Thorarinn Eldjarn Die glücklichste Nation unter der Sonne

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Inhaltsangabe zu „Die glücklichste Nation unter der Sonne“ von Thorarinn Eldjarn

Thórarinn (oder wie es auf Isländisch geschrieben wird: Þórarinn) Eldjárn ist der beste Geschichtenerzähler Islands. Island liebt seine Geschichten. Er bedient sich in der reichen isländischen Nationalkultur vor allem, um sich über den Heldenmut der Isländer lustig zu machen. Und Anlässe hat er, wir erinnern uns an Bankenkrisen und Vulkanausbrüche, reichlich gefunden – selbst wenn sie weniger spektakulär waren. Beliebt sind vor allem seine skurrilen Geschichten über menschliches Geschick und Missgeschick, die Lachmuskeln arg strapazieren.

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  • Rezension zu "Die glücklichste Nation unter der Sonne" von Thorarinn Eldjarn

    Die glücklichste Nation unter der Sonne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2012 um 12:35

    INHALT: In diesem Buch sind einige der von Thórarinn Eldjárn verfassten und von Coletta Bürling ins Deutsche übertragenen Kurzgeschichten enthalten. Sie handeln von unterschiedlichen Menschen und Gesellschaften, manchmal real, manchmal eher surreal; aber immer mit einem zwinkernden Auge erzählt. + Mir haben eigentlich sämtliche GESCHICHTEN recht gut gefallen. Sie sind kurzweilig und mit einem (teilweise) etwas bösen Humor erzählt. Manche Geschichten werden expilzit in Island angesiedelt, andere könnten irgendwo sonst auf der Welt passiert sein. Anfangs wusste ich nicht recht, ob die Geschichten auf wahren Ereignissen beruhten, mit der fortschreitenden Lektüre fand ich dann aber heraus, dass es sich wohl bei allen Geschichten um fiktive handelt. + Ich liebe die Geschichten um diese etwas verkorksten CHARAKTERE sehr gerne. Alle Protagonisten sind auf ihre Art und Weise speziell, etwas kurios, einfach interessant. Ich war gerne ein Teil dieser unverwechselbaren, individuellen (guten und schlechten) Schicksale. + Der HUMOR des Autors hat mich sehr angesprochen. Wie oben bereits erwähnt, ist er manchmal etwas böse. Bittersüss eben. Der IDEENREICHTUM Eldjárns ist beglückend. + Bei allem Humor und allen Kuriositäten wagt der Autor aber auch den Schritt in die tiefgründigeren Bedeutungsfelder einer Geschichte. Manche Geschichten, so lustig sie vielleicht auf den ersten Blick scheinen, haben doch einen etwas versteckten Kern, der zum Denken anregt. = Manchmal hatte ich etwas Mühe mit dem SCHREIBSTIL, was eventuell auch an fremdartigen Namen lag. Wirklich begründen kann ich nicht, warum mir das Lesen nicht immer ganz leicht fiel. EMPFEHLUNG AN: Alle, welche kuriose Kurzgeschichten mögen, welche über die Erfolge und Misserfolge von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen handeln. FAZIT: Eine schöne Sammlung verschiedener isländischer Kurzgeschichten, welche aber nicht alle unbedingt in Island zu spielen haben.

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  • Rezension zu "Die glücklichste Nation unter der Sonne" von Thorarinn Eldjarn

