Thommie Bayer

 4 Sterne bei 832 Bewertungen
Autor von Eine kurze Geschichte vom Glück, Fallers große Liebe und weiteren Büchern.
Thommie Bayer

Lebenslauf von Thommie Bayer

Thommie Bayer wurde unter dem Namen Thomas Bayer-Heer in Esslingen geboren. Als Lehrerssohn ging er in Stuttgart und Tübingen zur Schule und studierte danach freie Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Er begann schon während seines Studiums seine Werke auszustellen. Ab 1974 trat er dann auch als Liedermacher in Erscheinung. Den größten Erfolg hatte er als Sänger zusammen mit seiner Band mit dem Song „Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“. In den 80ern zog Thommie Bayer nach Freiburg im Breisgau, wo er sich auf die Schriftstellerei konzentrierte. Seine oft melancholischen Romane brachten ihm große Erfolge ein. Als sein größter literarischer Erfolg wird sein Roman „Das Herz ist eine miese Gegend“ angesehen, der im Jahr 1991 erschien.

Alle Bücher von Thommie Bayer

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Fallers große Liebe

Fallers große Liebe

 (86)
Erschienen am 01.06.2011
Eine kurze Geschichte vom Glück

Eine kurze Geschichte vom Glück

 (96)
Erschienen am 01.01.2009
Vier Arten, die Liebe zu vergessen

Vier Arten, die Liebe zu vergessen

 (78)
Erschienen am 15.10.2013
Das Aquarium

Das Aquarium

 (76)
Erschienen am 01.10.2011
Singvogel

Singvogel

 (71)
Erschienen am 01.09.2006
Das Herz ist eine miese Gegend

Das Herz ist eine miese Gegend

 (62)
Erschienen am 01.01.2001
Aprilwetter

Aprilwetter

 (52)
Erschienen am 01.04.2010
Weißer Zug nach Süden

Weißer Zug nach Süden

 (42)
Erschienen am 17.10.2016

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Neue Rezensionen zu Thommie Bayer

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TochterAlices avatar

Rezension zu "Das innere Ausland" von Thommie Bayer

Leicht, nicht seicht
TochterAlicevor 13 Tagen

Ein neues Familienmitglied bekommt man nicht alle Tage: Andreas, der in einem einsamen Landhaus in Frankreich lebt und um seine gerade verstorbene jüngere Schwester Nina, mit der er den Besitz teilte, trauert, erhält unverhofft Besuch. Besuch, der bleiben will.

Es ist Malin, nicht mehr ganz jung und durchaus bewegt - hat sie doch gerade erst erfahren, dass Nina ihre wahre Mutter ist und dass sie als Säugling auf sehr eigenartige Weise zu dem Paar, das sie bisher für ihre leiblichen Eltern hielt, gekommen ist. Auch Andreas wusste nicht, dass Nina eine Schwester hatte und kommt überaus unverhofft zu einer 40jährigen Nichte. Die sich nun in Ninas Gemächern einrichtet - möglicherweise für länger.

Andreas ist verwirrt, denn Nina und er standen sich nach dem frühen Tod ihrer Eltern ungewöhnlich nahe und hatten ein Vertrauensverhältnis. Dachte er.

Nach und nach klärt sich das ein oder andere in Bezug auf Ninas Leben - bedächtig und gleichzeitig entspannt: so breitet Autor Thommie Bayer seine Geschichte vor dem Leser aus.

Ein bisschen wehmütig, aber gleichzeitig satt, so wie nach einer abgerundeten Mahlzeit, einer mit mehreren Gängen und den dazu passenden Weinen: so fühlte ich mich nach der Lektüre von  "Das innere Ausland", einem Roman, der trotz seiner grundlegenden melancholischen Stimmung - die beiden Protagonisten sind ja in Trauer - ein warmes und wohliges Gefühl in mir hinterlässt.

Woran das liegt? Thommie Bayer findet einfach die richtigen Worte und dass in seiner ganz speziellen Art und Weise, die durchaus locker-flockig ist, ohne aber im mindesten flapsig zu wirken. Nein, der Autor beweist hier einmal mehr, dass "leger" und "gewählt" keine Gegensätze sein müssen; beide Adjektive eignen sich nämlich in Ergänzung zueinander bestens, um den Stil dieses Romans zu beschreiben.

