Thornton Wilder Theophilus North oder Ein Heiliger wider Willen

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Inhaltsangabe zu „Theophilus North oder Ein Heiliger wider Willen“ von Thornton Wilder

›Theophilus North‹ ist Thornton Wilders siebenter und letzter Roman und es ist sein autobiographischster, sein menschenfreundlichster. Der Held und Ich-Erzähler ist ein Weiser von dreißig Jahren, ein ›Heiliger wider Willen‹. Kein Entwicklungsroman also, denn der Held ist fix und fertig und mit fabelhaften Fähigkeiten begabt. Neun Träume sind es, denen Theophilus nachhängt: er wollte Heiliger werden, dann Anthropologe, Archäologe, Detektiv, Schauspieler, Zauberer, Liebhaber, Schurke und schließlich »ein freier Mensch«. Ausgerechnet in Newport auf Rhode Island, dem Sommerparadies amerikanischer Millionäre, wohin er sich nach dem Streß in Yale und als Sprachlehrer für einen Feriensommer zurückzieht, verwirklicht er fast alle diese Träume, sogar den vom »Heiligen«. Überall, wo er auftaucht, gelingt es ihm auf wundersame Weise, die Dinge ins Lot zu bringen. Er befreit eine junge Millionenerbin von einem Mitgiftjäger, rettet einen Millionär aus den Klauen lauernder Erben, stiftet oder kittet Ehen, heilt Kranke und entlarvt eine Fälscherbande. Es ist der alte Traum von Thornton Wilder, das Märchen vom guten Menschen, der in Gestalt von Theophilus North im Amerika von 1926 Frieden stiftet.

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  • Das alte O.C. California

    Theophilus North oder Ein Heiliger wider Willen
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    24. June 2013 um 21:34

    Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die Serie O.C. California. In dieser wurde die Geschichte von Ryan erzählt, der in problematischen Verhältnissen lebt, kriminell wird und durch eine schicksalhafte Begegnung zu einer Familie nach Newport gelangt, die ihn aufnimmt und ihn schließlich auch adoptiert. Seine Erlebnisse mit den Reichen und Schönen in Newport umfasst die Story der Serie. Dies war damals ein Novum, die Idee war vorher noch nie dagewesen. Doch weit gefehlt, liest man "Theophilus North", den siebten und letzten Roman Thornton Wilders. Denn auch dieser spielt in Newport. Auch hier gelangt ein Außenseiter, Theophilus, in diese Stadt und trifft auch die Schönen und Reichen mit all ihren Problemen und Problemchen. Auch hier geht es um Liebe, Verrat, Alkohol, Lügen, Sex, Geld und Macht. Und mittendrin ist Theophilus, der in einem Sommer das Leben vieler Einwohner verändern wird und dies in vielen Fällen ungewollt. Thornton Wilders letzter Roman sprüht vor Komik und Satire. In messerscharfen Porträts zeichnet er die Welt der Schickeria. Analysiert wird dies durch seine Hauptfigur Theophilus, der immer eine Lösung parat hat und sei sie auch noch so abwegig und abstrus. Doch die Newporterianer vertrauen ihm schnell und so schlittert Theophilus von einer Episode in die nächste. Theophilus und Ryan mögen zwar viele Jahrzehnte auseinander sein, die Welt, auf die sie treffen, ist jedoch die gleiche. Und genau dies macht den Reiz dieses Romans aus.

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  • Rezension zu "Theophilus North oder ein Heiliger wider Willen" von Thornton Wilder

    Theophilus North oder Ein Heiliger wider Willen
    BTOYA

    BTOYA

    31. March 2009 um 00:41

    Theophilus North, der "Held" dieses Buches hat neun Ambitionen: Er wollte Heiliger, Anthropologe, Archäologe, Detektiv und Schauspieler werden, Zauberer, Liebhaber und Schurke doch die letzte seiner Neigungen, "die alle anderen in den Schatten stellt", ist: "ein freier Mensch zu sein...". In ihr "...drückte sich der Wunsch aus, mit Menschen zu tun zu haben - aber mit Menschen als Individuen. Wie der Leser feststellen wird, wirkten alle diese Aspirationen weiterhin in mir fort. Wenn sie miteinander in Konflikt gerieten, brachten sie mir Scherereien da sie aber einem inneren Bedürfnis entsprachen, verschaffte mir ihre Verwirklichung oft ein Gefühl tiefer Befriedigung". Frühling 1926. Theophilus North, ein junger Mann von knapp 30 Jahren aus Wisconsin, der wie Thornton Wilder als Sohn eines Zeitungsredakteurs in der Provinz aufgewachsen ist, in China deutsche Schulen besucht und in Yale Sprachen studiert hat, kommt unversehens nach Newport, Rhode Island, der Sommerresidenz der Superreichen, um sich von anstrengenden Lehrerjahren zu erholen. Neun Ambitionen haben Norths jugendliche Begeisterung entzündet, die er hier auslebt. Alle seine Abenteuer sind aber von der neunten Ambition geprägt: ein freier Mensch zu sein, mit Menschen zu tun zu haben, ihr Schicksal teilnehmend zu gestalten, mit heller Vernunft, Witz und Freude am Spiel. Zum Autor: Thornton Wilder wurde am 17. April 1897 in Madison, Wisconsin, als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren, der als Generalkonsul nach Hongkong und Schanghai ging. Thornton Wilder erhielt für sein umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, u. a. dreimal den Pulitzer Preis und 1957 in Frankfurt am Main den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Er starb am 7. Dezember 1975 in Hamden, Connecticut.

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