Thorwald Börner

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Thorwald BörnerMein Bruder der Nichtraucher
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Mein Bruder der Nichtraucher
Mein Bruder der Nichtraucher
 (8)
Erschienen am 24.09.2012

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Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner

Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner
dreamervor 6 Jahren

Psychiatrie hautnah erleben
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Hattest du schon mal das Bedürfnis zu wissen wie es in einer Psychiatrie aussieht? Wolltest du die verschiedenen Krankheiten kennenlernen und die Art wie man mit ihnen umgeht?
Dann bist du bei Thorwald Börners Werk über seine Arbeit in der Psychiatrie an der richtigen Adresse.
Ob Stimmen die sonst keiner hört, Shizophrenie, Essstörungen oder Demenz - der Autor hat zu allem eine Geschichte, die teilweise schockieren und interessieren.
Kommt mit in die Welt eines Krankenpflegers und erlebt seinen Arbeitsalltag in der Psychiatrie.

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Meine Meinung
Als der Autor mir sein Buch zum Lesen gab war ich zuerst skeptisch. Ich mag Bücher die nicht von alltäglichen Dingen handeln, die einem den Einblick in einen anderen Alltag geben.Thorwald Börner informiert in seinem kurzen aber prägnanten Buch über die Arbeit in einer Psychiatrie, jedoch auf andere Weise als ich es erwartet hätte.
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Das Cover an sich sieht man as ebook Leser zwar nicht unbedingt, dennoch finde ich es eher wenig ansprechend und nicht sehr passend - trotz einer Phrase im Buch in der es um einen extremen Kettenraucher geht. Der Titel wiederum passt gut wenn man weiß um was es geht ;D auch wenn es nicht gerade aussagekräftig ist.
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Die Idee an sich fand ich unheimlich gut. Geschichten über die verschiedensten Krankheitsbilder in der Psychiatrie. Dazu noch die passenden Sätze am Anfang eines jeden Kapitels, die die Situation passend beschreiben.
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Leider war die Umsetzung anders als ich gedacht habe. Zwar ist der Schreibstil nicht schlecht, unter anderem da der Autor ja von eigenen Erfahrungen berichtet, trotzdem konnte es mich nicht wirklich fesseln. Die Geschichte tröpfelt leider sehr dahin und hat nicht gerade einen Hochpunkt. Trotzdem fand ich die ungeschminkte Art wie der Autor über seine Arbeit schreibt gut und "ehrlich".
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Fazit
Nette, ungeschminkte Geschichte über die Arbeit eines Pflegers in der Psychiatrie. Für die, die schon immer neugierig waren wie es in einer Psychiatrie so "zugeht" ;), sicher interessant. Für jene, die mehr suchen und genauere Hintergrundgeschichten erwarten wohl eher nicht das Richtige. Von mir gibt es 3 von 5 Wölkchen.

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tintenmaedchens avatar

Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner

Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner
tintenmaedchenvor 6 Jahren

11 kleine Geschichten die einem einen kleinen Einblick in den skurilen aber auch herzlichen und überraschenden Alltag in der Psychiatrie geben. Ein Buch sowohl für Betroffene als auch Angehörige, ganz ohne Fachausdrücke.

Eigentlich gibt es Bücher mit Erfahrungen aus dem Bereich der Psychiatrie und zum Thema psychische Erkrankungen mittlerweile wie Sand am Meer. Doch welches ist schon wirklich leicht verständlich für Nicht-Betroffene? Welches zeigt auf so erheiternde Weise denn Psychiatriealltag?
Mein Bruder der Nichtraucher schafft all das problemlos. Die in dem Buch erwähnten Erkrankungen werden ohne jegliche Form von Fachausdrücken gut erklärt und das Krankheitsbild einem leicht verständlich geschildert.
Jeder Kapitelanfang wird geziert von einem dazu passenden Bild so dass einem der Einstieg in das Kapitel gleich leicht gemacht wird.
Zwar drehen sich die Geschichten sehr wohl um die Patienten aber dennoch geht es vorallem darum einmal alles aus Sicht des Personals zu sehen. Und dennoch schafft es der Autor dass man nicht nur über so manche Begebenheit schmunzeln muss sondern mana uch sehr zum Nachdenken angeregt wird.
Zusätzlich nimmt das Buch etwas von der grauenhaften Horrorvorstellung die immernoch nicht wenige Menschen von der Psychiatrie haben. Natürlich ist ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nicht unbedingt ein schönes Erlebnis aber es ist auch noch lange nicht die Horrorfabrik als die viele sie noch sehen.
Teilweise war ich allerdings auch sehr geschockt was zum Beispiel das Thema Fixierung angeht denn obwohl ich selber schon Erfahrungen mit dem Thema Psychiatrie gemacht habe war mir bisher nicht klar dass ein Patient bis zu 6 Wochen fixiert werden darf. Ich dachte immer es gäbe da eine maximale Stundenanzahl die nur durch richterlichen Beschluss noch verlängert werden darf. Man lernt bekanntlich eben doch nie aus.
Den einzigen Kritikpunkt den ich hätte ist dass mir die Erklärung zum Krankheitsbild der Borderline Störung nicht sehr gefallen hat. Allerdings bin ich da wohl einfach zu befangen und man sollte sich sowieso immer klar darüber sein dass ein Krankheitsbild immer nur allgemein gefasst beschrieben werden kann. Ansonsten müssten wohl eine ganze Buchreihe daraus machen umd alle möglichen Versionen beschreiben zu können. Das ist also nicht wirklich ein Kritikpunkt sondern nur etwas wo ich etwas empfindlich bin.