Ein besonderes Buch, in dem es um Geheimnisse, Beziehungen, Individualität, Streben nach Erfüllung und noch vielem mehr geht - und das ich mit großem Genuss gelesen habe. Ein Roman über Nähe, über Entfernung (nicht Entfremdung) - und über das Wunder des Lebens, das auch in unerwarteten Momenten zuschlägt. Ich empfinde Thommie Bayer immer als ausgesprochen lesenswert, denn er ist tiefgründig und unterhaltsam zugleich und hat die Gabe, auch das dunkelste, bzw. traurigste Thema so zu präsentieren, dass sich ein Licht am Ende des Tunnels bzw. des Romans findet. Für Leser, die leichte Lektüre lieben, Seichtes dagegen hassen und das Buch nach dem Lesen mit einem guten Bauchgefühl zuklappen möchten, ist dies ein absolut gefundenes Fressen!

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marcelsarmans avatar

Rezension zu "Eine kurze Geschichte vom Glück" von Thommie Bayer

Rezension zu "Eine kurze Geschichte vom Glück"
marcelsarmanvor einem Monat

6,2 Millionen Euro – Robert Allmann hat diese Summe im Lotto gewonnen und muss sich in Zukunft keine finanziellen Sorgen mehr machen. Sein bisheriges Leben war eher beschwerlich, als selbstständiger Texter hat er sich mehr schlecht als recht durchgeschlagen. Seine Frau Regina dagegen ist eine gutverdienende Ärztin, die keine Geldprobleme hat. Er erzählt zunächst niemandem von seinem Gewinn und weiß auch nicht, wie er sich seinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll. Schließlich kommt Regina nach Hause und sie geraten wegen einer Kleinigkeit in Streit, noch bevor er über seinen neuen Reichtum berichten kann. Regina verlässt wutentbrannt das Haus und meldet sich zunächst nicht mehr. Durch einen dummen Zufall entdeckt Robert, dass seine Frau eine Affäre hat und wenig später ist die Ehe endgültig am Ende. Robert hat nun ein teures Auto, ist ansonsten aber sehr vorsichtig was das Geldausgeben angeht. Seine Freunde wissen immer noch nichts über seinen plötzlichen Reichtum. Er wird zunehmend misstrauischer und eine richtige Entspannung stellt sich bei ihm nicht ein. Richtig glücklich wird Robert durch seinen Gewinn auch in den darauffolgenden Tagen nicht, obwohl er sich immer mehr Luxusgegenstände kauft, von denen er immer geträumt hat. Schließlich bekommt Robert eine schreckliche persönliche Nachricht und wenig später stehen noch zwei brutal aussehende Männer vor seiner Tür.


Bewertung:

Das Buch ist witzig und in einer leicht lesbaren Sprache verfasst. Die Charaktere sind absolut glaubwürdig und die Story enthält einige überraschende Wendungen. Der Roman regt zum Nachdenken an und ist kurzweilig zu lesen. Kleiner Minuspunkt ist, dass der Ich-Erzähler bisweilen zu reflektiert rüberkommt und das Ganze an manchen Stellen etwas zu abgehoben und oberlehrerhaft wirkt, deshalb vergebe ich „nur“ 4-Sterne für dieses durchaus gelungene Buch.

