die Beine weit nach vorne ausstrecken muss, ergreift sie das Wort und ich bin Zuhörer.“ (Seite 46)
Und mit jeder weiteren Erinnerung von ihr erfahren wir die Geschichte ihrer Kindheit, ihrer Jugend und ihres Lebens und können verstehen, warum Thomas de Padova sich jedes Jahr wieder auf den Weg macht, seine Nonna zu besuchen.
„Früher machte sie die pasta selbst, rollte einen frischen Teig mit dem Nudelholz aus, schnitt von langen Würsten kleine Scheibchen ab, ciuciulicchie genannt, die sie mit Zeige- und Mittelfinger über eine Messerspitze rollte. So entstanden orecchiette, die Ohrmüschelchen, im Dialekt li reccietelle, zu denen sie Brokkoli und Sardellen auftischte.“ (Seite 31)
Thomas de Padova schreibt so voller Leidenschaft und Liebe über seine Nonna, man möchte mit dabei sein, wenn er ihr hilft, für sie einkaufen geht, denn nun werden Nudeln im Vorrat angelegt und er geht zur Bank, stellt keine Fragen, denn die Nonna weiß genau, was sie will und er respektiert das.

Fazit:
Ich hätte noch hunderte Seiten weiterlesen können, über Italien, über die Geschichte der Familie, über Nonna.

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