Thor Kunkel

 3.6 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Subs, Endstufe und weiteren Büchern.

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Thor KunkelSubs
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Subs
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 (18)
Erschienen am 03.05.2018
Thor KunkelEndstufe
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Endstufe
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 (11)
Erschienen am 01.04.2004
Thor KunkelDas Schwarzlicht-Terrarium
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Das Schwarzlicht-Terrarium
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 (9)
Erschienen am 01.03.2000
Thor KunkelKuhls Kosmos
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Kuhls Kosmos
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 (10)
Erschienen am 01.08.2008
Thor KunkelEin Brief an Hanny Porter
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Ein Brief an Hanny Porter
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 (6)
Erschienen am 01.04.2001
Thor KunkelSchaumschwester
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Schaumschwester
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 (5)
Erschienen am 01.04.2010
Thor KunkelWanderful
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Wanderful
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Erschienen am 13.03.2014
Thor KunkelUnd Gott sagte nein
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Und Gott sagte nein
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Erschienen am 31.03.2018

Neue Rezensionen zu Thor Kunkel

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Rezension zu "Subs" von Thor Kunkel

Sklavenhaltung
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Hatte ich in der Schummelkiste gefunden. Ich lese den Autor auch gerne, weil er es versteht zu überzeichnen. Das ist ihm hier auch gut gelungen, nur am Ende wurde es mir etwas zu skuril.

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Mario-at-GameKritiks avatar

Rezension zu "Subs" von Thor Kunkel

Interessant und kritisch
Mario-at-GameKritikvor 6 Jahren

Die Story über Sklaven in unserer heutigen Gesellschaft ist schockierend – vor allem weil die dargestellte Fiktion an viel zu vielen Punkten bereits vorhanden ist. Dass ein reiches Ehepaar sich ein Sklavenheer nach römischem Vorbild erbaut, halte ich natürlich für äußerst unwahrscheinlich. Doch allzu abwegig ist der Gedanke leider nicht. Das Buch schockiert mit seiner allzu großen Nähe zu unserer Realität. Ein interessanter und spannender Zugang zu einem hochpräsenten Thema: Wo hat der Mensch seine Grenzen und welche Tabus gibt es in unserer Gesellschaft überhaupt noch? Auf alle Fälle lesenwert!


Die komplette Rezension von mir hier: http://www.game-kritik.net/6853/subs/#more-6853

