Thomas von Steinaecker Geister

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Inhaltsangabe zu „Geister“ von Thomas von Steinaecker

In seinem zweiten Roman ›Geister‹ erzählt Thomas von Steinaecker davon, wie das eigene Leben in Bildern stattfindet und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

Spurlos ist Jürgens kleine Schwester verschwunden und geht seither wie ein Gespenst umher. Ein Filmemacher dreht eine Dokumentation über das Mädchen, eine Comiczeichnerin macht sie und Jürgen zu fiktiven Figuren ihrer Geschichte.

Ist das Leben ist ein Doku-Film, eine sehnsüchtige Phantasie, eine verlorene Erinnerung, ein Comic?

Super Anfang. SUper Mitte, aber das Ende ist recht merkwürdig.

— Yuyun

Roman ohne Plot, Message und Ende, dafür mit wirrem Erzählstil und der Leser wird m. großem Fragezeichen zurückgelassen.

— Ambermoon

Die Grundidee sprach mich an, der Inhalt jedoch war eine Enttäuschung!

— Janna_KeJasBlog

Das war so gar nicht meins. Schade, Cover und Klappentext hatten soviel versprochen.

— Kerstin_KeJasBlog

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  • Ein Satz mit X - Das war wohl nix

    Geister

    Ambermoon

    28. June 2016 um 19:03

    Ein schlimmes Ereignis überschattet das Leben der Familie. Ulrike, Jürgens Schwester, war vor seiner Geburt spurlos verschwunden. Als sechsjähriges Mädchen ist sie eines Tages nicht mehr von der Schule zurückgekehrt. In einem Dokumentarfilm, den man über den Fall dreht, spielt er zum ersten Mal eine öffentliche Rolle. Und auch in seinem Erwachsenenleben bleibt die Schwester der blinde Fleck seiner Biografie. Bis ihn eines Tages eine rätselhafte Postsendung mit Comic-Heften erreicht, einer Serie, die sich „UTE COMICS“ nennt, und daraufhin die Comic-Zeichnerin Cordula in Jürgens Leben tritt. Eine Frau, die sich zu seiner Überraschung auf Ulrike beruft. Von da an mündet Jürgens Leben mehr und mehr in einen Comic. Schemen, Phantome, Schatten; nicht nur die dauernde Gegenwart der spurlos verschwundenen Schwester überschattet geisterhaft sein Leben, auch die Menschen um Jürgen herum erscheinen wie Geister. Er ist auf einer Suche, die in immer neuen Abzweigungen vom indischen Auroville über München zum Chiemsee und hinein in bunte Fantasiewelten führt...(Klappentext) -------------------------------------- Dieser Roman handelt von einem Mann, der auf ewig im Schatten seiner Schwester Ulrike lebt. Diese wurde bereits vor seiner Geburt entführt und vermutlich ermordet. Seine Eltern konnten mit diesem Geschehnis niemals abschließen. Führen Prozesse, die niemals zu einer Aufklärung führen und wandern von einer Reality-Show zur nächsten. Innerhalb der Familie steht immer die verschwundene Ulrike im Mittelpunkt. Auf Jürgen wird