Thorsten Dietz

 3.7 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Thorsten Dietz

Weiterglauben

Weiterglauben

 (5)
Erschienen am 18.05.2018
Sünde - Was Menschen heute von Gott trennt

Sünde - Was Menschen heute von Gott trennt

 (4)
Erschienen am 05.09.2016

Neue Rezensionen zu Thorsten Dietz

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Rezension zu "Weiterglauben" von Thorsten Dietz

Mut zum weiten Glauben
irismariavor 3 Monaten

"Weiterglauben" hat den Untertitel "warum man einen großen Gott nicht klein denken kann". Der Autor, der evangelischen Theologieprofessor Thorsten Dietz, macht damit den Lesern Mut, ihren Glauben weiter zu fassen. Es geht nicht nur darum, sozusagen zeitlich weiter an seinem Glauben festzuhalten, sondern auch räumlich das eigene Denken zu weiten und damit auch den eigenen Glauben. Grundgedanke ist, dass Dietz eine Brücke schlagen möchte zwischen liberaler Universitätstheologie und einem fundamentalistisch angehauchten wörtlichen Bibelglauben. Er möchte die Leser ermutigen, einen lebendigen weiten Glauben zu entwickeln, der sowohl die Wahrheit der Bibel im Blick hat als auch mit dem normalen menschlichen Denkens unabhängig von Religionen zu vereinen ist. Das ist natürlich ein schwieriges Unterfangen und ich fürchte, dass vor allem Menschen, für die der christliche Glaube am wörtlichen Verständnis der Bibel hängt, seinen Ausführungen nicht folgen können und möchten. Ansonsten finde ich es eine spannende und auch anspruchsvolle Lektüre rund um Fragen über das Verständnis von Wahrheit, was die Bibel bedeutet und wie der christliche Glaube zu verstehen und ins Leben umzusetzen ist.
Mein Fazit: ich kann das Buch allen empfehlen, die ihren Glauben ein Stück vertiefen möchten und im Gespräch mit anders denkenden Christen stehen.

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Rezension zu "Weiterglauben" von Thorsten Dietz

Weiterglauben
Martinchenvor 4 Monaten

"Wer sich mit dem christlichen Glauben beschäftigt, sieht sich häufig mit der Wahl zwischen liberaler Universitätstheologie oder fundamentalistisch anmutender Bibelgläubigkeit konfrontiert. Beides ist einem alltagstauglichen Glauben, der ehrfürchtig und neugierig gleichermaßen nach dem himmlischen Ewigkeitsfaktor sucht, wenig zuträglich. Dabei sind sich in einer Sache alle einig: Die Bibel ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Doch wie kann, darf, muss man mit dem Buch der Bücher umgehen? Fällt ohne klare Begrenzungen, Regeln, Maßstäbe und (Denk)Verbote nicht alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Und umgekehrt: Wenn die Bibel einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhält, haben die Kritiker nicht doch recht mit ihrer Behauptung, es sei alles nur ein Konstrukt? Wie können wir dann überhaupt noch über Gott reden? Thorsten Dietz schreibt über lebendigen, gelebten Glauben, der Orientierung bietet und Einsatz fordert. Ein Plädoyer für Befreiung und Versöhnung für Über-den-eigenen-Schatten-Springer und solche, die es gern wären." - soweit der Klappentext. 

Das Hardcover zeigt Fische, die in reihenweise in zwei verschiedene Richtungen schwimmen, eine nette Idee, um den Inhalt zu illustrieren. Der Titel sieht aus wie mit Kreide geschrieben, die Übertretung der Kreislinie weist ebenfalls auf den Inhalt hin.