    Die glücklichste Nation unter der Sonne
    Jari

    Jari

    31. October 2011 um 22:06

    Inhalt: Island ist nun die glücklichste Nation der Welt, nur scheinen sie es nicht zu merken. Da ist der Mann, der mit seinem Lachen nicht zufrieden ist, dann kommt die Taschenkrise und dann ist da noch die Sache mit dem Urinium... Wer Thórarinn Eldjárns Geschichten liest, erfährt, dass Island mehr ist, als bloss ein Vulkan. Es ist ein zauberhafter Kosmos, in den Eldjárn uns hier entführt. Meine Meinung: In "Die glücklichste Nation unter der Sonne" sind 13 Geschichten des isländischen Schriftstellers Thórarinn Eldjárn versammelt, die alle aus unterschiedlichen Schaffensperioden stammen. Das Erfrischende an diesen Geschichten ist nicht nur ihr Aufbau, der sich immer wieder etwas ändert, sondern vor allem Eldjárns liebevoller Blick auf das Volk der Isländer. Ich kenne mich mit Isländern nicht sonderlich gut aus, ich war noch nie da und ich kenne niemanden aus Island, doch Eldjárn portraitiert dieses Volk so liebevoll, dass sie einem von Beginn an sympathisch sind. Der Autor kritisiert zwar auch, dennoch schwingt in seiner Sprache die Liebe mit, dies macht es so schön, das Buch zu lesen. Vor allem schafft es der Schriftsteller mit der schönen Erzählstimme, das Skurrile und das Alltägliche auf eine Art zu verbinden, die einen tief in die Geschichte eintauchen lässt. Auch verbindet er Altes und Neues auf ganz besondere Art und Weise. Eldjárns Einfälle sind teilweise recht skurril und andererseits scheinen sie direkt aus dem Leben gegriffen zu sein. Manchmal schüttelt man den Kopf, manchmal muss man lächeln. Bei gewissen Erzählungen schwingt auch das Mysthische und das Verzauberte dieser abgelegnen Welt mit. So wird der Leser neugierig gemacht auf eine Insel, die oft in Vergessenheit gerät, raucht nicht gerade irgendwo ein Vulkan mit unaussprechlichem Namen. Was mir im Buch jedoch fehlte, waren gewisse Hintergründe zum Leben in Island. Gewisse Ausdrücke waren mir unbekannt und ich konnte sie in den Geschichten oftmals nicht einordnen. Ein kleines Glossar oder etwas mehr Hinweise wären manchen Lesern bestimmt eine Hilfe. Fazit: Ein Buch, geschrieben von einem geborenen Erzähler. Eldjárns Stimme nahm mich sofort gefangen und ist die eigentliche Seele dieses Buches. Man fühlt sich in die gute Stube zurückversetzt, in der einem gerade aus einem Märchenbuch vorgelesen wird. Jeder, der sich für Island interessiert, sollte die Geschichten Eldjárns lesen. Auch wer unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch sucht, wird in diesem kurzen Buch fündig, das man mit seinen nur 13 Geschichten sehr schnell ausgelesen hat. Als Urlaubslektüre für Islandreisende ist "Die glücklichste Nation unter der Sonne" ein Begleiter, der nicht viel Platz wegnimmt und einen neugierig auf Island macht.

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  • Rezension zu "Die glücklichste Nation unter der Sonne" von Thorarinn Eldjarn

    Die glücklichste Nation unter der Sonne
    Sternenwanderer-01

    Sternenwanderer-01

    11. October 2011 um 20:40

    Ja, ich habe ein Buch gelesen, in dem keine Vampire, Werwölfe und ähnliche Fabelwesen vorkommen. Auch keine Elfen, Trolle und sonstige Wichtel. Und es war lustig, das hätte ich nicht gedacht. Insgesamt ist das Buch ganz gut gelungen. Erstmal herzlichen Dank an BdB, für das Buch. Ich wollte mal was anderes lesen und Kurzgeschichten hörte sich toll an. Also habe ich mich beworben und es auch bekommen. Es ist ein HC und der Einband ist in dunklem Blau gehalten. Die Kulisse mit dem Haus und den nebelverhangenen Bergen, der kargen Landschaft, ist wirklich toll. Es passt ganz einfach zu den Geschichten. Insgesamt sind es dreizehn Kurzgeschichten, mit den verschiedensten Inhalten. Und ganz tollen Titeln, wie zum Beispiel „Der Besitzer“, „Die Geisterstadt“, „Urinium“. Die Geschichte „Die Taschenkrise“ hat mir supergut gefallen. Die Geschichte beginnt mit einer jungen Künstlerin, einem Geschenk und einem Schild, dessen Text wie folgt lautet: „HIER WERDEN KEINE TASCHEN REPARIERT“ und endet mit der Künstlerin im Gefängnis. Wie es dazu kommt, solltet ihr am besten selbst lesen. Auch ganz witzig ist die Aufteilung der Geschichte, da fast jeder Absatz eine eigene Überschrift hat. Der Schreibstil der einzelnen Geschichten, obwohl vom selben Autor, ist doch unterschiedlich. Man merkt, die Geschichten haben auch eine Moral und einen Hintergrund. Manche sind einfach lustig, andere regen zum Nachdenken an. In solch ein Buch schmökert man immer wieder mal rein. Die Geschichten sind kurz und knackig, genau richtig für zwischendurch, wenn man mal Kaffeepause hat oder als Gute Nacht Lektüre. Auch ein gutes Beispiel ist Urinium, man ahnt worum es geht, liegt in der Vermutung richtig, und doch ist das Ende wieder ganz anders. Ich hab das Buch einmal durchgelesen und mir hat es gefallen, vielleicht lese ich das mal meinen Freunden vor. Das wird bestimmt lustig. Ich empfehle euch so was für zwischendurch, lest doch einfach mal was anderes.