scheinbar vergessen. Kein Wunder entwickelt sich dieser zu einem Mann mit einem ordentlichen psychischem Knacks. Die Thematik ist durchaus interessant und ließ mich nach diesem Buch greifen, ebenso die Herausforderung einen Roman mit Comic-Elementen zu lesen. War dies doch meine erste Erfahrung damit. Ich ging also mit einer gewissen Grunderwartung an diesen Roman, der mich jedoch schlußendlich enttäuscht zurücklässt. Es begann schon mit dem Schreib- und Erzählstil. Wirr und mit endlos verschachtelten Sätzen (die man in dieser Ausartung selbst in alten Klassikern nicht findet) springt man durch die verschiedenen Lebensabschnitte Jürgens. Kind - Jugendlicher - junger Vater - Erwachsener. Diese Leseabschnitte enden immer so abrupt wie sie begonnen haben, ohne Sinn und ohne Handlung. Es wird herumfabuliert, springt von einem Geschehnis zum nächsten ohne in die Tiefe zu gehen. Obwohl aus der Perspektive Jürgens erzählt wird, bleibt der Protagonist blass wie ein Gespenst. Dies liegt vermutlich auch daran, daß hier sehr fachlich und ohne Emotionen erzählt wird. Eine Wandlung oder Reife des Protagonisten erfährt man hier nicht. Er dümpelt durch seine eigene Geschichte wie in einem Traum. Er spult in seinem Leben vor und wieder zurück, stellt sich Dinge vor wie sie sein könnten wenn es so oder so gelaufen wäre - hätt i, tät i, war i (wie wir Österreicher zu sagen pflegen). Dies geschieht jedoch auch so wirr und ohne Zusammenhang, sodass man als Leser nie weiß - ist das nun Realität, Wunschdenken oder einfach nur Bla. Im Klappentext geht hervor, daß sich eine Comiczeichnerin sich Jürgen und der Geschichte seiner Schwester annimmt. Mit der Erwartung, daß er dieses Trauma verarbeiten und eine Beziehung zu seiner verschwundenen Schwester aufbauen kann. Also das konnte ich so gar nicht herauslesen. Diese Comics befassen sich keineswegs mit Jürgen und seiner Schwester, sondern mit wirren (ja, hier scheint alles irgendwie sehr wirr zu sein) Vorstellungen Cordulas und ihrem Leben, wo eben zufällig auch Jürgen vorkommt. Auch der Sinn dieser Comics erschließt sich mir nicht. Das Ende ist wie jeder Abschnitt abrupt - Klappe zu, Schnitt, Ende. Mitten in der Geschichte. Es wird kein Geheimnis gelüftet, Jürgen bleibt Jürgen - fertig, aus, Punkt. Ich saß da und dachte mir: "WTF, was war das denn jetzt?" Fazit: Ein Roman ohne Handlung, Message und Ende. Vielleicht bin ich auch zu blöd hier irgendeinen Sinn zu erkennen oder zwischen den Zeilen zu lesen. Das Lesen selbst war für mich verwirrend und unbefriedigend. Da war nix, da ist nix, da bleibt nix. Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung, denn für mich ist es ein Buch, welches man sich getrost schenken kann - im Sinne von "muß man echt ned lesen".

