Thorsten Brenscheidt

 4,3 Sterne bei 6 Bewertungen

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Neue Rezensionen zu Thorsten Brenscheidt

Habt Acht!

Im Rahmen meiner kritischen Auseinandersetzung mit den Entwicklungen in unseren Freikirchen bin ich auf das vorliegende Buch von Thorsten Brenscheidt gestoßen. Der Titel weckt bereits Neugierde: worum geht es in diesem Buch? Welche Position nimmt der Autor ein? Ist er pro "Spüren" oder ist der Titel bewusst provokant ironisch?


Ein besonderes Merkmal von Christen, die sich ihrem postmodernen Umfeld anpassen, ist vor allem das Streben nach neuen spirituellen und subjektiven Erfahrungen, die einfach gut tun, Gott "spürbar" nahe bringen und helfen, das Leben auf eigene Art, aber dennoch mit Gottes Unterstützung zu leben. Nebenbei scheinen unbeliebte Begriffe wie "Sünde", "Buße" und "Gehorsam" vollkommen aus dem Wortschatz verschwunden zu sein. Den Gläubigen reichen vor allem Gottes Offenbarungen, wie sie in der Bibel abschließend und vollumfänglich zu finden sind, einfach nicht mehr aus.


Diese These wird vom Autor ausführlich begründet. Er untersucht einzelne Aussagen deutscher und US-amerikanischer Theologen, die derzeit einen sehr großen Einfluss auf liberale Christen haben (z.B. der Benediktinermönch Anselm Grün, die Buchautorin und Predigerin Joyce Meyer und die Buchautorin Sarah Young) und stellt diesen Aussagen stichhaltige Bibelverse gegenüber.


"Wer nicht akzeptiert, wie Gott sich offenbart hat bzw. offenbaren will, macht ihn, den man eigentlich sucht, zum Götzen seiner eigenen Vorstellung."


"Es gilt, das Wort Gottes festzuhalten und zu verteidigen, weil es die einzig verlässliche, gültige und bleibende Grundlage und Legitimation des Glaubens ist."


Das Buch weist einen sehr durchdachten Aufbau auf.


Zunächst geht der Autor in ein paar Kapiteln auf grundlegende Themen ein: was ist der Unterschied zwischen "Glauben" und "Schauen"? Wie sind die allgemeinen Entwicklungen in der Philosophie oder Soziologie? Warum ist Apologetik ("theologische Verteidigung der christlichen Wahrheit") so wichtig, obwohl sie in vielen christlichen Kreisen sehr umstritten ist? Warum ist Bibelkenntnis und -treue für jeden Christen gleichermaßen wichtig, auch wenn manche Theologen dies verneinen?


In den darauffolgenden Kapiteln werden jeweils die Kernaussagen der im Inhalt genannten theologischen "Vorbilder" untersucht. Dabei bleibt der Autor objektiv und nüchtern. Es ist ihm, wie er selbst betont, ein Anliegen, die zitierten Personen nicht persönlich zu verunglimpfen. Die zahlreichen Zitate werden alle mit Quellenangaben belegt. Diesen Zitaten werden passende Bibelverse entgegengestellt, die meist eine völlig konträre Aussage machen. Schon das allein erzielt eine große Wirkung auf den Leser. Dies ergänzt Brenscheidt dann mit eigenen Formulierungen und Gedanken, die zum weiteren Nachdenken anregen.


Die vom Autor exemplarisch ausgewählten Vertreter betonen ALLE gleichermaßen die Wichtigkeit des "Spürens" und "Genießens" in Bezug auf unsere Gottesbeziehung und erklären, warum dies unser Glaubensleben bestimmen sollte. Ich bin sehr fasziniert von Brenscheidts Beobachtungs- und Bewertungsgabe bzw. seine Fähigkeit, solche wohltuenden und gerngehörten Worte kritisch anhand der Bibel zu überprüfen.


Der Schreibstil ist sehr angenehm und der Autor schafft es, den Leser in seine Gedankengänge mit hineinzunehmen. Die Formulierungen sind klar und prägnant und die Argumentationsketten meist nachvollziehbar.
 

