Thucydides bietet keine leichte Lektüre. Er formuliert knapp und das macht das Verstehen nicht einfach. Und Kampfschilderungen finde ich eh immer langweilig. Ich wäre mit einem Buch über dieses Buch wohl eher zurechtgekommen.
Aber die Art, wie Thukydides Gründe, Ziele und Meinungen in Dialogen darstellt, hat etwa richtungsweisendes, auf diese Weise legt er Wertungen verschiedenen Personen in den Mund und bleibt als Autor objektiv. Könnten das nicht auch moderne Historiker versuchen?
Manchmal ist es aber auch aktuelle oder zumindest des Nachdenkens wert, etwa wenn Perikles sinngemäß sagt, wir sind eine Demokratie und deshalb ist für uns ein ruhiger Bürger kein guter Bürger. Und natürlich ist der berühmte Melierdialog wie für uns heute geschrieben.
Fazit: Mit einem "best of" wäre ich besser bedient, aber der hohe Angeberfaktor gleicht das aus