Thorsten Dietz, Jahrgang 1971, ist Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Hochschule TABOR in Marburg, wo er auch mit seiner Familie lebt. (Quelle: Klappentext)

Der Autor geht in neun Kapiteln auf unterschiedliche Aspekte des Glaubens ein, die Grund für sehr unterschiedliche Auffassungen sind. Gleich zu Beginn wird klar, dass der Titel sehr bewusst gewählt wurde und auf zweierlei Arten gelesen werden soll: zum einen zeitlich  nämlich "weiterhin" glauben und zum anderen lokal, d.h. dem Glauben mehr Raum zur Entfaltung, mehr "Weite" zu geben.

Das Buch ist sehr anspruchsvoll und lässt sich nicht leicht lesen. Jedes Kapitel, das wiederum in Unterkapitel aufgeteilt ist, gibt Stoff zum Nachdenken. Dabei werden Fragen aufgeworfen, wie z.B. "Eine, meine oder keine Wahrheit?!" und "Ist die Bibel Gottes Wort?". Den Argumentationen kann man gut folgen, unabhängig davon, ob man ihnen zustimmt oder nicht.

In einer sich ständig verändernden Welt müssen sich auch die Kirchen, die einzelnen Kirchengemeinden verändern und anpassen, ohne ihr Fundament aus den Augen zu verlieren.

Denn die Gemeinschaft sieht Dietz als unabdingbar an, auch wenn die christlichen Gemeinden ihre Versprechen nicht immer halten können.

Das letzte Kapitel trägt die Überschrift "Im Delta: Christentum in der Umformungskrise". Dietz wählt die Metapher des Deltas, in dem ein Fluss seinen abgegrenzten Lauf verliert, sich verzweigt, sich auflöst und überträgt dieses Bild auf das Christentum. Letztendlich entsteht aus diesem Chaos etwas Neues, die Hoffnung darauf, dass aus dem Delta ein fruchtbarer Ort wird. (S. 197/198)

Wer sich "Rezepte" oder Vorschläge für eine Erneuerung der christlichen Gemeinden erhofft hat, wird hier enttäuscht. Dietz beleuchtet den Ist-Zustand und die unterschiedlichen Auffassungen (wie bereits erwähnt).

Wer sich damit auseinandersetzen will, der findet hier Anregungen.

 

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Rezension zu "Weiterglauben" von Thorsten Dietz

Impulse
Milagrovor 4 Monaten

Man muss sich Zeit nehmen für dieses Buch, das gleich zu Anfang.