Etwas gestört haben mich manche inhaltlichen Wiederholungen, sowohl in den Gedankengängen des Autors, als auch bei den Zitierungen von bestimmten Bibelversen (was nicht ausschließt, dass sie an dieser Stelle passend waren.) Die Wiederholungen sollten vermutlich als Stilmittel zur Bestärkung und Erinnerung dienen.

Besonders gut hat mir die thematische Abrundung am Schluss gefallen, wo Brenscheidt nochmals auf unsere wahre Identität als Christen eingeht. Genießer oder Sklave? Des Weiteren bewirbt er die in Verruf geratene "Stille Zeit", die Gott selbst und sein Wort im Mittelpunkt hat und nicht das Wohlbefinden des Menschen.

Dieses Buch lässt aufhorchen und macht sensibel. Auch wenn ich nicht alle Ansichten des Autors teile ( - nur in Bezug auf kleine inhaltliche Nuancen, weshalb ich nicht im Detail darauf eingegangen bin), hat mir diese Lektüre unheimlich viel gebracht bzw. mich darin ermutigt, auch "berühmte" und angesehene Christen, deren Bücher regelmäßig bei renommierten christlichen Verlagen erscheinen, kritisch zu hinterfragen und einzig und allein das inspirierte Wort Gottes als Maßstab in meinem Leben heranzuziehen.

Ist Bibellesen noch aktuell oder aktueller den je?

In einem Satz: Glaubst du an Gott oder glaubst du deinem Gefühl

Inhalt:
Thorsten Brenscheidt zeigt in dem Buch auf, wie sich der Glaube an Gott von der Zeit Jesu bis heute verändert hat. Im Mittelalter war der strikte Glaube an das Wort eine geistliche Autorität. Heutzutage erklärt man sich von derartigem Denken befreit. Als freier, aufgeklärter und selbstbestimmter Mensch, der beweisbare Naturgesetze kennt, denkt nicht mehr objektiv sondern subjektiv. Das eigene Gefühlsleben und die eigene Erfahrung sind dem Einzelnen mehr wert, als die Erfahrungen der Urchristen.

Der Glaube ist beliebig geworden. Jeder darf glauben, was er will. Auf der einen Seite ist es gut so, auf der anderen Seite ist die Frage, was ist der richtige Glaube?

Gott soll die Ehre bekommen und nicht der einzelne Mensch.

Die Gläubigen geben sich nicht mehr mit dem Erfahrungen der Urchristen zufrieden. Sie wollen eigene geistliche Erfahrungen haben. Es reicht auch nicht mehr die Bibel als Glaubensgrundlage. Es müssen neue individuelle Glaubenserfahrungen her. Das entwertet die Glaubwürdigkeit der Bibel und stellt sie auf dieselbe Stufe der Spekulation. Heutzutage sind individuelle Weisungen erwünschte und nicht mehr allgemeine Verhaltensregeln.

In der Postmoderne ist nur wahr, was ich selber erlebt habe. Schauen – statt Glauben.
Echter biblischer Glaube entsteht aufgrund des Wort Gottes und nicht auf Gefühlsempfinden. Es wird das Sinnliche überbetont. In der Bibel wird Augenlust und Fleischeslust als Sünde dargestellt. In der Bibel ist die Erkenntnis des Wortes Gottes das maßgebende Ziel und nicht das Wohlgefühl beim Gesang.

Ebenso hat sich das Gottesbild erheblich vom respektvollen Vater zum Kumpel oder Liebhaber verändert.

Zu den egoistischen Zügen in der Kirche sind Unverbindlichkeit und Gleichgültigkeit aller Glaubensmöglichkeiten eingezogen. Desinteresse und Konsumdenken (was bringt mir der Gottesdienstbesuch für mich selber) sind sehr modern.

Es ist modern den eigenen Glaubensstil zu finden der sich auch z.B. in der Natur oder im guten Essen zeigen kann.

Es ist nicht mehr gefragt, ob ich Bibellese oder treu mich in der Gemeinde um meine Glaubensgeschwister kümmere.

