Thorsten Polleit

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Neue Bücher

Vom intelligenten Investieren

Neu erschienen am 03.12.2018 als Hardcover bei FinanzBuch Verlag.

Alle Bücher von Thorsten Polleit

Geldreform

Geldreform

 (1)
Erschienen am 10.10.2014
Der Fluch des Papiergeldes

Der Fluch des Papiergeldes

 (1)
Erschienen am 12.09.2011
Vom intelligenten Investieren

Vom intelligenten Investieren

 (0)
Erschienen am 03.12.2018
Ludwig von Mises

Ludwig von Mises

 (0)
Erschienen am 11.09.2013

Neue Rezensionen zu Thorsten Polleit

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Rezension zu "Geldreform" von Thorsten Polleit

"Freies Marktgeld wird gutes Geld sein"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Man stelle sich einmal vor, man könnte mit Gold wie mit dem Euro bezahlen. Was würde passieren? Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die mündigen Bürger ihre Euros in Gold tauschen, denn Gold hat einen inneren Wert. Der Euro hingegen ist nur buntbedrucktes Papier, dessen Wert sich lediglich auf Vertrauen gründet, dass man damit Waren erwerben kann. Die Geschichte des Papiergeldes lehrt jedoch, dass mit großer Sicherheit irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, bei dem sein vorgeblicher Wert sich in Luft auflöst. Bisher jedenfalls ist das immer so gewesen. Allein aus diesem Grund würde sich die gegenwärtige, wie jede andere ähnlich konstruierte Währung an einem freien Markt in Konkurrenz zu richtigem Geld (wahrscheinlich Gold) niemals halten.

Ein marktwirtschaftliches Geldwesen würde eine Reihe von Eigenschaften besitzen, die man vorab benennen kann: "Es gäbe (1) keine staatliche Zentralbank und folglich (2) auch keine Zinspolitik der Zentralbank mehr. Es gäbe (3) kein Geldschaffen durch Kreditvergabe "aus dem Nichts". (4) Banken dürfen nicht mehr mit einer Teilreserve operieren. Es gäbe keinerlei Einflussnahme des Staates darauf, was Geld ist, oder was es zu sein hat, und welche Qualität es hat." Soweit die Autoren dieses Buches. In Wirklichkeit glauben sie allerdings nicht daran, dass es jemals zu einem solchen Geld kommen wird. Der Staat (oder besser gesagt die herrschende Elite) profitiert von einem inflationierbaren Geld. Nur wenn man das staatliche Zwangsgeld beliebig vermehren kann, sind die scheinbaren Wohltaten des Staates zu bezahlen. Gleichzeitig korumpiert der Staat damit zahlreiche Bürger, bringt sie in Abhängigkeit von seinem Geld und sichert sich auf diese Weise solange eine gewisse Unterstützung, bis der Schwindel auffliegt oder dem Bürger die letzte Hoffnung auf Sicherung seines Geldvermögens genommen ist.

Auch wenn es wohl niemals freies Marktgeld geben wird, so ist dieses Buch ein wahrer Augenöffner, denn es erklärt die Funktionsweise des gegenwärtigen Geldsystems mit einer solchen Klarheit, dass man es auch ohne Vorbildung lesen kann. Darüber hinaus wirkt der Vergleich zwischen dem Papier-Euro und echtem Geld wie ein Erkenntniskatalysator. Freies Marktgeld wäre eine Ware wie jede andere, allerdings mit der Eigenschaft der universellen Tauschbarkeit. Nur ein Markt verfügt über die Fähigkeit, das beste Produkt herauszufinden, denn freiwillig würde auf Dauer niemand sich mit einem schlechten Produkt abfinden, wenn er ein besseres finden würde. Wenn man sich diese Denkweise zu eigen macht, mit der man doch eigentlich sein Alltagsleben zu meistern versucht, dann wird einem mit Hilfe dieses Buches das ganze Ausmaß der Irreführung deutlich, mit dem das gegenwärtige staatliche Zwangsgeldsystem begleitet wird.

