Die Mauer im Kopf einreißen

von Thoralf Buller 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die Mauer im Kopf einreißen
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Inhaltsangabe zu "Die Mauer im Kopf einreißen"

Konflikte zwischen Mitarbeitern in Unternehmen beinträchtigen oft betriebliche Abläufe und stellen die Beteiligten vor große Herausforderungen. Um diese Spannungen zu lösen werden meist Dialogverfahren eingesetzt, bei denen ein neutraler Dritter als Mittler auftritt. Thoralf Buller verfolgt in seinem Buch einen alternativen Ansatz und stellt mit „intrincc“ ein transformatorisches Verfahren vor, das jeder Konfliktbeteiligte individuell anwenden kann. Ausgangspunkt für intrincc ist eine empirische Evaluation, durch die über einen Zeitraum von gut fünf Jahren die Anwendung des Verfahrens überprüft wurde. Auf ihr fußt die neu entwickelte Perspektive der monologischen, persönlichen Selbstbewältigung, durch die gefühlter Machtverlust und Belastungen überwunden werden können. Der mögliche Erfolg besteht bei diesem neuen Verfahren in der individuellen Konflikttransformation. Thoralf Buller veranschaulicht dessen Eignung sowohl als sinnvolle Alternative zur Konfliktbefriedung als auch zur Ergänzung bestehender Verfahren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783960060062
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:oekom verlag
Erscheinungsdatum:06.04.2017

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    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Konflikte nachhaltig lösen

    Konflikte nachhaltig lösen

    Es geht um den „lieben Kollegen, die liebe Kollegin“. Es geht um Reibung am Arbeitsplatz. Vom simplen „Der oder die nervt einfach“ bis hin zu handfesten „Feindschaften“ und Mobbing.

    Zwischenmenschliche Konflikte, die zum alltäglichen Leben „auf der Arbeit“ dazugehören, die nicht selten einfach unterdrückt, nicht angesprochen, nicht gelöst werden und, wenn ein Angang erfolgt, entweder nur kurzfristig (aufgrund von Zeitmangel bei der Konfliktarbeit) oder aufgrund mangelnder Nachhaltigkeit der angewandten Methode nicht gründlich genug gelöst werden.

    Wie müsste ein Ansatz aussehen, der einerseits die ökonomische „Zeitbeschränkung“ berücksichtigt und andererseits dennoch gründlich das „Wesentliche des Konfliktes“ verstehbar und bearbeitbar macht?

    Das ist die Leitfrage im Buch und im System „INTRINCC“, das Buller ausführlich und Schritt für Schritt vorstellt.

    Von den Grundlagen der Kommunikation an sich geht er dabei über zum Begriff des Konflikts und einem klaren „Profiling“ des konkreten Konflikts.

    Diesen versteht Buller als Prozess mit einer Eskalationsphase, die dazu führt, dass entweder die Atmosphäre nachhaltig gestört wird und bleibt oder eben eine „Transformation“ des Konflikts angestrebt und ermöglicht wird.

    Worin Buller die konstruktive Lösung und den Kern des Ansatzes sieht („Konflikttransformation als bevorzugter Ansatz“)

    Mit „Recall. Volution. Re-Volution“ werden die drei Phasen des Ansatzes gesetzt, das Prinzip des Verfahrens fundiert erläutert und die entsprechenden „Rollen“ der Beteiligten benannt.

    Einen nicht geringen Teil des Buches bildet die abschließende Betrachtung der Evaluation. Was gut begründet darin motiviert ist, zu zeigen, dass der Ansatz tatsächlich praktisch und in einem eher schmalen Zeitfenster angesetzt „funktioniert“.

    Insgesamt legt Buller, auch in der Sprache, ein anspruchsvolles Programm vor, bei dem die Einlassungen zur Evaluation in guter Weise den zuvor gelegten theoretischen Grund real Beleuchten und damit dem Leser ein klareres Verständnis der Praxis des Ansatzes liefert.

    Eine konzentrierte Lesehaltung, gerade wenn man mit den Konzepten der Mediation nicht sonderlich vertraut ist, ist allerdings eine Grundvoraussetzung Verständnis der Inhalte.

    Eine Lektüre, die sich lohnt, gerade im Blick auf die vielfachen Reibungen, die am Arbeitsplatz leicht entstehen können, wenn verschiedene Persönlichkeiten und Charaktere nicht „freiwillig“ miteinander kombiniert werden. Und ein Ansatz, der zielgerichtet lösungsorientiert mit der „Zeit“ als unternehmerischem Faktor effektiv haushaltet.

    Wenn man bereit ist, bestimmte festgefügte Abläufe und Meinungen („Mauern im Kopf“) hinter sich zu lassen.

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