In dem Buch werden aktuelle Evangelisten z.B. Joyce Meyer oder Christian Schwarz vorgestellt.
Christian Schwarz hat das Buch die 3 Farben deiner Spiritualität geschrieben. In dem stellt er verschiedene Wege der Gottesbegnung heraus. Es heißt: Durch Vielfalt ist alles Recht und Jesus repräsentiert alle Glaubenswege.
In ihm sind alle Glaubenswegen zusammengefasst und alle Wege sind gleichgut. Die Gläubigen können selber wählen welchen Glaubensweg sie besser finden und welcher Stil zu ihnen passt.

Es steht das Bedürfnis des Einzelnen im Vordergrund vor der Christusnachfolge zur Gefühlsnachfolge. Wege und Mittel des Glaubenslebens werden durch das eigene Wohlgefühl des Spürens und Fühlens als der Richtige Weg festgestellt.

Jeder kann nach seiner eigenen Fasson glücklich werden und seinen Glauben seiner individuellen Gefühlsbedürftigkeit leben.

Bei Joyce Meyer
Ihr großer Werbespruch heißt: Genieße das leben. Es ist eigentlich Egoismus so etwas zu sagen. Andererseits ist es auch nicht verkehrt, wenn man statt nur genießen auch betont, dass man das genießen kann was man sich erarbeitet hat und nicht von einer Arbeit zu anderen hetzt.
In Ihrer Glaubenszentrale repräsentiert sie Wohlstand und hat auch aufgrund ihrer vielen Bücher gute Einnahmequellen für viele Hilfsprojekte.


Sie stellt in den Vordergrund, dass ich mir nur ein besseres Leben wünschen muss und mir immer wieder vorsagen soll, dass ich das bekomme, dann wird es schon werden.


Sie findet es auch in Ordnung mit dem Teufel zu reden und ihn in die Schranken zu weißen.

In vielen Vorträgen begeistert sie die Massen. Man hat das Gefühl in einem Station zu sein. Vielleicht ist das in Amerika so modern. Aber für mich ist das befremdlich.

meine Meinung
Ich finde den Cover sehr schön. Der blaue Himmel und das Meer zeigen als Sinnbild die unendlichen Möglichkeiten, die einen heutzutage auftun können. Irgendwie fühle ich mich als Rückständig, wenn ich den Titel lese: Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel? Bin ich noch richtig oder altmodisch?

In den ersten 100 Seiten wird erklärt wie sich der Glaube der Zeit Jesu und der heutigen Zeit vom Vertrauen auf das Wort zum Vertrauen auf das Gefühl verändert hat. Es werden die Hintergründe der Postmoderne erläutert und anhand mehrerer Beispiele z.B. Karl Rahner dargelegt wie heutzutage allgemein geglaubt wird. Es sind einige Stellen im Anfangskapitel, die ich schwer zu verstehen fand z.B. Apologetik.

Bis Seite 300 werden hier anhand aktuelle Evangelikaler erklärt wie diese das Evangelium auslegen und anhand welcher Praktiken diese das Evangelium auf die heutige Zeit auslegen.

Im letzten Kapitel „Was Bibelmüde wirklich brauchen“ wird nochmal geschildert wozu Bibellesen doch noch wichtig ist.

Fazit
Das Buch enthält eine gute Einleitung über die aktuelle Predigtpraxis aktueller Evangelisten. Es ist sehr interessant sich vor Augen zu halten, wie sich die Glaubenswelt in den letzten Jahren auf das Vordergründige Gefühl verlagert hat. Die vielen Bibelstellen sind zwar als Verweis auf die Bibel interessant zu lesen. Sind aber doch sehr sehr viele und reißen den Inhalt etwas auseinander. Der Autor hat sich aber große Mühe gemacht die vielen Stellen herauszufinden.

ich finde das Buch sehr lesenswert und interessant die Augen geöffnet zu bekommen wie aktuell in der westlichen Welt geglaubt wird. Andererseits ist es wichtig sich auch selber die Meinung zu bilden, ob man das richtig oder gut findet.