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    • 5
  • Leider enttäuschend

    Geister

    Janna_KeJasBlog

    Die Grundidee einen Roman mit Comicelemente zu verfassen sprach mich bereits an & der Klappentext lies mich das Buch zur Hand nehmen! Doch nach nicht mal der Hälfte war für mich klar: Das Buch, sein Inhalt, ist eine reine Enttäuschung! Wirklich schade, denn aus den Anfängen hätte ein tiefgründiges Buch werden können! Bereits die Skizzierung der verschiedenen Charaktere & ihre Beziehungen untereinander sind sehr sachlich. Und die Beschreibungen anderer Situationen viel zu detailliert. Und so enthält der Autor dem Leser einen Beziehungsaufbau vor, ein eintauchen in die Geschichte entwickelt sich nicht. Jürgens Schwester verschwindet spurlos & der mutmaßliche Täter wird frei gesprochen. Schon früh werden Jürgen & seine Eltern von einem Kamerateam begleitet, für einen Dokumentationsfim: mit dem Umgang der Trauer, den offenen Fragen, dem Weiterleben nach solch einer Tragödie. Jürgen als Junge, als heranwachsender Mann, als Vater. Obwohl dem Leser verschiedenen Entwicklungen & Lebensabschnitte aufgezeigt werden, konnte ich mich nicht hineinempfinden - zu distanziert berichtet der Autor darüber. Ebenso wird nicht klar herausgearbeitet, welchen Einfluss diese Tragödie auf die Familie hat, wie es für einen kleinen Jungen ist mit einer ständig begleiteten Kamera groß zu werden. Besonders verwirrend wurde es für mich, wenn der sogenannte "Schnellvorlauf" von Jürgen beschrieben wurde. Es geht darum wie er sich das Leben in 5, 10 oder 20 Jahren vorstellt - dies wird aber zunächst so beschrieben als ob es tatsächlich passiert, um dann alles wieder zurück zu drehen. Und dann kommt Cordula! Mit einem Comic über Jürgens Schwester: Was wäre, wenn sie nicht verschwunden wäre?! Wie geht er damit um, welchen Einfluss haben Cordula und ihre Comics!?Aber leider bleibt auch dies dem Leser im großen & ganzen verschlossen. Nicht das der Autor dies nicht beschreibt, aber auch hier kann sich der Leser nicht fallen lassen. Zu schnell wird die Veränderung abgehandelt, zu wenig Einblick erhalte ich als Leser. Mir ist sehr bewusst worum es in diesem Buch geht & die Ansätze, die Idee finde ich sehr gut: Welchen Einfluss haben die Geister der Vergangenheit? Wie sinnlos mag anderes erscheinen? ... ...Jedoch werden die Protagonisten, die Entwicklungen und der Verlauf zu sachlich & distanziert beschrieben - die Geschichte berührte mich schlicht weg nicht. Nein, ich muss ehrlich sagen - sie langweilte mich! Schade um das vergeudete Potenzial dieses Buches!!Und alle die in Schachtelsätze vernarrt sind: Ihr kommt hier mehr als auf eure Kosten - für mich noch ein Minuspunkt, denn fast das gesamte Buch besteht daraus.

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    • 9
  • Thomas von Steinaecker - Geister

    Geister

    miss_mesmerized

    Das Mädchen Ulrike verschwindet auf dem Weg zur Schule spurlos. Die Eltern begegnen der Trauer mit einem zweiten Kind, Jürgen, der jedoch lange Zeit nicht ahnt, dass das Kind auf den Bildern, das nie älter zu werden scheint, seine vermisste Schwester ist. Doch sie verfolgt ihn wie ein Geist. Sein Leben wird bald bestimmt von der Abwesenheit der nie gekannten Schwester, in der Schule zunächst, dann auch als Erwachsener und selbst Vater, kann er sich nicht von diesem Wesen lösen, die immer wieder auftaucht und in sein Leben eingreift.Die Grundidee, der abwesende Mensch, der trotz der fehlenden Präsenz omnipräsent wird und immer wieder in den Vordergrund tritt, fand ich zunächst ungemein attraktiv. In Phasen war das Buch auch wirklich interessant zu lesen, gerade der Anfang mit Jürgen als jungem Menschen, der sich selbst noch nicht gefunden hat und über die vermisste Schwester definiert wird. Von Seite zu Seite jedoch triftet der Roman immer weiter ins Absurde und kulminiert dann in den unsäglichen „Ute-Comics“ mit denen ich leider so gar nichts anfangen konnte. Was als interessantes Psychogramm startete, verflachte zur Karikatur. Entwicklung des Protagonisten? Fehlanzeige, egal ob als Kind/Jugendlicher oder als Verantwortung tragender Erwachsener, Jürgen bleibt gleich flach und facettenlos und vor allem untätig was sein eigenes Leben betrifft. Das geht besser.

