Thornton Wilder Der achte Schöpfungstag

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Inhaltsangabe zu „Der achte Schöpfungstag“ von Thornton Wilder

Vordergründig ist diese amerikanische Saga, der sechste Roman Thornton Wilders, eine Kriminalgeschichte: ein unschuldig wegen Mordes zum Tode Verurteilter wird auf der Fahrt zur Hinrichtung von Maskierten befreit. Er beginnt seine Flucht, seine Familie sieht ihn nie wieder. In Rückblenden und Perspektiven des Zukünftigen wird Stück um Stück, durch mehrere Generatio-nen, die Geschichte zweier amerikanischer Familien aufgerollt, die des Ermor-deten und die des angeblichen Mörders. Dahinter steht in diesem großen Roman die Frage nach dem Sinn von Leben und Tod. Sparsame Mittel, gelassene Darstellung und hohe Spannung machen die Weite des Horizonts, die Fülle der Gestalten und Geschehnisse anschaulich und greifbar.

Thornton Wilder bekam den National Book Award für ›Den achten Schöpfungstag‹ als dem besten amerikanischen Roman des Jahres 1967.

Ein spannender und tiefsinniger historischer Kriminalroman von Thornton Wilder. Tolles Buch!

— ***Chrissy***

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  • Rezension zu "Der achte Schöpfungstag" von Thornton Wilder

    Der achte Schöpfungstag

    ***Chrissy***

    18. October 2012 um 18:03

    John Barrington Ashley wird im Jahr 1902 des Mordes an seinem besten Freund angeklagt und zum Tode verurteilt. Auf dem Weg zu seiner Hinrichtung wird der Zug von einer Gruppe unbekannter Männer überfallen, die ihn befreien können. Jahre nach seiner abenteuerlichen Flucht wird Amerika von einem Skandal überrollt: John Ashley ist kein Mörder. Er ist unschuldig.... Der Autor beginnt die Geschichte mit der Schilderung des Mordes und dem anschließenden Prozess. Die nachfolgenden Kapitel erzählen von den Jahren vor, während und nach der Tatzeit und sind aus verschiedenen Perspektiven geschildert. So erfährt man nicht nur viel über die Erlebnisse der Familie des Angeklagten nach dessen Flucht, sondern auch über die der Familie des Ermordeten. Nach und nach klären sich alle Hintergründe sowohl zum Mord als auch zur spektakulären Flucht auf und man fiebert mit, ob Ashley seine Familie je wieder sehen wird. Thornton Wilder hat mit "Der achte Schöpfungstag" ein großartiges Werk geschaffen, das mich begeistern konnte. Auch wenn ich mich anfangs mit dem Lesen etwas schwer tat, da der Schreibstil altertümlich und komplex ist und viele Längen aufweist, bin ich froh das Buch gelesen zu haben. Jeder einzelne Charakter ist markant und detailliert von Thornton ausgearbeit worden. Die Reaktionen und Handlungen der Personen wirken authentisch. Ich fand es unglaublich spannend zu verfolgen, wie beide Familien vor und nach der Tragödie miteinander umgehen und voneinander denken. Denn beide Parteien entschließen sich in ihrer Heimat, einer kleinen Bergwerkstadt namens Coaltown in Ilinois, zu bleiben. "Der achte Schöpfungstag" ist eine historische Krimninalgeschichte mit Spannung und Tiefgang und absolut lesenswert.

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