Danke sagen möchte ich, dass ich ein Rezensionsexemplar zum Durcharbeiten bekommen habe.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne ☆☆☆☆

Christliche Trends im Licht der Bibel


In christlichen Kreisen wird häufig die Auffassung vertreten, dass es auch heute noch neue Offenbarungen von Gott außerhalb der Bibel gibt und man neben der persönlichen Stillen Zeit auch bestimmte sinnliche Erfahrungen im Glauben erleben kann. Doch stimmt dieser neue Trend überhaupt noch mit dem Wort Gottes überein? Und was ist mit Autoren und bekannten Fernsehpredigern wie Joyce Meyer und Rob Bell, die häufig mit dem Begriff des sogenannten ,,Wohlstandsevangelium" genannt werden? 
In diesem Buch setzt sich Thorsten Brenscheid mit aktuellen Trends aus der evangelikalen Welt auseinander und versucht dem Leser aufzuzeigen, dass vieles davon mit der Bibel nicht zu vereinbaren ist und oft sogar das Evangelium verdreht. Bereits am Anfang des Buches betont er, dass er den christlichen Glauben der von ihm zitierten Personen nicht in Fragen stellen möchte. Aus meiner Sicht gelingt ihm das nicht immer, aber er schreibt keineswegs bösartig über Anselm Grün, Joyce Meyer usw. Vielmehr lässt er die Leute selbst durch Zitate zu Wort kommen und zeigt dem Leser so, was diese konkret lehren. Mich hat beim lesen etwas gestört, dass man über viele Seiten hinweg oft einfach nur Zitate findet, die dann auch unkommentiert gelassen werden. An anderen stellt der Autor direkt das Wort Gottes gegen die jeweilige Aussage, was ich deutlich besser fand.
In vielen Kapiteln war ich persönlich richtig erschrocken, was manche Prediger in ihren Büchern und Vorträgen an andere weitergeben. 
Auch wenn ich nicht immer mit Thorsten Brendscheidts Ansichten einer Meinung bin, hat er mich doch neu wachgerüttelt und mich daran erinnert, dass man gerade bei christlicher Literatur und Verkündigung genau hinschauen und prüfen muss, ob es im Einklang mit Gottes Wort ist. 
Insgesamt gibt dieses Buch ein guten Überblick über viele neue Trend im christlichen Bereich und hat mir persönlich geholfen, vieles besser einschätzen zu können. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Gespräche aus der Community

Dieses Buch beschäftigt sich mit ein paar Strömungen, die sich in der christlichen Landschaft finden lassen. Wer Interesse hat, sich damit zu beschäftigen, findet in diesem Buch ein paar interessante Infos. Ich danke dem Lichtzeichen Verlag für die Unterstützung der Leserunde !

Thorsten Brenscheidt Spürst du Gott schon oder liest du noch in der Bibel ?




Zum Inhalt:


In der evangelikalen Landschaft wächst die Sehnsucht, Gott nicht mehr nur in der Bibel zu finden und zu verstehen, sondern ihn sinnlich zu erfahren, zu spüren und zu fühlen. In Anlehnung an das Motto einer Möbelhauskette fragt Thorsten Brenscheidt im Buchtitel: „Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel?“ Damit greift er aktuelle Trends zu diesem Thema auf und untersucht das Gottesbild einiger Bestsellerautoren wie Sarah Young, Joyce Meyer und andere. Folgende Fragen sollte sich jeder Christ stellen: Redet Gott auch heute außerhalb der Bibel? Gibt es fortwährende oder sogar neue Offenbarungen? Das Buch gibt biblisch fundierte Antworten und ist zudem ein praktischer Ratgeber für ein solides und zugleich erweckliches Glaubensleben.




Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 28.12. 2016, 24 Uhr hier im Thread mit einer Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen  ?





Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.





Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!



Bitte beachtet, dass wir Gewinne  nur einmal pro Haushalt vergeben und dass ich innerhalb von 3 Tagen eure Rückmeldung brauche, wenn ihr mitlesen möchtet.



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