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Rezension zu "Der Fluch des Papiergeldes" von Thorsten Polleit

"Der Staat spielt Ponzi"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Thorsten Polleit arbeitet als Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management. Mit diesem Büchlein gibt er eine Sammlung von Artikeln zur Finanzkrise der letzten Jahre heraus, die seit 2005 in verschiedenen Zeitungen und anderen Medien erschienen sind. Während Politiker und der Großteil der Medien gerne irgendwelche "entfesselten Märkte" als die Verursacher der Krise ausgemacht haben, um vom eigenen Versagen abzulenken, vertritt Polleit eine völlig gegenteilige Meinung. Er spricht vom entfesselten Papiergeld als der wahren Ursache unserer Schwierigkeiten.

Papiergeld, das alleine auf Vertrauen beruht und keinen inneren Wert besitzt, lässt sich beliebig vermehren. Seine Erschaffung liegt in der Regel in den Händen des Staates oder nachgeordneter bzw. extra ermächtigter Institutionen. Jeder wird vom Staat gezwungen, es als alleiniges Zahlungsmittel zu akzeptieren. Wäre das nicht so, hätten wir nach den jüngsten Ereignissen in Deutschland garantiert wenigstens eine alternative Währung in der Form von besichertem Sachgeld.

Polleit erklärt in seinen Artikeln, dass Papiergeld nach den Lehren der Österreichischen Schule der Ökonomie zwangsläufig zu Inflation, also zur Vergrößerung der Geldmenge führen muss, weil der Staat und seine Eliten der Versuchung, mehr auszugeben, als sie haben, einfach nicht widerstehen können. Sie müssen ihre Macht sichern und die jeweiligen Unterstützer mit Wohltaten bei Laune halten.

Anschließend braucht der Staat neue Kredite, um die alten und ihre Zinsen abzuzahlen. Dieses Schneeballsystem funktioniert, wie Polleit immer wieder erläutert, eine gewisse Zeit. Doch aus schlichten mathematischen Gründen kommt irgendwann der Punkt, an dem dieses System ausgereizt ist. Was dann passiert, sehen wir gerade in Griechenland. Am Kapitalmarkt bekommt der Schuldner kaum noch neues Geld, und wenn doch, dann zu extrem hohen Zinsen, die wiederum nur das Ausfallrisiko des Kredits darstellen.

Dann kann der Staat entweder neue Steuern erfinden oder alte dramatisch erhöhen, nützen wird das alles meistens nicht. In der Regel erklärt man sich dann zuerst gegenüber ausländischen Gläubigern für zahlungsunfähig. Fast jeder Staatsbankrott der Geschichte verlief so.

Staatlich monopolisiertes Papiergeld ist aus verschiedenen Gründen ein störender Fremdkörper in jeder marktwirtschaftlichen Ordnung. Polleit erklärt das immer wieder. Er fordert wie alle Vertreter der Österreichischen Schule konkurrierendes privates Sachgeld. Doch natürlich ist die Einführung solcher Zahlungsmittel eine Illusion, weil sich die Eliten dann ihre angeblichen Steuerungsmittel aus der Hand nehmen lassen würden. Das sieht Polleit natürlich auch. Also bleibt ihm nur die wiederholte Feststellung, dass ohne eine Abschaffung des Papiergeldes ökonomische Katastrophen unvermeidlich sein werden.

Das Buch ist relativ dünn und leidet ein wenig darunter, dass es eben nur eine Zusammenstellung von verschiedenen Artikeln ist. Deshalb kommt es immer wieder zu inhaltlichen Wiederholungen. Und natürlich funktioniert ein solches Buch wie eine Wundertüte: Man weiß nie, was noch kommt, weil einzig das Thema die verschiedenen Beiträge zusammenhält und man keine Systematik im Inhalt sieht.