Dietz, der in seiner Jugend  Atheist  war,  entwickelte während seines Studiums seinen  Glauben. Er hat Theologie studiert, er ist Professor für Systematische Theologie in Marburg, Autor diverser Bücher und publiziert bei Worthaus. Da ich Worthaus nicht kannte, sich gleich die Einleitung aber auf Worthaus bezieht, habe ich erst einmal dort gelesen und Videos gesehen. 
Hiesiges Buch umfasst keine 200 Seiten, gut zu schaffen innerhalb einiger Stunden, dachte ich. Ich habe eine ganze Weile für das Buch gebraucht. Einerseits fand ich es anspruchsvoll, andererseits sind die Thesen so , dass man nicht einfach nickend weiterlesen kann. Man muss sich auseinander setzen, nachdenken, die Bibel zu Rate ziehen, darüber sprechen. Schade war es daher, dass ich es nicht im Rahmen einer Leserunde lesen konnte, der Austausch mit anderen Menschen wäre sicherlich hilfreich gewesen.
Überraschend fand ich am Anfang des Buches die Doppeldeutigkeit des Titels. Ich selbst hatte den Titel nie anders als "weiterglauben" im Sinne von weiterhin glauben, zeitlich also, gelesen. Aber auch das weiter, begrifflich umfassender gemeint, Zulassen weiterer Gedanken, ist Thema. Damit musste ich mich erstmals selbst fragen, warum ich nicht darauf gekommen war. Das Buch umfasst neun Kapitel, die  Einleitung, Im Sog der Polarisierungen, musste ich doppelt lesen. Ich halte mich für eine geübte Leserin, auch anspruchsvolle Texte stehen beruflich und privat immer im Mittelpunkt bei mir, hier hatte ich aber Schwierigkeiten, zu verstehen. Was will der Autor, was hat dies mit dem zuvor genannten Beispiel zu tun, ich musste immer wieder zurück blättern. Den zweiten Abschnitt fand ich deutlich besser zu lesen, bezeichnet mit der Überschrift Gott gehört uns nicht. Damit konnte ich gut arbeiten, die Bibelzitate waren mir bekannt, ich fühlte mich allerdings angegriffen. Angegriffen in meinem Verständnis des Glaubens, meinem Verständnis von Gott, von dem ich mir kein Bild mache. Ich fand mich letztlich wieder in einer Buchbesprechung zu Johannes Hartl, ohne dass ich dort hinwollte. Ich wollte nämlich nicht von dessen katholischer Doktorarbeit wissen, mir ging es darum, dass Gott uns nicht gehört. Habe ich also das Thema verfehlt, denke ich nicht "theologisch" , an wen richtet sich der Autor tatsächlich?
Interessiert habe ich dann die nächsten Tage mit den weiteren Kapiteln verbracht. Ich habe dabei ziemlich viele Klebezettel benötigt und die Lektüre immer wieder unterbrochen. Der Abschnitt über die Wahrheit hat mir dabei sehr gut gefallen, ebenso die ethischen Fragen ( Kapitel 3 und 6). Mit anderen Abschnitten habe ich mich schwer getan, immer wieder hatte ich das Gefühl, den Gedanken nicht folgen zu können oder dem Text nicht gewachsen zu sein. Immer wieder tauchen Ideen und Zitate von C.S. Lewis auf, ich müsste da einiges nachlesen, ich bin mir nicht sicher, ob ich das will. Teils hatte ich den Eindruck, dass die Bibel hier gar nichts zählt, dass in Abrede gestellt wird, ich finde, das macht gerade den Glauben aus: etwas hinzunehmen, anzunehmen, Glauben zuzulassen. Das sieht Dietz offenbar anders ( Kapitel 5).
Insgesamt habe ich mich schwer getan, es waren viele Anregungen dabei, viele Thesen werde ich nochmals nacharbeiten, oft blieb ich ein wenig ratlos zurück. 

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Gespräche aus der Community

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Sonnenblume1988s avatar

Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der SCM-Verlag stellt drei Exemplare des Buches "Sünde" von Thorsten Dietz zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde!

Zum Inhalt:

"Was ist Sünde? Thorsten Dietz gibt eine Antwort für Menschen von heute. Er zieht Bilanz, wie Sünde in der Vergangenheit erklärt wurde, und lädt zu einer Entdeckungsreise mit sieben Stationen ein. Jede Station, jedes Schlagwort, zeigt uns, was uns heute von Gott trennt.

Blind! Hart! Süchtig! Selbstlos! Reich! Sicher! Träge!
Ist das wirklich alles Sünde? Der Begriff ist sperrig und unbequem. Über Sünde kann man nicht am grünen Tisch diskutieren. Sie betrifft jeden und trotzdem fällt es schwer, zu erklären, was genau sie ist.
Thorsten Dietz gibt eine Antwort für Menschen von heute. Er zieht Bilanz, wie Sünde in der Vergangenheit erklärt wurde, und lädt zu einer Entdeckungsreise ein. Anhand von sieben Schlagwörtern zeigt er, was uns heute von Gott trennt.
Jeses Kapitel enthält ein aktuelles Filmbeispiel und eignet sich somit besonders gut für Andachten in Kleingruppen und Hauskreisen. "

Hier ist der Link zur Leseprobe.

Bitte bewerbt euch bis zum 30. Oktober hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch das Buch interessiert.

Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen: 

- Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben.

- Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben.

Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Eure Rezensionen könnt ihr sehr gerne auch auf anderen Internetseiten veröffentlichen.
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