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    • 2

    serendipity3012

    29. March 2016 um 20:20
  • Ein Herumgegeistere durch Zeit und Raum

    Geister

    Kerstin_KeJasBlog

    Wäre da nicht dieses tolle Cover und der ansprechende Klappentext gewesen, dann wäre "Geister" von Autor Thomas von Steinaecker, als Neuauflage im Fischer Verlag erschienen, nie bei mir eingezogen. Ein Buch das mich erst so angesprochen hat, doch letztendlich kein Stück ereichte. Aber erst einmal zur Story : Jürgen ist "fast" ein Einzelkind, denn als er das Licht der Welt erblickte, war seine Schwester Ulrike bereits nicht mehr da - verschwunden, vermisst, kein Anhaltspunkt wo sie sein könnte. Jürgens Eltern und damit auch Jürgen werden Teil einer Reportage. Ein Fernsehteam begleitet die Familie immer wieder durch die unterschiedlichsten Phasen und der Leser folgt damit Jürgen durch die Etappen seines Lebens. Jürgens Leben als Kleinkind, Teenager, Internat, Beruf, Heirat, Kind, Tod und Trauer und dazu ständig dieser Geist Ulrikes. Die verschwundene Schwester, die ihn einfach nicht in Ruhe lässt in seinen Gedanken und Vorstellungen. Das Buch war für mich eher ein Lebenslauf, sehr ausführlich und zugegeben, stellenweise auch sehr unterhaltsam. Aber leider hat mich davon kaum etwas fasziniert. Da konnte dann auch Cordula nichts mehr herausreißen. Sie borgt sich Ulrikes nicht vorhandenes Leben um damit Jürgen zu zeigen wie es hätte sein können. Damit er endlich diese Geister im Kopf loswird. Im Buch stellt Cordula diese Schwester Ulrike in der Gestalt der Uta dar. In Comic- artigen Stil, mit Zeichnungen, Strichmännchen und Gebilden die sich mir kein Stück erschlossen haben bzw. irgendwie erreichten. Nein, sorry, aber Graphic Novel geht anders. Für mich war die Geschichte anstrengend trotz dem lockeren Stil. Mich störten die fehlenden Absätze und die ellenlange Sätze. Auch empfand ich keine Faszination, keine Neugierde (ok, anfänglich schon), keine Spannung - für mich einfach ein Buch das ich gelesen habe, aber von der ich (leider) nichts mitnehmen kann.Außer das dieser Jürgen vielleicht endlich mal nicht nur an sich und seine tragische Familiengeschichte denken sollte. Geister habe ich vermisst, ebenso wie Ulrikes wahre Geschichte, vielleicht schwirrte sie irgendwo zwischen den Zeilen und ich habe sie nur nicht gesehen. Mein Horizont ist dafür wohl nicht weit genug. Aufgrund des mangelnden Lesevergnügen habe ich leider nur 2 von 5 Sternen zu vergeben.Werde mich aber erneut an ein Buch von Herrn von Steinaecker trauen, dessen Thematik ebenfalls ungemein reizt. "Die Verteidigung des Paradieses" wartet.c)K.B. 03/2016

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    • 2

    Janna_KeJasBlog

    28. March 2016 um 20:44
  • Geister

    Geister

    HeatherChii

    12. February 2015 um 18:58

    Die Grundidee, Roman mit Comic zu verbinden, fand ich anfangs sehr interessant und es funktioniert auch unheimlich gut, doch im Gesamten ist das Buch leider nicht so gut. Es handelt von Jürgen, dessen große Schwester mit sechs Jahren entführt wurde. Er hat sie nie kennen gelernt und fühlt auch nie eine wirkliche, besondere Verbindung zu ihr, eben, als sei sie ein Geist. Bis schließlich die Comiczeichnerin Cordula an ihn heran tritt und ihm offenbart, dass sie Comics zeichnet, die auf seinem Leben basieren. Das Buch fängt etwas wirsch an, man erfährt einiges über Ulrike und begleitet Jürgen durch seine Kindheit, seine Jugend und schließlich auch durch sein Leben als Erwachsener. Das alles ist nicht unbedingt spannend erzählt und immer wieder springt die Szenerie von einer Situation zur anderen, wirkt dabei immer vollkommen distanziert und man kann sich gedanklich vorstellen, wie sich Jürgen wohl fühlen mag, es aber nicht so nachempfinden, wie man es vielleicht möchte. Die Comics lockern das Erzählte immer wieder auf, auch wenn sie recht simpel gezeichnet sind, ohne große Details oder Schattierungen. Schließlich passiert auch am Ende nicht dermaßen viel, dass es sich lohnen würde. Jürgen lebt sein Leben vor sich hin und es wird nie wirklich die anfangs eingeführte Frage beantwortet, wobei sie seitenlang plotrelevant erschien. Schade, denn eigentlich hatte ich mir mehr erhofft.