Auf der anderen Seite erfährt der Leser sehr viel über eine alternative Sicht auf die Finanzkrise, denn die Österreichische Schule wird offiziell gemieden, wo immer es geht, weil sie nicht ins Propagandakonzept der Eliten und schon gar nicht in deren theoretisches Gerüst des Finanz- und Bankensystems passt. Wer sich also für die Sichtweise dieser ökonomischen Schule interessiert, ist bei den leicht lesbaren Artikeln gut aufgehoben. Theoretisch Neues wird nicht geboten.

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Rezension zu "Geldreform: Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld" von Thorsten Polleit

"Freies Marktgeld wird gutes Geld sein, weil niemand bereit sein wird, schlechtes Geld freiwillig na
R_Mantheyvor 3 Jahren

Man stelle sich einmal vor, man könnte mit Gold wie mit dem Euro bezahlen. Was würde passieren? Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die mündigen Bürger ihre Euros in Gold tauschen, denn Gold hat einen inneren Wert. Der Euro hingegen ist nur buntbedrucktes Papier, dessen Wert sich lediglich auf Vertrauen gründet, dass man damit Waren erwerben kann. Die Geschichte des Papiergeldes lehrt jedoch, dass mit großer Sicherheit irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, bei dem sein vorgeblicher Wert sich in Luft auflöst. Bisher jedenfalls ist das immer so gewesen. Allein aus diesem Grund würde sich die gegenwärtige, wie jede andere ähnlich konstruierte Währung an einem freien Markt in Konkurrenz zu richtigem Geld (wahrscheinlich Gold) niemals halten.

Ein marktwirtschaftliches Geldwesen würde eine Reihe von Eigenschaften besitzen, die man vorab benennen kann: "Es gäbe (1) keine staatliche Zentralbank und folglich (2) auch keine Zinspolitik der Zentralbank mehr. Es gäbe (3) kein Geldschaffen durch Kreditvergabe "aus dem Nichts". (4) Banken dürfen nicht mehr mit einer Teilreserve operieren. Es gäbe keinerlei Einflussnahme des Staates darauf, was Geld ist, oder was es zu sein hat, und welche Qualität es hat." Soweit die Autoren dieses Buches. In Wirklichkeit glauben sie allerdings nicht daran, dass es jemals zu einem solchen Geld kommen wird. Der Staat (oder besser gesagt die herrschende Elite) profitiert von einem inflationierbaren Geld. Nur wenn man das staatliche Zwangsgeld beliebig vermehren kann, sind die scheinbaren Wohltaten des Staates zu bezahlen. Gleichzeitig korumpiert der Staat damit zahlreiche Bürger, bringt sie in Abhängigkeit von seinem Geld und sichert sich auf diese Weise solange eine gewisse Unterstützung, bis der Schwindel auffliegt oder dem Bürger die letzte Hoffnung auf Sicherung seines Geldvermögens genommen ist.

Auch wenn es wohl niemals freies Marktgeld geben wird, so ist dieses Buch ein wahrer Augenöffner, denn es erklärt die Funktionsweise des gegenwärtigen Geldsystems mit einer solchen Klarheit, dass man es auch ohne Vorbildung lesen kann. Darüber hinaus wirkt der Vergleich zwischen dem Papier-Euro und echtem Geld wie ein Erkenntniskatalysator. Freies Marktgeld wäre eine Ware wie jede andere, allerdings mit der Eigenschaft der universellen Tauschbarkeit. Nur ein Markt verfügt über die Fähigkeit, das beste Produkt herauszufinden, denn freiwillig würde auf Dauer niemand sich mit einem schlechten Produkt abfinden, wenn er ein besseres finden würde. Wenn man sich diese Denkweise zu eigen macht, mit der man doch eigentlich sein Alltagsleben zu meistern versucht, dann wird einem mit Hilfe dieses Buches das ganze Ausmaß der Irreführung deutlich, mit dem das gegenwärtige staatliche Zwangsgeldsystem begleitet wird.

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