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  • Rezension zu "Die glücklichste Nation unter der Sonne" von Thorarinn Eldjarn

    Die glücklichste Nation unter der Sonne
    shao

    shao

    21. September 2011 um 23:19

    Die Isländer sind schon ein besonderes Völkchen. Erst recht gemessen an der Bevölkerungszahl, wie gleich der zweite Beitrag im Buch deutlich macht. Darüber hinaus berichten die Geschichten in diesem Buch von Vergangenheit und Gegenwart, von der Begegnung dieser beiden und von dem Miteinander und Gegeneinander der Isländer im Allgemeinen und der Hauptpersonen der Kapitel im Speziellen. * Ehrlich gesagt sind Anthologien oder Bücher mit voneinander unabhängigen Texten im Allgemeinen meist recht schwierig zu bewerten, kann man sich ja kaum an Sprache und Stil, an der Ausarbeitung der Figuren und dem roten Faden entlang hangeln um zu einem Urteil zu gelangen. * Viel eher kann man sein Augenmerk darauf legen, was die einzelnen Beiträge auslösen, wie sie wirken und was sie aussagen und das ist in diesem Falle eine Menge. Von teils sehr hintergründigem Humor durchwirkte Geschichten über gefallene Finanzbosse und wütende Handwerker, aber auch über das Leben in Island im Allgemeinen befinden sich in diesem Büchlein. Oftmals schmunzelt man beim Lesen, allein schon durch die Art, wie nebenbei und ganz trocken der eine oder andere Scherz eingeflochten wird. Andere Geschichten regen sehr zum Nachdenken an, verbergen ihre Moral kaum hinter dem vordergründigen Text, sondern zeigen ganz deutlich, was von der Entwicklung der Welt und dem Umgang der Menschen miteinander zu halten ist. * Auf jeden Fall aber ein Buch, das ein bestimmtes Lebensgefühl, eine Art zu schreiben, zu lesen, zu denken, zu berichten einfängt, die ganz typisch zu sein scheint für nordische Autoren, was allerdings nicht auf Island zu beschränken ist. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber oftmals kann man an der Art, zu schreiben einen Autor aus den nordischen Ländern erkennen und das merkt man auch in diesem Buch. Daher ist es, wie so viele Texte aus diesen Breitengraden, manchmal nicht ganz flüssig zu lesen und einfach in einer Sprache geschrieben, die nicht so ganz eingängig und nicht so locker ist, wie man es von vielen anderen Autoren gewohnt ist. * Dennoch aber unterm Strich sehr, sehr interessant. Ein Buch, das wahrscheinlich mehr aussagt, als so mancher trockene Bericht über das Land. * Lieblingsstelle (es geht um die Kartographierung eines Gebietes): „Ein Historiker mit Spezialgebiet Geschichtsgeographie hatte sich angeblich einmal an das aussichtslose Unterfangen gemacht, eine Karte anzufertigen, auf der die Entwicklung der Landesgrenzen in diesem Gebiet dargestellt werden sollte. Nach vieljährigen Studien saß er vor einem unüberschaubaren Wust an Linien auf einer Karte, die stark an eine Schnittmusterbeilage aus einem prallen burda-Heft erinnerte. Versehentlich geriet diese Karte seiner Frau in die Finger, und ihr gelang es mühelos, nach dieser Vorlage einen Hosenanzug, einen Anorak und zwei Partykleider zu schneidern, bevor sich das Missverständnis herausstellte.“ (Seite 8)

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