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  • Rezension zu "Geister" von Thomas von Steinaecker

    Geister

    Strixi

    09. September 2009 um 16:14

    Ich bin zufällig in der Stadtbücherei über das Buch gestolpert. Es geht um Jürgen, den man von seiner Jugend bis in seine mittleren Jahre begleiten darf. Sein ganzes Leben ist geprägt von einem Ereignis. Kurz vor seiner Geburt verschwand seine Schwester. Das Verschwinden wurde nie aufgeklärt... Ich fühlte mich schon nachn wenigen Seiten an Bücher von Michel Houellebecq erinnert. Lediglich die prornographischen Elemente sind nicht vertreten. Aber diese Düsterkeit der Geschichte, die Feststellung der Sinnlosigkeit und die Gedanken der Protagonisten sind durchaus vergleichbar. Der Schreibstil des Autors ist wirklich lesenswert. Er schafft es sowohl die guten wie auch die schlechten Zeiten der Hauptperson stilistisch aufzfangen. Besonders interessant sind auch die im letzten Drittel des Buch auftauchenden Comics die sehr toll mit der Geschichte verknüpft werden und außerdem toll gezeichnet sind. Alles in allem ein äußert lesenswertes Buch das aber sicher keine leichte Kost ist.

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  • Rezension zu "Geister" von Thomas von Steinaecker

    Geister

    kulturkuddelmuddel

    12. May 2009 um 15:23

    Manchmal ist es ganz schön deprimierend zu sehen was Gleichaltrige so alles leisten, während man selbst im Büro sitzt. So wurde der 1977 in Traunstein geborene Thomas von Steinäcker für seinen Debütroman „Wallner beginnt zu fliegen“ mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Debüt und dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und landete auf der SWR-Bestenliste wie auch auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2007. Nach “Wallner beginnt zu fliegen” ist vor Kurzem nun der zweite Roman von Thomas von Steinäcker erschienen - Geister. Und darum geht’s: Jürgen ist gezeichnet von dem Schicksal das seine Familie vor seiner Geburt ereilt hat - seine Schwester Ulrike verschwindet spurlos. Jürgen hat seine Schwester nie kennengelernt und trotzdem verfolgt sie ihn. Seine Frau erinnert optisch an die verschwundene Schwester, er schwebt in ständiger Sorge um seine eigene Tochter und er unternimmt sogar einen Versuch seine Schwester wieder zu finden. Als Konsequenz flüchtet er sich bereits als Jugendlicher aber auch als Erwachsener in seine eigene Gedankenwelt um der Realität zu entkommen. Nachdem seine Frau ihn verläßt, kündigt er seinen Job und zieht nach Prien am Chiemsee um dort in einem Rehabilitationscenter zu arbeiten. Dort lernt er die Comiczeichnerin Cordula kennen, die in ihren Comics die verschwundene Ulrike auferstehen läßt. Steinäcker bindet die Comics der Münchner Zeichnerin Daniela Kohl (alias Cordula) in seinen Roman ein und vermischt so die Grenzen zwischen Roman und Graphic Novel und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion im Roman. Eine sehr interessante Idee wie ich finde, wenn es auch noch ein wenig konstruiert wirkt. “Geister” kann nicht in allen Punkten überzeugen, so fehlt dem Roman z.B. ein in sich stimmiger Schluß und eine Identifikation mit dem Protagonisten Jürgen Kämmerer ist für den Leser nur schwer möglich. Trotzdem ist das zweite Buch von Herrn von Steinäcker durchaus sehr lesenswert.

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