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Subs" von Thor Kunkel

Rezension zu "Subs" von Thor Kunkel
thursdaynextvor 6 Jahren

Eine Gemeinschaftsrezi aus dem Hause Rallus/Thursdaynext
Voll auf die Fresse -
("Was ist die globale Marktwirtschaft anderes als der brutalste und elendste Sklavenmarkt, den es gibt")
Und nochmal nachgetreten hat der Autor Thor Kunkel mit seinem Roman Subs.
An diesem Buch haben wir gelitten. Einzig die Sprache darin erfreute das Herz . Kurz..... bis ein stilles Grauen auch den gelungenen allegorischen, kraftvollen Stil negierte.
"Der neue Imperativ unserer Zeit bleibt der heimliche Abkehr vom Gleichheitsgedanken..." F*, was für ein realistisches Drecksbuch!
Was ist besser als Moral?
Manch einer wendet sich müde von diesem bekannten Witz ab, Kunkel denkt konsequent, infam weiter und persifliert unsere Doppelmoral Gesellschaft. Nicht subtil oder hintergründig. Nein uns wird unsere doppelbödige, unmenschliche, kapitalistische und egoistische Art zu leben in den Mund gestopft und wir müssen immer mehr schlucken, weiterlesen bis es schmerzt.
Realsatire in ihrer zynischsten Form!
"Das Stimmvieh weiß inzwischen Bescheid, die Verdrießlichkeit darüber ist groß. Es wurde in den letzten Jahren einfach zu viel gelogen, die mediale Tarnkappe der Strippenzieher ist löchrig geworden. Ich glaube, dass die breite Masse nicht mehr lange stillhalten wird."
Alles ist enthalten - der Geldwahnsinn, das auf Pump leben, die abgedrehten kapitalistischen von Langeweile geplagten Sexspielchen, der menschenunwürdigen Menschenhandel, die bekloppten Medien. Da erscheint uns Sklavenhaltung plötzlich als menschenfreundlich, wenn man den entwurzelten und ausgespuckten der Gesellschaft einen Ort zum hausen im Tausch gegen ihre Arbeitskraft und völlige Unterordnung gibt.
Genau dies praktizieren Claus, Schöheitschirurg mit Spezielgebiet Fettabsaugung und Evelyn , Juristin in ihrer großzügigen Villa in Grunewald. Nutzlose Hedonisten, Dinks , nicht gewöhnt, nicht sofort alles zu bekommen was sie sich wünschen . Doch auf ihre "kreative" Chiffrenanzeige nach einer Haushälterin meldet sich Bartos und dieser sprengt ihre kühnsten Erwartungen.......
Was als zynischer Scherz begann wird nach und nach zu bitterem Ernst. Nach und nach ziehen immer mehr Sklaven (Subs genannt) in ihre hektargroße Wohlfühlvilla und Claus und Evelyn werfen ihre ohnehin rudimentären, Moralvorstellungen völlig ab. Denn diese Menschen sind und fühlen sich als ihre Sklaven. Claus genießt, Evelyn moralisiert, halbherzig. So ganz kann sie sich nicht entziehen.
"Die kapitalistische Demokratie, dieses plumpeste aller politischen Täuschungsmanöver, ist im Windkanal des 21.Jahrhunderts gescheitert. Wir sind in einer Kultur eingeschlafen und auf einem Marktplatz erwacht. Ein großes Kaufhaus ist vieles, aber eben keine Gesellschaft mit ethisch-sittlichen Normen. Wer zahlt, bestimmt"!
Wir haben doch die Freiheit, mag so mancher Verfechter der Demokratie einwerfen. Doch wie haben wir diese pervertiert.
Schon Bernard Shaw schrieb: "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten wäre selbst ich nicht gekommen"
und Ernst Jünger: "Die Sklaverei läßt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein von Freiheit gewährt"
Sind Claus und Evelyn frei? Oder ist dies nur die scheinbare Freiheit die uns unsere Gesellschaft vorgaukelt.
Sind dann nicht die Sklaven die eigentlich Freien?!
Und ist dies nicht nur ein Spiel wie auch in Rom am 17.Dezember das Fest der Saturnalien gefeiert wurde.
Wichtigster Aspekt der Saturnalien war die Aufhebung der Standesunterschiede, auch Sklaven wurden an diesem Tag von ihren Herren wie Gleichgestellte behandelt, teilweise wurden die Rollen sogar (scherzhaft) umgekehrt, so dass die Herren ihre Sklaven bedienten.
So wurde schon in der Antike der Begriff Freiheit und Sklaverei als scheinbar empfunden.
Und so lasen wir mit Abscheu und widerwilligem Chapeau diese schonungslose Offenlegung der derzeitigen gesellschaftlichen Mechanismen. Die Schmerzgrenze war schnell erreicht, noch schneller überschritten.
Das Prinzip Hoffnung zerpflückte Kunkel sofort. Die mediale Spaß - und Konsumgesellschaft ist so eingelullt, dass mit Gegenmaßnahmen nicht zu rechnen ist, wie er schlüssig belegt.
Bis zum Schluss dreht Kunkel diese Schmerzschraube.
"Ich fürchte uns fehlt der Abgrund, in den wir uns stürzen können. Wir liegen ja längst zerschmettert am Boden"
Die ( rein psychische ) zynische Brutalität dieses Romans wird nur noch von seiner Ehrlichkeit übertroffen.
Wahrheit schmerzt
Lesen sollte man ihn dennoch , oder besser, genau deswegen!
Dessillusionierte 5 Sterne mit beiden Händen zu Fäusten geballt.

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