Mein Bruder der Nichtraucher vermittelt einen realistischen Einblick in die Welt der Psychiatrie und bietet dabei auch noch ein gelungenes Werk zur Unterhaltung.

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DieKlees avatar

Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner

Rezension zu "Mein Bruder der Nichtraucher" von Thorwald Börner
DieKleevor 6 Jahren

In 13 Kapitel berichtet Thorwald Börner von den Erfahrungen aus seinem Berufsalltag als Krankenpfleger in einer Psychiatrie. Der Autor hat bewusst auf zu viele Fachausdrücke verzichtet, um dieses, teilweise immer noch umstrittene Thema, jedem Leser nahezubringen. Zu den wahrscheinlich bekanntesten psychischen Erkrankungen (z.b. Schizophrenie, Borderline, Essstörungen) werden hier auf einer Weise Erlebnisse geschildert, die einen einerseits oft Schmunzeln lassen, aber andererseits auch sehr nachdenklich stimmen.

Als interessierter Leser kennt man sicherlich schon einige Bücher, die von betroffenen Patienten veröffentlicht wurden. Jedoch liest man weitaus weniger die Sichtweise und Erfahrungen des Pflegepersonals, die tagtäglichen Umgang mit dem Klientel haben. Denn auch hier gerät man unter Umständen schnell an die Grenzen der Belastbarkeit und die Nerven liegen des öfteren blank.

Mir hat das Buch bis auf kleinen Kritikpunkt, auf den ich noch eingehen werde, sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel sind gut strukturiert und in keiner Geschichte wird zuviel "um den heißen Brei" geredet.
Da ich selbst schon Vorkenntnisse im Bereich der psychischen Erkrankungen habe, konnte ich mich gut in den Autor hineinversetzen und glaube, dass dies auch ein "nicht-wissender" Leser kann.
Erschreckend war für mich allerdings während des Lesens (und auch immer noch danach) das Thema "Fixierung". Mir war nicht klar, dass ein Patient bis zu sechs Wochen lang am Bett fixiert werden darf, falls der Arzt (und sei es aus einer schlechten Laune herraus) es für Nötig hält. Doch das jetzt hier zu diskutieren würde wohl den Rahmen sprengen.

Sehr ansprechend fand ich zudem die Gestaltung der einzelnen Seiten. Jeden Kapitelanfang ziert ein passendes Bild und man bekommt direkt einen besseren Einstieg in die kommende Geschichte.
Und auch für das Kapitelende hat sich der Autor etwas Besonderes einfallen lassen: (Mehr oder weniger) bekannte Zitate zieren elegant den Abschluß eines jeden Kapitels. Und auch hierbei ist jedes Zitat treffend gewählt worden.

Nun noch zu dem Anfangs erwähnten kleinen Kritikpunkt: Das Cover. Leider suggeriert das Titelbild bei mir als Leser ersteinmal eine ganz andere Art von Buch, nämlich den 374. "Wie höre ich auf zu Rauchen"-Ratgeber. ;) Obwohl sich der Titel (und demnach auch das Cover) durch ein Kapitel im Buch von selbst erklärt, glaube ich kaum, dass passionierte Raucher und Nichtraucher in einer Buchhandlung hier zugreifen würden. Schade eigentlich, denn der Inhalt ist es allemal wert.

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