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Sigismunds avatar

Rezension zu "Das innere Ausland" von Thommie Bayer

Beeindruckend, bewegend - ein ganz ausgezeichneter Roman
Sigismundvor 2 Monaten

Wenn draußen der Herbststurm tobt, das Wetter ungemütlich ist und die Temperaturen gegen Null gehen, machen Sie es doch wie Andreas und Malin in Thommie Bayers (65) aktuellem Roman „Das innere Ausland“, erschienen im August beim Piper-Verlag. Feuern Sie abends den Kamin an, setzen Sie sich in Ihre Bücherecke und lesen Sie diesen so wunderbar unaufgeregten, berührenden, geradezu Herz erwärmenden Roman. Obwohl man nicht von einer spannungsreichen Handlung sprechen kann, fesselt dieser Roman durch seinen Sprachstil, seine Dialoge und oft mehr durch das beredte Schweigen seiner Protagonisten.
Die aufregendsten Kapitel ihres Lebens scheinen der 64-jährige Andreas und die über 40-jährige Malin schon hinter sich zu haben. Andreas Vollmann, der sowohl beruflich als Schlafwagenschaffner als auch in seinem Privatleben meistens mit sich allein war, bewohnt jetzt als Pensionär mit seiner ebenfalls unverheirateten jüngeren Schwester Nina ein Haus in Südfrankreich. Beide haben sich nicht nur ins wirkliche, sondern – wie der Titel des Romans es sagt – ins „innere Ausland“ zurückgezogen, mit ihrem bisherigen Leben abgeschlossen. Beide haben nur noch sich – Bruder und Schwester. Er wohnt im Vorder-, sie im Hinterhaus, die Küche nutzen beide gemeinsam. Beide leben in völliger Harmonie, nehmen auf einander Rücksicht, scheinen zufrieden, alles Notwendige scheint längst gesagt. Oder doch nicht? Denn für Andreas unerwartet stirbt Nina an Krebs. Sie hatte es ihrem Bruder verschwiegen. Wenig später platzt eine fremde Frau in Andreas' Einsamkeit. Es ist Malin, Ninas Tochter. Auch von ihr hatte Andreas nie zuvor gehört. Selbst Malin hatte erst nach dem Tod ihrer Mutter von deren Existenz erfahren. Malin zieht in Ninas Haushälfte ein, wo sie auf unbestimmte Zeit bleiben will. Mit der Zeit erkennt Andreas an seiner Nichte viele Charakterzüge und Eigenarten seiner verstorbenen Schwester. Malin offenbart ihm nach Tagen wachsenden Vertrauens die unbekannte Seite seiner Schwester, die sie selbst nur aus einem hinterlassenen Brief ihrer Mutter erfahren hat. Andreas, dessen Leben ohne seine Schwester sinnlos erscheint, und Malin, die sich gerade von ihrem Verlobten getrennt und ihre Pflegeeltern verlassen hat, erkennen eine zweite Chance, die das Schicksal ihnen beiden gewährt. Und sie ergreifen diese Chance.
Wir Leser begleiten Andreas zunächst in seiner Einsamkeit allein im Haus, sehen ihn kochen, Kaffee aufbrühen oder den Tisch decken. Selbst die Schilderung des Alltäglichen liest sich bei Thommie Bayern angenehm. Dann erscheint Malin, die zunächst Unruhe in diese Einsamkeit bringt, selbst aber Ruhe sucht. Auch hier werden wir Zeuge, wie sich beide erst auf Abstand beobachten, sich schließlich näherkommen und zuletzt erkennen müssen, dass sie die letzten Hinterbliebenen ihrer Familie sind. Sie lernen sich zu schätzen und ihre Eigenarten zu akzeptieren.
Thommie Bayer versteht es, mit einer der jeweiligen Stimmung angepassten Wortwahl uns an den Empfindungen seiner Protagonisten teilhaben, sogar mitfühlen zu lassen. „Das innere Ausland“ ist ein bewegender, nachdenklich stimmender, angenehm leiser Roman, der von vielen gelesen werden sollte. In der heutigen, oft übermäßig aufgeregten und von politischen Wirren überladenen Zeit, hat dieser ruhige und doch tiefgehende Roman eine fast therapeutische Wirkung.

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Gespräche aus der Community

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Zum Welttag des Buches verlose ich nochmal fünf Exemplare. Ich signiere sie gern, wenn das jemand möchte.
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Ich verschenke fünf signierte Exemplare zum Welttag des Buches. Wer eines möchte kann sich vom 18. April bis zum 30. April hier melden.
Zum Thema
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Die Verlosung dauert ein bisschen lang, weil ich zwei Wochen weg bin und die Bücher erst mitte Mai verschicken kann.
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Zusätzliche Informationen

Thommie Bayer wurde am 21. April 1953 in Esslingen/Neckar (Deutschland) geboren.

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